Cover-Bild Die Windmacherin
Band 3 der Reihe "Das Jahreszeiten-Quartett mit Illustrationen von Lisa Aisato"
(12)
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 192
  • Ersterscheinung: 19.03.2025
  • ISBN: 9783442762842
Maja Lunde

Die Windmacherin

Eine Sommergeschichte
Ina Kronenberger (Übersetzer), Lisa Aisato (Illustrator)

In dem Land, in dem Tobias lebt, sind endlich wieder bessere Zeiten eingekehrt, und alle Kinder sollen zur Erholung die Sommerferien auf dem Land verbringen. Doch statt auf einem idyllischen Bauernhof landet der 11-jährige Tobias allein auf einer Insel weit draußen im Meer, wo er bei einer in sich gekehrten Frau namens Lothe unterkommt. Als Tobias dort einen verschlossenen Raum voller geheimnisvoller Kinderzeichnungen entdeckt, kommt er einem alten Rätsel um einen Leuchtturm und zwei unzertrennlichen Freundinnen auf die Spur. Plötzlich findet es Tobias in Lothes Umgebung spannend, und es beginnt das Abenteuer eines unvergesslichen Sommers. »Die Windmacherin« ist ein liebevoller Roman über eine Kinderfreundschaft, die Kraft der Fantasie und des Zusammenhalts.

Ausstattung: durchgehend vierfarbig illustriert

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.07.2025

Zaubervoll

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Die Kinder sind traumatisiert und ausgehungert vom Krieg, auf der Wetterinsel sollen sie einen unbeschwerten Sommer bei einer Gastfamilie verbringen. Schöne Erlebnisse sammeln, wieder zu Kräften kommen. ...

Die Kinder sind traumatisiert und ausgehungert vom Krieg, auf der Wetterinsel sollen sie einen unbeschwerten Sommer bei einer Gastfamilie verbringen. Schöne Erlebnisse sammeln, wieder zu Kräften kommen. Tobias trennt sich nicht gerne von seinen Eltern und doch steigt er in den Zug, einem unbekannten Sommer entgegen.
Tobias stellt sich eine liebevolle Familie mit einem Garten voller Beeren vor, bei welcher er den Sommer verbringen wird – so dass kein Heimweh aufkommen kann.
Doch er landet bei Lothe, sie ist schweigsam, reserviert ja fast ein wenig griesgrämig mit einem Steinhaus hoch über dem Meer auf einer Klippe – weit weg von einem grünen Sommergarten. Doch schon bald merkt Tobias, dass nicht nur seine Vergangenheit schwer auf ihm lastet, sondern auch Lothe eine Last aus der Vergangenheit auf ihren Schultern trägt – warum sonst fristet ihr Malatelier ein solch vernachlässigtes Dasein? Tobias macht es sich zu seiner Aufgabe, Lothes Vergangenheit auf den Grund zu gehen und es gelingt ihm, dass ein altes Missverständnis geklärt wird und findet auf der Wetterinsel Freunde und vielleicht auch die Liebe seines Lebens?

Fazit:
Maja Lunde versteht es immer wieder wundervolle, zu Herzen gehende Geschichten zu schreiben, werden diese noch zusätzlich mit den herzerwärmenden Illustrationen von Lisa Aisato untermalt, sind zauberhafte Bücher das Resultat. Ich konnte mich in der Geschichte verlieren, habe mir die Illustrationen eingehend angeschaut und habe das Buch von Anfang bis Ende genossen. Ein zauberhaftes Buch mit einer herzerwärmenden Geschichte über die Macht der klärenden Gespräche und ein Buch voller Zuversicht und Wärme. Es ist der dritte Band der Jahreszeiten-Bücher, kann jedoch unabhängig von den beiden bereits erschienenen gelesen werden.
Eine grosse Leseempfehlung für Klein und Gross.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

So schön

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Der Krieg ist vorbei und alle Kinder aus der Stadt dürfen ihre Ferien bei Gasteltern auf dem Land verbringen. Dort sollen sie sich von dem Schrecken des Krieges erholen. Tobias kommt zu der scheuen Fischerin ...

Der Krieg ist vorbei und alle Kinder aus der Stadt dürfen ihre Ferien bei Gasteltern auf dem Land verbringen. Dort sollen sie sich von dem Schrecken des Krieges erholen. Tobias kommt zu der scheuen Fischerin Lothe. Sie wollte eigentlich kein Kind aufnehmen und zeigt das Tobias auch recht deutlich. Er hat dort viel Zeit, stromert herum und findet ein Zimmer, in dem Zeichnungen von einem Kind hängen. Später entdeckt er noch eine andere, einsame Frau, die sehr freundlich zu ihm ist und Tobias deckt so einige Geheimnisse auf.

Dies ist der dritte Teil einer Reihe. Die vorherigen Bücher hab ich noch nicht gelesen. Man kann sie unabhängig voneinander lesen.

So ein warmherziges, ergreifendes Buch. An vielen Stellen unheimlich traurig und doch so voller Hoffnung und Liebe. Die Menschen sind schwer traumatisiert vom Krieg und trauen sich kaum, sich wieder den schönen Dingen zu widmen. Die Illustrationen sind wunderschön. Sie unterstreichen die Geschichte auf eine sehr beeindruckende Weise. Da passt einfach alles zusammen. Ein wunderschönes, märchenhaftes Kinder- und Jugendbuch, das auch Erwachsene faszinieren dürfte. Bei mir war es so.

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Veröffentlicht am 19.06.2025

Wunderschön traurig… und irgendwie doch voller Hoffnung 🥰

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Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut - die bewegenden Zeichnungen von Lisa Aisato zu den ergreifenden Worten von Maja Lunde haben mich in „Die Schneeschwester“ und „Die Sonnenwächterin“ nachhaltig ...

Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut - die bewegenden Zeichnungen von Lisa Aisato zu den ergreifenden Worten von Maja Lunde haben mich in „Die Schneeschwester“ und „Die Sonnenwächterin“ nachhaltig beeindruckt. Nach Winter und Frühling gibt es also eine Sommergeschichte, mit dem elfjährigen Tobias als Hauptperson. Während der schwierigen Nachkriegszeit wird er aus der Stadt, wo es stets zu wenig Essen gibt, für den Sommer auf das Land geschickt. Einen unvergesslichen Sommer kündigen ihm die Eltern an… welche Tobias schon im Zug vermisst. Unvergesslich wird dieser Sommer auch - aber natürlich anders als es die Eltern für ihr einziges Kind vorgesehen hatten! Wir lernen, wie wichtig es ist, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen.. diese mit all ihren Schicksalsschlägen hinter sich zu lassen und zuversichtlich in die Zukunft zu blicken … und echte Freundschaft!

Wie auch in den vorherigen Büchern muss man beim Lesen so einige Male schlucken und auch die Illustrationen sind zwar alle wunderschön, aber spiegeln oft Traurigkeit wider! Daher halte ich es trotz des kindlichen Protagonisten nicht unbedingt für ein Kinderbuch… und wenn, dann zum Lesen in Begleitung eines Erwachsenen, damit über die angesprochenen Traumata geredet werden kann.

Dieser Hinweis soll jedoch das Buch keineswegs kritisieren; im Gegenteil - ich finde es einfach wunderschön und möchte es in meinem Regal nicht missen!! Denn es gibt Hoffnung… Hoffnung auf Heilung! ❤️‍🩹

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Das Überleben nach dem Überleben

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Es beginnt mit salziger Luft. Mit einem Jungen, der zum ersten Mal wieder das Meer riecht. Der Wind fährt ihm durchs Haar, während die Fähre ihn auf eine abgelegene Insel bringt – weit weg von Trümmern, ...

Es beginnt mit salziger Luft. Mit einem Jungen, der zum ersten Mal wieder das Meer riecht. Der Wind fährt ihm durchs Haar, während die Fähre ihn auf eine abgelegene Insel bringt – weit weg von Trümmern, Sirenen und der Angst. So beginnt der Sommer von Tobias, elf Jahre alt, still geworden nach einem Krieg, der ihm zu viel genommen hat.
Die Windmacherin, der dritte Band in Maja Lundes Jahreszeitenquartett, führt uns in die warmen Monate – doch es ist kein fröhlich-leichtes Sommerbuch. Wie schon in Die Schneeschwester und Die Sonnenwächterin verwebt Maja Lunde auch hier Kindheit mit Tiefe, Schmerz mit Hoffnung, Fantasie mit Realität.
Tobias soll sich erholen. Statt Ferienidylle findet er sich bei der wortkargen Lothe wieder, einer Fischerin mit verhärmtem Blick und verschlossenen Türen. Es dauert, bis Tobias erkennt, dass auch Lothe Narben trägt – und dass diese Insel mehr verbirgt, als sie zeigt. Alte Kinderzeichnungen, ein verlassenes Leuchtturmhaus und die Geschichte einer zerbrochenen Freundschaft ziehen ihn langsam hinein in ein leises Abenteuer – und in ein Erinnern, das heilt.
Maja Lundes Sprache ist schlicht, aber eindringlich. Sie schreibt mit großer Zärtlichkeit über schwere Themen: Trauma, Verlust, Sehnsucht, das Überleben nach dem Überleben. Und wieder ist es Lisa Aisato, deren Illustrationen diese Geschichte tragen, erweitern, vertiefen. Manche Bilder sind so intensiv, dass sie den Text für einen Moment überstrahlen. Oder besser: zum Leuchten bringen. Die emotionale Wucht ihrer Bilder ist kaum in Worte zu fassen – sie sind bewegende Begleiter, Stimmungsbilder, Kunstwerke.
Besonders ist auch das Format: ein hochwertiges, großformatiges Buch, das man gerne verschenkt, gemeinsam anschaut, langsam liest. Es lädt zum Innehalten ein – und ist dabei alles andere als kitschig!!!
Die Windmacherin ist ein Buch für Kinder ab etwa 10 Jahren – aber auch für Erwachsene, die wissen, wie viel Kinder aushalten (müssen) und wie viel Literatur heilen kann. Es erzählt davon, dass man weitergehen kann. Dass es Menschen gibt, die helfen. Und dass auch nach dunklen Zeiten ein Sommer kommt, der etwas in Bewegung bringt – ganz leise, wie der Wind.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Ein wundervolles & traumhaft illustriertes Buch! Berührend, traurig-schön & voller Hoffnung

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Der 11-jährige Tobias und seine Eltern haben den Krieg in ihrem Land überstanden, aber ihr Zuhause wurde zerstört und das Essen ist immer noch knapp. Zusammen mit vielen anderen Kindern wird Tobias zur ...

Der 11-jährige Tobias und seine Eltern haben den Krieg in ihrem Land überstanden, aber ihr Zuhause wurde zerstört und das Essen ist immer noch knapp. Zusammen mit vielen anderen Kindern wird Tobias zur Erholung auf die abgelegene Insel Wetterland geschickt, wo er einen unbeschwerten Sommer verbringen soll. Doch statt bei einer netten Familie unterzukommen, landet der Junge bei der mürrischen und in sich gekehrten Fischerin Lothe, die keinen Hehl daraus macht, dass Kinder bei ihr nicht erwünscht sind. Auch Tobias ist alles andere als begeistert, den Sommer bei dieser grimmigen Frau verbringen zu müssen, die ganz allein in einem dunklen Haus auf einer Klippe wohnt. Von Bauernhofidylle ist hier keine Spur! Tobias fügt sich jedoch seinem Schicksal und beginnt in seiner neuen Bleibe herumzustöbern. In einem verschlossenen Zimmer entdeckt er geheimnisvolle Kinderzeichnungen, die seine Neugier wecken. Er kommt dem Rätsel der Windermacherin auf die Spur und als er herausfindet, was hinter Lothes verschlossenem Verhalten steckt, möchte er ihr unbedingt helfen. Ein unvergesslicher Sommer beginnt...

Was habe ich mich gefreut als ich hörte, dass die vierbändige Jahreszeiten-Reihe von Maja Lunde und Lisa Aisato dieses Jahr endlich in die dritte Runde geht. Die ersten beiden Bände („Die Schneeschwester“ und „Die Sonnenwächterin“) habe ich geliebt – wer sie noch nicht kennt, sollte dies unbedingt nachholen, es lohnt sich! Die chronologische Reihenfolge ist jedoch nicht erforderlich. Die Bücher sind in sich abgeschlossen und völlig unabhängig voneinander lesbar.

Nach Winter und Frühling beschert uns das norwegische Erfolgsduo nun ein Sommerabenteuer. Schon das Cover ist wieder ein Traum (unter dem Schutzumschlag übrigens auch) und schürt die Vorfreude auf das Erlebnis dahinter. Was jedoch optisch wie ein sommerlich-leichter Wohlfühlroman daherkommt, entpuppt sich kurz darauf als eine überaus tiefgründige und herzergreifende Geschichte.

Auch dieser Band ist zunächst ziemlich traurig und erinnert trotz der kindlichen Erzählperspektive nur wenig an ein fröhliches Kinderbuch. Gleich zu Beginn lernen wir unseren elfjährigen Ich-Erzähler Tobias kennen, dem der Schrecken des Krieges noch tief in den Knochen steckt. Das Thema Krieg kommt hier immer wieder zur Sprache. Auf eine sehr kindgerechte Weise zwar, aber Maja Lunde macht schon deutlich, was Tobias in der Kriegszeit Traumatisches erlebt hat. Bereits die Abschiedsszene am Bahnhof (die einen leichten Narnia-Touch hat), lässt einen schwer schlucken und richtig mitfühlen. Im weiteren Verlauf spürt man ebenfalls immer wieder einen Kloß im Hals. Denn neben Kriegstraumata und Hunger behandelt das Buch noch einige weitere ernste Themen wie Heimweh, Streit, Verlust und Trauer. Aber keine Sorge, die Geschichte erzählt auch von schönen Dingen. Von wunderbaren Marmeladenglasmomenten, alten Freundschaften, die wieder aufblühen, Versöhnung, Zusammenhalt, der Kraft der Fantasie und Schönheit der Natur. Sie erinnert uns daran, das Leben mit allem, was man hat, zu schätzen und wie wichtig es ist, miteinander zu reden, seine Vergangenheit loszulassen und mit Zuversicht nach zu schauen.

Während die Stimmung anfangs von viel Melancholie geprägt ist, wird sie im Verlauf immer heiterer und freundlicher und mutet manchmal sogar ein bisschen magisch an. Bereits mittendrin gibt es einen herrlich unbeschwerten Augenblick, der einem so richtig das Herz erwärmt. Dieses Buch ist eine unvergessliche emotionale Reise, deren besonderen Zauber man sich kaum mehr entziehen kann. Die Charaktere wachsen einem sofort ans Herz, angefangen bei Tobias mit seiner fantasievollen und neugierigen Art bis hin zu der griesgrämigen, aber eigentlich doch recht lieben Lothe (bei der ich unweigerlich an Alm-Öhi aus „Heidi“ denken musste). Jeder einzelne Moment mit ihnen allen ist ein Genuss, was nicht nur an Maja Lundes wundervollen Worten liegt (übersetzt von Ina Kronenberger), sondern auch an den herausragend schönen Illustrationen von Lisa Aisato.

Lisa Aisatos Bilder sind einfach nur mal wieder atemberaubend! Unglaublich berührend und detailverliebt, mal grau und düster, mal hoffnungsvoll und farbenfroh und so voller Kraft, Magie und Leben, dass man sich stundenlang in ihnen verlieren kann.

Fazit: Maja Lunde und Lisa Aisato haben ein weiteres sprach- und bildgewaltiges Meisterwerk geschaffen, das den Vorgängern in nichts nachsteht! „Die Windmacherin“ ist eine bewegende und traurig-schöne Sommergeschichte, die Mut und Hoffnung schenkt und lange nachhallt. Ein zeitlos schöner Lesegenuss für Jung und Alt. Für mich ist auch dieser Band ein absolutes Highlight und Herzensbuch. Die Jahreszeiten-Quartett-Reihe ist wirklich außergewöhnlich und sollte in keinem Bücherregal fehlen. Ich kann sie jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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