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Veröffentlicht am 10.01.2020

Spannend, atmosphärisch, absolut fesselnd - ein toller Fantasyschmöker!

Die Ungeheuerlichen - Das Böse ist auf deiner Seite
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Sieht das Cover nicht genial aus? Also ich finde es mega cool - ich liebe diese düstere und geheimnisvolle Stimmung, die es verströmt. Da mich auch der Klappentext auf Anhieb überzeugen konnte, stand für ...

Sieht das Cover nicht genial aus? Also ich finde es mega cool - ich liebe diese düstere und geheimnisvolle Stimmung, die es verströmt. Da mich auch der Klappentext auf Anhieb überzeugen konnte, stand für mich sofort fest: „Die Ungeheuerlichen – Das Böse ist auf deiner Seite“ möchte ich unbedingt lesen! Ich ließ das Buch daher nur zu gerne bei mir einziehen.

Die 11-jährige Riley lebt zusammen mit ihrer Mutter Abby und ihrer kleinen Schwester Lottie in Moderfurt, eine kleine Stadt voller düsterer Legenden, dunkler Geheimnisse und strenger Regeln. Eine Legende, die sich in Rys Heimatstadt oft erzählt wird, ist die über die gefährlichen Nobolde, die einst Angst und Schrecken über die Stadt gebracht haben. Da aber schon lange niemand mehr einen Nobold zu Gesicht bekommen hat, galten diese furchterregenden Kreaturen als ausgestorben. Doch dann wird eines Nachts ein Nobold vor den Stadttoren gesichtet. Sofort bricht unter den Bewohnern Moderfurts Panik aus. Die Einzigen, die die Stadt vor diesen grausigen Monstern aus den Sümpfen retten können, sind die Ungeheuerlichen. Diese wurden aber vor langer Zeit vom Grafen verbannt. Können die Moderfurter dennoch auf die Hilfe der Ungeheuerlichen zählen? Riley weiß nicht mehr, wem sie noch trauen kann. Was soll sie tun? Sich an all die Gesetze halten, die vom Grafen erlassen wurden? Oder sich ihnen widersetzen und auf ihr Herz hören? Eine spannende Zeit erwartet das Mädchen, in welcher sie auf so einige Familiengeheimnisse stoßen wird und jede Menge Abenteuer und Gefahren zu bestehen hat.

Als ich das Buch das erste Mal aufschlug, war ich sofort ganz hin und weg. Mögt ihr Karten in Büchern? Also ich ja, ich liebe Karten in Büchern! Wenn es euch genauso geht, habt ihr bei „Die Ungeheuerlichen“ großen Grund zur Freude, denn sowohl vorne als auch hinten im Einband befindet sich eine wunderhübsche Karte, die die Handlungsstadt Moderfurt und dessen nähere Umgebung zeigt. Also ich finde die Karte einfach nur umwerfend! Da es auch beim Cover bei mir, wie oben bereits erwähnt, ganz große Liebe ist, konnte mich die Aufmachung des Buches also schon mal komplett überzeugen. Wie sieht es aber mit der Geschichte aus? Konnte sie mich auch so hellauf begeistern?

Yes, das konnte sie! Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen. Ich habe es quasi in einem Rutsch durchgesuchtet und fabelhafte Lesestunden damit verbracht. „Die Ungeheuerlichen“ war mein erstes Werk von Paul Durham und es wird garantiert nicht mein letztes gewesen sein. Ich hoffe ja sehr, dass die weiteren Bänden der Ungeheuerlichen auch noch ins Deutsche übersetzt werden. Beim Stöbern im Netz habe ich entdeckt, dass es im Englischen bereits drei Bände gibt. Es handelt sich bei „Die Ungeheuerlichen“ also um eine Reihe und nicht, wie ich zuerst gedacht habe, um einen Einzelband. Auf die Folgebände freue ich mich schon sehr!

Erzählt wird alles aus der Sicht der 11-jährigen Riley, genannt Rye, in der dritten Person. Rye war mir auf Anhieb sympathisch. Sie ist ein richtig liebes, neugieriges und herzliches junges Mädchen. Sie lässt sich nicht unterkriegen und besitzt enorm an Mut und Stärke. Mit Rye ist Paul Durham eine wundervolle und starke Buchheldin gelungen, welche man nur zu gerne auf ihren aufregenden Abenteuern begleitet.

Auch die weiteren Charakteren haben mir unheimlich gut gefallen. Besonders klasse fand ich Ryes beste Freunde Folly und Quinn. Die zwei sind genauso aufgeweckt und abenteuerlustig wie Rye und schleichen sich ebenfalls sofort in die Herzen von uns Leser. Die drei Kinder ergeben zusammen ein super Trio und können sich stets aufeinander verlassen. Für ihre innige und wunderbare Freundschaft kann man Rye, Folly und Quinn wirklich nur bewundern.
Wen ich einfach nur Zucker fand, ist Ryes kleine dreijährige Schwester Lottie. Lottie ist so süß und knuffig! Mit ihrer entzückenden Art ist es ihr immerzu gelungen, mir ein breites Lächeln auf die Lippen zu zaubern.
Im Verlaufe der Geschichte begegnen einem eine Menge Figuren und egal ob Gut oder Böse, ob Mensch oder Fantasywesen – allesamt tragen sie mit ihren einzigartigen Eigenschaften dazu bei, dass man eine wunderschöne Lesezeit mit dem Buch verbringt. Da ich nicht zu viel von der Handlung verraten möchte, werde ich euch von den weiteren Charakteren nun mal lieber nichts weiter erzählen. Stellt euch einfach mal darauf ein, dass ihr es hier mit lauter außergewöhnlichen, sehr interessanten und teils ziemlich rätselhaften Gestalten zu tun bekommen werdet.

Wovon ich restlos begeistert bin, ist das Setting. Die mittelalterliche Stadt Moderfurt wird so brillant und anschaulich beschrieben – Kopfkino pur, sag ich euch! Die detailreichen Beschreibungen der Handlungsorte haben mir beim Durchschmökern die herrlichsten Bilder in den Kopf gezaubert und in die wunderbare Atmosphäre, die durch die faszinierende Kulisse entsteht, bin ich nur zu gerne eingetaucht.
Kinder- und Jugendromane mit einem mittelalterlichen Charme, habe ich schon immer wahnsinnig gerne gelesen. Wenn dann noch Fantasyelemente dabei sind und es vor abenteuerreichen, gruseligen und geheimnisvollen Szenen nur so wimmelt, dann ist der Lesespaß für mich einfach nur perfekt. Da einen genau das in „Die Ungeheuerlichen“ erwartet, bin ich hier also ganz auf meine Kosten gekommen.

Ich kann euch versichern: Langeweile kommt in dem Buch an keiner Stelle auf. Es geht durchweg spannend, mitreißend und actionreich zu und auch die humorvollen und schaurigen Momente kommen nicht zu kurz. Dank der packenden Handlung, dem locker-leichten, lebendigen Schreibstil und den angenehm kurzen Kapiteln fliegt man hier nur so durch die Seiten und kann eigentlich gar nicht anders, als das Buch zu inhalieren.

Empfohlen wird „Die Ungeheuerlichen“ für Mädchen und Jungen ab 11 Jahren und dieser Altersempfehlung schließe ich mich an. In meinen Augen ist das Buch aber auch für deutlich ältere Bücherwürmer absolut lesenswert!

Fazit: Spannend, mystisch, absolut fesselnd – ein großartiger Abenteuerschmöker voller Überraschungen, Intrigen, Magie und Fantasie! Mir hat „Die Ungeheuerlichen – Das Böse ist auf deiner Seite“ ungeheuerlich gut gefallen. Ich habe das Buch so richtig weggeatmet und hatte jede Menge Spaß dabei. Eine zauberhafte Atmosphäre, ein grandioses Setting, tolle Charaktere und ein atemberaubender Kampf zwischen Gut und Böse, der einen durchweg mitfiebern lässt – klingt gut? Nun, das ist es auch! Egal ob Jung oder Alt – ich kann „Die Ungeheuerlichen“ wärmstens empfehlen und vergebe volle 5 von 5 Sternen!

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2020

Super spannend und richitg lustig - ein toller Kinderkrimi!

Gefahr ist unser Geschäft
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Spannende Detektivgeschichten lese ich für mein Leben gerne und witzig-schräge Kinderbücher fallen ebenfalls absolut in mein Beuteschema. Ich war daher sofort Feuer und Flamme, als ich das erste Mal über ...

Spannende Detektivgeschichten lese ich für mein Leben gerne und witzig-schräge Kinderbücher fallen ebenfalls absolut in mein Beuteschema. Ich war daher sofort Feuer und Flamme, als ich das erste Mal über „Gefahr ist unser Geschäft“ gestolpert bin. Cover und Klappentext überzeugten mich auf Anhieb, daher wanderte das Buch umgehend auf meine Wunschliste.

Harald ist ein begeisterter Detektivromanverschlinger und schreibt auch wahnsinnig gerne selbst Krimigeschichten. Was gäbe er darum, mal ein echter und berühmter Detektiv zu werden, der wie die Figuren in seinen Büchern lauter knifflige Fälle zu lösen hat. Wenn man aber in einem so öden Nordsee-Kaff wohnt wie Harald, sieht es mit spannenden Abenteuern und ungeklärten Verbrechen eher mau aus. Hinter dem Deich ist einfach total tote Hose. Das soll sich aber schlagartig ändern, als das Schaf Schnucki MäcGaffin eines Tages unter rätselhaften Umständen spurlos verschwindet. Haralds feine Spürnase wittert sofort seinen ersten richtigen Fall. Er macht sich schleunigst ans Ermitteln und begibt sich auf die Suche nach dem vermissten Schaf. Auch Wiebke, die Tochter der Schäferin, nimmt die Verfolgung auf. Sie und Harald verschlägt es schließlich nach Humbug. Nachdem sie die Bekanntschaft der gewitzten Privatermittlerin Trix gemacht haben, sind sie zu dritt und ergeben zusammen die Detektei Donnerschlag. Ob es ihnen gemeinsam wohl gelingen wird, Schnucki MäcGaffin zu finden? Einfach wird das Ganze definitiv nicht werden, denn der Fall stellt sich als viel verzwickter heraus als gedacht...

Von Jana Scheerer hatte ich bisher noch kein Buch gelesen. Der erste Fall von Detektiv Harald war also mein erstes Werk von ihr und es wird definitiv nicht mein letztes gewesen sein! Mir hat „Gefahr ist unser Geschäft“ ein tolles Leseerlebnis beschert. Ein kleines bisschen mehr hatte ich mir zwar schon von dem Buch erhofft, aber begeistert bin ich dennoch und ich werde die Reihe auch auf jeden Fall weiterverfolgen. Hinten im Buch wird der zweite Band bereits angekündigt und auch bei diesem finde ich Titel, Cover und Klappentext mega cool und ansprechend.

Wie oben bereits erwähnt, greife ich immer unglaublich gerne zu Kinderbüchern, die total verrückte und lustige Geschichten erzählen – je abgedrehter desto besser. Und Kinderkrimis zählen seit ich lesen kann zu meinen absoluten Lieblingsgenres. Falls es bei euch genauso oder ähnlich sein sollte, kann ich euch „Gefahr ist unser Geschäft“ wärmstens empfehlen! Das Abenteuer, welches wir Leser mit Harald und Co. erleben dürfen, ist super witzig und spannend und lädt von Anfang an zum Miträtseln ein. Ich war hier durchweg am Mitfiebern und Schmunzeln und habe das Buch quasi in einem Rutsch durchgelesen.

Was mir ganz besonders gut gefallen hat, waren die Charaktere. Jana Scheerer ist es erstklassig gelungen, lauter liebenswerte und urkomische Figuren zu erschaffen, die uns mit ihren schrulligen Eigenschaften bestens unterhalten und immerzu ein breites Grinsen auf die Lippen zaubern.
Trix zum Beispiel, mit ihrer schlagfertigen und temperamentvollen Art, mochte ich auf Anhieb unheimlich gerne.
Harald, unser Hauptprotagonist, aus dessen Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren, habe ich aber auch sofort ganz fest in mein Herz geschlossen. Er ist ist ein  sympathischer, mutiger und cleverer Junge. Er ist besitzt eine ausgezeichnete Spürnase, eine geniale Kombinationsgabe und er schreckt vor keiner Gefahr zurück. All diese Eigenschaften braucht er auch, schließlich möchte Harald mal ein waschechter und erfolgreicher Detektiv werden. Mich hat Harald irgendwie ein bisschen an mich selbst erinnert, als ich Kind war und liebend gerne Detektiv gespielt habe. Als 10-jährige war ich total im Ermittlerfieber und ständig auf der Suche nach ungelösten Fällen. Leider bin ich aber nie fündig geworden. In meiner langweiligen Kleinstadt war einfach nie was los gewesen. ;)
Auch für Harald heißt es eine etwas längere Zeit ungeduldig warten, aber er wird ihn schließlich noch bekommen: Seinen ersten richtigen Fall. Zusammen mit ihm, Wiebke und Trix werden wir uns mit Feuereifer in die Ermittlungen stürzen und versuchen, diesen äußerst schwierigen Fall zu lösen. Ein verschwundenes Schaf, zahlreiche Katzen, eine mysteriöse Katzenmarke – das und noch so manches mehr erwartet einen hier. Ich kann euch versichern: Langeweile kommt beim Lesen an keiner Stelle auf! Es gibt jede Menge Überraschungen und Geheimnisse und lauter originelle und und fantasievolle Ideen.

Worüber ich mich köstlich amüsiert habe, waren die vielen kreativen Bezeichnungen. Eine Stadt namens Humbug, ein Mann mit Nachnamen Gammlich, ein Hotel, welches durch defekte Buchstaben der Leuchtreklame einen total ulkigen Namen erhält...ich bin da aus dem Schmunzeln teilweise gar nicht mehr herausgekommen. Sehr unterhaltsam fand ich auch Haralds Notizen. Wie es sich für einen guten Detektiv gehört, hält er seine Beobachtungen und Ermittlungen in einem Notizbuch fest und auch Detektiv-Regeln hat er zusammengestellt, welche wir vorne und hinten im Einband zu lesen bekommen dürfen.

Was mir persönlich nur nicht ganz so gut gefallen hat, ist die Story rund um das Kitty-Glitter-Katzenfutter. Ich lese zwar, wie gesagt, echt gerne skurille Kinderbücher, aber irgendwie war mir das mit der Katzenfuttermarke dann doch etwas zu merkwürdig. Eine weitere Kleinigkeit, die mich irgendwann ein bisschen genervt hat, war das ständige „Maunz“ der Katzendame Fräulein Karnelia. Allerdings denke ich, dass die Zielgruppe das ganz anders empfinden wird. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Gemaunze bei Kindern sehr gut ankommen wird.

Für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren, die gerne Kinderkrimis lesen, ist „Gefahr ist unser Geschäft“ in meinen Augen ein großes Muss. Kinder ab diesem Alter sollten hier keine Probleme mit dem Selberlesen haben. Der Schreibstil ist flüssig, leicht und mitreißend, es gibt sehr viel wörtliche Rede und die Kapitel sind schön kurz. Zum Vorlesen bietet sich die Geschichte meiner Ansicht nach aber auch prima an.

Sehr gut gefallen haben mir dann auch die schwarz-weiß Zeichnungen von Uwe Heidschötter. Von denen hätte es für meinen Geschmack aber gerne noch viele mehr geben können. Insgesamt befinden sich in dem Buch leider nur sehr wenige Illustrationen.

Fazit: Spannend, humorvoll, herrlich schräg - Ein toller Detektivschmöker für Jung und Alt, der die Herzen aller Spürnasen höher schlagen lässt! Jana Scheerer ist mit „Gefahr ist unser Geschäft“ ein wunderbarer Kinderkrimi gelungen, welcher mir ein richtig schönes Lesevergnügen beschert hat. Komplett überzeugen konnte mich die Geschichte dann zwar leider doch nicht, aber begeistert bin ich dennoch und ich kann das Buch jedem Detektivliebhaber nur ans Herz legen. Auf den zweiten aufregenden Fall der Detektei Donnerschlag freue ich mich schon sehr! „Gefahr ist unser Geschäft“ erhält von mir sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 05.01.2020

Mitreißend, hurmorvoll, magisch schön - ein märchenhafter Auftakt!

Märchenfluch, Band 1: Das letzte Dornröschen
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Da ich ein riesengroßer Märchenfan bin und auch Märchenadaptionen über alles liebe, war meine Neugierde sofort geweckt, als ich das erste Mal von der Märchenfluch-Trilogie von Claudia Siegmann hörte. ...


Da ich ein riesengroßer Märchenfan bin und auch Märchenadaptionen über alles liebe, war meine Neugierde sofort geweckt, als ich das erste Mal von der Märchenfluch-Trilogie von Claudia Siegmann hörte. In das traumhafte Cover habe ich auf den ersten Blick verliebt und der sehr interessant klingende Klappentext überzeugte mich auf Anhieb. Da ich zudem schon ein Buch von Claudia Siegmann gelesen habe, von welchem ich ganz begeistert war, stand für mich schnell fest: „Märchenfluch - Das letzte Dornröschen" möchte ich unbedingt lesen. Ich ließ das Buch daher nur zu gerne bei mir einziehen.

Die 16-jährige Flora Anthea Allenstein kann es zunächst gar nicht glauben, als sie erfährt, dass sie eine Nachfahrin von Dornröschen sein soll und angeblich magische Kräfte besitzt. Sie hatte Märchen immer nur für Geschichten gehalten – nie im Leben hätte sie damit gerechnet, dass all die bekannten Märchenfiguren wirklich mal existiert haben! Floras Leben ändert sich daraufhin schlagartig. Zusammen mit anderen Abkommen verschiedener Märchen-Clans soll sie nun die Menschheit vor gefährlichen magischen Gegenständen beschützen. Gar nicht so leicht, wenn man unbedingt seine wahre Identität verbergen muss und zudem die Gefühle ständig damit beginnen, total verrückt zu spielen, sobald sich ein bestimmter charmanter junger Mann in der Nähe aufhält. Wenn dann auch noch hinzukommt, dass man in sich selbst verborgene, dunkle Kräfte entdeckt und es dann auch noch mit einem hinterhältigen Gegenspieler zu tun bekommt, nun, dann kann man wohl wirklich nur noch von einem unfassbaren Abenteuer voller Gefahren, Gefühlswirrwarr und Magie sprechen. Eine aufregende Zeit erwartet Flora...

Meine Erwartungen an das Buch waren eindeutig nicht zu hoch geschraubt: Mir hat Auftakt der Märchenfluch-Trilogie unheimlich gut gefallen!
Die fantastische Idee, dass Menschen aus unserer Zeit von bekannten Märchenfiguren abstammen und eine besondere magische Gabe besitzen, konnte mich vom ersten Moment an faszinieren. In meinen Augen ist Claudia Siegmann die Umsetzung dieses tollen Einfalls hervorragend gelungen. Auf eine sehr originelle und fantasievolle Weise hat die Autorin die heutige Zeit mit der klassischen Märchenwelt verbunden und lauter von mir heißgeliebte Märchen in die Handlung eingebaut. Dornröschen, Schneewittchen, Rapunzel, Hänsel und Gretel und noch viele mehr. Sogar auf einen Nachkommen vom gestiefelten Kater treffen wir hier! Ich bin wirklich ganz begeistert von der Kreativität und der Fantasie Claudia Siegmanns.

Auch mit der Ausarbeitung der Charaktere konnte mich die Autorin vollkommen überzeugen. Unsere Protagonistin Flora, aus deren Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren, habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Dank der anschaulichen Erzählweise konnte ich mich problemlos in sie hineinversetzen und ihr Denken und Handeln jederzeit nachvollziehen. Mit Flora ist Claudia Siegmann meiner Ansicht nach eine großartige Buchheldin gelungen. Flora ist ein super sympathisches, mutiges, lustiges und neugieriges 16-jähriges Mädel.
Bei den Nebenfiguren waren Neva und Hektor ganz klar meine Favoriten. Besonders Neva, die von Schneewittchen abstammt und manchmal eine ganz schöne Zicke sein kann, fand ich große Klasse. Sie und Flora werden anfangs öfters aneinander geraten, was sich aber glücklicherweise mit der Zeit noch geben wird.
Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir Val aus dem Rapunzel-Clan. Ich mochte ihre aufgeweckte Art total gerne und ihre haarige Begabung fand ich richtig witzig.
Wen ich so gar nicht leiden konnte, war Timus. Da gehe ich allerdings sehr davon aus, dass das von der Autorin auch so beabsichtigt war, daher passt Timus nerviges Gehabe meiner Meinung nach wunderbar zum Geschehen der Handlung. Ich finde zudem, dass solche Charaktere, die einen beim Lesen so schön aufregen, irgendwie auch sein müssen. Wäre doch sonst langweilig, oder? ;)

Langeweile kam für mich definitiv an keiner Stelle auf. Insgesamt war die Story zwar schon sehr vorhersehbar für mich, aber groß gestört hat mich das nicht. Ein paar überraschende Wendungen waren für mich durchaus vorhanden und da ich die Geschichte trotz ihrer Durchschaubarkeit als richtig mitreißend und spannend empfunden habe und auch der Humor und die Romantik nicht zu kurz kamen, habe ich mich bestens unterhalten gefühlt und das Buch quasi in einem Rutsch durchgeschmökert. Zu meinem flotten Lesetempo haben dann auch die angenehm kurzen Kapitel und die fabelhafte, flüssige Erzählweise beigetragen. Den Schreibstil von Claudia Siegmann hatte ich noch von meinem anderen Buch von ihr sehr gut in Erinnerung. Ich mag ihn total gerne – er ist spritzig-modern, lebendig und einfach nur bezaubernd.

Da das Buch, ihr ahnt es sicher schon, mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger endet, kann ich es nun kaum noch abwarten mich auf den zweiten Band zu stürzen. Was bin ich froh, dass die Fortsetzung schon dieses Frühjahr erscheinen wird und ich mich also zum Glück nicht mehr allzu lange gedulden muss.

Zu guter Letzt, ehe ich zu meinem Fazit komme, muss ich unbedingt noch auf die zauberhafte Aufmachung des Buches eingehen. Von meiner Coverliebe habe ich euch ja bereits erzählt – von der Gestaltung des Schutzumschlags bin ich wirklich ganz hin und weg. Der Einband unter dem Umschlag ist aber auch wunderschön! Und der Innenteil kann sich ebenfalls sehen lassen. Die unteren Seitenränder werden von wunderhübschen Rosenranken-Zeichnungen geziert und auch die Kapitelanfänge sind ganz entzückend aufgemacht.

Fazit: Mitreißend, humorvoll, magisch schön – ein märchenhafter Auftakt, der uns Leser von den ersten Seiten an verzaubert und große Lust auf mehr macht! Mir hat der erste Band der Märchenfluch-Trilogie herrliche Lesestunden beschert. Die Mischung aus Modernem, Märchen und Magie finde ich unglaublich gut gelungen und auch die Liebesgeschichte und das witzige Zusammenspiel der liebenswerten Charaktere konnte mich hellauf begeistern. Einfach nur genial fand ich den Humor – meine Gesichtsmuskeln waren äußerst aktiv beim Lesen. Auch ins Mitfiebern bin ich geraten, obwohl die Story schon ziemlich vorhersehbar für mich war. Letzteres hat mich aber kaum gestört. In meinen Augen ist Claudia Siegmann mit dem ersten Band ihrer neuen Jugendbuch-Trilogie eine wundervolle Märchenadaption gelungen, welche ich Märchenliebhabern, egal ob Jung oder Alt, sehr ans Herz legen kann. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 05.01.2020

Ein toller Zweiteiler-Auftakt!

Lovely Curse, Band 1: Erbin der Finsternis
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Obwohl ich mich zurzeit eher selten in das Fantasy-Genre verirre, stand für mich bei „Lovely Curse“ sehr schnell fest: Den Zweiteiler möchte ich unbedingt lesen! Der Klappentext hörte sich unglaublich ...

Obwohl ich mich zurzeit eher selten in das Fantasy-Genre verirre, stand für mich bei „Lovely Curse“ sehr schnell fest: Den Zweiteiler möchte ich unbedingt lesen! Der Klappentext hörte sich unglaublich gut an und das Cover ich finde wunderhübsch. Meine große Begeisterung für die Aufmachung wurde nur noch größer, als das Buch bei mir eintraf und ich es das erste Mal in natura bewundern durfte. Das Cover schimmert ganz herrlich, wenn man es ins Licht hält – in meinen Augen ist es ein richtiger Hingucker! Von Kira Licht hatte ich bisher leider noch kein Buch gelesen. Der erste Band von „Lovely Curse“ sollte also mein erstes Werk von ihr werden.

Nachdem die 16-jährige Aria ihre Eltern durch einen schlimmen Verkehrsunfall verloren hat, zieht sie von New York zu ihrer Tante auf eine Pferderanch, irgendwo im Nirgendwo von Texas. Das Einleben in ihrer neuen Heimat fällt Aria sehr schwer. Zum Glück hat sie wenigstens die Freude an ihrer großen Leidenschaft, dem Kreieren von Düften und Kerzen, nicht verloren. Zumindest das spendet ihr etwas Trost. Trost kann sie auch definitiv gebrauchen. Nicht nur, dass sie ihre Eltern unendlich vermisst und überhaupt keine Lust auf das Leben auf einer Ranch hat – auf ihrer neuen Highschool wird Aria alles andere als herzlich willkommen geheißen. Ihre Mitschüler legen ihr Steine in den Weg, wie sie nur können und machen ihr das Schulleben richtig zur Hölle. Doch dann lernt Aria gleich zwei interessante Typen kennen, die unterschiedlicher wohl nicht sein könnten: Den charmanten Simon, der ein Auge auf sie geworfen zu haben scheint, und den düsteren Bad Boy Dean, von dem Aria wider Willen richtig fasziniert ist. Als wäre das alles nicht schon nervenaufreibend genug, erwacht Aria eines Morgens plötzlich mit weißblonden Haaren! Ob die weiße Stute, die auf einmal im Stall auftaucht, die Algenplage, die das Wasser der Kleinstadt vergiftet und die ständigen heftigen Gewitter wohl etwas damit zu tun haben? Aria wird jedenfalls klar: In Littlecreek stimmt etwas ganz und gar nicht…

Ich bin eindeutig nicht mit den falschen Erwartungen an das Buch herangegangen: Mir hat der Dilogie-Auftakt von „Lovely Curse“ unheimlich gut gefallen. In einigen Rezensionen habe ich gelesen, dass viele den recht kleinen Fantasyanteil bemängelt haben. Da ich, wie oben bereits erwähnt, derzeit gar nicht so der große Fantasyleser bin, hat es mich gerade gefreut, dass die magischen Elementen eher gering dosiert wurden und erst ab der zweiten Hälfte eine etwas größere Rolle spielen. Die Story war insgesamt schon anders als von mir erwartet, aber keineswegs schlecht anders, ganz im Gegenteil. Mich hat das Buch sehr positiv überrascht. Ich habe es nahezu in einem Rutsch durchgelesen und hätte mich danach am liebsten sofort auf Band 2 gestürzt. Da es zudem mit einem echt gemeinen Cliffhanger endet, kann ich es wirklich kaum noch abwarten, endlich zu erfahren wie es weitergehen wird. Echt schade, dass der zweite Teil erst im April erscheinen wird.
An alle, die Cliffhanger nicht ausstehen können und noch vorhaben, „Lovely Curse“ zu lesen: Wartet besser, bis Band 2 erschienen ist. Nur so ein Tipp meinerseits, da das Ende echt fies ist.

Mein Einstieg in das Buch war fabelhaft. Ich mochte die Stimmung, die durch das Setting zustande kommt, vom ersten Moment an unfassbar gerne. Kira Licht entführt uns in ihrem Romantasy-Zweiteiler ins mörderisch heiße Texas, wo unsere Protagonistin fortan auf der Pferderanch ihrer Tante leben wird. Bücher, die auf Pferderanches in den USA spielen, habe ich irgendwie schon immer wahnsinnig gerne gelesen. Ich finde, dass durch diese Kulisse immer eine ganz besondere und wunderbare Atmosphäre zustande kommt. Da Kira Licht sowohl die Ranch, als auch alle anderen Orte wie das kleine Provinzkaff Littlecreek oder die Highschool des Städtchens sehr anschaulich beschreibt, hat man beim Durchschmökern die tollsten Bilder im Kopf. Settingmäßig bin ich definitiv vollkommen auf meine Kosten gekommen.

Auch die Charaktere haben mir richtig gut gefallen. Unsere Protagonistin Ariana, kurz Aria, habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Da wir alles aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive erfahren und einen erstklassigen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt erhalten, konnte ich mich vom ersten Moment an problemlos in sie hineinversetzen und ihr Handeln jederzeit nachvollziehen. Mit Aria habe ich richtig mitgelitten. Sie hat gerade ihre Eltern auf tragische Weise verloren und als Leser spürt man nur zu gut, wie sehr die 16-jährige unter diesem schweren Verlust leidet. Auch wird deutlich, wie ätzend sie es findet, dass sie ihr altes Zuhause verlassen musste und nun in der texanischen Provinz versauern muss. Die hippe Metropole New York versus Littlecreek ist schon ein krasser Unterschied und bedeutet eine enorme Umstellung für Aria. Aufgeben und in tiefe Trauer versinken kommt für sie aber nicht infrage. Ich habe Aria als einen sehr starken Charakter empfunden. Sie ist mutig, selbstbewusst und so herrlich tough.

Mit den weiteren Figuren konnte mich Kira Licht nahezu komplett überzeugen. Simon mochte ich irgendwie nicht so sehr. Keine Ahnung, er hatte einfach etwas an sich, was mich gestört hat. Dean hat mir eindeutig besser gefallen. Sein Bad Boy Gehabe ist zwar schon ziemlich klischeehaft, aber begeistern konnte es mich dennoch. Ich fand das Zusammenspiel von Dean und Aria einfach nur genial und die witzigen Dialoge und Schlagabtäusche der beiden haben mir immerzu ein breites Grinsen auf die Lippen gezaubert.

Wer mir total unsympathisch war, was aber auch so sein soll, ist die Schulzicke Noemi. Ich glaube, sie wird kein Leser ins Herz schließen. Noemi ist wirklich so ein richtiges Biest und versucht Aria das Leben an ihrer neuen Schule so schwer wie möglich zu machen. Zumindest anfangs. Noemi wird sich noch gewaltig verändern, aber wie genau und warum, das werde ich hier nicht verraten.

Insgesamt besteht die Handlung schon sehr viel aus Teenieromanze und Highschooldrama. Da kann ich mir vorstellen, dass dies so einige stören wird, da sie vermutlich mit etwas ganz anderem gerechnet haben. Da solche Art von Büchern aber absolut in mein Beuteschema fallen, hat es mich sehr gefreut, dass mich so eine Story hier erwartet hat. Allerdings muss ich gestehen, dass ich es nicht so ganz nachvollziehen konnte, warum Aria an ihrer neuen Schule so übel von ihren Mitschülern gemobbt wird. Das fand ich dann irgendwie doch etwas überspitzt und unrealistisch.
Ein weiterer kleine Kritikpunkt meinerseits bezieht sich auf das Ende. Mir kam es einfach zu schnell und abrupt.

Bis auf diese zwei Punkte finde ich das Buch aber echt klasse. Der Schreibstil ist locker-leicht und mitreißend und liest sich super angenehm, die Kapitel haben eine optimale Länge und die Handlung kann mit ordentlich Spannung und jeder Menge unerwarteter Wendungen, Überraschungen und Geheimnissen aufwarten. Ich war immerzu am Mitfiebern und wollte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen.

Fazit: Spannend, romantisch, geheimnisvoll – ein packender und absolut gelungener Zweiteiler-Auftakt, der große Lust auf mehr macht und uns Leser bis Schluss in Atem hält! Mir hat „Lovely Curse – Erbin der Finsternis“ wunderschöne Lesestunden beschert. Die Story war zwar etwas anders, als von mir erwartet, aber gerade dieses überraschende Anders hat mir so mega gut gefallen. Bis auf zwei kleine Punkte, die ich nicht so gelungen fand, bin ich hellauf begeistert von dem Buch und fiebere dem Erscheinen von Band 2 nun ganz ungeduldig entgegen. Ich kann den ersten Teil von „Lovely Curse“ wärmstens empfehlen und vergebe 4,5 von 5 Sternen!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2020

Märchenhaft schön!

Rabenherz und Eismund
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Die Bücher von Nina Blazon sind schon seit langem ein absolutes Muss für mich. Obwohl ich mittlerweile nicht mehr so der große Fantasyleser bin, gelingt es Nina Blazon mit ihren Romanen immer wieder, mich ...

Die Bücher von Nina Blazon sind schon seit langem ein absolutes Muss für mich. Obwohl ich mittlerweile nicht mehr so der große Fantasyleser bin, gelingt es Nina Blazon mit ihren Romanen immer wieder, mich komplett zu verzaubern und hellauf zu begeistern. Natürlich wanderte daher auch ihr neuer Fantasyroman sofort auf meine Wunschliste. Der Klappentext klang einfach nur mal wieder bezaubernd und das Cover finde ich mega hübsch. Da war es bei mir große Coverliebe auf den ersten Blick. Auf „Rabenherz und Eismund“ habe ich mich wirklich schon wahnsinnig gefreut!

Mailín hat bisher immer angenommen, dass das Land über dem gefrorenen Himmel nur ein Märchen sei, welches man sich bei ihr im Dorf erzählt. Als aber ihre Freundin Silja eines Tages entführt wird und Mailín sofort beschließt, sich auf die Suche nach ihr zu machen, muss sie feststellen, dass die Geschichten über dieses geheimnisvolle Land wahr sind. Auf ihrer Reise in das Reich des Winterkönigs trifft Mailín auf die zwei jungen Frauen Toma und Birgida und wird in ihnen nicht nur Wegfährten, sondern auch neue Freundinnen finden, die ihr bei ihrer Suche nach Silja helfen werden. Ein gefährliches und aufregendes Abenteuer erwartet die drei...

Mit ihrem neuen Fantasyroman entführt uns Nina Blazon ein weiteres Mal in ihre einzigartige Faunblut-Welt. Da es sich bei den Faunblut-Büchern immer um Einzelbände handelt und man sie daher ohne jegliche Schwierigkeiten unabhängig voneinander lesen kann, ist es überhaupt kein Problem, wenn man mit „Rabenherz und Eismund“ zum ersten Mal in die eindrucksvolle Faunblut-Welt eintaucht.

Mir hat „Rabenherz und Eismund“ nur mal wieder vor Augen geführt, dass Nina Blazon zurecht zu meinen liebsten deutschsprachigen Autorinnen gehört. Ich liebe ihren traumhaften Schreibstil und die fantastischen Welten, die sie immer erschafft. Bei ihren Werken herrscht bei mir immer das reinste Kopfkino. Nina Blazon ist einfach eine absolute Könnerin darin, uns Lesern mit ihrer anschaulichen Erzählweise und malerischen Wortwahl die tollsten Bilder in den Kopf zu zaubern und die wundervollsten Atmosphären zu erzeugen, in welche man sich nur zu gerne fallen lässt. Genau das beschert einem auch „Rabenherz und Eismund“. Für die kalte Jahreszeit ist das Buch wirklich einfach nur perfekt geeignet! Der Roman erzählt ein wahres Wintermärchen und nimmt uns Leser mit in eine magische Welt voller Eis und Schnee. Mich haben einige Szenen richtiggehend frösteln lassen, da ich mir die klirrende Kälte so gut vorstellen konnte, und ich habe beim Lesen irgendwie total Bock auf Schnee bekommen. :D
Solltet ihr gerade auf der Suche nach einer ganz besonderen Winterlektüre sein, dann kann ich euch „Rabenherz und Eismund“ nur ans Herz legen!

Mein Einstieg in das Buch war großartig. Wir lernen unsere Hauptprotagonistin Mailín und ihr Leben in Falùn kennen und ich habe mich von Beginn an pudelwohl in Mailíns Welt gefühlt. Ich mochte die Stimmung, die in dem Dorf herrscht, und dessen Bewohner unfassbar gerne. Allzu lange hält es uns aber nicht in Falùn. Zusammen mit Mailín werden wir uns auf eine atemberaubende Reise in das Reich des Winterkönigs begeben und ein spannendes und gefährliches Abenteuer nach dem nächsten erleben.

Mailín war mir auf Anhieb sympathisch. Wir erfahren alles aus ihrer Sicht in der dritten Person und obwohl die Geschichte nicht in der Ich-Perspektive erzählt wird, erhält man dennoch einen ausgezeichneten Einblick in Mailíns Gefühls- und Gedankenwelt. Ich konnte mich prima in Mailín hineinversetzen und ihr Denken und Handeln jederzeit nachvollziehen. Mit Mailín ist Nina Blazon eine fabelhafte Protagonistin gelungen. Sie ist eine unglaublich mutige, unerschrockene, herzensgute und starke junge Frau.
Auch die weiteren Figuren wurden hervorragend ausgearbeitet. Besonders klasse fand ich Toma, die toughe Jägerin, auf die Mailín zu Beginn ihrer Reise stoßen wird. Birgida, die rothaarige Weberin aus dem Eispalast, habe ich aber auch sofort in mein Herz geschlossen. Da ich nur nicht zu viel von der Handlung verraten möchte und finde, dass man Toma und Birgida ohne viel Vorwissen kennenlernen sollte, werde ich euch über die beiden nichts erzählen. Nur so viel: Mailín, Toma und Birgida sind total verschieden, aber es wird sich dennoch eine wunderbare Freundschaft zwischen den drei heldenhaften jungen Frauen entwickeln. Das Zusammenspiel der drei hat mir unheimlich gut gefallen!
Neben Mailín, Toma und Birgida konnte mich Nina Blazon auch mit allen weiteren Charakteren vollkommen überzeugen. Egal ob gut oder böse – die Figuren wirken allesamt absolut authentisch und tragen mit ihren außergewöhnlichen Eigenschaften dazu bei, dass man unvergessliche Lesestunden mit dem Buch verbringt.

Die Handlung konnte mich von Beginn an in ihren Bann ziehen und bis zum Schluss fesseln. Im Mittelteil haben sich für meinen Geschmack zwar ein paar Stellen ein kleines bisschen zu sehr gezogen, aber da sich auch diese sehr ruhigen Passagen dank des brillanten, flüssigen Schreibstils wunderschön lesen lassen, hat es mich letztendlich gar nicht gestört, dass die Geschichte für mich ein paar wenige Längen hatte.
Insgesamt kann die Handlung mit jeder Menge Spannung und Geheimnisse und lauter überraschenden Wendungen aufwarten. Man mag das Buch wirklich gar nicht mehr aus der Hand legen und fliegt nur so durch die Seiten. Die Geschichte ist märchenhaft, atmosphärisch und unglaublich fantasievoll. Mich haben die vielen bildgewaltigen Beschreibungen der Orte und der magischen Wesen richtig fasziniert und die zarte Liebesgeschichte, die einen hier erwartet und die sich perfekt in das Geschehen einfügt, hat mir ebenfalls unbeschreiblich gut gefallen.

Zauberhaft ist auch die Gestaltung des Buches. Von dem Cover könnte ich euch endlos etwas vorschwärmen – von dem bin ich ganz hin und weg. Die Innenaufmachung mit diesen wunderhübschen schwarz-weiß Zeichnungen an den Kapitelanfängen ist aber auch zum Verlieben schön.

Fazit: Ein märchenhaft schöner Fantasyschmöker voller Abenteuer, Liebe, Magie und Fantasie! „Rabenherz und Eismund“ erzählt ein wahrhaftiges Wintermärchen und hat mir herrliche Lesestunden beschert. Ich habe die furchtlose, liebenswürdige Mailín nur zu gerne auf ihrer Suche nach ihrer Freundin Silja in das Reich des Winterkönigs begleitet und habe mich dabei komplett in die winterliche Kulisse, die grandiosen Charaktere und die poetische, wunderschöne Sprache verliebt. Das Buch lädt von den ersten Seiten zum Träumen und Mitfiebern ein und lässt die Herzen aller Fantasyliebhaber höher schlagen. Ich kann „Rabenherz und Eismund“ wärmstens empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen!

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