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Cleopatra0103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.06.2025

Was für ein Auftakt

Der Morgen (Art Mayer-Serie 1)
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Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Schon die ersten Seiten, die einen Blick in die Vergangenheit des Ermittlers werfen sind überaus packend. Als dann mitten in Berlin eine tote Frau gefunden ...

Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Schon die ersten Seiten, die einen Blick in die Vergangenheit des Ermittlers werfen sind überaus packend. Als dann mitten in Berlin eine tote Frau gefunden wird, die die Adresse des Kanzlers auf den Körper trägt, geht es erst richtig los. Kurze Kapitel, rasant erzählt und immer wieder Perspektivwechsel. Im Mittelpunkt steht der charismatische Ermittler Art Mayer, außerdem seine junge und ehrgeizige Kollegin Nele. Die Figuren sind sehr einnehmend, ich gehe gern mit ihnen auf Spurensuche. Zusätzliche Spannung wird durch die Zeitsprünge in die Jugend des Ermittlers aufgebaut. Ein interessanter Fall, der bis zum Ende spannend bleibt. Ich freue mich schon auf Teil 2 der Reihe.

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Veröffentlicht am 19.06.2025

Ein wahrhaftiger Roman über Trauer, Schuld und Vergebung

Patria
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Dieser Roman ist nicht lieblich, üppig oder verspielt. Er ist direkt, etwas ruppig und auf den Punkt und trifft damit mitten ins Herz. Wie das Baskenland selbst mit seiner faszinierenden Sprache, den Menschen ...

Dieser Roman ist nicht lieblich, üppig oder verspielt. Er ist direkt, etwas ruppig und auf den Punkt und trifft damit mitten ins Herz. Wie das Baskenland selbst mit seiner faszinierenden Sprache, den Menschen und dieser ganz eigenen Atmosphäre. Im Mittelpunkt stehen zwei Familien, die von Freunden zu Fremden werden. Zwei Pole, eine Annäherung unmöglich. Auf der einen Seite die Familie der Opfer und auf der anderen die der Täter. Doch so einfach ist es nicht und macht es sich der Autor auch nicht. In ständigen Perspektivwechseln wird die Geschichte eines Verbrechens, die Geschichte der beiden Familien und damit auch die Geschichte einer ganzen Region erzählt. Dabei ist der Autor nicht parteiisch sondern lässt jeder Figur ausreichend Raum. Dabei werden auch unangenehme Wahrheiten ausgesprochen. Besonderes Augenmerk liegt auf den beiden Frauen, Bittori und Miren. Beide sind starke, unbeugsame Charaktere. Beide Mütter, Ehefrauen, einst Freundinnen, jetzt Feindinnen. Mirens Sohn schließt sich der ETA an, Bittoris Mann wird zum Gejagten, zum Opfer. Auch die Kinder kommen zu Wort, die Schwestern, der Bruder. Wie geht es ihnen mit dieser Tat, dieser Schuld, dem Zwang des Dorfes? Dieser gesellschaftliche Zwang, die Ächtung derjenigen, die zu Verrätern erklärt wurden, hat mich besonders schockiert. Wie schnell war man isoliert, unerwünscht und verhasst. Die tragischste Figur ist für mich Joxian, der Freund, Feigling, Vater. Doch auch die anderen Charaktere sind sehr facettenreich gezeichnet. Bei allen menschlichen Schwächen schimmert meist sich eine große stärke und Kraft unter der Oberfläche. Es ist berührend, wie jeder Einzelne darum kämpft, das eigene Schicksal in der Hand zu behalten, kein Opfer zu sein. Der Schreibstil ist nicht immer einfach. Komplexe Sätze, immer wieder Einschübe zu Gedanken und Gefühlen, tragen nicht unbedingt zu einem schnellen Lesefluss bei. Dennoch passt hier jedes Wort, jeder Satz. Ein wichtiges Buch, das mich nicht nur wegen der geschichtlichen Hintergründe noch lange beschäftigen wird. Insbesondere die Frage von Schuld und Vergebung wirkt nach. Ein Roman mit sehr großer Kraft, der von Heimat, Identität, Familie, Mut und Vergebung handelt.

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Veröffentlicht am 14.06.2025

Abschluss einer Familiengeschichte

Sputnik
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Christian Berkel ist ein wunderbarer Schauspieler und ein toller Autor. Bereits die ersten beiden Bände seiner Familiengeschichte haben mir sehr gut gefallen. Hier steht er selbst im Mittelpunkt. Der Schreibstil ...

Christian Berkel ist ein wunderbarer Schauspieler und ein toller Autor. Bereits die ersten beiden Bände seiner Familiengeschichte haben mir sehr gut gefallen. Hier steht er selbst im Mittelpunkt. Der Schreibstil ist wieder recht sachlich, dennoch entstehen Bilder vor dem geistigen Auge, werden Schauplätze lebendig. Es steht insbesondere die Nachkriegszeit im Mittelpunkt. Neben der Lebensgeschichte des Schauspielers dreht sich vieles um Berlin, seine Heimatstadt und um Paris. Beide Städte sind sehr treffend eingegangen. Ich folge Sputnik gern. Dennoch muss ich sagen, dass mir die ersten beiden Bücher etwas besser gefallen haben, eindringlicher waren und länger in mir nachhallen. Woran es liegt, kann ich gar nicht genau sagen. Doch Sputnik ist gelungener Abschluss der Geschichte. Erwähnen möchte ich noch das tolle Cover, das Lebensgefühl und Zeitcholorit sehr gut einfängt.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Tolle Mischung aus Historie und Spannung

Nacht über Soho
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Ein wirklich schillernder, faszinierender Roman, der das pulsierende Leben der 20er in Londons Soho aufleben lässt. Neben Glamour und Lebenslust sind die Abgründe nicht weit. Verbrechen, Intrigen und dunkle ...

Ein wirklich schillernder, faszinierender Roman, der das pulsierende Leben der 20er in Londons Soho aufleben lässt. Neben Glamour und Lebenslust sind die Abgründe nicht weit. Verbrechen, Intrigen und dunkle Machenschaften. Es entwickelt sich beim Lesen ein Sog, dem ich mich nicht entziehen kann. Schauplätze und Lebensgefühl sind sehr stimmungsvoll eingegangen, die Figuren sehr genau gezeichnet. Anfangs musste ich mich etwas eingewöhnen und die vielen Ebenen und Beziehungen erst einmal sortieren. Wem ist zu trauen und wer spielt ein böses Spiel. Die Hauptfigur Nellie nimmt dabei ohne Zweifel die schillerndste Rolle ein, insbesondere ihr Charakter ist sehr facettenreich beschrieben. Ein wirklich toller, packend geschriebener Roman, der eine Reise in die 20er mit all ihrem Glanz und Schatten verspricht.

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Bittersüßer Roadtrip

Tage wie Salzwasser
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Eine überraschend gefühlvolle, dabei unsentimentale Reise nach Sizilien mit zwei außergewöhnlichen Frauen. Der Schreibstil ist sehr berührend und eindringlich. Die Kapitel lesen sich flüssig und ich kann ...

Eine überraschend gefühlvolle, dabei unsentimentale Reise nach Sizilien mit zwei außergewöhnlichen Frauen. Der Schreibstil ist sehr berührend und eindringlich. Die Kapitel lesen sich flüssig und ich kann mich in die Handlung gut einfinden. Die Figuren haben wenig mit mir gemeinsam, dennoch folge ich ihnen gern. Atlanta wird vom überraschenden Tod ihres Freundes völlig aus der Bahn geworfen. Auf ihrem Weg nach Sizilien begegnet sie Enza. Ich brauchte hier ein wenig, um mich einzufühlen, doch auch ihre Geschichte ist packend. Der Epilog setzt einen tollen Rahmen. Ein runder Roman über zwei starke Frauen.

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