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Veröffentlicht am 23.12.2025

Unterhaltsam, charmant und so schön illustriert!

Greenwood. Band 3
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Die Freunde des Samstagsclubs sind immer noch dabei, das große Geheimnis des vergifteten Kuchens zu lösen. Eigentlich möchte Honey, der Fuchs, lieber für die Schule lernen, aber der Rabe Fog und Basel, ...

Die Freunde des Samstagsclubs sind immer noch dabei, das große Geheimnis des vergifteten Kuchens zu lösen. Eigentlich möchte Honey, der Fuchs, lieber für die Schule lernen, aber der Rabe Fog und Basel, die Grille, können ihn schließlich dazu überreden, ihn in den Wald zu begleiten. Das Ziel: Die Brei-Apfelbäume, die mitten im Sumpf liegen. Denn dies ist der einzige Ort, wo man in Greenwood Kaugummi finden kann. Ihre Mission ist aber streng geheim! Die anderen Clubmitglieder dürfen davon nichts wissen, denn wenn zu viele mitmachen, gefährdet das die Ermittlungen. Dieser Meinung ist zumindest Fog. Dank ihrer Entdeckung können sie einige Verdächtige von ihrer Liste streichen, aber die Sache leibt weiter ziemlich verzwickt. Die Drei kommen ohne die Hilfe ihrer Freunde nicht weiter. Ob sie den Fall wohl gemeinsam lösen werden?

Hierbei handelt es sich um den dritten Teil der Greenwood-Serie, der nahtlos an die vorangegangenen Ereignisse anknüpft. Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich daher, mit dem ersten Band zu starten.
Nachdem mir die zwei vorherigen Bände so gut gefallen haben, war ich voller Vorfreude auf das nächste Abenteuer. Schon das Cover ist wieder der reinste Blickfang und passt perfekt zu seinen Vorgängern, obwohl auch dieses Mal ein anderer Zeichner am Werk war. Denn das ist das Besondere an dieser Reihe: In jedem Band erweckt ein anderer Künstler oder eine andere Künstlerin das Greenwood-Universum zum Leben und bringt seine oder ihre eigene Note ein. Nur die Enzyklopädie-Seiten, mit denen jeder Band gespickt ist, stammen von ein und demselben Illustrator: Giovanni Rigano, dem dieses Mal auch die Gestaltung der Geschichte anvertraut wurde. Und wie nicht anders zu erwarten war, überzeugt er auf ganzer Linie.

Optisch ist auch dieser Band ein echtes Highlight! Giovanni Riganos Illustrationen ähneln auf den ersten Blick sehr denen seiner beiden Vorgänger, besitzen gleichzeitig aber auch ihren ganz eigenen Charakter. Sein verspielter und atmosphärischer Stil ist einfach die ideale Wahl für diese Reihe. Sämtliche Panels strotzen nur so vor Detailliebe und schaffen durch die gedeckte, warme Kolorierung eine märchenhaft-magische Waldatmosphäre.

Auch inhaltlich weiß dieser Band zu begeistern. Mit seinen gut 48 Seiten mag er zwar ebenfalls recht kurz daherkommen, doch es steckt weitaus mehr darin als gedacht. Erneut entführt uns das französische Autorinnen-Duo Barbara Canepa und Anaïs Halard nach Greenwood - eine anthropomorphe Tierwelt, die vor allem für Fans von „Winnie Puuh“ oder „Der Wind in den Weiden“ ein wahrer Leckerbissen ist. Im Mittelpunkt stehen wieder die sechs Tierkinder des Samstagsclubs, die man bereits im ersten Band ins Herz geschlossen hat. Die weiteren Figuren werden jedoch nicht minder liebevoll beschrieben und sorgen mit ihren verschiedenen Eigenheiten für ein herrliches Lesevergnügen. Auch als erwachsener Leserin erfreut man sich an dem Humor, der niemals platt daherkommt, sondern unterhaltsam, charmant und mit viel Herz. Es macht einfach wieder Spaß, die Mitglieder des Samstagsclubs zu begleiten und mit ihnen mitzufiebern. Gemeinsam setzen sie weiter alles daran, das Rätsel um den vergifteten Kuchen zu lösen und zeigen uns dabei einmal mehr, dass Zusammenhalt stark macht und es nichts Wertvolleres im Leben gibt als gute Freunde, mit denen man durch dick und dünn gehen kann.
Ganz nebenbei vermittelt die Geschichte auch noch wundersames Wissen über die Natur. So erfährt man unter anderem mehr über die Tierspuren des Waldes oder welche Kräfte der Honig besitzt.

Die Geschichte endet recht abgeschlossen, lässt am Ende aber genügend Spielraum für eine weitere Fortsetzung. Auf Französisch ist gibt es sogar schon einen vierten Band, diesmal illustriert von Kerascoët. Die deutsche Übersetzt folgt voraussichtlich im Juni 2026 und ich freue mich schon sehr darauf!

Fazit: Mit viel Witz, Charme und einer Prise Spannung geht es mit dem Samstagclub in die nächste Runde. Auch der dritte Greenwood-Band besticht durch sein wunderschönes Artwork, seine liebenswerten Charaktere und lehrreichen Botschaften und zieht nicht nur Kinder in den Bann. Ein wunderbarer Wohlfühlcomic für alle ab 8 Jahren, die gerne in fantasievolle Welten eintauchen und die Natur und Abenteuer lieben. Ich bin nach wie vor begeistert von dieser süßen Graphic-Novel-Reihe und kann es kaum erwarten, weiterzulesen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Ein weiterer bezaubernder Folgeband, der einfach glücklich macht!

Flusskind 4: Millilu und der Geschmack von Glück
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Millilu ist immer noch auf der Suche nach ihrer Familie. Gemeinsam mit ihren beiden treuen tierischen Gefährtinnen, der Ziege Vanille und Henne Hennilotte, schippert sie mit ihrem Hausboot durch die Welt ...

Millilu ist immer noch auf der Suche nach ihrer Familie. Gemeinsam mit ihren beiden treuen tierischen Gefährtinnen, der Ziege Vanille und Henne Hennilotte, schippert sie mit ihrem Hausboot durch die Welt und trifft dabei auf viele wunderbare Menschen. Auf den Landstreicher Picaro zum Beispiel, dessen Geschichten mindestens genauso verrückt sind wie ihre und der gerade ganz schön tief in der Tinte sitzt. Er hat seiner Enkelin Alma in seinen Briefen erzählt, dass er ein König sei. Eigentlich wollte er ihr mit seinen fantasievollen Erzählungen nur eine Freude bereiten, aber Alma schenkt ihnen Glauben. Picaro möchte seine Enkelin endlich kennenlernen, traut sich aber nicht, ihr die Wahrheit zu sagen. Wie würde sie wohl reagieren, wenn sie erfährt, dass ihr Opa gar kein König ist, sondern nur ein Landstreicher? Für Millilu steht natürlich sofort fest, dass sie ihrem neuen Freund helfen muss. Ob das wohl gut geht?

Sabine Bohlmann gehört mittlerweile zu meinen liebsten Kinderbuchautor*innen. Die deutsche Autorin ist einfach immer ein Garant für wundervolle Kinderbücher, an denen man auch als Erwachsener seine helle Freude hat. Ihre Flusskind-Serie, bei der es sich um eine überarbeitete Neuauflage ihrer Wummelie-Bücher handelt, bildet da keine definitiv keine Ausnahme. An meine geliebten Frau Honig- und Willow-Geschichten reicht sie für mich persönlich zwar nicht ganz heran, aber in mein Herz geschlossen habe sie dennoch, sehr sogar. Auch der hier vorliegende vierte Band (der problemlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann) konnte mich von Anfang bis Ende verzaubern.

Auf ihre gewohnt liebevolle Weise entführt uns Sabine Bohlmann zurück in die Welt von Flusskindmädchen Millilu – eine überaus sympathische Protagonistin, die in gewisser Hinsicht sehr an Pippi Langstrumpf erinnert, mit ihrer selbstbewussten und etwas verrückten Art, ihren klugen Gedanken und ihrer ungewöhnlichen Lebenssituation. Wie Pippi muss man dieses aufgeweckte Mädchen einfach gernhaben, vor allem Kinder werden von ihr begeistert sein. Denn wie cool ist das bitte, ohne Eltern und mit zwei Tieren auf einem Hausboot durch die Welt zu schippern und jeden Tag zum Abenteuer zu machen? Auch ihre Begegnung mit Landstreicher Picaro, der mindestens genauso schräg ist wie sie, ist wie eine Wundertüte voller Überraschungen.
Neben einem Landstreicher, der das Land anstreicht; einer chaotischen Hochzeitsfeier und noch allerhand mehr erzählt dieser Band auch von Freundschaft, Hilfsbreitschaft, Lügenmärchen und dem Mut, über seinen Schatten zu springen und für seine Taten geradezustehen. Auch dieser Band ist einfach ein typisches Sabine-Bohlmann-Buch: Wohlig warm wie eine Umarmung und mit lauter herrlichen Ideen, zugleich aber auch überaus lehrreich, ohne belehrend zu wirken. Mir persönlich ist Millilu für ihr junges Alter manchmal etwas zu weise und besonnen, aber abgesehen davon bin ich mal wieder begeistert und habe das Lesen sehr genossen.

Auch die Illustratorin Simona Ceccarelli hat mal wieder einen fabelhaften Job gemacht, angefangen beim Cover, das das wunderbare Freiheitsgefühl dieser Reihe gekonnt einfängt, bis hin zu den zahlreichen stimmungsvollen schwarz-weiß Illustrationen, die das Erzählte untermalen und einfach immer perfekt zu Sabine Bohlmanns Geschichten passen.

Fazit: „Flusskind – Millilu und der Geschmack von Glück“ ist ein weiterer zauberhafter Band der Flusskind-Reihe mit vielen schönen Weisheiten und einer starken jungen Heldin, die man gerne begleitet. Eine warmherzige und unterhaltsame Abenteuergeschichte ab 8 Jahren, die einfach glücklich macht. Ich kann euch diesen Band nur empfehlen, mir hat er großen Spaß gemacht. Auf Millilus nächstes Abenteuer, das im Frühjahr 2026 erscheinen wird, freue ich mich schon sehr! Von mir gibt es sehr, sehr gute 4,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.12.2025

Warmherzig, humorvoll, außergewöhnlich.

Spion Nr 9 und die Kunst, nicht aufzufallen
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Der 11-jährige Estrich hat eine wichtige Mission. Als außerirdischer Spion muss er die Menschen beobachten und deren Verhalten in einem streng geheimen Logbuch dokumentieren. Estrich nimmt seine Aufgabe ...

Der 11-jährige Estrich hat eine wichtige Mission. Als außerirdischer Spion muss er die Menschen beobachten und deren Verhalten in einem streng geheimen Logbuch dokumentieren. Estrich nimmt seine Aufgabe sehr ernst. Für ihn ist es absolut klar, dass er nicht von der Erde ist, dafür ist ihm dort alles viel zu kompliziert. Warum sind manche Menschen freundlich und andere nicht? Sind Zebras schwarz mit weißen Streifen oder weiß mit schwarzen Streifen? Estrich ist auf jeden Fall anders als die anderen. Um nicht aufzufallen, konzentriert er sich auf seine Lieblingszahl 9 und versucht dem Hausmeister an seiner Schule die richtigen Fragen zu stellen (von denen er ziemlich viele hat!). Sein Leben gerät jedoch komplett aus den Fugen, als sein Logbuch eines Tages verschwindet, ein Erpresserbrief auftaucht und dann auch noch eine Mitschülerin wie vom Erdboden verschluckt ist. Steht seine Rückreise zu seinem Heimatplaneten an? Oder ist es nun an der Zeit herauszufinden, wer er eigentlich wirklich ist?

Kinderbücher über das Anderssein lese ich immer unheimlich gerne. Meine Neugierde war daher sehr schnell geweckt, als ich zum ersten Mal von Jona Manows erstem Kinderroman hörte. Cover und Klappentext überzeugten mich auf Anhieb – die Geschichte hat mich jedoch etwas zwiespältig zurückgelassen. „Spion Nr. 9 und die Kunst, nicht aufzufallen“ ist ein sehr ruhig erzählter Roman, der sich langsam entfaltet und dessen besondere Erzählweise vermutlich nicht jedermanns Sache ist. Es kommt natürlich immer aufs Kind an – ich könnte mir jedoch vorstellen, dass die meisten jungen Leserinnen das Buch recht schnell wieder aus der Hand legen werden, da ihnen einfach zu wenig Aufregendes passiert.

Jona Manow lässt seine elfjährige Hauptfigur selbst erzählt die Geschichte erzählen. Man ist dadurch ganz dicht dran an Estrichs Gedankengängen, die eindrucksvoll zeigen, wie fremd man sich fühlen kann, wenn man die Welt anders wahrnimmt als andere und vom Alltag und seinen Mitmenschen manchmal völlig überfordert ist. Dem Autor ist es wunderbar gelungen, aus der Sicht eines neurodiversen Kindes zu schreiben – authentisch, humorvoll und mit ganz viel Herz. Estrich ist ein überaus sympathischer Junge, den man einfach gernhaben muss. Er hinterfragt oft die banalsten Dinge, nimmt vieles wortwörtlich und zieht häufig andere (sehr fantasievolle) Schlüsse. Als Leser
innen durchschaut man die Zusammenhänge meist schneller als Estrich und kann gar nicht anders, als über sein Denken und Verhalten zu schmunzeln. Stellenweise lesen sich seine inneren Monologe aber auch ein wenig wirr und kompliziert. Einerseits unterstreicht dies natürlich sehr gut Estrichs Einzigartigkeit, aber mir persönlich ist es mitunter ein wenig schwer gefallen, mich komplett darauf einzulassen. Darüber hinaus hätte ich mir auch mehr Klarheit über Estrichs Geschlecht gewünscht. Eigentlich lernen wir ihn als einen Jungen kennen, aber immer mal wieder wird er von anderen auch Esther genannt.
Jona Manow hat zweifellos einen Kinderroman geschrieben, der sich von der Masse abhebt. Wichtige Themen wie Neurodiversität, Querness, Freundschaft, Selbstfindung und das Dazugehören haben hier ihren Platz gefunden, verpackt in einer unterhaltsamen Schulgeschichte mit leichten Krimielementen, liebevollen Charakteren und einer wertvollen Botschaft, die zum Nachdenken anregt. Wir sollten uns alle ein Beispiel an Estrichs Mutter und seinen Freund*innen nehmen, die unseren einzigartigen Protagonisten immer mit Verständnis begegnen und so akzeptieren wie er ist.

Fazit: „Spion Nr. 9 und die Kunst, nicht aufzufallen“ ist eine tiefgründige Geschichte über das Anderssein, Individualität und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Ein außergewöhnliches und anspruchsvolles Kinderbuch ab 9 Jahren, das durch seine warmherzige Erzählweise und seinen feinen Humor besticht. Auch wenn ich mit dem Bucht nicht vollends warm geworden bin, kann ich es empfehlen, allen voran Fans der „Rico und Oskar“ - Reihe. Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 19.12.2025

Genauso herrlich wie der erste Band!

Es düst ein Rentier durch den Schnee
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Es ist der erste Weihnachtsfeiertag und die vierköpfige Familie Winterwald ist schon voller Vorfreude auf ihren Skiurlaub in den Bergen. Endlich kann Frieda ihren neuen Superspeeder-Poposchneeflitzer ausprobieren, ...

Es ist der erste Weihnachtsfeiertag und die vierköpfige Familie Winterwald ist schon voller Vorfreude auf ihren Skiurlaub in den Bergen. Endlich kann Frieda ihren neuen Superspeeder-Poposchneeflitzer ausprobieren, den sie zu Weihnachten geschenkt bekommen hat. Von Schnee ist bei ihnen zu Hause nämlich keine Spur, nur Matsch und grauer Himmel. Doch mit entspannten, Rentier-Freien Winterferien (wie Papa gehofft hat) wird es auch in diesem Jahr nichts. Denn zu aller Verwunderung klingelt plötzlich der Postbote an der Tür, mit einem großen Paket für Frieda. Und darin sitzt – Überraffung!“ – Rentier Flinn. Der Arme leidet seit neuestem unter extremer Flug- und Höhenangst und der Weihnachtsmann bittet die Winterwalds um ihre Hilfe. Frieda und Anton freuen sich riesig, die Begeisterung von Papa hält sich dagegen in Grenzen. Doch er fügt sich seinem Schicksal und so geht es für die Winterwalds mitsamt (verfressenem) Rentier in den Winterurlaub. Klar, dass Chaos da vorprogrammiert ist (wie sich auch schon auf der Hinfahrt zeigt). Während Papas rote Flecken am Hals immer mehr werden, setzt Frieda alles daran, ihrem flugkranken Freund zu helfen. Kein leichtes Unterfangen, wie sich schnell herausstellt und als wäre das nicht schon genug, ist da dann auch noch dieser merkwürdige Hotelkoch, der sich brennend für Flinn zu interessieren scheint...

Was war meine Freude groß als ich hörte, dass es dieses Jahr mit Rentier Flinn und der Familie Winterwald weitergehen wird. Den ersten Band habe ich geliebt – wenn ihr ihn noch nicht kennt, habt ihr eindeutig etwas verpasst! Am besten wäre es natürlich, wenn ihr ihn vor dem zweiten Teil lest, zwingend erforderlich ist es jedoch nicht. Die Bände können auch sehr gut unabhängig voneinander genossen werden.

Meine Erwartungen an die Fortsetzung waren entsprechend hoch und was soll ich sagen, sie wurden mehr als erfüllt! Smilla Blau hat uns eine weitere entzückende Wintergeschichte gezaubert, die Jung und Alt gleichermaßen Spaß macht und der ideale Begleiter für die Nachweihnachtszeit ist. Auch dieser Band startet am ersten Weihnachtsfeiertag und kommt genauso trubelig, rührend und unterhaltsam daher wie der Vorgänger – wenn nicht sogar noch ein bisschen mehr. Ein vermummtes Rentier auf dem Beifahrersitz; ein (fauler) Papa, der ständig Rücken hat; ein Rentier bei der Maniküre; viele, viele Rentierkackis - man kommt aus dem Schmunzeln oft gar nicht mehr heraus und da es stellenweise auch noch ganz schön aufregend wird, sind Lesepausen nahezu unmöglich. Rentier Flinn ist und bleibt ein bezaubernder Charakter, den man mit seinem ulkigen Sprachfehler („Überraffung!“) und seiner großen Verfressenheit („Jetft Fimtkekfe?“) sofort ins Herz schließt. Die weiteren Figuren sind jedoch nicht minder liebevoll gezeichnet, vor allem die kleine Frieda mit ihrer kindlich-naiven Sicht auf die Welt ist einfach herzallerliebst. Die Freundschaft zwischen ihr und Flinn wird erneut wunderschön beschrieben und geht richtig zu Herzen. Dank seiner kleinen Freundin wird Rentier Flinn mutig über sich hinauswachsen, was einfach toll mitzuerleben ist.

Susanne Göhlich hat das Ganze mit ihrem unverwechselbaren Stil zum Leben erweckt. Ihre zahlreichen bunten Illustrationen passen mal wieder perfekt zur Geschichte und stecken voller witziger Details. Gemeinsam mit dem Text sorgen sie für eine winterliche Wohlfühlatmosphäre und zaubern einem immerzu ein Lächeln ins Gesicht.

Fazit: Rentier Flinn ist wieder da und das Warten hat sich gelohnt! „Es düst ein Rentier durch den Schnee“ ist eine tierisch schöne nachweihnachtliche Wintergeschichte ab 5 Jahren mit ganz viel Herz, Witz und wunderbarem Winterspaß. Ein herrliches (Vor-)Lesevergnügen für ganze Familie. Lustig, liebenswert und turbulent - oder wie Flinn sagen würde: Daf fuperduper! Ich bin auch von diesem Band hellauf begeistert, mir hat er genauso gut gefallen wie der erste. Auf das nächste Abenteuer mit Rentier Flinn und den Winterwalds freue ich mich schon sehr! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Eine zauberhafte Fortsetzung voller Fantasie und Herz!

Marnie Mitternacht. Das gestohlene Zauberbuch (Band 2)
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Marnie Mitternacht hat sich gut an der Minitier-Akademie eingelebt und kann es jeden Tag kaum erwarten, mehr über die magische Welt der Krabbler zu lernen. Vor allem auf die Stunden bei ihrem großen Idol ...

Marnie Mitternacht hat sich gut an der Minitier-Akademie eingelebt und kann es jeden Tag kaum erwarten, mehr über die magische Welt der Krabbler zu lernen. Vor allem auf die Stunden bei ihrem großen Idol Lunora Flügelherz freut sie sich immer sehr. Neben Schulunterricht steht demnächst aber noch etwas anderes auf dem Programm: Ein großer Schulwettbewerb, bei der die Schülerinnen in Teams gegeneinander antreten müssen. Die Siegerinnen erhalten einen tollen Pokal und Marnie und ihre zwei besten Freundinnen Stella und Flavio setzen alles daran, zu gewinnen. Doch als ihre fiese Mitschülerin Veronika Tupfel das Zauberbuch stiehlt und einen verbotenen Spruch anwendet, wird der Wettkampf für Marnie völlig unwichtig. Der Spruch geht gewaltig schief und dann gerät Veronika auch noch in große Gefahr. Für Marnie und ihre Freundinnen steht natürlich sofort fest, dass sie ihre Klassenkameradin retten müssen...

Hierbei handelt es sich um den zweiten Teil von Marnie Mitternacht, der auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Mehr Spaß macht es jedoch, wenn man mit dem ersten Band startet.
Ich liebe die Bücher von Laura Ellen Anderson und nachdem mir auch das erste Abenteuer rund um Marnie Mitternacht richtig gut gefallen hat, war ich voller Vorfreude auf die Fortsetzung. Meine Erwartungen waren entsprechend noch und ich wurde nicht enttäuscht! Ganz im Gegenteil, mir hat dieser Band sogar noch ein bisschen besser gefallen als der Vorgänger.

Laura Ellen Anderson ist einfach immer ein Garant für zuckersüße Kinderbücher. Auf ihre gewohnt liebevolle Weise entführt sie uns zurück in Marnies zauberhaft magische Krabblerwelt, in der es vor fantasievollen Ideen nur so wimmelt. Die Karte und Steckbriefe zu Beginn liefern diesbezüglich schon mal einen guten Vorgeschmack. Es gibt hier einfach so viel zu entdecken: Die verschiedensten Insektenarten, von Schmetterlingen über Käfer bis hin zu Würmern – sogar eine Biene, die neununddreißig Prozent Marienkäfer und ein Prozent Geheimnis ist, ist dabei! An der Akademie der Minitiere stehen außergewöhnliche Schulfächer auf dem Plan wie Krabblerkunde oder Fressfeindforschung und zu futtern gibt es Nektarnudeln und Baumharzbrötchen und noch allerhand mehr. Wie man es von Laura Ellen Anderson kennt, sprüht die Geschichte mal wieder nur so vor Kreativität und originellen Wortspielen. Ein großes Lob gebührt an dieser Stelle auch wieder der Übersetzerin Katrin Segerer die die ganzen Wortneuschöpfungen so schön ins Deutsche übertragen hat.
Eins ist sicher: Langweilig wird es hier zu keiner Zeit! Neben jeder Menge Witz und Einfallsreichtum punktet dieser Band auch mit rasanten Wendungen, die Lesepausen nahezu unmöglich machen, sowie wichtigen Botschaften über Freundschaft, Mut und Zusammenhalt. Die aufgeweckte kleine Motte Marnie und ihre Freund*innen Flavio und Stella sind ein tolles Team – ziemlich verschieden, aber zusammen unschlagbar! Gemeinsam wachsen sie über sich hinaus und zeigen uns, dass es nichts Wertvolleres im Leben gibt als gute Freunde, auf die man sich immer verlassen kann.

Auch optisch ist dieser Band ein Highlight, angefangen beim Cover bis hin zur Innengestaltung. Laura Ellen Anderson hat die Geschichte mit ihren zahlreichen fröhlichen schwarz-weiß Zeichnungen zum Leben erweckt. Nahezu auf jeder Doppelseite kommen wir in den Genuss ihrer Illustrationen, die wie gewohnt herrlich anzusehen sind und das Erzählte perfekt unterstreichen.

Fazit: Eine wunderbare Fortsetzung hat uns Laura Ellen Anderson hier gezaubert. Auch „Marnie Mitternacht – Das gestohlene Zauberbuch“ ist ein spannendes und lustiges Krabblerabenteuer voller Fantasie und Herz und mit einer kleinen starken Heldin, die man einfach liebhaben muss. Ein flattertastischer Lesespaß zum Staunen, Schmunzeln und Mitfiebern. Ich bin auch von diesem Band richtig begeistert! Auf den dritten Teil (der leider erst im Juni 2026 erscheinen wird) freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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