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Veröffentlicht am 04.12.2020

Hätte 5-Sterne-Potenzial gehabt

Wild like a River
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Kira Mohn war mir bereits von ihrer Leuchtturm-Trilogie bestens bekannt. Mir war aus der Reihe die besondere Atmosphäre, die Kira in ihren Büchern schafft, positiv im Gedächtnis geblieben und so hatte ...

Kira Mohn war mir bereits von ihrer Leuchtturm-Trilogie bestens bekannt. Mir war aus der Reihe die besondere Atmosphäre, die Kira in ihren Büchern schafft, positiv im Gedächtnis geblieben und so hatte ich mich sehr auf den kanadischen Nationalpark und auf Haven gefreut.

Besonders Haven schien mir eine spannende Figur, anhand des Klappentextes entstand bei mir die Vorstellung von jemand komplett Unbeholfenem im Umgang mit Menschen und einer naturverbundenen Seele, jemandem, der sich am liebsten draußen aufhält, sich in die Fauna und Flora einzufügen weiß und sich dort enorm wohlfühlt. Zunächst hatte es für mich sogar den Eindruck, als sei Haven gar nicht so sozial unfähig, wie es der Klappentext suggeriert, doch im Laufe der Geschichte wurde dem Leser immer deutlicher klar, dass der erste Eindruck täuscht. Haven ist naiv hoch zehn, sie versteht die einfachsten Scherze und Witze nicht, sie interpretiert Andeutungen und Verhaltensweisen komplett falsch und macht ihrem gemeinen Ruf als Waldmädchen alle Ehre.
Ich fand es so schade, sie war mir eigentlich unglaublich sympathisch mit ihrer ehrlichen, offenen und unverfälschten Art, doch dass sie wirklich so gar keinen Schimmer hatte, das hat mich gerade zum Ende hin ein wenig genervt.

Ihr Love Interest Jackson war ein netter Typ, umgänglich, höflich und er hat sich Haven gegenüber immer angemessen zurückhaltend gegeben. Ich mochte es, dass in diesem Buch nicht alle 5 Minuten irgendwer über jemand anderen hergefallen ist, das stört mich bei New Adult oft. Hier ist dieser Bereich zwar auch nicht ganz weggefallen, denn was wäre schließlich ein Liebesroman ohne körperliche Annäherungen..? Aber das Maß war wirklich angenehm.

Regelmäßig übergekocht bin ich wegen der Clique von Jackson. Viele seiner sogenannten Freunde waren derart unsympathisch und gemein, dreist und überheblich, dass es kaum auszuhalten war. Ich konnte teilweise verstehen, dass Haven mit ihrer Erscheinung und ihrem Verhalten Nährboden für Sticheleien bietet, auch mich hat sie oft aufgeregt, doch was hinter ihrem Rücken über sie geredet wird, war unter aller Sau.

Schlichtweg begeistert hat mich mal wieder die Stimmung der Geschichte. Gerade im Nationalpark habe ich mir alles perfekt vorstellen können, die detaillierten, atmosphärischen Beschreibungen haben mich direkt nach Kanada katapultiert und ich habe es geliebt. Einmal eingetaucht in die Natur fiel es mir schwer, das Buch beiseite zu legen.

Mein Fazit:
Auch wenn das Buch Ecken und Kanten hatte und ich mit einigen Dingen nicht glücklich gewesen bin, so hat doch die Stimmung die 4 Sterne gerettet.

Veröffentlicht am 03.12.2020

Wieder sehr unterhaltsam

Stellen Sie die Sirenen aus - mein Kind macht Mittagsschlaf!
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Die Bücher über Helikopter-Eltern dieser Reihe haben mich durchweg begeistert. Ich habe mich unglaublich gefreut, als ich sah, dass es sogar noch einen dritten Band gibt, dabei dachte ich zunächst, als ...

Die Bücher über Helikopter-Eltern dieser Reihe haben mich durchweg begeistert. Ich habe mich unglaublich gefreut, als ich sah, dass es sogar noch einen dritten Band gibt, dabei dachte ich zunächst, als das Buch über Lehrer-Anekdoten rausgekommen ist, dass die Autorinnen sich jetzt anderen Gruppen widmen würden. Falsch gedacht, Gott sei Dank. Denn nach der kleinen Enttäuschung durch die Lehrer waren die Helikopter wieder eine erfreuliche Abwechslung.

Man könnte denken, nach zwei Büchern über das selbe Thema hätte man irgendwann alles gelesen und es würde allmählich langweilig werden, doch dem war mitnichten so. Der grundsätzliche Aufbau des Buches war den anderen zwar sehr ähnlich, aber das empfand ich eher als hilfreich und passend statt als redundant. Man begleitet das Kind und seine Eltern von Klein auf bis ins Erwachsenenalter, dadurch ist das Buch ideal strukturiert und biete einen schönen roten Faden, dem man als Leser bestens folgen kann.

Einige der Geschichten haben mich ernsthaft schockiert. Ich kann es nach wie vor nicht glauben, dass manche Menschen sich derart verhalten. Natürlich hat mich das Buch in erster Linie hervorragend unterhalten, ich fand die Auswahl der Anekdoten wieder gut gelungen. Dennoch komme ich neben dem Schmunzeln nicht umhin, auch oft den Kopf zu schütteln über das, was berichtet wird. Mir vorzustellen, dass solche Menschen tatsächlich existieren, fällt mir extrem schwer, ist mir doch bisher nie jemand derartiges begegnet. Wobei ich das wahrscheinlich eher als Glücksfall sehen sollte.

Wie manche Personen sich aufführen und was sie sich im Bezug auf ihre Kinder erlauben, finde ich erschreckend und hochgradig dreist. Und doch verfehlte das Buch seinen Zweck nicht, denn ich habe selten in letzter Zeit ein so kurzweiliges Lesevergnügen gehabt.

Mein Fazit:
Mal wieder ein tolles Werk der Autorinnen, ich habe mich sehr über die neue Anekdotensammlung gefreut! Wer die ersten beiden Bände über Helikopter-Eltern mochte, wird auch diesen lieben.
Volle 5 von 5 Sternen vergebe ich.

Veröffentlicht am 30.11.2020

Ein Buch, was Spaß macht

Der Atlas für Neugierige
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Als ich dieses Buch in den sozialen Medien gesehen habe, war ich sofort neugierig und nach dem Lesen der kurzen Inhaltsangabe war ich überzeugt, dass dieses Buch und ich viele schöne Stöberstunden zusammen ...

Als ich dieses Buch in den sozialen Medien gesehen habe, war ich sofort neugierig und nach dem Lesen der kurzen Inhaltsangabe war ich überzeugt, dass dieses Buch und ich viele schöne Stöberstunden zusammen verbringen würden. Ich hatte mich neben politischen und geografischen Fakten besonders auf Karten die Traditionen und Kulturen der Länder betreffend gefreut, am meisten jedoch hatte ich mir ein paar lustige Erkenntnisse gehofft. Beworben wird das Buch zwar damit, dass man einen Rundumschlag durch sämtliche Karten erhält, ich hatte jedoch nach dem „kurios“ im Untertitel geschlussfolgert, dass viele der Bilder auch einen lustigen oder zumindest einen unterhaltenden Aspekt bereithielten.

Die Karten in diesem Buch waren zu großen Teilen auch echt interessant und aufschlussreich. Doch leider waren viele wissenschaftliche und ernste darunter, weit weniger kurios als ich zunächst annahm. Besonders die Karten über Geschichte und Macht konnten mich nur wenig begeistern.
Zudem hatte ich nicht erwartet, dass so gut wie alle Karten sich mehr oder weniger auf die ganze Welt oder maximal einzelne Kontinente beziehen, auch wenn im Titel des Buches von der Sicht auf die Welt die Rede ist. Ich hätte gedacht, dass auch einzelne Länder detailliertere Karten gewidmet bekommen, aber dem war leider nicht so. In einem anderen Buch sah ich beispielsweise mal eine Karte über lustige Städtenamen in Deutschland, so etwas hätte, finde ich, hier auch sehr gut hineingepasst.

Nichtsdestotrotz hatte ich Spaß beim Lesen oder viel mehr Studieren dieses Buches. Einige Karten habe ich zwar eher quergelesen als detailliert angesehen, aber besonders der Bereich über Kultur hat mir sehr gut gefallen und intensiv beschäftigt. Zudem mag ich, dass das Buch ein angenehmes Format hat, es ist nicht so überdimensional, dass man das Gefühl hat, in einem „echten“ Atlas zu blättern, ist allerdings auch nicht so handlich wie ein übliches Buch, sodass es trotzdem was Besonderes ausstrahlt.

Mein Fazit:
Ich bin zwar nicht restlos begeistert, aber interessant war es allemal. Für jemanden, der vor Freunden und Bekannten mit ein paar (zugegeben teils unnützen) Fakten angeben und glänzen möchte, ist das zweifellos das richtige Nachschlagewerk. Ich habe oft gestaunt und mich gewundert, wenn auch nicht so oft, wie zunächst erhofft.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 30.11.2020

Nett

Hilfe, meine Eltern haben meinen Geburtstag gestrichen!
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Geburtstage werden mit dem Alter für viele unwichtiger. Gerade darum war es erfrischend, zu sehen, wie sehr man sich als Kind teils noch darauf gefreut hat. Ich denke, viele Leser werden sich in Tom wiedererkennen ...

Geburtstage werden mit dem Alter für viele unwichtiger. Gerade darum war es erfrischend, zu sehen, wie sehr man sich als Kind teils noch darauf gefreut hat. Ich denke, viele Leser werden sich in Tom wiedererkennen und sich ebenfalls denken, was es für eine Ungerechtigkeit ist, dass sein Geburtstag einfach abgesagt werden soll.
Ich mochte Tom als Erzähler, er hat der Geschichte mit der Umgangssprache und dem Humor, mit dem er (an manchen Stellen sicherlich unfreiwillig) berichtet eine lockere Stimmung verliehen, die den Leser sofort in einen stetigen Lesefluss fallen lässt.

Die Figuren waren mir allerdings nur zu kleinen Teilen wirklich komplett sympathisch. Mit fast jedem hatte ich an manchen Stellen so meine kleinen Problemchen, nur wenige haben mir durch und durch gefallen. Über einige habe ich den Kopf geschüttelt, andere haben mich massiv aufgeregt, wiederum andere waren einfach nur durch und durch unsympathisch.

Ich hatte jedoch weitestgehend Spaß dabei, Tom auf der Jagd nach der perfekten Geburtstagsparty zu begleiten. Es war witzig, teils gab es sogar kleine unvorhergesehene Wendungen, und extrem kurzweilig, was aber auch der kindgerechten Länge der Geschichte liegen kann.

Mein Fazit:
Vom Hocker gehauen hat es mich nicht, manchen Figuren hätte ich am liebsten gehörig den Kopf gewaschen und anschließend die Holzwolle darin gegen Gehirn getauscht. Aber witzig war es, also gibt es lieb gemeinte 3 von 5 Sternen von mir.

Veröffentlicht am 25.11.2020

War okay, aber nicht außergewöhnlich

Soul
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Als kleiner Disney Fan war ich sofort Feuer und Flamme für ein Hörbuch, in dem ein Film nacherzählt wird. Ich habe mich auf dieses neue Erlebnis gefreut, so direkt hatte ich noch nie einen Vergleich von ...

Als kleiner Disney Fan war ich sofort Feuer und Flamme für ein Hörbuch, in dem ein Film nacherzählt wird. Ich habe mich auf dieses neue Erlebnis gefreut, so direkt hatte ich noch nie einen Vergleich von Gesehenem und Gehörtem. Mir gefiel zudem, dass das Buch kein Hörbuch zum Film war, sondern tatsächlich eine gelesene Nacherzählung, ersteren kann ich nämlich so gar nichts abgewinnen.

Leider muss ich gestehen, dass die Geschichte gehört für mich persönlich an einigen Stellen recht abstrakt und schwierig vorzustellen war. Ich denke, dass es als Film vollkommener wirkt, beim Hörbuch hat mir leider oft ein Bezug zu einem Bild im Kopf gefehlt. Das hat dafür gesorgt, dass ich ab und zu abgeschweift bin, wenn auch nicht häufig.
Die Sprecherin hat einen tollen Job gemacht, ich fand sie sehr passend für die Geschichte. Sie hat den Figuren Leben und Charakter eingehaucht, an ihr lag es keinesfalls, dass mich die Story nicht durchweg begeistern und fesseln konnte.

Die Geschichte an sich, die Grundidee hinter dem Film bzw. dem Hörbuch, die mochte ich. Mir war im Grunde schon im Voraus klar, worauf alles hinauslaufen wird, aber das hat mich nicht gestört, mir kam es auf den Weg dahin an. Ich wollte mich gut unterhalten lassen, ein bisschen den Kopf entspannen und nicht allzu viel grübeln. Einen Disneyfilm in meinem Kopf, den wollte ich.

Leider ist dieses Filmgefühl bei mir nicht so ganz angekommen, ich hatte wie schon erwähnt Schwierigkeiten, mir alles vorstellen zu können. Das fand ich sehr schade, denn ich hätte wirklich gern eine begeisterte Bewertung abgegeben.

Mein Fazit:
Ich kann leider nur 3 von 5 Sternen vergeben, mich hat das Hörbuch einfach nicht komplett überzeugt, so leid es mir tut.