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Veröffentlicht am 16.03.2022

Ein Genuss

Legend Academy, Band 1 - Fluchbrecher
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Nachdem Graylee an ihrer High School erneut Unruhe stiftet, indem sie mit ihrer Guerilla-Strickarbeit den Schuleingang blockiert, ist das Fass endgültig übergelaufen. Für das nächste Halbjahr soll sie ...

Nachdem Graylee an ihrer High School erneut Unruhe stiftet, indem sie mit ihrer Guerilla-Strickarbeit den Schuleingang blockiert, ist das Fass endgültig übergelaufen. Für das nächste Halbjahr soll sie statt ihrer High School in San Franzisco, ein Internat für „Problemschüler“ in Texas besuchen. Dort erfährt Graylee allerdings, dass das Internat für Nachfahren mythischer Wesen eingerichtet wurde und sie ebenfalls eine der „Legenden“ sein soll. Während Graylee sich noch fragt, ob sie das glauben kann oder doch eher tagträumt, bricht sich ein Fluch Bahn, der seit Jahren auf dem Internat liegt…

„Legend Academy – Fluchbrecher“ ist Auftakt einer neuen Jugendbuch-Fantasy-Reihe von Nina MacKay. Die Kombination aus mythischen Wesen, einem Fluch, einem magischen See, Gestaltenwandler, Nornen, sprechenden Kolibris, die á la Cinderella die Hausarbeit erledigen, und den „Spezialkräften“ der Protagonistin Graylee wirkte für mich auf den ersten Blick einfach nur abstrus. Ich bin deshalb mit nicht allzu hoher Erwartung in den Roman gestartet. Umso überraschter war ich, dass die Ausarbeitung der Autorin unglaublich gelungen ist. Vollkommen unerwartet hat mich dieser fantasievolle und spritzige Jugendroman ab Seite 1 gefesselt. Mit einem angenehmen und vor Leichtigkeit strotzenden Sprachstil wird die Geschichte rund um Graylee und die Legend Academy erzählt. Die mythischen Wesen und das Setting wurden von der Autorin bewusst gewählt und setzen sich mit Selkies, Chimären und Co. von anderen Fantasy-Jugendromanen ab. Die einzelnen Figuren unterscheiden sich stark voneinander und sind nicht klischeehaft zu durchschauen. Die sprechenden Kolibris sind, wenn auch auf dem Papier eigentlich abstrus, für mich nicht mehr wegzudenken! Sie sind unglaublich niedlich und sorgen für viele Lacher. Ohne Pathos oder Herzschmerz empfand ich den Roman als erfrischend andersartig und amüsant. Die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen Graylee und Hudson stand dabei glücklicherweise nicht im Fokus. Stattdessen dreht sich alles um den mysteriösen Fluch, die magischen Kräfte und Graylees Herkunft. Mehrere Handlungsstränge und Ereignisse rund um den Fluch sorgen für Spannung und bunte Vielfalt. Der Roman endet mit einem fiesen Cliffhanger, den ich überhaupt nicht erwartet habe, der mich sehr verwirrt hat und den ich absolut noch nicht deuten kann. Ich bin deshalb schon sehr gespannt auf Teil 2!

Fazit: Eine vollkommen positive Überraschung und für mich schon jetzt ein Lesehighlight 2022: Dank spritziger Leichtigkeit, amüsanten Charakteren und spannender Ereignisse habe ich das Lesen einfach nur genossen!

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Veröffentlicht am 16.03.2022

Diamonds are forever

Der Mann, der zweimal starb (Die Mordclub-Serie 2)
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Inhalt: Da hat er sich in etwas reingeritten, der gute Marcus Carmichael. Und jetzt soll Elizabeth ihm da wieder raushelfen. Dabei sollte ihr ehemaliger Geheimdienst-Kollege doch eigentlich wissen, von ...

Inhalt: Da hat er sich in etwas reingeritten, der gute Marcus Carmichael. Und jetzt soll Elizabeth ihm da wieder raushelfen. Dabei sollte ihr ehemaliger Geheimdienst-Kollege doch eigentlich wissen, von wem man besser keine Diamanten mitgehen lässt, wenn man sich gerade auf einem Einsatz für den MI5 befindet. Dazu gehören ganz bestimmt: die New Yorker Mafia und kolumbianische Drogenkartelle. Sind die erst einmal im Spiel, geht es ziemlich sicher bald jemandem an den Kragen. Doch auch Profimörder können Fehler machen, etwa ihrem Handwerk in der Seniorenresidenz Coopers Chase nachzugehen. Denn wer hier mordet, dem ist der Donnerstagsmordclub auf den Fersen, und der macht, schneller als ihm lieb sein kann, aus dem Jäger den Gejagten.

"Der Mann, der zweimal starb" ist bereits Teil 2 der Krimireihe rund um den Donnerstagsmordclub von Richard Osman. Die neue Geschichte rund um meine Lieblingsrentner ist sogar noch besser als Teil 1. Ein kurzweiliger, unterhaltsamer Kriminalfall, der genau meinen Humor trifft, bescherten mir wunderbare Stunden! Die schrägen alten Damen und Herren mit ihrem jeweils sehr speziellen Charakter sind so liebenswert und mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen. Für mich ein absolutes Muss! Ich freue mich schon jetzt auf Band 3!

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Veröffentlicht am 12.03.2022

Süß

Lass dich drücken!
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Inhalt: Der Winter war lang. Als der Igel aus dem Winterschlaf aufwacht, freut er sich vor allem auf eins: seine Freundin, die Schildkröte. Er sucht überall nach ihr, doch sie ist nirgends zu finden. Er ...

Inhalt: Der Winter war lang. Als der Igel aus dem Winterschlaf aufwacht, freut er sich vor allem auf eins: seine Freundin, die Schildkröte. Er sucht überall nach ihr, doch sie ist nirgends zu finden. Er spielt Verstecken mit dem Eichhörnchen und buddelt am Strand mit der Elster – doch mit den anderen Tieren macht alles keinen rechten Spaß. Traurig hängt der Igel den gemeinsamen Erinnerungen mit der Schildkröte nach. Bis die Schildkröte dann doch endlich auftaucht – sie hatte nur verschlafen! Endlich sind die beiden Freunde wieder vereint, und natürlich müssen sie sich erst einmal laaaange umarmen!

„Lass dich drücken“ war meine erste Begegnung mit Igel und Schildkröte. Wegen der bezaubernden Illustrationen war ich unglaublich neugierig auf dieses Kinderbuch. Es erinnert mich in seinem Stil an „Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?“, kommt aber für mich nicht ganz an das Kinderbuch mit den süßen Hasen heran. Die Bilder von Igel und Schildkröte sind zauberhaft und wunderschön. Auch die Botschaft, die vermittelt werden soll, ist wichtig und süß. Leider empfand ich den zugehörigen Text aber als sehr mager und das kleine Büchlein von der Seitenanzahl zu kurz. Ich zweifle zudem, ob die Botschaft, die vermittelt werden soll, von einem 3-Jährigen umgehend erfasst werden kann. Ich halte das Buch eher gut geeignet z.B. als kleines Präsent für eine gute Freundin. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist für mich aber mit 10 Euro nicht ausgewogen. Ich habe insgesamt leider mehr erwartet.

Fazit: Ein süßes, aber sehr knappes Büchlein mit tollen Illustrationen, bei dem das Preis-Leistungs-Verhältnis aber leider unausgewogen ausfällt.

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Veröffentlicht am 10.03.2022

Drollig

Madame Kunterbunt, Band 1 - Madame Kunterbunt und das Geheimnis der Mutmagie
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Inhalt: Die Schüler der 3a lieben ihre neue Klassenlehrerin! Madame Kunterbunt trägt Kleider in allen Farben des Regenbogens, wenn sie spricht, klingt es wie eine schöne Melodie, und sämtliche Sorgen werden ...

Inhalt: Die Schüler der 3a lieben ihre neue Klassenlehrerin! Madame Kunterbunt trägt Kleider in allen Farben des Regenbogens, wenn sie spricht, klingt es wie eine schöne Melodie, und sämtliche Sorgen werden in ihrer Gegenwart ein bisschen kleiner. Das liegt auch an ihren Chamäleons Cilly und Rosso, die immer herrlich viel Blödsinn anstellen und auch ansonsten echt fantastisch sind. Denn ihre schimmernden Schuppen haben Zauberkräfte!

„Madame Kunterbunt und das Geheimnis der Mutmagie“ ist eine warmherzige, niedliche Geschichte für Kinder ab 8 Jahren. Die beiden Chamäleons Cilly und Rosso sorgen für ulkiges Durcheinander und sind einfach drollig. Besonders charmant dabei ist ihr Sprechfehler, der einen oft schmunzeln lässt. Madame Kunterbunt ist eine besondere Lehrerin, die mit kreativen Lehrmethoden vermittelt, dass Schule auch Spaß machen kann. Mit ihrer aufgeschlossenen Art sorgt sie für Integration und Akzeptanz in ihrer Schulklasse. Begleitet wird das Buch von zauberhaften, detaillierten Illustrationen, die die Geschichte abrunden. Der Sprachstil ist dem Alter angemessen und flüssig. Ab und zu hatte ich das Gefühl, die Geschichte plätschert nur vor sich hin und es gab keine große Wendung. Dennoch ist Madame Kunterbunt eine nette, bunte Geschichte für Zwischendurch und besonders die wunderschönen Illustrationen bestechen das Leserauge.

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Veröffentlicht am 10.03.2022

Das dreizehnte Zeichen

Fabula - Das Portal der dreizehn Reiche
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Nachdem Will bei einem Schulausflug im Central Park einen mystischen Baum inklusive Fee entdeckt hat, hält er sich für verrückt. Auch seine Zwillingsschwester Charlotte glaubt ihm zunächst kein Wort. Doch ...

Nachdem Will bei einem Schulausflug im Central Park einen mystischen Baum inklusive Fee entdeckt hat, hält er sich für verrückt. Auch seine Zwillingsschwester Charlotte glaubt ihm zunächst kein Wort. Doch nachdem in ihrer Wohnung eine Furie auftaucht und ihre Mutter verschollen scheint, kommt Will und Charlotte der Verdacht, dass es sich hier tatsächlich um reale Begebenheiten handeln könnte. Schon bald befinden sie sich mitten in einem fantastischen Abenteuer, in dem sie nicht nur versuchen, ihre Mutter wiederzufinden, sondern auch das magische Fabula vor dem Untergang zu retten. Wahrlich keine leichte Aufgabe…

„Fabula – das Portal der dreizehn Reiche“ ist der erste Roman, den ich vom Autor Akram El-Bahay gelesen habe. Das Buch ist für Kinder ab 10 Jahren geeignet und der Leser begleitet die Zwillinge Will und Charlotte auf ihrem Abenteuer in Fabula.

Die Geschichte ist gespickt mit einem herzallerliebsten, kindgerechten Humor, der mich häufig schmunzeln lies, mir dennoch hin und wieder mal zu kindlich erschien. Der Sprachstil ist aber durchgehend bildgewaltig und fantasievoll, was mir sehr gut gefallen hat, weil der Roman hierdurch m.E. auch für Erwachsene sehr gut zu lesen ist. Hierdurch musste ich beim Lesen sehr aufmerksam bleiben, um alle Nuancen und Details in Situationen zu erfassen. Als Buch vor dem Einschlafen eignet sich die Geschichte daher meines Achtens eher nicht – es würde einem zu viel entgehen und das wäre schade!

Auch inhaltlich ist der Roman unglaublich fantasievoll, bunt und mitreißend. Jede Figur ist dabei einzigartig und besonders. Ich habe sehr viele Figuren deshalb direkt ins Herz geschlossen. Sehr nett fand ich auch die vielen Einflüsse und versteckten Hinweise auf andere Fantasieromane wie „Die unendliche Geschichte“ oder „Harry Potter“. Ich hätte mir jedoch insgesamt eine intensivere Spannung gewünscht – ich klebte nicht mit der Nase im Buch und habe vor allem in der ersten Hälfte oft den Faden verloren. Die Handlung war mir hier manchmal zu wenig „zielorientiert“. Auch waren einige Begebenheiten und Rätsel für mich schnell offensichtlich. Zum Ende hin stieg die Spannung allerdings deutlich an und es gab auch für mich die ein oder andere echte Überraschung!

Fazit:
Eine in sich abgeschlossene, lebendige und detailreiche Fantasiegeschichte mit kindgerechtem Humor, die vor allem für den jungen Leser geeignet ist, durch den bildhaften, umfangreichen Schreibstil aber auch sehr gut von Erwachsenen gelesen werden kann!

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