Eine bewegende Reise an die Küste Irlands
Als der Wind die Wellen riefAls der Wind die Wellen rief
Von Josephine Cantrell
Ein traumhaft, einfühlsames Buch von Josephine Cantrell welches den Leser auf eine Reise mit an die Küste Irlands nimmt. Mir hat der Schreibstil unheimlich ...
Als der Wind die Wellen rief
Von Josephine Cantrell
Ein traumhaft, einfühlsames Buch von Josephine Cantrell welches den Leser auf eine Reise mit an die Küste Irlands nimmt. Mir hat der Schreibstil unheimlich gut gefallen. Schon die Informationen zu Beginn des Buches über das Leben von Travellern und Autismus waren beeindruckend.
Schon der Buchtitel hat mich angesprochen. Das Cover finde ich traumhaft gewählt. Es hat etwas verträumtes und schon beim betrachten kann ich den Wind spüren und das Meer mit seinen tosenden Wellen hören. Die Traditionen und irischen Namen klingen wundervoll.
Das Cover und der Titel passen hervorragend zusammen.
Ich selber war noch nie in Irland, liebe aber die einsamen und teils rauhen Küsten Englands. Ein sehr schönes Buch zum träumen und nachdenken.
Ich habe mich gleich wohl gefühlt in der Geschichte und war bis zum Schluss total gefesselt.
Ein Buch mit ganz schön viel Tiefgang. Sehr bewegend und einfühlsam erzählt. Die einzelnen Charaktere sind so wundervoll beschrieben.
Orla Donovan, eine junge Fotografin lebt in Dublin. Sie hat schon vor längerem ihrer Heimat den Rücken gekehrt. Seit Jahren vermied sie es, sich mit ihrer Vergangenheit auseinander zu setzen.
Nach einem Unfall ihrer Mutter Shiobhan, kehrt Orla in ihr kleines Heimatdorf Saltmore an der irischen Küste zurück. Sie würde sich dort um ihren Bruder Kieran, einen Autisten, kümmern. Kieran hat sein Leben ganz gut im Griff. Er hat sich gute Strategien entwickelt und Routinen erarbeitet um gut im Alltag zurecht zu kommen.
Im Selkie, das einzige Pub des Dorfes, welches ihrer Familie gehört trifft sie auf den Saisonarbeiter Sean. Er arbeitet im Pub und restauriert den Leuchtturm von Saltmore. Sie fühlt sich von ihm angezogen und verbringt viel Zeit mit ihm. Sean kommt ihr so vertraut vor und so geheimnisvoll. Sie ist sich sicher, dass er der Junge von früher ist, aber wie kann das sein? Damals hatte sich ein schreckliches Unglück ereignet bei dem die ganze Traveller Familie in ihrem Caravan verbrannt ist. Orla war damals zu jung um das alles zu begreifen. Das ganze Dorf war gegen die Traveller und wollte sie schnell wieder loswerden. Der Hass gegen sie ist schon bedrückend aber das ist heute ja nicht anders. Heute stellt sie Nachforschungen an. Und kommt dabei dem geheimnisvollen Sean immer näher. Es ist spannend und erschreckend, was Orla bei den Nachforschungen herausfindet und was vertuscht wurde.
Ein ganzes Dorf schweigt und hält zusammen.
Ein bis zum Ende spannend und berührendes Buch.
Auch das Ende hat mich sehr beeindruckt. Ob das alles die richtigen Entscheidungen waren mag jeder anders sehen. Es regt auf jeden Fall zum nachdenken an.
Ein ganz herzliches Dankeschön an die Autorin für dieses bewegende Buch. Ich bin dankbar, an dieser Leserunde teilgenommen zu haben und auch die Meinungen der anderen Teilnehmer lesen zu können. Auch das war spannend.
Eine ganz berührende Stelle fand ich den Moment, in der Orla Sean ein Foto seiner Familie in die Hand drückt. Sie hat die Familie und ihren Caravan damals heimlich beobachtet und fotografiert. Jetzt sind die Bilder für Sean wieder lebendiger. Die Erinnerung nicht mehr nur in seinem Kopf.
Und noch ein ganz besonderes Zitat:
Normalerweise stehen Geheimnisse wie Mauern zwischen zwei Menschen. Bei uns ist das anders. Weil ich schweige sind wir hier.