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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2019

Hat meine Erwartungen nicht erfüllt

Tagebuch eines Buchhändlers
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Shaun Bythell hat das, von dem viele Leser träumen: eine eigene Buchhandlung. Er führt „The Book Shop“, die größte Second-Hand-Buchhandlung des Landes, und in seinem Tagebuch wird man als Leser durch seinen ...

Shaun Bythell hat das, von dem viele Leser träumen: eine eigene Buchhandlung. Er führt „The Book Shop“, die größte Second-Hand-Buchhandlung des Landes, und in seinem Tagebuch wird man als Leser durch seinen Alltag geführt. Man erlebt unfreundliche bis dreiste Kunden mit extravaganten Wünschen und Vorstellungen, schlägt sich mit dem Wandel der Zeit herum und hat an Geldsorgen zu knabbern. Doch zwischen all den unangenehmen Seiten des Buchhandels wartet auch die ein oder andere schöne Überraschung auf den Leser, schließlich bietet die Welt der Bücher so viel mehr als nur grummelige Kunden und Mitarbeiter.

Dass das Buch nach dem Konzept eines Tagebuches aufgebaut ist, erschien mir auf den ersten Blick ganz witzig. Ich dachte mir, auf diese Weise in den Alltag des Protagonisten und Autoren einzutauchen, sei bestimmt neuartig und amüsant, letzteres war es jedoch nur bedingt. Anfangs fand ich die Erlebnisse des Buchhändlers noch spannend und war fasziniert, wie es als Gebrauchtbuchshop-Besitzer so läuft, mit der Zeit verlor die Geschichte für mich allerdings ihren Reiz.

Der nüchterne Schreibstil mit dem trockenen Humor des Protagonisten gepaart ergibt eine Kombination, die man entweder mag oder nicht. Mir persönlich hat das nicht so sehr gefallen, geschweige denn gepackt. Öfter bin ich beim Lesen abgeschweift oder habe mich dabei erwischt, dass ich die Seiten passagenweise nur überflogen habe, was ich sehr schade finde, da ich im Vorfeld hohe Erwartungen an dieses Buch hatte.

Mein Fazit:
Ich hatte mir das Buch etwas anders vorgestellt. Wäre zwischendurch vom Tagebuch-Stil abgewichen und damit etwas Abwechslung reingebracht worden, hätte mich das Buch vermutlich mehr gefesselt und ich hätte damit auch dem Inhalt eine zweite Chance gegeben. Doch der Aufbau und der Schreibstil haben dafür gesorgt, dass ich das Tagebuch eines Buchhändlers nach mehreren Versuchen schließlich nach der Hälfte abgebrochen habe.

Veröffentlicht am 25.09.2019

Ein wenig enttäuschend

The One Real Man
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„Der perfekte Mann ist der Mann, den ich am meisten hasse? Träum weiter.
Dating ist hart. Dating in den 30ern ist härter. Dating in Chicago ist am härtesten. Ich habe nicht aufgegeben, mein Happy End ...

„Der perfekte Mann ist der Mann, den ich am meisten hasse? Träum weiter.
Dating ist hart. Dating in den 30ern ist härter. Dating in Chicago ist am härtesten. Ich habe nicht aufgegeben, mein Happy End zu suchen, aber in den Zeiten von Tinder, Netflix und „chill mal“ frage ich mich, ob alles so vorübergehend ist, wie es meine Ehe war. Die Wahrheit ist, es gibt einen Mann, an den ich nicht aufhören kann zu denken. Ich würde gern meine Finger durch Roarke Baldwins Haare gleiten lassen, ich bin sicher, dass er unter seinem Anzug ein Sixpack verbirgt und ich habe mich immer gefragt, wie seine Bartstoppeln sich zwischen meinen Beinen anfühlen würden.
Das Problem? Er ist der eine Mann, den ich mehr hasse als meinen Exmann. Sein Scheidungsanwalt.“

Die Love-and-Order-Trilogie von Piper Rayne hat mich vom ersten Band an begeistert, Band zwei hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen und daher war ich natürlich auch auf den finalen Teil sehr gespannt. Leider muss ich gestehen, dass ich die Geschichte um Roarke und Hannah am schwächsten von allen fand. Dennoch freue ich mich auf zukünftige Bücher des Autorinnen-Duos, in die bald folgende Trilogie wird bereits am Ende dieses Buches ein Einblick gewährt, da man die Protagonistinnen bei einem Event von Hannahs Organisation kennenlernt. Auf diese Weise sind auch diese beiden Reihen wieder miteinander verknüpft und für so etwas habe ich eine Schwäche, wie ich gestehen muss.

Was genau mir an diesem Buch weniger gefallen hat, als an den anderen, ist schwer in Worte zu fassen. Der Funke ist einfach nicht übergesprungen, obwohl man durch die Erzählung aus Hannahs Ich-Perspektive nah an den Figuren ist und ihre Gedanken und Gefühle sozusagen aus erster Hand erfährt. Auch die Schreibweise war nicht das Problem, denn durch die unkomplizierten, anschaulichen Formulierungen konnte man sich die Geschichte perfekt vor Augen führen und bringt die Seiten im Eiltempo hinter sich.

Es war die Dynamik zwischen Roarke und Hannah, die mir nicht gefallen hat. Roarkes Charakter hat ihn mir einfach madig gemacht, auch wenn seine arrogante Art vermutlich genau das gewesen sein soll, was ihn so interessant und undurchschaubar macht. Die beiden sind einfach zu pragmatisch, nicht so träumerisch und impulsiv wie es Chelsea und Dean zum Beispiel waren. Mir hat einfach die gefühlvolle Romantik gefehlt, dafür gab es eine Menge Funken und Prickeln. Leider eine für meinen Geschmack zu unausgewogene Mischung.

Mein Fazit:
Band drei der Love-and-Order-Trilogie war für mich der schwächste. Das Zusammenspiel der Protagonisten hat mich nicht überzeugt, geschweige denn berührt. Aber ich bleibe auf jeden Fall dran an den Büchern von Piper Rayne, die für jeden New Adult Leser zu empfehlen sind.

Veröffentlicht am 23.09.2019

Not my Book

Not My Type
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„Franchesca Baranski, genannt Frankie, ist nicht nur die erste Brautjungfer ihrer Freundin, sondern auch die beste erste Brautjungfer der Welt. Der Bräutigam wird entführt und die versnobten Hochzeitsgäste ...

„Franchesca Baranski, genannt Frankie, ist nicht nur die erste Brautjungfer ihrer Freundin, sondern auch die beste erste Brautjungfer der Welt. Der Bräutigam wird entführt und die versnobten Hochzeitsgäste benehmen sich unmöglich? Alles kein Problem für Frankie. Aiden Kilbourn, seines Zeichens Trauzeuge, arrogant und verboten gutaussehend, ist ihr dabei keine große Hilfe. Und obwohl Frankie sich nur zu gern von ihm fern hält, übt er eine Anziehungskraft auf sie aus. Aber Frankie lässt sich von Geld und Macht nicht beeindrucken. Da muss schon ein bisschen mehr kommen…

Aiden hat in der Geschäftswelt alles erreicht, kann jede Frau haben, die er will, und kennt das Wort Nein nur vom Hörensagen. Frankie ist die erste, die ihn vehement abweist. Sein Interesse ist geweckt und sein Ehrgeiz erst recht. Aber es könnte sein, dass die temperamentvolle Frau aus Brooklyn die erste ist, die er nicht erobern kann. Und gleichzeitig die einzige, die er wirklich will...“

So lautet der Klappentext eines weiteren, wie ich finde, höchst durchschnittlichen bis schrägen Buches. Negativ schräg, nicht gut schräg. Der Klappentext klingt schon nach Klischee, was mich persönlich allerdings erst mal nicht abschreckt. Leider geht es dann ziemlich eigenartig weiter.
Die restlichen Brautjungfern von Frankies Freundin wirken gekünstelt ätzend und verzogen, sodass es schon nicht mehr witzig sondern nur noch armselig war. Der Protagonist war ein widerliches Arschloch erster Güte, und Frankie tat mir einfach nur leid bei all dem, was sie zu organisieren, zu retten und zu ertragen hat.

Positiv anzurechnen ist diesem Buch, dass es sich flott und problemlos lesen lässt, die Autorin hat einen flüssigen und angenehm unkomplizierten Schreibstil. Keine verworrenen Sätze oder umständlichen Formulierungen, man kommt gut voran, wenn man Lust auf das Buch hat und sich drauf einlässt. Leider zieht es sich dennoch, wenn man von der Story nicht überzeugt ist, und das war bei mir der Fall.

Was mich an diesem Buch wirklich extrem gestört hat, waren aber nicht die schrecklichen reichen Freunde von Frankies bester Freundin, sondern der eigenartige Plot. Die letzten zwei Drittel des Buches liefen wie man es kennt, wie eben bei einem typischen New Adult Roman. Das erste Drittel jedoch enthält so abstruse Wendungen und Vorkommnisse, dass ich mich gefragt habe, ob die Autorin da zwei grundlegend verschiedene Ideen miteinander vermischt hat, und statt einer Liebesgeschichte zunächst einen Kriminalroman schreiben wollte.
Teilweise wollte ich einfach nur den Kopf gegen eine Wand schlagen, so verrückt und unpassend wie das alles wirkte. An den Haaren herbeigezogen wäre noch eine Untertreibung.

Leider war das auch das K.O.-Kriterium dieser Geschichte. Bei einem so kuddelmuddeligen Plot reißt es auch der Schreibstil dann nicht mehr raus. Ich hatte im Vorfeld keine großen Erwartungen an dieses Buch, was im Nachhinein bedacht vielleicht auch ganz gut so war, sonst wäre meine Rezension vermutlich wesentlich enttäuschter und emotionaler ausgefallen.

Mein Fazit:
Ich persönlich empfand das Buch als seltsam. Es barg eine kuriose Mischung aus Klischees und abwegigen Begebenheiten, sodass ich beim Lesen oft nur den Kopf schütteln konnte, wenngleich es stellenweise doch recht unterhaltsam war. Leider hat mich die Story von Frankie und Aiden im Großen und Ganzen aber nicht packen können, daher gibt es nur gut gemeinte 2,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 10.09.2019

Okay.

Alles okay
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„Ein Roman über das Erwachsenwerden, so berührend und großartig, dass man kaum atmen kann. Eine schmerzlich schöne Darstellung von Trauer und ein Lobgesang auf die Kraft der Wahrheit. Marin hat alles hinter ...

„Ein Roman über das Erwachsenwerden, so berührend und großartig, dass man kaum atmen kann. Eine schmerzlich schöne Darstellung von Trauer und ein Lobgesang auf die Kraft der Wahrheit. Marin hat alles hinter sich zurückgelassen, ist Tausende Kilometer geflohen vor ihrem alten Leben, vor dem Verlust ihres geliebten Großvaters. Doch eines Tages steht plötzlich ihre beste Freundin Mabel vor der Tür. Und mit ihr all die Erinnerungen an zu Hause, an Sommernächte am Strand. Mit ihrer Beharrlichkeit gelingt es Mabel, Marin aus ihrem Kokon der Einsamkeit zu befreien. Und Marin begreift, dass sie eine Wahl hat: weiter im Verdrängen zu verharren oder zu ihren Freunden und ins Leben zurückzukehren.“ (Klappentext vom Verlag)

„Alles okay“ hat mich gedanklich sehr lange beschäftigt. Entsprechend schwer fällt es mir, eine Rezension zu schreiben, die dem gerecht wird, weshalb ich das Ganze auch ziemlich lang herausgezögert habe. Denn mit seinen nur knapp über 200 Seiten ist dieses Buch eines der kürzeren, die ich in letzter Zeit gelesen habe, und dennoch voller Emotionen und ernster Themen, die den Leser berühren und nachdenklich stimmen.

Das Cover habe ich, um ehrlich zu sein, erst auf den zweiten Blick so richtig verstanden. Man sieht Marin in ihrem Zimmer im College stehen, allerdings blickt sie aufs Meer hinaus. Es ist, als wenn sie aus ihrer Gegenwart in die Vergangenheit nach Hause schaut, die sie eigentlich zu verdrängen versucht.
Die auch von der Farbwahl her ungewöhnliche Gestaltung in Kombination mit dem Titel würde mich im Geschäft definitiv neugierig auf das Buch machen und dazu bringen, einen weiteren Blick auf den Inhalt zu riskieren.

Erzählt wird in der Gegenwart aus Marins Ich-Perspektive mit Einschüben aus der Vergangenheit, zu der Zeit als Marins Großvater noch lebte und Marin noch zur Schule ging. Durch die sehr persönliche Erzählweise kann man direkt an den Emotionen und Gedanken der Protagonistin teilhaben und sich perfekt in sie hineinversetzen, man wird von Marins Schicksal berührt und den Ereignissen gefesselt, ob man will oder nicht.

Ich mochte mich kaum von der Geschichte lösen und die 200 Seiten sind viel zu schnell vorüber gewesen. Dennoch finde ich, dass dieses Buch im Gegensatz zu vielen anderen kurzen Büchern nicht mehr Seiten benötigt. Die Story ist stimmig, man hat nicht das Gefühl, dass wichtige Dinge fehlen oder zu kurz kommen, und fühlt sich am Ende ausreichend aufgeklärt über alle Geheimnisse und Begebenheiten, wie ich finde.

Die Beziehung von Mabel und Marin hat mich zu Beginn der Geschichte etwas verwirrt. Ich wusste nicht, in welchem Verhältnis die beiden zueinander stehen, das hat sich mit der Zeit allerdings auch geklärt und ich fand es extrem spannend, ihren Umgang miteinander zu beobachten, angesichts ihrer gemeinsamen Vergangenheit und der Umstände, unter denen Marin ihre Heimat plötzlich verlassen hat.
Allgemein fand ich Marin schwer zu durchschauen. Sie macht sich viele Gedanken, teilweise für meinen Geschmack zu viele. Dennoch konnte ich mich gut mit ihr identifizieren, besonders mit ihrer Unsicherheit und ihrem Unwillen, das bereits Geschehene noch einmal gedanklich durchleben zu müssen.

Die Art und Weise, wie Marins Vergangenheit mit ihrem Opa langsam aufgedröselt und erklärt wird, hat für eine Menge Spannung gesorgt. Bis zuletzt stand ich bezüglich vieler Dinge auf dem Schlauch und erst am Ende der Geschichte ist der Groschen gefallen.
Auch wie mit den Themen Trauer und deren Verarbeitung umgegangen wird, finde ich interessant, denn Marin wird nicht einfach nur sich selbst überlassen, sondern bekommt hartnäckige Unterstützung von ihren Liebsten, die sie trotz allem nicht aufgeben wollen.

Mein Fazit:
Das Buch ist meines Empfindens nach keine leichte Kost. Ich hatte an einigen Entwicklungen in der Story ganz schön zu knabbern und hab mir anschließend auch eine Menge Gedanken dazu gemacht. Es werden viele wichtige und sensible Themen angesprochen und das auf eine direkte aber zugleich auch einfühlsame Weise. Diese Geschichte ist nicht nur für Jugendliche, sondern definitiv auch für Ältere geeignet und ich kann guten Gewissens eine klare Leseempfehlung aussprechen.
4,5 von 5 Sternen gibt es von mir.

Veröffentlicht am 10.09.2019

Hat mir sehr gefallen

Die Spiegelreisende
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Nachdem ich von Band 1 nur so semi-überzeugt war, hat mich Band 2 doch ordentlich begeistert. Dass ich den ersten Teil gelesen habe, ist noch nicht so arg lang her und entsprechend war mir die langwierige ...

Nachdem ich von Band 1 nur so semi-überzeugt war, hat mich Band 2 doch ordentlich begeistert. Dass ich den ersten Teil gelesen habe, ist noch nicht so arg lang her und entsprechend war mir die langwierige Art zu Erzählen, die mir bei dem Buch nicht so zugesagt hat, noch gut im Gedächtnis. Detailliert ist zwar immer gut, zu ausführlich allerdings wird schnell ermüdend.

In Band 2 hat sich das meiner Meinung nach gebessert. Die Story wurde etwas angezogen und ich wurde wieder in die Welt von Ophelia hinein gesogen, als wäre ich nie weg gewesen. Die Autorin versteht sich meisterlich darauf, eine einzigartige Umgebung zu schaffen, die den Leser gefangen nimmt und fasziniert.

Thorn ist mir erstaunlicherweise auch immer mehr ans Herz gewachsen, das hatte ich in Band 1 noch für komplett unmöglich gehalten, und auch Ophelia hat sich erstaunlich weiterentwickelt.

Band 2 hat mich wesentlich mehr beeindruckt als der erste Teil, ich kann die Fortsetzung kaum noch erwarten!