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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.09.2019

Ein wunderschönes Buch voller Abenteuer, Magie und Fantasie!

Arthur und der schreckliche Scheuch
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Auf „Arthur und der schreckliche Scheuch“ habe ich mich schon riesig gefreut. Sieht das Cover nicht toll aus? Also ich mag es richtig gerne, es verströmt so eine schön abenteuerliche und actionreiche Atmosphäre. ...

Auf „Arthur und der schreckliche Scheuch“ habe ich mich schon riesig gefreut. Sieht das Cover nicht toll aus? Also ich mag es richtig gerne, es verströmt so eine schön abenteuerliche und actionreiche Atmosphäre. Da mich auch der Klappentext sofort überzeugen konnte, war meine Vorfreude auf das Buch wirklich groß. Ich war schon so gespannt, was für ein aufregendes Abenteuer mich wohl in der Welt Arro erwarten wird.

Die elfjährigen Zwillinge Arthur und Rose sind mal wieder über die Sommerferien bei ihrem Opa zu Besuch. Leider ist das gemeinsame Spielen von damals mittlerweile vorbei. Früher haben die Geschwister die tollsten Dinge bei ihrem Opa erlebt, aber mit den Jahren hat sich das Verhältnis der beiden Kinder sehr verschlechtert. Während Arthur eigentlich noch sehr gerne spielen möchte, ist sich Rose längst zu alt dafür und verbringt lieber Zeit mit ihrem Handy oder dem Nachbarmädchen Maisy. Als Arthur seiner Schwester erzählt, dass er meint einen Zauberer auf Opas Dachboden gesehen zu haben, lacht sie ihren Bruder nur aus. Er glaubt doch nicht wirklich mehr an das Fantasieland Arro, das sie sich damals als Kinder ausgedacht haben, oder? Als ihr Opa aber plötzlich spurlos verschwunden ist, nachdem er durch das alte Klappbett gekrochen ist, welches angeblich das magische Tor zu Arro sein soll, und kurz darauf auch Arthur verschollen ist, muss Rose einsehen, dass ihr Fantasieland doch wirklich existiert! Auch sie reist nach langer Zeit wieder zurück nach Arro. Arhur und Rose müssen bei ihrer Ankunft nur feststellen, dass sich in Arro vieles verändert hat. So ist Kreuch, der Scheu, der Vogelscheuchenmann, noch viel böser und mächtiger geworden als er es damals war. Um an die Zwillinge zu kommen, hat er sogar ihren Opa entführt und hält ihn gefangen! Gemeinsam mit vielen magischen Gefährten versuchen Arthur und Rose ihren Großvater zu retten. Ein gefährliches Abenteuer erwartet sie.

Was für ein unglaublich cooles Buch! Kennt ihr das, wenn ihr mit einem Buch beginnt und schon nach den ersten Seiten wisst, dass ihr ein Highlight in Händen haltet? Bei mir war es so mit „Arthur und der schreckliche Scheuch“. In meinen Augen ist Jenny McLachlan hier so ein richtiger Kinderbuchschatz gelungen, der definitiv auch für Jugendliche und Erwachsene absolut lesenswert ist. Ich jedenfalls bin total verliebt in das Buch und habe herrliche Lesestunden damit verbracht.

Dank dem wunderschönen, flüssigen Schreibstil, der recht großen Schrift und den angenehm kurzen Kaptel fliegt man hier nur so durch die Seiten. Hinzu kommt dann natürlich noch die mitreißende Handlung. Ich kann euch versichern: Langeweile kommt hier an keiner Stelle auf! Einer spannenden Szene und überraschenden Wendung folgt der nächsten. Ich habe das Buch quasi inhaliert und leider viel zu schnell wieder beendet. 

Erfahren tun wir hier alles aus der Sicht des 11-jährigen Arthur in der Ich-Perspektive. Arthur habe ich vom ersten Moment an ganz fest in mein Herz geschlossen. Er ist ein total lieber und süßer Junge, den man einfach sofort gernhaben muss.
Seine Zwillingsschwester Rose dagegen war mir leider nicht so sympathisch. Im Verlaufe des Buches habe ich sie zwar noch deutlich lieber gewonnen, aber zu Beginn fand ich sie ziemlich gemein und anstrengend. Sie benimmt sich schon wie so ein typischer Teenager, macht ständig einen auf reif und erwachsen und findet, dass ihr Bruder total kindisch und freakig ist. Ein bisschen konnte ich Rose aber auch verstehen. Die beiden Kinder sind eben in dem Alter, in welchem man sich auseinander entwickelt und es so langsam uncool ist, Zeit mit dem Bruder oder der Schwester zu verbringen. 
 
Mich hat es aber dennoch ziemlich traurig gemacht zu sehen, wie schlecht das Geschwisterverhältnis der beiden mittlerweile ist. Durch Arthurs Erzählungen erfahren wir, dass er und seine Schwester sich früher viel besser verstanden haben, wobei es auch damals natürlich schon kleine Reibereien gab. Das kennen wohl die meisten, die Geschwister haben. ;)
Als kleine Kinder jedenfalls haben Arthur und Rose sehr viel zusammen gespielt und gemeinsam haben sie das Fantasieland Arro erfunden.

Habt ihr euch in eurer Kindheit magische Welten mit euer Gedankenkraft erschaffen? Also ich ja, ich bin als Kind ständig in meine Fantasiewelten abgetaucht. Allerdings waren meine nicht so fantasievoll und beeindruckend wie die von Arthur und Rose.

Mit Arro hat die Autorin eine absolut fantastische und atemberaubend schöne Welt erschaffen! Wie die Orte alle beschrieben werden ist einfach nur der Wahnsinn. Kopfkino pur! Echt schade, dass das Hineinreisen in Bücher nicht möglich ist. Ich wäre hier beim Lesen nur zu gerne in das Buch hinein gekrabbelt, um mir das magische Land Arro selbst mal anzusehen. Den An-Aus-Wasserfall, die Magische Straße, das Krähennest, … hach, so, so cool, sag ich euch! Mein Herz hat hier beim Durchschmökern immer wieder so ein richtigen Hüpfer vor Freude getan, weil ich es einfach so schön fand, was Arthur und Rose da Großartiges dank ihrer enormen Vorstellungskraft erschaffen haben. 

Was ich hier ein wenig vermisst habe, muss ich gestehen, sind Illustrationen. Und eine Karte vorne oder hinten im Buch, die das Land Arro mit seinen vielen zauberhaften Ort zeigt, hätte ich auch super gefunden. Man kann sich aber natürlich auch so, ohne diese netten Extras, alles dank den bildhaften Beschreibungen erstklassig vorstellen.

Gemeinsam mit Arthur und Rose werden wir nach Arro reisen und dort die tollsten Abenteuer erleben. Der Fantasie sind hier wirklich keine Grenzen gesetzt, wir lernen lauter einzigartige Orte kennen und begegnen den wundersamsten Geschöpfen. Wir stoßen hier zum Beispiel auf Drachen, auf ein zum Leben erwachtes Schaukelpferd, auf die verlorenen Mädchen und noch auf viele weitere Wesen mehr.

Wer definitiv zu meinen absoluten Lieblingen zählte, ist Min. Er wurde von Arthur erfunden und ist ein Magier und Ninja zugleich. Ein Minja eben. Allerdings klappt es bei ihm mit dem Zaubern irgendwie nicht ganz so gut...
Ich fand Min einfach nur spitze! Über seine witzige und urkomische Art musste ich ständig schmunzeln und lachen.
Total gerne mochte ich auch den Opa der Kinder. Er ist so jemand, der nie richtig erwachsen geworden ist und noch an das Unmögliche und Fantastische glaubt.

Wen ich ziemlich furchterregend fand, ist Kreuch, der Scheu, der Vogelscheuchenmann und Bösewicht in dieser Geschichte. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber mir sind Vogelscheuchen irgendwie nicht so ganz geheuer. Und wenn sie lebendig sind, fürchte ich mich erst recht vor ihnen! Kreuch, der Scheuch ist wirklich eine absolut böse und finstere Gestalt. Die Szenen mit ihm haben mir eine richtige Gänsehaut beschert. 

Das Buch ist stellenweise schon recht düster und unheimlich. Sogar ich, als Erwachsene, habe mich manchmal ziemlich gegruselt. Aber keine Sorge, der Nervenkitzel und die Spannung sind natürlich absolut kindgerecht. Allerdings würde ich persönlich schon empfehlen, dass Kinder, die sich sehr schnell ängstigen, das Buch besser nicht alleine lesen sollten.  

Total schön finde ich auch die Message, die das Buch enthält: Man sollte sich seine Fantasie erhalten und sein inneres Kind bewahren. Auch als Erwachsener sollte man nicht damit aufhören, sich die wundervollsten Dinge vorzustellen und in fremde Welten einzutauchen.

Ich hoffe nun sehr, dass es noch eine Fortsetzung geben wird. Das Abenteuer endet recht abgeschlossen, allerdings ist genügend Spielraum für einen zweiten Band vorhaben. Hoffentlich wird es den geben! Ich möchte wahnsinnig gerne gemeinsam mit Arhtur und Rose zurück nach Arro reisen!

Fazit: Ein fantastisches Leseerlebnis für Jung und Alt voller Abenteuer, Magie und Fantasie! Ich bin total verliebt in diesen zauberhaft schönen Kinderbuchschatz. Die Charaktere sind wundervoll, das Setting ist einfach nur grandios und die Botschaft, die das Buch vermittelt, hat mir so richtig das Herz erwärmt. Mit „Arthur und der schreckliche Scheuch“ ist Jenny McLachlan ein ganz besonderes Buch gelungen, welches ich jedem nur ans Herz legen kann! Von mir gibt es nur zu gerne volle 5 von 5 begeisterten Sternen!

Veröffentlicht am 03.09.2019

Traumhaft schön!

Unter dem Zelt der Sterne
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Was war meine Freude groß, als ich beim Durchstöbern der neuen Vorschau des Carlsen Verlags entdeckte, dass im August ein neues Buch von Jenn Bennett erscheinen wird! Wer mich ein bisschen kennt, der weiß, ...

Was war meine Freude groß, als ich beim Durchstöbern der neuen Vorschau des Carlsen Verlags entdeckte, dass im August ein neues Buch von Jenn Bennett erscheinen wird! Wer mich ein bisschen kennt, der weiß, dass ich die Bücher aus dem Königskinder Verlag über alles liebe. Auch „Annähernd Alex“ von Jenn Bennett konnte mich damals hellauf begeistern.
Für mich stand hier wirklich sofort fest: „Unter dem Zelt der Sterne“ möchte ich unbedingt lesen! Nicht nur, weil das Buch von Jenn Bennett ist, auch der Klappentext und das wunderhübsche Cover überzeugten mich auf Anhieb. Ich war schon so gespannt, ob mich Jenn Bennett mit ihrem neuen Jugendroman wohl genauso begeistern wird wie es ihr mit „Annähernd Alex“ gelungen ist.

Zorie ist ein Mensch, der sein Leben bis aufs Genaueste plant und strukturiert. Auch die Sommerferien hat sie bereits perfekt durchorganisiert. Dann aber soll alles ganz anders kommen. Anstatt ihre Liste abzuarbeiten, wird sie mit Freunden einen Campingtrip in die Sierra Nevada unternehmen, irgendwo zwischen dem Yosemite- und King‘s-Forest-Nationalpark. Genauer gesagt handelt sich dabei um glamouröses Camping, kurz Glamping. Als wäre das nicht schon stressig genug für Zorie, für die solche Ausflüge so gar nichts ist, erfährt sie leider zu spät, wer auch noch bei der Tour dabei sein wird: Lennon Mackenzie. Zorie und Lennon waren früher die allerbesten Freunde gewesen und eine kurze Zeit waren sie sogar mehr als nur Freunde. Seit einem Vorfall auf dem Homecoming-Ball letztes Jahr herrscht zwischen den beiden jedoch Funkstille. Dass Lennons Mütter ihren Sexshop dann ausgerechnet gegenüber von der Praxis von Zories Eltern eröffnen mussten und damit einen großen Nachbarschaftsstreit verursacht haben, hat das ganze Chaos erst so richtig perfekt gemacht. Und ausgerechnet zusammen mit Lennon wird Zorie von den anderen in der Wildnis zurückgelassen werden. Ganz auf sich alleine gestellt beginnen sich die beiden ihren Weg zurück in die Zivilisation zu kämpfen. Auf ihrem Weg kommen sich die beiden endlich wieder näher. Aber reichen ihre wieder erwachten Gefühle auch für mehr als nur eine Versöhnung? Werden die beiden zu ihrer alten Freundschaft zurückfinden?

Und, konnte mich Jenn Bennett mit „Unter dem Zelt der Sterne“ genauso begeistern wie mit „Annähernd Alex“? Oh ja, das konnte sie! Sogar mehr als das, mir hat ihr neuer Roman sogar noch besser gefallen als ihr Königskinder-Titel. Ich finde das Buch großartig! Einmal begonnen mit dem Lesen, wollte ich am liebsten gar nicht mehr damit aufhören. Das Ergebnis könnt ihr euch vermutlich denken, oder? Jep, genau, ich habe das Buch so richtig weggesuchtet und für meinen Geschmack leider viel zu schnell wieder beendet. Jenn Bennett hat einen fabelhaften Schreibstil. Er ist locker-leicht, humorvoll, einfühlsam und sehr bildhaft. Durch die tolle Erzählweise, die angenehm kurzen Kapitel und die mitreißende Handlung kommt hier ein wundervoller Lesefluss zustande, sodass die Seiten wirklich nur so dahin fliegen. Zumindest war es bei mir so.

Erfahren tun wir hier alles aus der Sicht von Zorie in der Ich-Perspektive. Zorie habe ich vom ersten Moment an ganz fest in mein Herz geschlossen. Sie ist ein total herzliches und sympathisches Mädchen. Sie ist witzig, sarkastisch, schlagfertig, ein Nerd mit Stil und ein ziemlicher Ordnungs- und Kontrollfreak. Ich fand Zorie einfach klasse und konnte mich jederzeit problemlos in sie hineinversetzen.

Bei Lennon sah das ein bisschen anders aus. Er gibt sich anfangs sehr distanziert und unnahbar, sodass man ihn als Leser irgendwie kaum einschätzen kann. Ich habe ihn aber dennoch sehr schnell unheimlich liebgewonnen. Man spürt als Leser einfach, dass Lennon das Herz am rechten Fleck trägt und ein prima Kerl ist.

Zorie und Lennon sind zwei ziemliche Gegensätze, aber vermutlich passen sie gerade deswegen so gut zusammen. Zorie hegt eine große Leidenschaft für Astronomie, Karos und Listen und muss alles bis kleinste Detail durchplanen. Lennon trägt gerne schwarze Klamotten, er liebt Reptilien und die Freiheit und ist ein großer Fan von Abenteuern und Überraschungen. Beide haben sie so ihre skurrilen Ticks und Eigenarten, was sie nur noch authentischer und liebenswerter macht.

Neben unseren beiden Hauptfiguren konnte mich Jenn Bennett auch mit den Nebencharakteren komplett überzeugen. Ob Sympathieträger oder nicht, sie tragen allesamt dazu bei, dass man unvergessliche Lesestunden mit dem Buch verbringt. Wen ich zum Beispiel überhaupt nicht leiden konnte war Zories Vater oder ihre „Freunde“, mit denen sie glampen geht. Warum ich sie nicht mochte, werde ich hier allerdings nicht verraten, da müsst ihr das Buch schon selber lesen.

Super gerne mochte ich dafür Zories Stiefmutter Joy. Sie ist ein herzensguter Mensch, den man einfach gernhaben muss.
Auch die beiden Mütter von Lennon, Sunny und Mac, haben sich sofort in mein Herz geschlichen. Die beiden fand ich total cool und lustig.

Die Ausarbeitung der Charaktere ist Jenn Bennett in meinen Augen wirklich perfekt gelungen. Womit sie mich ebenfalls hellauf begeistern konnte, ist das Setting. Hach, seufz, die wilde Natur der Sierra Nevada wird so, so atemberaubend und malerisch beschrieben. Pures Kopfkino, sag ich euch! Dank der anschaulichen und traumhaften Beschreibungen kann man sich alles ganz genau vorstellen und hat beim Lesen richtig das Gefühl, live dabei zu sein.

Neben dem fantastischen Setting hat mir auch das Zusammenspiel von Zorie und Lennon wahnsinnig gut gefallen. Ihre Dialoge und Schlagabtäusche sind einfach nur herrlich. Neben den witzigen Momenten gibt es aber natürlich auch jede Menge gefühlvolle und emotionale, die einem so richtig das Herz erwärmen. Man spürt als Leser nur zu deutlich, dass Zorie und Lennon nach wie vor etwas ganz Besonderes verbindet. Ob sie sich wieder vertragen und zueinander finden werden? Nun, darüber werde ich selbstverständlich schweigen, Spannung muss schließlich sein. ;)

Apropos Spannung: Die mitreißenden Szenen und unerwarteten Wendungen kommen hier natürlich ebenfalls nicht zu kurz. Ich persönlich würde die Handlung schon eher als ruhig bezeichnen, aber mitfiebern ist hier dennoch angesagt. Mich zumindest konnte das Buch durchweg fesseln. Ich wollte unbedingt wissen, warum Zorie und Lennon sich so gar nicht mehr riechen können. Wir erfahren im Verlaufe des Buches nur so nach und nach, was damals vorgefallen ist, was das Leseerlebnis nur noch packender und aufregender macht.

Zu guter Letzt muss ich unbedingt noch die tolle Innengestaltung des Buches erwähnen. „Unter dem Zelt der Sterne“ ist insgesamt in drei Teile gegliedert und zu jedem Abschnitt gibt es eine Karte, die einen besonderen Bezug zur Handlung hat. Ganz am Ende gibt es dann sogar noch mal eine Karte, sodass wir insgesamt in den Genuss von vier verschiedenen Zeichnungen kommen. Mir haben die Karten unglaublich gut gefallen, sie stecken voller süßer Details und sind zum Schmunzeln schön.

Fazit: Ein absolut bezauberndes Buch mit lauter wunderschönen Momenten, einer herrlichen Wohlfühlatmosphäre und vielen fantastischen Augenblicken in der wilden Natur der Sierra Nevada! Für mich hat sich „Unter dem Zelt der Sterne“ zu einem richtigen Highlight entwickelt. Die Charaktere wurden wundervoll ausgearbeitet, die Liebesgeschichte ist super süß und romantisch, die Handlung ist tiefgründig, authentisch und durchweg mitreißend und das Setting ist einfach nur grandios! Ich habe Zorie und Lennon nur zu gerne auf ihrem Trip durch die Wildnis begleitet und war am Ende richtig traurig, als ich mich wieder von den beiden verabschieden musste. Ich bin ganz verliebt in das Buch und vergebe nur zu gerne volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 02.09.2019

Spannend, witzig, magisch schön und wunderbar winterlich! Ein toller Abenteuerschmöker!

Die fantastischen Abenteuer der Christmas Company
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Sieht das Buch nicht wunderhübsch aus? Also bei mir war es hier große Coverliebe auf den ersten Blick. Da mich auch der Klappentext auf Anhieb überzeugen konnte, stand für mich sofort fest, dass ich die ...

Sieht das Buch nicht wunderhübsch aus? Also bei mir war es hier große Coverliebe auf den ersten Blick. Da mich auch der Klappentext auf Anhieb überzeugen konnte, stand für mich sofort fest, dass ich die Christmas Company kennenlernen möchte. Ich liebe Weihnachtsbücher über alles, dieses wundervolle Schätzchen musste ich daher einfach bei mir einziehen lassen. Ich war schon so gespannt auf die fantastischen Abenteuer der Christmas Company!

Das Mädchen Freda Asmussen führt ein ganz normales Leben. Na ja, zumindest war das bisher so gewesen. Als Freda am sechsten Dezember einen äußerst mysteriösen Anruf erhält und ihr Kater Mr. Livingstone plötzlich zu sprechen beginnt, steht Fredas Leben plötzlich Kopf. Mit ihrem Kater reist sie zum Nordpol, zur Christmas Company des Weihnachtsmannes, ein sehr modernes Großunternehmen. An diesem geheimnisvollen Ort ist die Wunscherfüllung bereits im vollen Gange, allerdings verlaufen die Weihnachtsvorbereitungen dieses Jahr nicht so reibungslos wie sonst. Grund dafür sind fiese Computerhacker, die einen Weg in das System der Christmas Company gefunden haben und diese nun bedrohen. Der Weihnachtsmann setzt nun all seine Hoffnung in Freda, Mr. Livingstone, dem Engel Serafin und den Kobold Jonker. Sie sollen sich auf eine gefährliche und abenteuerliche Expedition durch die eisige Arktis begeben, um das Weihnachtsfest zu retten. Ob ihnen das gelingen wird?

Obwohl es noch ein Weilchen hin ist bis Weihnachten, habe ich das Buch schon jetzt, im August, gelesen. Ich weiß nicht, ob es an der Zeit lag oder vielleicht doch an der Geschichte, aber mich konnte der Weihnachtszauber des Buches leider nicht so ganz erreichen. Mir hat diese besondere Weihnachtsatmosphäre, die ich in Weihnachtsbüchern immer so liebe, hier irgendwie gefehlt. Winterlich ist das Buch zwar, sehr sogar, und wunderbar abenteuerlich, spannend und fantasievoll – nur diese weihnachtliche Gemütlichkeit, wie es hinten auf dem Buch steht, die habe ich hier leider etwas vermisst.
Was ich auch etwas schade fand, ist, dass das Buch keine 24 sondern nur 22 Kapitel besitzt. Ich persönlich mag es total gerne, wenn Weihnachtsbücher in 24 Kapitel unterteilt sind, da man sie so prima als Adventskalender nutzen kann.

Ansonsten aber bin ich richtig begeistert von dem Buch. Es lädt von den ersten Seiten an zum Mitfiebern ein und lässt an keiner Stelle Langeweile aufkommen. Längen sucht man hier wirklich vergebens. Hier folgt einer rasanten und mitreißenden Szene der nächsten, sodass man das Buch am liebsten gar nicht mehr der Hand legen mag.

Womit mich die Autorin komplett überzeugen konnte, sind die Charaktere. Einfach großartig, auf wie viele magische Wesen wir hier stoßen. Mr. Livingstone, den sprechenden Kater, Engel, Kobolde, die Heiligen drei Könige und noch viele weitere Figuren mehr. So gut wie alle sind sie weihnachtliche oder winterliche Geschöpfe und viele kannte ich bisher tatsächlich noch gar nicht, wie die Julenisse zum Beispiel oder die Perchten. Und auch einige Weihnachtsbräuche aus anderen Ländern, die hier erwähnt werden, waren mir nicht bekannt. Wer ähnlich unwissend ist wie ich, sollte unbedingt mal nach hinten, ans Ende des Buches blättern. Dort gibt es ein richtig cooles Glossar, in welchem alle Weihnachts- und Winterfiguren und Traditionen aufgelistet und beschrieben werden. Die Idee mit dem Glossar fand ich einfach nur spitze! Selbst ich, als Erwachsene, habe hier jede Menge neues Weihnachtswissen dazugelernt.

Was ich allerdings ein klein wenig vermisst habe, ist eine Karte vorne oder hinten im Buch, die die wichtigsten Orte zeigt. Dank der bildhaften Beschreibungen kann man sich natürlich auch so alles erstklassig vorstellen, aber eine Buchkarte hätte ich irgendwie dennoch nicht schlecht gefunden.

Aber zurück zu den Figuren. Wen ich ganz besonders fest in mein Herz geschlossen habe, ist Mr. Livingstone, Fredas Kater. Und Freda, unsere Protagonistin, habe ich natürlich ebenfalls unheimlich liebgewonnen. Sie ist ein total liebes, sympathisches, mutiges und cleveres junges Mädchen. Mit ihr wird sich die Zielgruppe, also Kinder ab etwa 10 Jahren, wunderbar identifizieren können.

Neben den liebevoll ausgearbeiteten Charakteren konnte mich Corinna Gieseler auch mit dem Setting hellauf begeistern. Das Buch spielt am Nordpol und diese arktisch kalte Atmosphäre kommt hier richtig rüber. Das Weihnachtsfeeling mag mir hier etwas gefehlt haben, dafür aber konnte mich die winterliche Stimmung herrlich zum frösteln bringen. Sogar jetzt, im heißen Sommer. :D
Genial fand ich auch die Werkstatt des Weihnachtsmannes, also die Christmas Company. Die Werkstatt, müsst ihr wissen, ist nicht so altmodisch, wie die meisten von uns vermutlich immer gedacht haben, oh nein. Man ist dort sehr modern und natürlich schon längst auf Computer und so umgestiegen. ;)

Wovon ich auch ganz begeistert bin, ist die Handlung. Es gibt lauter überraschende Wendungen, viele humorvolle Szenen und – wie oben bereits erwähnt – auch an Action, Spannung und Magie mangelt es hier definitiv nicht.

Ich habe die bunte Truppe, die wir hier kennenlernen dürfen, nur zu gerne auf ihrer aufregenden Mission durch die eisige Arktis begleitet. Was genau unsere Gefährten auf ihrer Reise alles erleben werden und ob es ihnen gelingen wird, das Weihnachtsfest zu retten, werde ich hier allerdings nicht verraten, da müsst ihr das Buch schon selber lesen. Ich kann es wirklich nur empfehlen! Es erzählt eine wundervolle Geschichte über Freundschaft, Mut, Vertrauen und Zusammenhalt und enthält eine so tolle und wichtige Botschaft.

Ich habe mir nun fest vorgenommen, das Buch noch mal in der Adventszeit zu lesen, in der Hoffnung, dass mich der Weihnachtszauber dann mehr erreichen kann. Für den Winter ist das Buch auf jeden Fall perfekt geeignet. Corinna Gieseler ist hier so ein richtig schöner winterlicher, fantasievoller Abenteuerschmöker gelungen, der in meinen Augen auch für Erwachsene absolut lesenswert ist!

Fazit: Eine zauberhaft schöne Abenteuergeschichte für Jung und Alt voller Spannung, Action, Humor, Magie und Fantasie! Auch wenn es mir hier leider an weihnachtlicher Stimmung gefehlt hat, habe ich dennoch wundervolle Lesestunden mit dem Buch verbracht. Man ist hier immerzu am Mitfiebern und mag das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Eine mitreißende Handlung, tolle Charaktere, ein fantastisches Setting, eine wunderbar winterliche Atmosphäre, ein traumhaftes Cover – klingt gut? Nun, das ist es auch! Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und vergebe 4 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 31.08.2019

Eine zauberhaft schöne Fortsetzung!

Sternschnuppenmädchen 2. Ein Fest voller Herzenswünsche
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Da mir der erste Band von den Sternschnuppenmädchen unheimlich gut gefallen hat, habe ich mich auf die Fortsetzung schon sehr gefreut. Ich war schon so gespannt auf das nächste aufregende Abenteuer mit ...

Da mir der erste Band von den Sternschnuppenmädchen unheimlich gut gefallen hat, habe ich mich auf die Fortsetzung schon sehr gefreut. Ich war schon so gespannt auf das nächste aufregende Abenteuer mit Stella und ihrer Sternschnuppenmädchen-Freundin Vega.

Bei Stella Zuhause herrscht gerade große Aufregung. Grund dafür ist Papas Entscheidung, den alten Kostümverleih Findefundus endlich wieder zu eröffnen. Bis dahin sind es nur noch wenige Tage, allerdings ist noch so einiges zu tun. Stellas Papa möchte unbedingt, dass die Eröffnungsfeier genau so werden soll wie die vor zwanzig Jahren, als die Mutter noch lebte. Dieselben Rezepte fürs Büfett, dieselben Models, dieselbe Sängerin – puh, gar nicht so einfach, diesen großen Herzenswunsch zu erfüllen. Und als würde die große Wiedereröffnung des Findefundus nicht schon für genug Trubel sorgen, wäre dann auch noch Stellas großer Bruder Theo mit seinem Liebeskummer und Paulines verzweifelte Suche nach ihrer Tante. Zum Glück hat Stella ja aber Vega zur besten Freundin. Da Vega ein Sternschnuppenmädchen ist, kann sie Herzenswünsche wahr werden lassen. Kann sie doch, oder?

Katja Frixe ist mit dem zweiten Band ihrer Sternschnuppenmädchen-Reihe eine ganz wundervolle Fortsetzung, welche mich genauso verzaubern konnte wie der Auftakt. Schon in das wunderhübsche Cover mit den herrlichen Glitzerelementen hatte ich mich sofort verliebt und auch von der Geschichte war ich bereits nach den ersten Seiten hellauf begeistert. Wer das Mädchen Stella und ihre Freundin Vega, das Sternschnuppenmädchen, noch nicht kennt, sollte das unbedingt noch ändern! Die Abenteuer mit den beiden sind so zauberhaft und herzerwärmend schön. Allerdings sollte man die Bekanntschaft der beiden in meinen Augen besser in Band 1 machen. Da die Bände ziemlich aufeinander aufbauen und Teil 2 sehr direkt an seinen Vorgänger anschließt, halte ich hier das Einhalten der chronologischen Reihenfolge für sinnvoller.

Erzählt wird hier alles wieder aus der Sicht der 10-jährigen Stella in der Ich-Perspektive. Stella habe ich bereits in Band 1 ganz fest in mein Herz geschlossen. Sie ist ein super sympathisches und liebenswertes junges Mädchen. 
Auch die weiteren Charaktere wurden wieder erstklassig und sehr liebevoll von Katja Frixe ausgearbeitet. Wir stoßen auf viele bekannte Gesichter wie Vega, Stellas Familie, Pauline oder Aurora, die Besitzerin der Sternwarte, bei der Vega mittlerweile wohnt.
Natürlich treffen wir aber auch auf ein paar neue Figuren. Um welche es sich dabei aber handelt, werde ich hier nicht verraten, da ich sonst vermutlich zu viel von der Handlung erzählen würde. Ich möchte ja schließlich niemandem die Spannung nehmen.

Mit den Charakteren konnte mich Katja Frixe jedenfalls wieder komplett überzeugen. Vor allem die aufgeweckte Vega mag ich total gerne. Über sie musste ich hier ständig schmunzeln. Da Vega erst seit kurzem auf unserer Erde ist und vieles noch nicht kennt, kommt es öfters mal zu sehr unterhaltsamen Situationen und lustigen Versprechern. So sagt Vega zum Beispiel immer „Miau“ statt „Wow“. Total süß, oder? :D

Neben den witzigen Szenen kommen hier aber auch die spannenden und warmherzigen Momente nicht zu kurz. Man ist hier ohne Ende am Mitfiebern, besonders als Vega plötzlich spurlos verschwunden ist, wird das Buch richtig spannend.
Sehr schön fand ich, dass auch dieser Band wieder viele tolle Botschaften und Werte vermittelt. Freundschaft, Familie, Hilfsbereitschaft, Mut und Zusammenhalt werden auch wieder ganz groß geschrieben. Auch die Themen Herzenswünsche, Missverständnisse, sich wieder vertragen und einander verzeihen kommen hier zur Sprache und dies auf eine absolut kindgerechte und einfühlsame Weise.

Für Kinder ab 8 Jahren bietet sich die Reihe prima zum Selberlesen an. Der lebendige Schreibstil liest sich einfach nur fabelhaft, die Schrift ist recht groß, die Kapitel sind angenehm kurz und mit gut 160 Seiten hat das Buch eine optimale Länge. Ansprechen wird die Reihe wohl eher junge Mädels, da die Cover ja schon sehr mädchenhaft aussehen. Bei den Sternschnuppenmädchen handelt es sich auch eher um eine Mädchenbuchreihe, allerdings kann ich mir sehr gut vorstellen, dass auch so mancher Junge hier großen Spaß beim Lesen haben wird. Zum Vorlesen eignen sich die Bücher übrigens auch wunderbar.

Was das Leseerlebnis dann erst so richtig perfekt macht, sind die traumhaft schönen, farbigen Illustrationen von Erica-Jane Walters. Ich bin total verliebt in die Zeichnungen, sie sind so niedlich und wunderhübsch. Sie geben das Geschehen im Text großartig wieder und schaffen eine ganz besondere, märchenhafte Atmosphäre.

Fazit: Eine absolut bezaubernde Fortsetzung, die von den ersten Seiten an zum Träumen einlädt. Mich konnte der zweite Band der Sternschnuppenmädchen genauso begeistern wie der Reihenauftakt. Das Buch enthält so viele tolle Werte und Botschaften, es ist spannend, lustig, fantasievoll, wunderbar warmherzig und einfach nur magisch schön. Ganz verliebt bin ich auch wieder in die super niedlichen Illustrationen von Erica-Jane Walters. Die Bilder sind einfach nur ein Traum. Ich hoffe nun sehr, dass es auch noch einen dritten Band geben wird. Über ein weiteres fantastisches Abenteuer mit Stella und Vega, dem Sternschnuppenmädchen würde ich mich riesig freuen! Der zweite Band erhält von mir sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 30.08.2019

Ein wunderschönes, super süßes und mega lustiges Kinderbuch!

Als uns Einstein vom Himmel fiel
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Als ich das erste Mal von dem neuen Kinderbuch von Anna Pfeffer hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich lese die Bücher von Anna Pfeffer bzw. Rose Snow wahnsinnig gerne und bin zudem eine absolute ...

Als ich das erste Mal von dem neuen Kinderbuch von Anna Pfeffer hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich lese die Bücher von Anna Pfeffer bzw. Rose Snow wahnsinnig gerne und bin zudem eine absolute Kinderbuchliebhaberin. Bei „Als uns Einstein vom Himmel fiel“ sprach mich einfach alles auf Anhieb an. Das Cover finde ich super niedlich und der Klappentext klang so zauberhaft schön. Natürlich musste ich das Buch bei mir einziehen lassen. Ich war schon so gespannt, was mich wohl zwischen diesen hübschen hellblauen Buchdeckeln erwarten wird.

Nia und Luke gehen zusammen in die vierte Klasse und sind schon seit dem Kindergarten die allerbesten Freunde. Als sich Nias Papa und Lukes Mama ineinander verlieben und kurzerhand beschließen, zusammenzuziehen, sind die beiden Freunde richtig begeistert. Das ist so genial, dass sie nun Geschwister sein werden! Die zwei müssen dann nur relativ schnell feststellen, dass diese Geschwistersache irgendwie doch nicht so cool ist wie anfangs gedacht. Luke ist plötzlich total gemein, findet Nia. Als Freund war er deutlich lieber gewesen, als Bruder ist er einfach nur schrecklich! Da hatte Nias beste Freundin Jule also recht gehabt. Sie hatte Nia nämlich vor dem berüchtigten Geschwisterstreit gewarnt. Sie ist definitiv eine Expertin auf diesem Gebiet, immerhin hat sie drei jüngere Schwestern. Nia möchte es Luke unbedingt heimzahlen. Diese miese Aktion im Gruselhaus, die er sich da geleistet, kann sie nicht auf sich sitzen lassen! Sie entwickelt daher einen fiesen Fünf-Stufen-Plan, um Luke das Leben so richtig schön schwer zu machen. Doch auch Luke lässt sich die schlimmsten Streiche einfallen, um sich zu revanchieren. Ehe es sich die beiden versehen stecken sie mittendrin in der Geschwisterhölle. Ob sie aus dieser wohl wieder herausfinden und das harmonische Familienleben führen werden, welches sie sich gewünscht haben?

Ich bin total verliebt in dieses zuckersüße Buch. Carmen und Ulli, die sich hinter dem Pseudonym Anna Pfeffer verbergen, ist es mal wieder erstklassig gelungen, mir ein herrliches Leseerlebnis zu bescheren. Ich wusste bereits nach den ersten Seiten, dass dieses Schätzchen ein richtiges Kinderbuch-Highlight für mich werden wird. Und dem war dann auch so. In meinen Augen ist dem Autorinnen-Duo hier ein ganz wundervolles Kinderbuch gelungen, welches garantiert jedem ein breites Dauerlächeln auf die Lippen zaubern und so manchen lauten Lacher entlocken wird.

„Als uns Einstein vom Himmel fiel“ erzählt eine wunderschöne Familien- und Freundschaftsgeschichte und dies auf eine mitreißende, warmherzige, originelle und urkomische Weise. Ich habe wirklich keinen einzigen negativen Kritikpunkt an das Buch, ich bin von allem hellauf begeistert.

Erfahren wir tun wir alles aus der Sicht von Nia in der Ich-Perspektive. Mit ihr ist Anna Pfeffer eine tolle Protagonistin gelungen. Nia ist ein super sympathisches und aufgewecktes junges Mädchen; ich habe sie vom ersten Moment an ganz fest in mein Herz geschlossen.
Genauso schaut es bei Luke aus, ihn habe ich ebenfalls unheimlich liebgewonnen. Und die anderen Charaktere auch. Hach, einfach klasse, auf was für herzliche Figuren wir hier so stoßen. Nias Papa, ihre beste Freundin Jule, Lukes Mama – allesamt sind sie total liebenswert und wirken wie aus dem Leben gegriffen. 

Neben den Charakteren konnte mich das Autorinnen-Duo auch mit der Erzählweise komplett überzeugen. Ich liebe den Schreibstil der beiden, er ist so locker-leicht und flüssig und so herrlich humorvoll. Besonders klasse fand ich, wie prima es den beiden gelungen ist, aus der Sicht eines jungen Mädchens zu schreiben. Dieser kindliche Ton ist einfach nur perfekt und absolut authentisch, sodass man sich wunderbar in Nia hineinversetzen kann. Auch mir, als Erwachsene, ist dies problemlos gelungen. Ich selbst komme zwar nicht aus einer Patchwork-Familie, habe aber zwei jüngere Schwestern. Diesen Geschwisterkampf, vor dem Jule ihre beste Freundin warnt, kenne ich daher nur zu gut. ;)

Meine Schwestern und ich haben uns aber zum Glück nicht so furchtbare Streiche gespielt, wie es Nia und Luke hier tun. Was sich die beiden alles einfallen lassen, um es sich gegenseitig heimzuzahlen ist schon echt verdammt fies. Und äußerst kreativ. Natürlich fand ich es schon unendlich schade, dass sich die zwei so gar nicht mehr riechen können, aber mega lustig fand ich ihre Streitereien dennoch. Ich bin da aus dem Kichern stellenweise gar nicht mehr herausgekommen. Ich liebe den Humor von Carmen und Ulli! 

Apropos riechen: Vermutlich habt ihr euch schon gefragt, welche Rolle eigentlich der Hamster Einstein bei dem Ganzen spielen wird, oder? Nun, das werde ich hier nicht verraten, Spannung muss schließlich sein, hehe. Was ich euch aber noch über Einstein erzählen möchte: Nias zotteliger Hamster ist ein wahrer Meister im Pupsen. Was bin ich froh, dass Bücher keine Gerüche beim Lesen übertragen können. Könnten sie es, hätte man hier beim Durchschmökern sonst sehr oft den Geruch von stinkenden Hamsterpupsen in der Nase. :D
Die Idee mit dem immerzu pupsenden Hamster fand ich übrigens spitze und ich gehe sehr davon aus, dass sie besonders bei der Zielgruppe richtig gut ankommen wird.

Ich kann euch versichern: Langeweile kommt hier an keiner Stelle auf. Einer witzigen, spannenden und turbulenten Szene folgt der nächsten, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag.

Zum Selberlesen ist „Als uns Einstein vom Himmel fiel“ für Kinder ab etwa 9 Jahren prima geeignet. Der Schreibstil ist einfach gehalten, die Schrift ist recht groß und die Kapitel haben eine optimale Länge. Zum Vorlesen bietet sich das Buch aber auch hervorragend an. Ich bin mich sehr sicher, dass diese zum Schmunzeln schöne Geschichte für tolle Vorlesestunden sorgen wird.

Womit mich die beiden Autorinnen auch noch begeistern konnten, ist die Sache mit den Smileys. Nia kann die Gefühle ihrer Mitmenschen in Form von Emojis sehen. Wenn zum Beispiel jemand wütend ist, ploppt über dessen Kopf ein grimmig dreinschauender Smiley auf. Und wenn jemand so richtig happy ist, schwebt über demjenigen plötzlich ein breites Emoji-Grinsegesicht. Also ich finde diese Idee einfach nur genial!

Die Zeichnungen von den Smileys haben mir richtig gut gefallen und auch die weiteren Illustrationen von Angela Glökler sind wundervoll. Sie sind total niedlich und harmonieren perfekt zum Geschehen im Text. Mein persönliches Highlight sind die Zeichnungen von Einstein. Der kleine Kerl sieht so putzig aus!

Fazit: Ein zauberhaft schönes Kinderbuch für Jung und Alt! „Als uns Einstein vom Himmel fiel“ erzählt eine großartige Geschichte über das chaotische Leben einer frischgebackenen Patchwork-Familie und in meinen Augen hätte man dies nicht besser aus Kindersicht schreiben können. Das Buch ist mega lustig und zuckersüß, es ist warmherzig, fantasievoll, super mitreißend und einfach nur wunderschön. Ich bin ganz verliebt in die knuffige Geschichte, die einzigartigen Charaktere und die wunderhübschen Illustrationen. Ein pupsender Hamster, eine wahnsinnig laut schnarchende Mutter, lauter fiese, kreative Streiche, herum schwebende Smileys, eine tolle Message – das, noch so manches mehr erwartet einen hier. Ich bin hellauf begeistert und vergebe sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!