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Veröffentlicht am 22.11.2025

Eine Horror-Story mit einer starken Prise satirischen Humors

Feuchte Monster
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Erneut schlägt der Autor Matthias Krause auf seine besondere eklig verzierte Art und Weise satirisch zu.

"Feuchte Monster" ist wieder eine sehr lesenswerte Horrorsatire aus seiner Feder, die wunderbar ...

Erneut schlägt der Autor Matthias Krause auf seine besondere eklig verzierte Art und Weise satirisch zu.

"Feuchte Monster" ist wieder eine sehr lesenswerte Horrorsatire aus seiner Feder, die wunderbar eklig, speziell humorvoll und auch blutig und ein wenig erotisch an ihre Vorgänger anknüpft, ohne das man zwingend Vorkenntnisse haben muss.

Aus dem Bermuda-Dreieck werden über einen Wirt gefrässige Würmer nach Europa eingeschleppt. Hier beginnen sie ihr blutiges und stinkendes Werk. Während der Wirt, Mortimer, seinen blutigen Feldzug beginnt, kämpft der Autor, Frank J. Freibrodt, um die Gunst seiner Leser/innen und bei einem Speeddating um eine neue Bekanntschaft. Sind die Würmer zu stoppen? Wer kann ihre Invasion überleben?

Dieses Buch ist wieder ein echter "Pageturner". Die Kapitel jagen wieder wie die erwähnten Würmer durch die Geschichte und nehmen uns im rasanten Tempo mit. Die einzelnen Protagonisten werden zum Teil bewußt sehr überspitzt und scharf zu den anderen Personen abgegrenzt dargestellt. Auch Horror, Ekel, Sex und Humor kommen nicht zu kurz, ohne dabei die gefrässigen Kriechtiere nie aus den Augen zu verlieren. Der Schreibstil ist bildhaft, sehr flüssig zu lesen und auf den Punkt oft auch ein wenig derb. Im Hintergrund strahlt dabei aber immer der bohrende Satiriker hervor, der uns trotz der zahlreichen ekligen Szenen stets ein verschmitztes Lächeln und/ oder Grinsen ins Gesicht zaubert.

Mein Fazit: Wer mutig genug ist den aggressiven Würmern gegenüberzutreten, sich nicht vor Ekel angehauchten Kopfkino scheut und eine Prise Horror verträgt ist hier goldrichtig und kommt sicherlich auf seine/ ihre Kosten. Wer dann immer noch nicht genug hat, bekommt im Nachwort noch ein paar gut gemeinte Hinweise. Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Gelungene Fortsetzung. Noch spannender als der Vorgänger.

Spellcraft, Band 2 - Die Macht der weißen Sonne
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"Spellcraft - Die Macht der weissen Sonne" von R.L. Ferguson ist die Fortsetzung des ersten Teils "Die Magie der silbernen Flamme".
Erneut müssen unsere drei lieb gewonnenen Freunde Lucy, Renly ...

"Spellcraft - Die Macht der weissen Sonne" von R.L. Ferguson ist die Fortsetzung des ersten Teils "Die Magie der silbernen Flamme".
Erneut müssen unsere drei lieb gewonnenen Freunde Lucy, Renly und Adele Abenteuer um Abenteuer bestehen und sich gegen ihre Widersacher zur Wehr setzen. Auch Carter Prince steht ihnen dabei wieder helfend zur Seite.

Bei dem Winterfest erscheinen gleissend hell strahlende Wesen und rauben ein äusserst wertvolles Collier. Aber warum? Woher wussten sie davon? Was haben sie damit vor?
Gelingt es dem Trio dieses Schmuckstück wieder zurück zu holen und werden sie herausfinden, was es mit dem grellen Gleamern auf sich hat?

Im erneut sehr bildlich dargestellten Lokalkolorits von London begeben wir uns spannungsgeladen von der ersten Seite an mit den drei Freunden vom Winterfest direkt auf die Suche. Neben alten Bekannten wie Lucys Großmutter und Halston Prince, dem Vater von Carter, treffen wir erfreulicherweise auch auf neue Protagonisten; in der Hauptsache Mitglieder der diversen Sept-Organisationen.

Im Gegensatz zum ersten Band werden die einzelnen Kapitel jetzt von dem Konterfei eines Bären geschmückt. Die Kapitel sind angenehm kurz geschrieben. Die Sprache ist dem Lese-Klientel entsprechend einfach und jugendlich gehalten und angenehm fliessend zu lesen.
Der Spannungsbogen zieht sich, auch Dank der uns bereits bekannten drei Haupt-Protagonisten, von Anfang bis Ende durch das komplette Buch.
Die fantastische Geschichte hat sowohl etwas Magisches als auch Abenteuerliches und verschafft uns durch diese Kombination ein unbeschreibliches Lesevergnügen.

Für alle, die es schon nicht mehr abwarten konnten, wie es mit Lucy, Renly und Adele weitergeht, ein unbedingtes Muß! Für alle Leser/innen, die Jugendbücher des Genres Fantasy und Abenteuer lieben, eine unbedingte Leseempfehlung.
Ich freue mich schon heute auf den dritten Band der Reihe.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Wunderschöne Erzählung für jedes Alter

Die kleine Nymphe
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Ann-Kathrin-Wasle erzählt in ihrer Geschichte über "Die kleine Nymphe", die eines Tages sich von ihrem herrlichen Zuhause, ihrem Weiher, verabschiedet, um einen Weidenzweig zum Meer zu bringen. Sie folgt ...

Ann-Kathrin-Wasle erzählt in ihrer Geschichte über "Die kleine Nymphe", die eines Tages sich von ihrem herrlichen Zuhause, ihrem Weiher, verabschiedet, um einen Weidenzweig zum Meer zu bringen. Sie folgt dem Bach, der aus dem Weiher heraus fliesst, in der Hoffnung, das dieser irgendwann ins Meer mündet. Aber tut er das auch? Und wird es ihr überhaupt gelingen?

In 16 Kapiteln begleiten wir die kleine Nymphe auf ihrem spannenden Weg. Immer wieder erwarten sie in Richtung Meer kleine und große Abenteuer, die es zu bestehen gilt. Immer wieder erfährt sie Neuigkeiten, die sie erst einmal verarbeiten muss. Die Autorin behandelt in dieser Geschichte ganz geschickt in die Handlung eingebunden verschieden Themen wie Selbstaufgabe, Selbstfindung, Freude, Leid, Hilfsbereitschaft, Mut und Liebe, um nur einige zu nennen.

Die kleine Nymphe wächst kleinen und großen Leser/innen direkt ans Herz. Die Kapitel sind der Zielgruppe entsprechend in einer überschaubaren Länge und einfachen, aber dennoch sehr bildhaften Sprache geschrieben, so das Groß und Klein von Beginn an das Gefühl bekommen, den Bach rauschen zu hören, den Wald zu riechen und die Nähe der Nymphe zu spüren. Die wunderschönen Illustrationen verstärken diesen Eindruck noch beeindruckend.

"Die kleine Nymphe" ist eine tolle Erzählung, die es für jedes Alter unbedingt sehr lohnt zu lesen, da sie uns nicht nur wunderbar unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Unbedingte Leseempfehlung an alle Leser/innen, die fantasievolle und märchenhafte Geschichten lieben.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Vom Straßenjungen zum Jäger eines Diebes

Joshua Jackelby
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Benedict Mirow nimmt uns in "Joshua Jackelby" mit ins London des 19. Jahrhunderts.
Wir befinden uns im düsteren Teil der Metropole im Jahre 1851 als der Straßenjunge Joshua (Josh) Jackelby Zeuge eines ...

Benedict Mirow nimmt uns in "Joshua Jackelby" mit ins London des 19. Jahrhunderts.
Wir befinden uns im düsteren Teil der Metropole im Jahre 1851 als der Straßenjunge Joshua (Josh) Jackelby Zeuge eines versuchten Mordes an einem Hundewelpen wird. Josh gelingt es, das Tier zu retten und findet fortan in Hazel eine treue Begleiterin. Mit seinem Freund Leroy versucht er sich ein paar Pence durch den Verkauf von Zeitungen zu verdienen und beide begleiten ab und an ihre gemeinsame Freundin Charlotte mit deren Kohlekarren auf den Weg nach dem von den Kings "regierten" Kensington. Auf einem dieser Wege werden sie Zeuge einer Jagd der Kings auf ein indisches Geschwisterpaar und dem Raub der Pläne für einen Himmelssegler, einer Erfindung des Professor Bellows.
Doch was steckt hinter der Verfolgung und dem Raub? Gibt es eine Verbindung zwischen den beiden Fällen? Und was haben die Kings um ihren Anführer Luke damit zu tun?

Von Beginn an gelingt es dem Autor eine enorme Spannung in dem historischen London aufzubauen. Bereits die Rettungstat von Joshua ist so intensiv beschrieben, das wir mit ihm gemeinsam in die Themse zu springen scheinen. Der Spannungsbogen wird dann im Verlauf der Geschichte immer stärker und zieht sich bis ins Finale hindurch.
Durch die detailiert herausgearbeiteten Beschreibungen der Protagonisten entwickelt sich zu dem Trio um Josh, Leroy und Charly (Charlotte) eine sehr starke Bindung, so das wir Seite um Seite ebenfalls ein wenig Angst bekommen, den Kings zu begegnen.

Sehr gelungen wird uns auch das damalige London dargestellt als es bereits schon Hauptstadt einer der größten Weltmacht war, aber auch noch zahlreiche Gefahren für den ärmsten Teil ihrer Einwohner und zahlreiche tödliche Krankheiten in sich trug. Diesen Eindruck erhalten wir auch bei Betrachtung des sehr schön gestalteten Covers, auf dem bereits die wichtigsten Figuren und auch Szenen abgebildet sind.
Sehr überraschend aber umso beeindruckender stellt sich am Ende des Buches der Inhalt des Nachwortes uns Leser/innen dar.

Allen jungen und auch älteren Leser/innen, die es lieben, spannende kriminalistisch angehauchte Geschichten auf einem historischen Hintergrund basierend zu erleben, kann ich "Joshua Jackelby" nur unbedingt empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.09.2025

"Bindung ist keine To-Do-Liste"

Goldrichtig
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Nora Imlau gewährt uns in der relativ schmalen Lektüre "Goldrichtig-Was uns zusammenhält und trägt" einen sehr einfühlsamen und auf den Punkt gebrachten Einblick in die Gefühlswelt und Bindung von jungen ...

Nora Imlau gewährt uns in der relativ schmalen Lektüre "Goldrichtig-Was uns zusammenhält und trägt" einen sehr einfühlsamen und auf den Punkt gebrachten Einblick in die Gefühlswelt und Bindung von jungen Eltern und ihren Kindern. Das Buch versteht sich dabei nicht als Ratgeber, sondern als Anregung. Bereits die Einleitung ist so persönlich formuliert und geschrieben, das sie direkt ins Herz geht und wir Leser/innen zum ersten Mal bereits kurz innehalten und nachdenken.

Die Illustrationen auf jeder Seite des Buches von Frau Annika sind dabei der perfekte Spiegel zum Text der jeweiligen Seite(n) und heben die Worte, Gedanken und Gefühle der Autorin ausgezeichnet bildlich hervor.

"Goldrichtig" ist ein Buch, welches für jede(n) Einzelne(n) von uns einfach goldrichtig ist. Die Lektüre lohnt sich nicht nur für Eltern von Säuglingen, Kindern und Teenagern, sondern ist für alle sehr hilfreich, zeigt es doch auf, wie herrlich einfach Bindungen zwischen Menschen jeglichen Alters entstehen, gefestigt und bewahrt werden können. Sehr lesenswert.

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