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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2019

Emotional, berührend, wunderschön! Ein großartiges Buch!

Morgen irgendwo am Meer
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Die Bücher von Adriana Popescu lese ich immer wahnsinnig gerne. Zuletzt konnte sie mich mit „Mein Sommer auf dem Mond“ hellauf begeistern. Das Buch ist einfach nur wow! Ich war nun sehr gespannt, ob mich ...

Die Bücher von Adriana Popescu lese ich immer wahnsinnig gerne. Zuletzt konnte sie mich mit „Mein Sommer auf dem Mond“ hellauf begeistern. Das Buch ist einfach nur wow! Ich war nun sehr gespannt, ob mich Adriana Popescus neues Buch wohl genauso flashen würde wie „Mein Sommer auf dem Mond“.


Das Abitur ist bestanden und die Sommerferien stehen an. Vier Jugendliche beschließen, zusammen in einem alten Mercedes einen Roadtrip nach Lissabon zu unternehmen. Romy, Konrad, Julian und Nele – die vier sind ziemlich verschieden und das Verhältnis zueinander ist nicht immer das Beste. Was sie aber alle gemeinsam haben: Sie alle haben ihre Päckchen zu tragen und haben Geheimnisse voreinander. Die vier werden auf ihrer Reise zu sich selbst finden, sie werden lernen, loszulassen und erfahren, was wahre Freundschaft wirklich bedeutet.


„Mein Sommer auf dem Mond“ hatte ich oben als „wow“ bezeichnet. „Morgen irgendwo am Meer“ ist für mich dann wohl ein „wow hoch 2“. Ich bin so begeistert von dem Buch! Ich habe es inhaliert, anders kann man es nicht nennen. Einmal angefangen mit dem Lesen, konnte ich einfach nicht mehr damit aufhören. Bei mir flogen die Seiten nur so dahin. Adriana Popescu hat einen so wundervollen Schreibstil, von dem könnte ich euch hier endlos etwas vorschwärmen. Ich bin ja eigentlich nicht so jemand, der sich beim Lesen Zitate notiert, aber bei den Büchern von Adriana Popescu halte ich mittlerweile immer Stift und Papier griffbereit, da ich in ihren Werken ständig über Sätze stolpere, die einfach so wunderschön geschrieben sind.


Mich hat die Geschichte, die wir hier zu lesen bekommen, auf eine emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen. Oder nein, falsch, hier muss es natürlich ein emotionaler Roadtrip der Gefühle heißen. ;)

Ich lese liebend gerne Roadtrip-Romane und habe mittlerweile schon so einige gelesen. „Morgen irgendwo am Meer“ zählt nun definitiv zu meinen Favoriten. In diesem Buch stecken so viele Emotionen und so viel Gefühl. Die Geschichte ist zutiefst berührend, sie ist sehr tiefgründig, stellenweise auch bedrückend, sie ist ernst, zugleich aber auch humorvoll, sie wühlt auf und lässt einen Wut, Trauer, Mitleid und Freunde empfinden. Ich steh ja total darauf, wenn mich ein Buch emotional so richtig mitnimmt. Mein Lesespaß war hier daher wirklich einfach nur perfekt!


Was mir an den Büchern von Adriana Popescu immer besonders gut gefällt: Ich finde mich in ihren Charakteren immer so wieder. Irgendwie ist immer mindestens ein Charakter dabei, mit dem ich so einige Gemeinsamkeiten habe. Ich kann daher immer so wunderbar in die Handlung eintauchen und fühle mich beim Durchschmökern immer so herrlich wohl und so verstanden.


Auch in „Morgen irgendwo am Meer“ war das der Fall. Die vier Jugendlichen, mit denen zusammen wir uns auf eine aufregende Reise nach Lissabon begeben werden, wurden allesamt erstklassig von der Autorin ausgearbeitet. Sie wirken alle so authentisch und lebensecht. Romy, Julian, Konrad, Nele – alle haben sie ihre Päckchen zu tragen, alle haben sie so ihre Geheimnisse. Im Verlaufe des Buches erfahren wir immer mehr über die Jugendlichen, lernen ihre Geschichten näher kennen und verstehen ihr Handeln immer besser. Besonders schlimm fand ich Romys und Konrads Schicksalsschläge. Aber die Probleme von Julian und Nele möchte ich auf gar keinen Fall kleinreden, auch deren Gepäck, das schwer auf ihren Schultern lastet, löst in uns Lesern jede Menge Emotionen und Mitgefühl aus.


Ich habe alle vier ganz fest in mein Herz geschlossen. Bei Julian habe ich leider etwas gebraucht, ehe ich komplett mit ihm warmgeworden bin. Ich weiß auch nicht, irgendwie hatte er etwas an sich, was mich ein bisschen gestört hat. Zum Ende hin habe ich aber auch ihn noch sehr lieb gewonnen.


Mein absoluter Liebling war Nele. Sie ist ein ganz besonderer Mensch. Na ja, okay, die vier sind natürlich alle auf ihre Art besonders und einzigartig, aber Nele hat für mich einfach dieses gewisse Etwas. Ich weiß gerade gar nicht, wie ich das genauer beschreiben soll. Vermutlich habe ich mich in Nele einfach am besten wiederfinden können.


Da die Geschichte aus der Sicht von allen vier Jugendlichen im Wechsel erzählt wird, ist mir aber der Zugang zu allen prima gelungen. Diese wechselnden Erzählperspektiven fand ich hier hervorragend gewählt. Ich mag das generell richtig gerne, wenn Bücher aus mehreren Sichten erzählt werden. Das Lesen wird dadurch so schön abwechslungsreich.


Ich habe Romy, Nele, Konrad und Julian liebend gerne auf ihrem Selbstfindungstrip begleitet. Das Buch erzählt eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft und Liebe, über Vertrauen und dem Erwachsenwerden. Es geht um Verlust und Trauer, um das Ankommen und das Loslassen. Es werden psychische Krankheiten angesprochen und Familienprobleme. Man wird hier mit so einigen schweren Themen konfrontiert, aber durch die einfühlsame und gefühlvolle Weise, mit der die Autorin die Themen behandelt, wirkt die Story an keinster Stelle zu beklemmend. Ich musste des öfteren sogar sehr schmunzeln, denn neben dem Ernst kommt hier auch der Humor nicht zu kurz.


Was mir ebenfalls unheimlich gut gefallen hat, ist das Setting. Es verschlägt uns an viele verschiedene Orte. Lyon, Arles, Barcelona, Lissabon...alle Schauplätze werden großartig von Adriana Popescu beschrieben, sodass eine wunderbare und so schön sommerliche Atmosphäre entsteht. Ich hatte von allen Haltestationen tolle Bilder im Kopf und hatte irgendwie richtig das Gefühl, live bei diesem unvergesslichen Roadtrip dabei zu sein. Ich kann mich da eigentlich immer nur wiederholen: Adriana Popescu weiß mit Wörtern umzugehen, wie sie es alles schreibt und beschreibt ist einfach Wahnsinn. Ihre Geschichten sorgen stets für pures Kopfkino und eine angenehme Gänsehaut.


Fazit: Mich hat „Morgen irgendwo am Meer“ auf einen emotionalen Roadtrip der Gefühle mitgenommen. Ich konnte richtig in das Buch abtauchen und habe es quasi inhaliert. Mich hat die Geschichte der vier Jugendlichen zutiefst berührt. Sie hat mich mitfühlen, Wut, Trauer und Freude empfinden lassen, sie hat mich aufgewühlt und mir öfters ein breites Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Mein Lesespaß war hier einfach nur perfekt! Ich habe die vier Jugendlichen liebend gerne in ihrem alten Mercedes nach Lissabon begleitet und war am Ende richtig traurig, dass die Reise so schnell wieder vorbei war. Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen, Adriana Popescu ist hier etwas Großartiges gelungen! Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 06.05.2019

Zuckersüß und so, so schön!

Du bist der Liebe nicht egal
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Die Bücher von Kasie West lese ich immer wahnsinnig gerne. Als ich beim Stöbern entdeckte, dass dieses Frühjahr ein neues Buch von ihr erscheinen wird, war meine Freude natürlich groß. Ich war schon so ...

Die Bücher von Kasie West lese ich immer wahnsinnig gerne. Als ich beim Stöbern entdeckte, dass dieses Frühjahr ein neues Buch von ihr erscheinen wird, war meine Freude natürlich groß. Ich war schon so gespannt, was mich in „Du bist der Liebe nicht egal“ wohl erwarten würde.

Was Kate über alles liebt? Auf dem See sein und ihren Eltern mit dem Bootsverleih helfen. Was sie nicht mag? Mit anderen Menschen reden. Ihre Begeisterung hält sich daher sehr in Grenzen, als ausgerechnet sie die Sendung der Podcast-AG moderieren soll. Ihrer Meinung nach ist sie überhaupt nicht geeignet für diesen Job. Leider lässt sich die Leiterin der Podcast-AG nicht umstimmen. Kate fügt sich also ihrem Schicksal und übernimmt zusammen mit ihrer Mitschülerin Victoria die Moderation. Erstaunt muss sie kurz darauf feststellen, dass sie sich hinter dem Mikrofon gar nicht mal so übel macht. Ihre sarkastische Art kommt bei den Zuhören sogar richtig gut an und im Ratschläge geben ist sie viel besser als gedacht. Das Erteilen von Tipps ist nur deutlich einfacher als sie selbst zu befolgen, vor allem dann, wenn die Liebe mit ins Spiel kommt. Total gefühlschaotisch wird es, als immer wieder ein bestimmter Junge in der Sendung anruft. Kate glaubt zu wissen, wer sich hinter diesem „Mr. Looking for Love“ verbirgt und ehe sie sich versieht, steckt sie mittendrin im Liebeschaos.

Hach, was für ein zauberhaftes Buch! Meine Erwartungen wurden hier komplett. Kasie West ist es mal wieder gelungen, mich mit einem ihrer Bücher hellauf zu begeistern. Hier wusste ich wirklich bereits nach den ersten Seiten, dass ich dieses Buch lieben werde. Es ist so herrlich humorvoll, fluffig leicht und zuckersüß. Dank der mitreißenden Handlung und dem tollen Schreibstil bin ich hier nur so durch die Seiten geflogen. Das Buch liest sich wirklich klasse, ganz besonders die schlagfertigen Dialoge lesen sich immer großartig. Mir zaubern sie stets ein breites Grinsen aufs Gesicht.

„Du bist der Liebe nicht egal“ ist ein Buch voller warmherziger, lustiger und gefühlvoller Momente. Mich konnte hier einfach alles begeistern. Wo fange ich da jetzt am besten mal an mit dem Schwärmen? Dann beginne ich mal mit den Charakteren. Die Ausarbeitung liebenswerter Figuren, die man einfach sofort ins Herz schließen muss, ist eine ganz große Stärke der Autorin.
Die Charaktere, die einem hier im Verlaufe der Geschichte über den Weg laufen werden, haben sich wirklich allesamt in mein Herz geschlichen. Sogar die, die ich im ersten Moment nicht so gerne mochte, haben es schließlich doch noch geschafft, meine Sympathie komplett zu gewinnen.

Mit Kate, aus deren Sicht wir hier alles in der Ich-Perspektive erfahren, ist der Autorin eine ganz besondere Protagonistin gelungen. Kate ist so schön sarkastisch und sympathisch. Ich konnte mich problemlos in sie hineinversetzen und ihr Handeln jederzeit nachvollziehen. So konnte ich es zum Beispiel absolut verstehen, dass Kate alles andere als erfreut darüber war, als ihr die Podcast-AG-Leiterin eröffnete, dass sie die Moderation der Sendung übernehmen soll. Uah, allein bei dem Gedanken, eine Podcast-Sendung moderieren zu müssen, bekomme ich Gänsehaut. Das wäre echt gar nichts für mich. :D
Kate aber stellt sich notgedrungen dieser Herausforderung und wird dabei über sich hinauswachsen. Sie wird neue Seiten an sich kennenlernen, selbstbewusster werden und sich den Hürden stellen, die sich ihr den Weg stellen werden. Ihre Entwicklung mitzuverfolgen ist einfach wundervoll, mir hat es richtig viel Spaß gemacht.

Was mir auch große Freude bereitet hat, waren die Podcast-Sendungen. Die haben mich bestens unterhalten. Warum genau, werde ich hier allerdings nicht verraten, da müsst ihr das Buch schon selber lesen. Für mich jedenfalls waren die Aufnahmen der Podcast-Sendungen eins meiner Highlights im Buch.
Was man auf jeden Fall als mein absolutes Highlight bezeichnen kann, waren die Charaktere und deren Zusammenspiele. Also, da könnte ich euch jetzt ohne Ende was vorschwärmen. Alana beispielsweise, Kates beste Freundin, fand ich einfach nur spitze. Sie ist ein ziemlicher Gegensatz zu Kate, sie ist extrem tough, nimmt kein Blatt vor den Mut und scheut sich überhaupt nicht davor, auf Jungs zuzugehen. Sie ist eine tolle beste Freundin, auf man sich immer verlassen kann.
Auf die männlichen Hauptcharaktere gehe ich jetzt mal bewusst nicht ein, da ich ansonsten vermutlich zu viel von der Handlung verraten würde. Was ich euch aber verraten kann: Die ganzen Charaktere, die man hier kennenlernen darf, sind einfach einzigartig. Kates Familie (Großfamilie, eben typisch Kasie West!), ihre Freunde, ihre Mitschüler – alle haben sie so ihre Ecken und Kanten, was sie nur noch liebenswerter und authentischer macht.

Was mir hier auch sehr gut gefallen hat, ist das Setting. Der See, den Kate so liebt, ihr Zuhause, die Schule – alle Orte werden so wundervoll beschrieben, sodass eine ganz besondere Atmosphäre entsteht und man sich beim Lesen richtig wohlfühlt.

Mit der Liebesgeschichte hat mich Kasie West ebenfalls vollkommen überzeugt. Sie war für mich zwar sehr vorhersehbar, aber gestört hat mich das in keinster Weise. Auch dass die Story nicht allzu sehr in die Tiefe geht, fand ich nicht schlimm. Gefühl und Emotionen sind hier natürlich dennoch vorhanden, sodass einem beim Lesen richtig warm ums Herz wird. „Du bist der Liebe nicht egal“ ist einfach ein wunderbares Buch über Liebe, Freundschaft, Familie, Missverständnisse, Vertrauen und noch so manchem mehr. Mir hat es die allerschönsten Lesestunden beschert und ich freue mich jetzt schon riesig auf mein nächstes Buch von Kasie West!

Fazit: Ein Buch zum Verlieben und voller Hach-Momente! Mir hat „Du bist der Liebe nicht egal“ unheimlich gut gefallen. Die Geschichte ist zuckersüß, sehr humorvoll und so, so schön! Der Schreibstil ist große klasse, die Atmosphäre wundervoll und die Charaktere sind so liebenswert, sympathisch und einzigartig. Für mich sind die Werke von Kasie West immer so richtige Wohlfühlbücher, die einfach total gute Laune machen und sich so wunderbar locker leicht lesen lassen. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 05.05.2019

Ungewöhnlich, berührend, komisch und tiefgründig! Ein ganz besonderes Buch!

Dies ist keine Liebesgeschichte
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Bei „Dies ist keine Liebesgeschichte“ wusste ich vom ersten Moment an, dass es ganz genau das Richtige für mich sein wird. Hier sprach mich einfach alles sofort an: Das Cover mag ich unheimlich gerne, ...

Bei „Dies ist keine Liebesgeschichte“ wusste ich vom ersten Moment an, dass es ganz genau das Richtige für mich sein wird. Hier sprach mich einfach alles sofort an: Das Cover mag ich unheimlich gerne, irgendwie haben es mir diese Schuhe total angetan. Der Titel klang richtig vielversprechend, genauso wie der Klappentext. Für mich stand daher sehr schnell fest: Dieses Buch muss ich unbedingt lesen!

Craig ist glücklich, aber zugleich auch nicht. Er ist mit dem schönsten Mädchen der Welt zusammen. Aber irgendwie auch nicht. Mittlerweile hat sich Amy Carlson nun schon sechsmal von ihm getrennt, nur um kurz darauf wieder mit ihm zusammenzukommen. Verständlich, dass dieses Hin und Her in Craig ein ziemliches Gefühlschaos verursacht. Trennung Nummer sieben soll dann auch bald folgen. Dieses Mal aber macht Craig Schluss. Ihm stellt sich immer mehr die Frage: Warum sollte eigentlich ausgerechnet er, Craig, der absolute Nerd und mega Uncoole, mit so einem atemberaubenden und beliebten Mädchen wie Amy zusammen sein? Das passt doch eigentlich gar nicht. Vielleicht haben Craigs Freunde doch recht, vielleicht ist Amy wirklich eine Nummer zu groß für ihn...Aber er liebt Amy doch so. Und sie ihn auch...oder auch nicht.

Rasant, komisch, berührend, tiefgründig, unterhaltsam, ungewöhnlich – diese Adjektive begegnen einem hier im Klappentext. Und wisst ihr was? Genau diese Wörter hätte ich auch verwendet, um euch die Geschichte zu beschreiben, die euch hier zwischen den Buchdeckeln erwartet. Sie beschreiben einfach nur perfekt diese total untypische Lovestory.

Don Zolidis ist mit „Dies ist keine Liebesgeschichte“ ein wundervoller und ganz besonderer Jugendroman gelungen. Die Story war zwar insgesamt anders, als ich erwartet hatte, aber keineswegs schlecht anders. Nein, ich bin richtig begeistert von dem Buch und habe es quasi weggeatmet. Für mich hat es sich super angenehm lesen lassen. Der Schreibstil ist jugendlich, locker-leicht und so wunderbar humorvoll. Bei mir flogen die Seiten wirklich nur so dahin. Besonders gut gefallen haben mir die schlagfertigen, spritzigen Dialoge. Da finde ich, merkt man sehr, dass Don Zolidis Theaterautor ist. Die Dialoge lesen sich wirklich klasse!
Was mich anfangs nur ein bisschen verwirrt hat, ist der Handlungsaufbau. Dieser ist irgendwie leicht chaotisch und...ungewöhnlich. Ich weiß gar nicht, wie ich das genauer beschreiben soll. Die Erzählung erfolgt irgendwie keiner richtigen chronologischen Abfolge. Hat mich aber tatsächlich nicht gestört. Ich fand diesen Erzählstil absolut passend für diese außergewöhnliche Geschichte.

Erzählt wird hier alles aus der Sicht von Craig in der Ich-Perspektive. Craig habe ich sofort in ganz fest in mein Herz geschlossen; er ist so süß und witzig. Über ihn habe ich mich stellenweise köstlich amüsiert. Craig ist einfach einmalig. Generell muss ich sagen, dass die Charaktere allesamt einzigartig sind. Und so authentisch. Alle haben sie so ihre Ecken und Kanten, was sie nur noch liebenswerter macht. Craigs Vater zum Beispiel liebt die traditionelle Hirschjagd (sehr zum Unmut seines Sohnes) und verwandelt sich einmal im Jahr vom Normalo-Dad zum Jagd-Dad. Craigs Zwillingsschwester Kaitlyn ist super sportlich (ganz im Gegensatz zu ihrem Bruder) und so ein richtiges Biest. Craigs Freunde sind die totalen Nerds und so herrlich schräg. Und Amy ist auch eine Marke für sich. Ich habe sie manchmal als ein bisschen anstrengend empfunden, aber irgendwie ist sie auch total niedlich. Ich jedenfalls mochte Amy sehr gerne.
Bis auf wenige Ausnahmen haben mir hier alle Charaktere, denen wir im Verlaufe des Buches begegnen, wahnsinnig gut gefallen. Wen ich nicht so wirklich leiden konnte, war Craigs Schwester Kaitlyn. Sie fand ich richtig zickig und nervig. Fand ich aber nicht schlimm, ich finde, so ein paar unsympathische Charaktere, über die man sich beim Lesen so schön aufregen kann, müssen in Büchern einfach sein.

Was absolut meinen Geschmack getroffen hat, war der Humor. Craig erzählt uns sehr viel aus seiner Vergangenheit, zum Beispiel berichtet er von den vielen skurrilen Haustiertoden in der Familie. Ja, okay, das ist natürlich nicht witzig. Aber so, wie Craig es erzählt, hat es mich doch sehr zum Schmunzeln gebracht. So ein schwarzer Humor ist einfach komplett meiner.
Spitze fand ich auch die Schilderung einer früheren Geburtstagsfeier von Craig und Kaitlyn. Eine Barbie-Hobbit-Party – das klingt doch schon so schön verrückt, oder? :D
Tja, und nicht zu vergessen das Hin und Her bezüglich Craig und Amy. Craig kann einem wirklich nur leid tun, ständig wird ihm sein Herz gebrochen. Ich habe da schon sehr mit ihm mitgefühlt, musste zugleich aber auch immer wieder darüber lachen.

Die Liebesgeschichte, die hier erzählt wird und die eigentlich gar keine ist (s. Titel), ist einfach so erfrischend anders und untypisch.
Sie ist zum Lachen komisch und herzerwärmend schön. Die Mischung aus Humor, Ernst und Gefühl ist dem Autor wunderbar gelungen. Mich hat die Geschichte nicht nur durchweg zum Grinsen gebracht. Sie hat mich auch sehr berührt und zum Nachdenken angeregt. Es geht ums Erwachsenwerden, Familie, Freundschaft und – natürlich – um die erste große Liebe. Wenn ihr solche Bücher gerne lest, dann kann ich euch diesen Jugendroman wirklich nur ans Herz legen. Super finde ich hier auch, dass das Buch auch für Jungen absolut lesenswert ist, schließlich haben wir es hier mit einem männlichen Protagonisten zu tun. Erwachsenen Lesern kann ich „Dies ist keine Liebesgeschichte“ übrigens ebenfalls wärmstens empfehlen.

Fazit: „Dies ist keine Liebesgeschichte“ erzählt eine alles andere als typische Lovestory. Das Buch ist so erfrischend anders und ungewöhnlich. Die Geschichte ist turbulent, tiefgründig, warmherzig schön und so herrlich humorvoll! Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und war beim Lesen immerzu am Schmunzeln. Der Handlungsaufbau wird wohl nicht jedermanns Sache sein, da Craig die Geschichte etwas durcheinander erzählt. Mich persönlich hat es nicht gestört. Mich hat das Buch bestens unterhalten und ich vergebe gerne 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 04.05.2019

Perfekt für zwischendurch!

Keep calm and travel
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Als mir das Jugendbuch „Keep calm and travel“ auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wurde, war meine Neugierde sofort geweckt. Ich lese unheimlich gerne Bücher, die in fremden Ländern spielen und besonders ...

Als mir das Jugendbuch „Keep calm and travel“ auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wurde, war meine Neugierde sofort geweckt. Ich lese unheimlich gerne Bücher, die in fremden Ländern spielen und besonders Neuseeland finde ich unheimlich interessant. Da ich von Bettina Brömme schon ein paar Bücher gelesen habe und mir diese sehr gut gefallen haben, stand für mich sofort fest, dass ich ihr neues Buch aus dem Arena Verlag unbedingt lesen muss!
 
Das Leben verläuft nicht immer nach Plan. Genau das muss Alwa während ihrer Neuseeland-Reise feststellen. Wie hatte sie sich auf ihren Auslandsaufenthalt gefreut! In Neuseeland angekommen, erhält ihre große Freude aber einen jähen Dämpfer. Ihren Praktikumsplatz gibt es gar nicht und die Stelle als Au-pair, die sie daraufhin notgedrungen bei einer wohlhabenden Familie annimmt, ist die reinste Katastrophe. Zum Glück kann Alwa schließlich einen Job in einem Kinderhilfsprojekt ergattern. Bezahlt wird sie zwar nicht für ihre Arbeit, aber zumindest hat sie einen Schlafplatz und zu essen. Die Kinder schließt sehr schnell ins Herz und auch mit ihren beiden Mitpraktikanten Tiff und Laurin versteht sie sich auf Anhieb richtig gut. Besonders mit Laurin, der total süß ist und Alwa Herzklopfen beschert. Es soll nur nicht lange dauern, bis das nächste schlimme Erlebnis folgen wird. Ein Erdbeben erschüttert die Stadt und Laurin ist plötzlich spurlos verschwunden. Alwa setzt sofort alles daran, um Laurin wiederzufinden.
 
Für mich war „Keep calm and travel“ das perfekte Buch für zwischendurch. Die Story ist so lebendig und fröhlich, trotz der vielen Probleme, mit denen Alwa während ihrer Reise konfrontiert werden wird. Der Mix aus Ernst, Spannung und Humor ist hier wunderbar gelungen, sodass „Keep calm and travel“ so ein richtiges Wohlfühlbuch für mich war.
 
Erfahren tun wir hier alles aus der Sicht von Alwa in der dritten Person. Da hätte ich persönlich die Wahl der Ich-Perspektive schöner gefunden. Man kann sich zwar auch so sehr gut in Alwa hineinversetzen und mit ihr mitfühlen, nur hätte ich die Ich-Form für ein Buch solcher Art einfach etwas passender gefunden. Mir ist der Zugang zu Alwa aber natürlich dennoch wunderbar gelungen. Mit ihr ist Bettina Brömme eine tolle Protagonistin gelungen. Alwa ist ein sehr selbstbewusster und vernünftiger Mensch. Sie ist sympathisch, mutig und sehr zielbewusst. Ich mochte Alwa vom ersten Moment an richtig gerne und habe sie zutiefst dafür bewundert, dass sie ganz alleine nach Neuseeland reist. Hätte ich Angsthase mich im Leben nicht getraut. :D
 
Alwa jedenfalls ist definitiv nicht so ein Hasenfuß und Stubenhocker wie ich. In ihr schlummert eine große Abenteuerlust. Sie will etwas von der Welt sehen, sie möchte Kindern in Not helfen und neue Erfahrungen sammeln. All das wird ihr ihre Neuseeland-Reise auch bescheren, allerdings nicht so, wie sie erwartet hat. Zusammen mit Alwa erleben wir hier eine sehr turbulente und aufregende Zeit, die uns Leser durchweg mitfiebern lässt. Langeweile kommt hier an keiner Stelle auf, zumindest ich habe keine Längen empfunden.
Bei mir flogen die Seiten nur so dahin. Das Buch liest sich richtig, Bettina Brömme hat einen wunderbar flüssigen und locker-leichten Schreibstil. Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, ist die Schriftgröße, diese habe ich als etwas klein empfunden. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich bei so etwas ziemlich anfällig bin. Dafür sind die Kapitel aber schön kurz, sodass mich die kleine Schriftgröße eigentlich gar nicht groß beim Lesen gestört hat.
 
Besonders gut gefallen haben mir die Instagram-Posts und Blogbeiträge von Alwa, die wir immer an den Kapitelanfängen zu lesen bekommen. Die Posts machen die Story nur noch authentischer und lebensechter. Etwas schade fand ich, dass die Posts ohne die Bilder sind. Aber gut, so ist es eben der Fantasie von uns Lesern überlassen, uns anhand von Alwas Texten und den Hashtags die Bilder vorzustellen. Ist ja irgendwie auch nicht schlecht, oder?
 
Ein klein wenig enttäuscht bin ich von der Ausarbeitung des Settings. Die Autorin beschreibt die Schauplätze zwar sehr anschaulich, sodass man sich alles ganz genau vorstellen kann, allerdings hatte ich mir hier ein paar mehr Beschreibungen von der eindrucksvollen Landschaft Neuseelands erhofft. 
 
Womit mich Bettina Brömme dafür komplett überzeugen konnte, sind die Charaktere. Alwa wird während ihrer Auslandsreise vielen neuen Menschen begegnen. Nicht alle waren mir sympathisch, aber sie wurden alle prima ausgearbietet und wirken so schön authentisch. Wen ich richtig gerne mochte, waren Tiff und Laurin, zwei Praktikanten, die Alwa im Kinderhilfsprojekt kennenlernen wird. Da kann ich ja schon mal verraten, dass hier dann auch die Liebe mit ins Spiel kommen wird. Ein bisschen romantisch geht es in diesem Buch also auch zu. ;)

Fazit: Wunderschön und perfekt für zwischendurch! Mich konnte Bettina Brömme mit ihrem neuen Jugendbuch richtig begeistern. Ein paar Punkte gab es zwar für mich, die mir nicht so gut gefallen, aber ich hatte dennoch jede Menge Spaß beim Lesen. Die Story ist spannend, humorvoll und authentisch. Sie hat so etwas herrlich Locker-Leichtes, trotz der vielen Probleme und Hürden, mit denen die Protagonistin Alwa während ihrer Reise konfrontiert werden wird. „Keep calm and travel“ ist ein wundervolles Buch zum Abschalten und Wohlfühlen. Wer gerne Bücher liest, die in fremden Ländern spielen und vom Reisen handeln, sollte unbedingt zu „Keep calm and travel“ greifen. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen, sowohl Jugendlichen als auch Erwachsenen, und vergebe 4 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 02.05.2019

So schön! Eine wundervolle Fortsetzung!

Ein Happy End ist erst der Anfang
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„Nur drei Worte“ („Love, Simon“) hatte ich vor etwa zwei Jahren gelesen und war so begeistert! Auf „Ein Happy End ist erst der Anfang“ habe ich mich daher richtig gefreut. Ich war schon so gespannt, ob ...

„Nur drei Worte“ („Love, Simon“) hatte ich vor etwa zwei Jahren gelesen und war so begeistert! Auf „Ein Happy End ist erst der Anfang“ habe ich mich daher richtig gefreut. Ich war schon so gespannt, ob mir die Fortsetzung wohl genauso gut gefallen wird wie der erste Band.

Die 18-jährige Leah trägt ein großes Geheimnis mit sich herum, von dem bisher nur ihre Mutter weiß. Gelegenheiten, sich ihren Freunden anzuvertrauen, gab es schon einige, aber Leah konnte sich bisher einfach noch nicht dazu überwinden. Das Ganze macht ihr sehr zu schaffen. Als wäre ihr Leben nicht schon turbulent und aufregend genug, schließlich rückt das Ende der Highschoolzeit immer näher. Was wird die Zukunft bringen? Wird Leah ihre Freunde überhaupt noch sehen? Vor allem eine ganz bestimmte Person, für die sie weit mehr empfindet als nur Freundschaft?

Ich muss leider gestehen, dass ich, seitdem ich „Nur drei Worte“ gelesen habe, ziemlich viel wieder von der Handlung vergessen habe. Ein ganz blöder Nachteil, wenn man so eine große Vielleserin ist wie ich und neben dem Lesen auch noch viele Hörbücher hört.
Ich kann mir gut vorstellen, dass mein Leseerlebnis hier noch schöner gewesen wäre, wenn mir die Story aus dem ersten Band präsenter gewesen wäre. Man kann die Bücher zwar sehr gut unabhängig voneinander lesen, allerdings empfehle ich dennoch sehr, zuerst zu „Nur drei Worte“ zu greifen. Der Lesespaß ist dann einfach höher, da man auf viele liebgewonnene Charaktere wieder trifft.

Auch wenn ich mich leider nicht mehr allzu genau an Simons Geschichte erinnern konnte, hatte ich hier dennoch mega viel Spaß beim Lesen. Ich habe „Ein Happy End ist erst der Anfang“ quasi inhaliert. Ich konnte einfach nicht mehr aufhören mit dem Lesen und habe das Buch innerhalb eines Tages durchgesuchtet. Es liest sich herrlich, Becky Albertalli kann so schön schreiben, ich liebe ihren Schreibstil!

Erzählt wird alles aus der Sicht der 18-jährigen Leah in der Ich-Perspektive. Sie durften wir schon im ersten Band kennenlernen, allerdings kann ich leider nicht mehr so wirklich sagen, wie sie mir in diesem gefallen hat. Hier jedenfalls habe ich sie sofort in mein Herz geschlossen. Ich liebe ihre sympathische, sarkastische, witzige und manchmal auch sehr dickköpfige Art. Ich liebe sie dafür, dass sie meine große Harry Potter Liebe mit mir teilt und dass sie ihren Körper mag, obwohl sie recht füllig ist. Letzteres hat mir ganz besonders gut gefallen. Ich habe Leah so dafür bewundert, dass sie sich in ihrem Körper absolut wohlfühlt und sich nicht daran stört, dass sie zu dick ist.
Leah ist eine starke Persönlichkeit, allerdings ist sie nicht die selbstbewusste Schlagzeugerin, die sie nach außen hin meist gibt. Gefühlsmäßig herrscht in Leah gerade ein ziemliches Chaos. Sie ist in Abby verliebt, weiß aber nicht, ob, und wenn ja, wie sie ihr ihre Liebe gestehen soll. Abgesehen von ihrer Mutter weiß niemand, dass Leah bisexuell ist, noch nicht einmal ihr bester Freund Simon. Wie die Autorin dieses wichtige Thema behandelt, ist so wundervoll und authentisch! Okay, ein paar gängige Klischees sind hier natürlich vertreten, aber die gehören für mich für eine Lovestory auch einfach dazu.

Was mir richtig das Herz erwärmt und mich auch sehr viel zum Schmunzeln gebracht hat, ist Leahs Beziehung zu ihrer Mutter. Die beiden ähneln in mancher Hinsicht Rory und Lorelai aus Gilmore Girls (Fangirl-Alarm!). Leahs Mum hat ihre Tochter als Teenie bekommen, ist in diesem Buch also erst Mitte 30. Sie und Leah ergeben ein so witziges und total süßes Mutter-Tochter-Duo. Auch wenn es immer mal wieder zu Reibereien zwischen ihnen kommt, spürt man doch sehr, wie lieb sich die beiden haben und dass sie jederzeit aufeinander zählen können.

Ebenfalls ganz begeistert bin ich von den vielen Nebencharakteren. Die meisten von ihnen durften wir ja bereits in dem Vorgängerband kennenlernen. Mein absoluter Liebling ist und bleibt Simon. Er ist einfach Zucker! Aber auch Leahs andere Freunde sind mir mittlerweile so richtig ans Herz gewachsen.

„Ein Happy End ist erst der Anfang“ ist für mich einfach so ein Buch, bei welchem ich schon nach den ersten Seiten wusste, dass es ein Highlight für mich werden wird. Mich konnte hier alles so sehr begeistern! Neben den liebenswerten Charakteren haben mir auch die vielen wichtigen und recht schwierigen Themen, die hier angesprochen werden, wahnsinnig gut gefallen. Die Story handelt von Homosexualität und Bisexualität, von Liebe, Freundschaft, Vertrauen und von der großen Frage, was nach der Highschool kommen wird. Ach, es steckt einfach so viel in diesem Buch. Ich kann es jedem wirklich nur ans Herz legen!

Fazit: Becky Albertalli ist mit „Ein Happy End ist erst der Anfang“ eine wundervolle Fortsetzung gelungen, die es verdient, genauso geliebt zu werden wie „Nur drei Worte“! Auf mich konnte die Handlung von den ersten Seiten an eine richtige Sogwirkung ausüben, sodass ich das Buch quasi inhaliert habe. Die Story ist so gefühlvoll, witzig und herzerwärmend. Sie behandelt viele wichtige Themen und das auf eine ehrliche, humorvolle und wunderschöne Weise. Mich hat das Buch sehr berührt, es hat mich durchweg mitfiebern lassen und mir jede Menge breite Schmunzler entlockt. Ich kann „Ein Happy End ist erst der Anfang“ absolut empfehlen und vergebe sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!