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Veröffentlicht am 18.05.2025

Ein wundervolles & traumhaft illustriertes Buch! Berührend, traurig-schön & voller Hoffnung

Die Windmacherin
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Der 11-jährige Tobias und seine Eltern haben den Krieg in ihrem Land überstanden, aber ihr Zuhause wurde zerstört und das Essen ist immer noch knapp. Zusammen mit vielen anderen Kindern wird Tobias zur ...

Der 11-jährige Tobias und seine Eltern haben den Krieg in ihrem Land überstanden, aber ihr Zuhause wurde zerstört und das Essen ist immer noch knapp. Zusammen mit vielen anderen Kindern wird Tobias zur Erholung auf die abgelegene Insel Wetterland geschickt, wo er einen unbeschwerten Sommer verbringen soll. Doch statt bei einer netten Familie unterzukommen, landet der Junge bei der mürrischen und in sich gekehrten Fischerin Lothe, die keinen Hehl daraus macht, dass Kinder bei ihr nicht erwünscht sind. Auch Tobias ist alles andere als begeistert, den Sommer bei dieser grimmigen Frau verbringen zu müssen, die ganz allein in einem dunklen Haus auf einer Klippe wohnt. Von Bauernhofidylle ist hier keine Spur! Tobias fügt sich jedoch seinem Schicksal und beginnt in seiner neuen Bleibe herumzustöbern. In einem verschlossenen Zimmer entdeckt er geheimnisvolle Kinderzeichnungen, die seine Neugier wecken. Er kommt dem Rätsel der Windermacherin auf die Spur und als er herausfindet, was hinter Lothes verschlossenem Verhalten steckt, möchte er ihr unbedingt helfen. Ein unvergesslicher Sommer beginnt...

Was habe ich mich gefreut als ich hörte, dass die vierbändige Jahreszeiten-Reihe von Maja Lunde und Lisa Aisato dieses Jahr endlich in die dritte Runde geht. Die ersten beiden Bände („Die Schneeschwester“ und „Die Sonnenwächterin“) habe ich geliebt – wer sie noch nicht kennt, sollte dies unbedingt nachholen, es lohnt sich! Die chronologische Reihenfolge ist jedoch nicht erforderlich. Die Bücher sind in sich abgeschlossen und völlig unabhängig voneinander lesbar.

Nach Winter und Frühling beschert uns das norwegische Erfolgsduo nun ein Sommerabenteuer. Schon das Cover ist wieder ein Traum (unter dem Schutzumschlag übrigens auch) und schürt die Vorfreude auf das Erlebnis dahinter. Was jedoch optisch wie ein sommerlich-leichter Wohlfühlroman daherkommt, entpuppt sich kurz darauf als eine überaus tiefgründige und herzergreifende Geschichte.

Auch dieser Band ist zunächst ziemlich traurig und erinnert trotz der kindlichen Erzählperspektive nur wenig an ein fröhliches Kinderbuch. Gleich zu Beginn lernen wir unseren elfjährigen Ich-Erzähler Tobias kennen, dem der Schrecken des Krieges noch tief in den Knochen steckt. Das Thema Krieg kommt hier immer wieder zur Sprache. Auf eine sehr kindgerechte Weise zwar, aber Maja Lunde macht schon deutlich, was Tobias in der Kriegszeit Traumatisches erlebt hat. Bereits die Abschiedsszene am Bahnhof (die einen leichten Narnia-Touch hat), lässt einen schwer schlucken und richtig mitfühlen. Im weiteren Verlauf spürt man ebenfalls immer wieder einen Kloß im Hals. Denn neben Kriegstraumata und Hunger behandelt das Buch noch einige weitere ernste Themen wie Heimweh, Streit, Verlust und Trauer. Aber keine Sorge, die Geschichte erzählt auch von schönen Dingen. Von wunderbaren Marmeladenglasmomenten, alten Freundschaften, die wieder aufblühen, Versöhnung, Zusammenhalt, der Kraft der Fantasie und Schönheit der Natur. Sie erinnert uns daran, das Leben mit allem, was man hat, zu schätzen und wie wichtig es ist, miteinander zu reden, seine Vergangenheit loszulassen und mit Zuversicht nach zu schauen.

Während die Stimmung anfangs von viel Melancholie geprägt ist, wird sie im Verlauf immer heiterer und freundlicher und mutet manchmal sogar ein bisschen magisch an. Bereits mittendrin gibt es einen herrlich unbeschwerten Augenblick, der einem so richtig das Herz erwärmt. Dieses Buch ist eine unvergessliche emotionale Reise, deren besonderen Zauber man sich kaum mehr entziehen kann. Die Charaktere wachsen einem sofort ans Herz, angefangen bei Tobias mit seiner fantasievollen und neugierigen Art bis hin zu der griesgrämigen, aber eigentlich doch recht lieben Lothe (bei der ich unweigerlich an Alm-Öhi aus „Heidi“ denken musste). Jeder einzelne Moment mit ihnen allen ist ein Genuss, was nicht nur an Maja Lundes wundervollen Worten liegt (übersetzt von Ina Kronenberger), sondern auch an den herausragend schönen Illustrationen von Lisa Aisato.

Lisa Aisatos Bilder sind einfach nur mal wieder atemberaubend! Unglaublich berührend und detailverliebt, mal grau und düster, mal hoffnungsvoll und farbenfroh und so voller Kraft, Magie und Leben, dass man sich stundenlang in ihnen verlieren kann.

Fazit: Maja Lunde und Lisa Aisato haben ein weiteres sprach- und bildgewaltiges Meisterwerk geschaffen, das den Vorgängern in nichts nachsteht! „Die Windmacherin“ ist eine bewegende und traurig-schöne Sommergeschichte, die Mut und Hoffnung schenkt und lange nachhallt. Ein zeitlos schöner Lesegenuss für Jung und Alt. Für mich ist auch dieser Band ein absolutes Highlight und Herzensbuch. Die Jahreszeiten-Quartett-Reihe ist wirklich außergewöhnlich und sollte in keinem Bücherregal fehlen. Ich kann sie jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Ein tierisch schöner Vorlesespaß für die ganze Familie!

Konrad – Ein Koala mit Karacho
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Als der achtjährige Juri mitten in der Nacht aufwacht und einen merkwürdig minzig-scharfen Geruch in der Nase hat, denkt er sich zunächst nicht groß was dabei. Dies ändert sich jedoch am nächsten Morgen. ...

Als der achtjährige Juri mitten in der Nacht aufwacht und einen merkwürdig minzig-scharfen Geruch in der Nase hat, denkt er sich zunächst nicht groß was dabei. Dies ändert sich jedoch am nächsten Morgen. Irgendjemand hat überall im Bad Mamas teure neue (und absolut ekelhafte) Eukalyptus-Zahnpasta verschmiert! Mamas Verdacht fällt natürlich sofort auf Juri und seine jüngere Schwester Luzie. Total unfair! Die beiden haben mit dieser Saurerei nichts zu tun und müssen sie nun trotzdem wegwischen. Juri ist ziemlich sauer und fest entschlossen, den wahren Übeltäter zu finden. Er legt sich abends auf die Lauer...und traut seinen Augen kaum, als wenig später ein kleiner flauschiger Koala durch das Badezimmerfenster hineinhüpft. Juri und Luzie taufen ihn Konrad und würden ihn liebend gerne behalten. Leider sind größere Haustiere in ihrem Mietshaus aber nicht erlaubt. Die Geschwister versuchen daher, Konrad vor ihren Eltern geheimzuhalten, allerdings stellt sich schnell heraus, dass das gar nicht so einfach ist...

Von Smilla Blau habe ich bereits ihr Kinderbuchdebüt gelesen, welches mir wahnsinnig viel Freude bereitet hat. An ihrem neuen Vorleseabenteuer konnte ich daher natürlich auf keinen Fall vorbeigehen. Nach einem niesenden Rentier ist es nun ein pfiffiger Koala, der für jede Trubel und gute Laune sorgt. Schon das fröhlich-gelbe Cover zaubert einem direkt ein Lächelns ins Gesicht und dahinter geht es ganz genauso weiter.

Erneut beschert uns Smilla Blau ein tierisch schönes Kinderbuch, das beim Zuhören und (Vor-)Lesen gleichermaßen Spaß macht. Mit viel Herz und einem Augenzwinkern erzählt sie die Geschichte vom kleinen Koala Konrad, der das Leben einer Hausgemeinschaft gehörig auf den Kopf stellt. Da kann es schon mal passieren, dass der Papa das zottelige Koalafell mit dem Haar seiner Tochter verwechselt oder dass im Frühstücksmüsli statt Rosinen Koalakacke landet. Hier folgt wirklich einer lustigen und chaotischen Szene der nächsten, sodass Dauerschmunzeln garantiert ist.

Stellenweise kommt die Handlung auch noch spannend wie eine kleine Detektivgeschichte daher und vermittelt ganz nebenbei auf eine spielerische Weise interessantes Koala-Wissen. Smilla Blaus lebendige Erzählweise zieht einen mal wieder sofort in den Bann und macht das Vorlesen mit den vielen lautmalerischen Elementen zu einem echten Erlebnis. Großartig ist auch die natürliche und selbstverständliche Darstellung von Vielfalt, die den realen Alltag widerspiegelt. So gibt es im Mehrfamilienhaus eine Familie mit zwei Vätern und eine Mutter, die als Hausmeisterin arbeitet. Die Charaktere sind allesamt wunderbar getroffen und werden so authentisch und liebevoll beschrieben, dass man sie einfach gernhaben muss – allen voran natürlich den kleinen knuffigen, eukalyptusverrückten Konrad. Es ist richtig schön zu sehen, wie sich die Geschwister Juri und Luzie um ihren neuen flauschigen Mitbewohner kümmern und wie dabei ganz unverhofft neue Freundschaften entstehen. Eins ist sicher: Wer bisher noch nicht koalaverliebt war, wird es spätestens nach dieser Lektüre sein.
Die vielen farbenfrohen Illustrationen von Katja Gehrmann untermalen das Erzählte auf eine bezaubernde Weise und runden das Ganze perfekt ab.

Fazit: Auch das zweite Kinderbuch von Smilla Blau überzeugt auf ganzer Linie und erobert mit Karacho das Leserherz. „Konrad – Ein Koala mit Karacho“ ist eine witzig-turbulente und warmherzige Geschichte ab 5 Jahren voller tierisch schöner Überraschungen, Eukalyptus und Zusammenhalt. Ein herrlicher Vorlesespaß für kleine und große Koala-Fans und die, die es noch werden wollen. Smilla Blau hat es erneut geschafft, mich zu begeistern! Auf ihr nächstes Werk freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 15.05.2025

Ein weiteres herrlich verhextes Abenteuer voller Fantasie & Überraschungen!

Malverina (Band 5) – Abenteuer in der Hexenschule
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Als Dorfhexe von Düstertal hat Malverina meist alle Hände voll zu tun. Vor allem die drei Drachen Paff, Zisch und Feurio halten sie gerade ordentlich auf Trab. Zum Glück kann sie noch rechtzeitig verhindern, ...

Als Dorfhexe von Düstertal hat Malverina meist alle Hände voll zu tun. Vor allem die drei Drachen Paff, Zisch und Feurio halten sie gerade ordentlich auf Trab. Zum Glück kann sie noch rechtzeitig verhindern, dass sie den Flamingokurier grillen, der eines Tages eine Zeitung vorbeibringt. Als Malverina beim Durchblättern der Zeitung die Ankündigung einer Hexenschule ins Auge springt, ist sie sofort Feuer und Flamme. Die große Okkulta sucht die besten Nachwuchshexen aller Zeiten und wer, wenn nicht sie, Malverina, wäre dafür besser geeignet? So macht sich die Junghexe auf den Weg, um an der schwierigen Aufnahmeprüfung teilzunehmen. Ihren Freundinnen Tristan, Lila und Maura hatte sie eigentlich streng verboten mitzukommen, doch kaum im Farblos-Palast angekommen, entdeckt sie, dass sich die drei als Grillen verzaubert heimlich eingeschmuggelt haben. Darüber ist sie wenig später auch ziemlich froh, denn es wird schnell klar, dass es in der Hexenschule nicht mit rechten Dingen zugeht. Während Malverina die Aufnahmetests meistert (auf ihre ganz eigene Art), gehen ihre Freundinnen den Geheimnissen auf den Grund.

Hierbei handelt es sich um den fünften Teil der Malverina-Reihe, ins Deutsche übertragen von Karin Will. Da es zu Beginn eine kurze Zusammenfassung und Figurenvorstellung gibt, kann man dem Geschehen auch ohne Vorkenntnisse folgen. Für den vollen Lesegenuss empfiehlt es sich jedoch, die Bände chronologisch zu lesen.
Ich liebe die Geschichten rund um Dorfhexe Malverina und ihre Freundinnen. Jeder Band war bisher ein kleines Highlight für mich – und der fünfte bildet da keine Ausnahme. Schon das Cover ist wieder unheimlich süß gestaltet und steigert die Vorfreude aufs Lesen.

Erneut ist es Malverina selbst, die uns die Geschichte erzählen darf. In ihrer unnachahmlichen pfiffig-charmanten Art berichtet sie von ihren Erlebnissen und spricht uns Leser
innen dabei immer wieder direkt an. Malverina ist und bleibt eine überaus entzückende Protagonistin, die sich mit ihrem großen Herzen und Selbstvertrauen und ihrer wunderbaren Gewitztheit sofort in das Leserherz schleicht. Ihre drei Freundinnen Tristan, Lila und Maura werden jedoch nicht minder liebevoll beschrieben, sodass es jedes Mal ein Riesenspaß ist, sie alle zu begleiten. Zum Glück müssen wir auch in diesem Band auf keinen von ihnen verzichten und es ist wieder richtig schön mitzuerleben, wie die vier gemeinsam durch dick und dünn gehen und einmal mehr zeigen, was wahre Freundschaft ausmacht.
Auch mit den neuen Gesichtern, die man hier kennenlernt, hat Autorin Susanna Isern einzigartige Charaktere erschaffen, die für viele spaßige Szenen sorgen. Langweilig wird es mal wieder zu keiner Zeit. Von verrückten Hexereien, unerwarteten Ereignissen und spannenden Herausforderungen ist wieder alles dabei. Sehr cool ist natürlich auch der Settingwechsel an die Zauberschule, der frischen Wind in die Reihe bringt und ihr noch mehr Hexen-Vibes verleiht. Wie auf einem wilden Besenritt fliegen die Seiten nur so dahin und das Ende lässt einen voller Vorfreude auf das nächste Abenteuer zurück.

Fazit: Genauso zauberhaft und magisch wie die Vorgänger geht die Malverina-Reihe in die fünfte Runde und verzaubert kleine und große Leser
innen in gewohnter Manier. Auch „Abenteuer in der Hexenschule“ ist ein herrlich verhextes Abenteuer für alle ab 5 Jahren mit einer kleinen Prise Grusel und liebenswerten Charakteren zum Gernhaben. Lustig, herzig, turbulent und voller Fantasie und Überraschungen. Ich bin mal wieder begeistert und kann das nächste Wiedersehen mit Junghexe Malverina und ihre Freund*innen kaum erwarten. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Ein tierisch schöner Hundecomic!

Chili und Sara
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Hündin Chili mag sehr viele Dinge: Ausgiebige Nickerchen in der warmen Sonne, Futter, Herumschnüffeln, Futter, Spielen und Futter. Doch am allermeisten liebt sie ihre Besitzerin Sara. Für Sara würde Chili ...

Hündin Chili mag sehr viele Dinge: Ausgiebige Nickerchen in der warmen Sonne, Futter, Herumschnüffeln, Futter, Spielen und Futter. Doch am allermeisten liebt sie ihre Besitzerin Sara. Für Sara würde Chili alles tun. In der Regel ist sie auch sehr brav und folgsam, wobei es ihr nicht immer leicht fällt. Zum Beispiel dann, wenn Sara nur an Einhörner denkt und dabei Chilis Futter vergisst. Oder wenn bestimmte Triebe in ihr aktiviert werden wie jagen oder laut bellen. Meist sind Chili und Sara aber ein Herz und eine Seele. Bis zu dem Tag, als plötzlich Chilis innerer Wolf auftaucht, der ihr offenbart, dass Hunde von Wölfe abstammen und eigentliche wilde Tiere sind. Angefeuert von ihrem inneren Wolf beginnt Chili zu rebellieren. Sara versteht die Welt nicht mehr. Und auch Chili beginnt sich zu fragen, ob sie wirklich ein Wolf sein will. Sie war doch schließlich glücklich in ihrem menschlichen Rudel.

Auf der Suche nach neuem Comic-Lesefutter ist mir „Chili und Sara“ sofort ins Auge gesprungen. Das süße Cover verzauberte mich auf Anhieb und der Klappentext tat dann sein Übriges. Diesen Kindercomic musste ich einfach bei mir einziehen lassen und ich habe es nicht bereut.

Bethanie Murguia präsentiert hier eine überaus entzückende Graphic Novel, die bei Jung und Alt Anklang finden wird, allen voran natürlich bei Hundefans. Mit viel Herz und Humor wird die Geschichte aus der Sicht von Hündin Chili erzählt und man merkt auf Anhieb, dass sich die Autorin mit Hunden auskennt. Chilis Perspektive kommt sehr authentisch rüber, liest sich zugleich aber so herzallerliebst und amüsant, dass man aus dem Schmunzeln oft kaum mehr herauskommt. In 12 kurzen Kapiteln begleiten wir Chili und ihren Lieblingsmenschen Sara durch den Alltag. Die tiefe Verbundenheit zwischen ihnen ist sofort spürbar, was wunderschön mitzuerleben ist. Der Einsatz von Chilis innerem Wolf wiederum sorgt für zahlreiche lustige Momente und ist ein cleverer Schachzug, um das Verhalten von Hunden kindgerecht zu verdeutlichen. Eine weitere originelle Idee ist der „Wedelmeter“, das anhand einer Skala von 0 bis 180 Schwanzwedel pro Sekunde Chilis Gemütsstand veranschaulicht.
Dieser Comic ist wie ein Liebesbrief an unsere vierbeinigen Freunde, verpackt in einer aufregenden Abenteuergeschichte (mit Hunde-Panikpupse inklusive). Er zeigt, was Hunde ausmacht und warum wir Menschen sie so sehr lieben. Vor allem Leserinnen, die selbst einen Vierbeiner zu Hause haben, werden das innige Band zwischen Chili und Sara nur zu gut nachempfinden können. Aber auch Nicht-Hundebesitzerinnen werden hier auf ihre Kosten kommen und sich sofort in die bezaubernde Chili verlieben. Und wer nach dieser Lektüre nicht den Wunsch nach einer felligen Schnüffelnase verspürt, muss ein absoluter Hundemuffel sein.

Apropos Muffel: Für Lesefaule und auch Leseanfänger ist „Chili und Sara“ ideal geeignet. Die Panels sind sehr übersichtlich angeordnet und gestaltet und kommen öfters ganz ohne Sprechblasen oder Soundwords aus. Der Textanteil ist recht gering gehalten, die farbenfrohen Zeichnungen sprechen meist für sich. Optisch ist dieser Comic ein richtiges Highlight. Bethanie Murguias Cartoon-Illustrationen sind sehr humorvoll und ausdrucksstark gezeichnet und zeigen neben alltäglichen Situationen auch wundervolle Landschaften.
Der mehrseitige Anhang mit interessantem Hundewissen im Anschluss ist das i-Tüpfelchen obendrauf und rundet das Ganze perfekt.

Fazit: „Chili und Sara“ ist ein tierisch schöner Hundecomic ab 8 Jahren über die besondere Bindung zwischen einem treuen Hund und seinem Lieblingsmenschen. Ein Muss für alle Hundeliebhaber*innen! Herzerwärmend, informativ, urkomisch und wunderbar auf den Punkt gebracht. Einfach nur zum Bellen schön. Ich bin begeistert von diesem Reihenauftakt und hoffe sehr auf ein baldiges Wiedersehen mit Chili und Sara. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 10.05.2025

Ein unvergesslich schöner Sommer

Das beste Versteck des Sommers (und jede Menge Himbeereis)
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„Das beste Versteck des Sommers (und jede Menge Himbeereis)“ ist das neue Kinderbuch von Nora Hoch und wie der Titel bereits verrät, geht es darin um ganz viel Himbeereis. Denn Oma Rosa liebt Himbeereis! ...

„Das beste Versteck des Sommers (und jede Menge Himbeereis)“ ist das neue Kinderbuch von Nora Hoch und wie der Titel bereits verrät, geht es darin um ganz viel Himbeereis. Denn Oma Rosa liebt Himbeereis! Sie kann sich auch noch ganz genau an den köstlichen Geschmack ihrer ersten Eiskugel erinnern, die ihr Vater damals für sie gemacht hat, als sie ein kleines Mädchen war. Auch sonst fallen ihr noch viele Geschichten aus ihrer Kindheit ein. Dafür vergisst sie jedoch immer öfters Dinge aus der Gegenwart. Sie wirkt immer verwirrter und in ihrer Wohnung breiten sich überall Erinnerungszettel aus wie Wort-Masern oder Wort-Pocken. Doch was, wenn sie sogar noch das leckere Eisrezept aus ihrem italienischen Bergdorf vergisst? Ihre Enkelin Ada möchte ihrer Oma unbedingt helfen. Zusammen mit ihr will sie nach Italien reisen, um nach dem versteckten Rezept zu suchen. Aber natürlich nicht alleine. Adas große Schwester Rike, ihr bester Freund Bela und dessen Hund kommen auch mit. Fast heimlich, ohne Fahrkarte und mit allerlei Hilfe unterwegs reisen sie nach Italien und erleben das Abenteuer ihres Lebens.



Was für ein wunderschön erzähltes Kinderbuch! „Das beste Versteck des Sommers (und jede Menge Himbeereis)“ ist ein herrlich turbulentes Sommerabenteuer und zugleich eine herzerwärmende Familiengeschichte über das Vergessen und gemeinsame Erinnerungen, über Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und die liebevolle Beziehung zwischen Oma und Enkelinnen. Ein absolutes Wohlfühlbuch mit Tiefgang, das garantiert Lust auf Sommer macht – und auf Eis.

Nora Hoch ist es großartig gelungen, das schwierige Thema Demenz einfühlsam und kindgerecht zu verpacken. Es macht richtig Spaß, die fast 9-jährige Ada, ihre Oma Rosa und den Rest der Reisetruppe zu begleiten und gemeinsam mit ihnen einen unvergesslichen Sommer zu erleben. Man schließt sie allesamt dabei sofort fest ins Herz, vor allem die kleine Ada ist einfach nur zum Liebhaben. Der wunderbare bildliche Schreibstil von Nora Hoch ist wie gewohnt ein Genuss, mit diesem hat mich die deutsche Autorin bereits in ihrem Debüt hellauf begeistert.

Die zahlreichen liebevollen schwarz-weiß Illustrationen von Susanne Göhlich untermalen das Erzählte auf eine bezaubernde Weise und ein leckeres Himbeereisrezept im Anschluss rundet das Ganze perfekt ab. Letzteres braucht man auch definitiv. Dieses Buch macht wirklich richtig heißhungrig auf Eis, allein schon die Kapitelüberschriften lassen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. :D

Fazit: Ein wirklich zauberhaftes Kinderbuch für alle ab 8 Jahren, das lange im Gedächtnis bleibt! Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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