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Die WindmacherinViele Lesende kennen Maja Lunde durch ihr Klima-Quartett. Ich gehöre zu denen, die sie durch ihre Jahreszeiten Bücher kennen und lieben gelernt haben. Die Autorin schafft es immer wieder, auf verhältnismäßig ...
Viele Lesende kennen Maja Lunde durch ihr Klima-Quartett. Ich gehöre zu denen, die sie durch ihre Jahreszeiten Bücher kennen und lieben gelernt haben. Die Autorin schafft es immer wieder, auf verhältnismäßig wenig Seiten so berührende und tiefgreifende Geschichten zu erzählen, dass ich mich gar nicht traue zu sagen, dass das nur die Hälfte meiner Begeisterung ausmacht. Natürlich liebe ich sie für die Art, wie sie Fäden spinnt und sie zusammenführt, die greifbaren Figuren und die Emotionen, die die Lesenden ungefiltert und roh erreichen. Doch mindestens genauso sehr liebe ich die Illustrationen von Lisa Aisato.
Ich erkenne wirklich nicht viele Kunstschaffende an ihrem Stil, doch bei Lisa Aisato habe ich damit keine Probleme. Ihre Bilder sind einzigartig und wirklich wunderschön, sie fängt die Gefühle der Szenen, die sie bebildert, so akkurat ein und gibt sie wieder, dass ich nur staunen kann. Manchmal sehen die Seiten beinahe aus wie Fotografien, die Gesichter, die Farben, da passt einfach alles. Ich erwische mich ziemlich oft dabei, in einem Buch, an dem sie mitgewirkt hat, beim Lesen immer nach der nächsten Illustration zu schielen, und die Enttäuschung ist groß, wenn dann erst einmal ein paar Seiten Fließtext warten.
Wenn es dann aber ein Buch wie dieses ist, „stört“ der Fließtext doch gar nicht mehr so sehr. Die Windmacherin ist ein kleines Kunstwerk fürs Regal, sowohl was die Illustrationen, als auch was das geschriebene Wort betrifft. Hier vereint sich das Beste aus beiden Welten und ich freue mich schon sehr auf den Herbst, wenn das vermutlich letzte Buch der Reihe erscheint.