Profilbild von fuddelknuddel

fuddelknuddel

Lesejury Star
offline

fuddelknuddel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit fuddelknuddel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2020

Mir fehlen Bilder

Atlas Obscura Kids Edition
0

Als jemand, der bisher noch nicht viel von der Welt gesehen hat, freue ich mich immer über Reiseberichte von Freunden und Bekannten, je ausgefallener und abenteuerlicher desto besser. Der Atlas Obscura ...

Als jemand, der bisher noch nicht viel von der Welt gesehen hat, freue ich mich immer über Reiseberichte von Freunden und Bekannten, je ausgefallener und abenteuerlicher desto besser. Der Atlas Obscura versprach eine ungewöhnliche Reise quer durch alle Länder und so war ich mehr als gespannt auf dieses Hörbuch.

Was mir zuerst aufgefallen ist, ist das hochwertige Booklet, was den CDs beiliegt. Die Anmerkung auf der Produktseite, es läge eins bei, hatte ich komplett übersehen und so war die Freude groß, dass man zusätzlich zu den reinen Audio-Berichten auch etwas Haptisches bekommt, in dem man blättern und in aller Kürze nachlesen kann, welches Land wo liegt und was es besonders macht.

Der Sprecher ist kein Unbekannter, auch das bemerkte ich erst, als ich die CD einlegte. Ralph Caspers verbinde ich seit jeher mit der „Sendung mit der Maus“ und „Wissen macht Ah!“, dadurch ist seine Stimme bei mir automatisch mit der Vermittlung von Wissen und neuen Informationen verknüpft. Ich finde es gut, dass kein „klassischer“ Sprecher gewählt wurde, sondern passend zu einem sachlichen Buch jemand, der Erfahrung damit hat, solche Infos sowohl für Klein als auch für Größere ansprechend rüberzubringen, sodass man ihm gern zuhört.

Die einzelnen Beiträge zu den Ländern sind alle nach dem gleichen Schema aufgebaut, man bekommt zunächst eine kleine allgemeine Einführung über die jeweilige Region, bevor im Detail auf die außergewöhnlichsten Orte und Phänomene eingegangen wird. Zum Schluss wird ein Bogen zu einem anderen Land geschlagen, welches dann als nächstes präsentiert wird. Mir gefiel dieses wiederkehrende Muster, das hat es leicht gemacht, sich zwischen den Berichten zurechtzufinden.

Aber leider hatte ich trotz des sehr bemühten Sprechers manchmal das Gefühl, in einem Buch mit Illustrationen hätte man mehr gelernt. Ich konnte mir einige Orte nur schwer vorstellen, da haben auch die Bildchen im Booklet nicht mehr weitergeholfen. Allerdings kann ich nicht sagen, ob das Print-Exemplar eine ausführlichere Bebilderung enthalten hätte, da kann ich nur mutmaßen. Diese Art Sachbuch als Hörbuch ist meiner Meinung nach einfach schwierig, man ist eine Menge auf seine Fantasie angewiesen, was ich bei realen Orten, die beschrieben werden, nicht wirklich gelungen finde.

Mein Fazit:
Passender Sprecher, viele kuriose, spannende und lustige Informationen, aber es fehlten mir einfach Bilder. Als Print ist dieses Buch besser geeignet, würde ich mal behaupten, daher gebe ich 3,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 28.05.2020

Phönix zu Asche

Der Fluch des Phönix
0

Aimée Carter scheint eine größere Nummer in der Kinder- und Jugendbuchliteratur zu sein, dennoch habe ich noch nie was von ihr gelesen. Animox, eine ihrer Reihen, wurde an vielen Stellen hoch gelobt und ...

Aimée Carter scheint eine größere Nummer in der Kinder- und Jugendbuchliteratur zu sein, dennoch habe ich noch nie was von ihr gelesen. Animox, eine ihrer Reihen, wurde an vielen Stellen hoch gelobt und so hatte ich an dieses Buch auch gewisse Erwartungen. Fabelwesen sind definitiv mein Ding, je schräger desto besser. Einhörner und Drachen sind zwar auch ganz nett, aber von einem Phönix zum Beispiel liest man seltener, umso mehr habe ich mich gefreut, dass schon der Klappentext dem Phönix in diesem Buch eine besondere Rolle zuspricht.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive auf Lu und auf Zac, das hat dafür gesorgt, dass keine Langweile aufkommt und man zudem auch beiden Zwillingen näher kommt, denn die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein. Lu ist aufgeweckt, stürmisch und setzt sich maßgeblich für alles ein, was flauschig und hilfsbedürftig ist, zugleich übernimmt sie aber auch seit dem Tod der Mutter oft genug die Erwachsenenrolle Zac gegenüber ein, wenn der Vater überfordert ist.
Zac leidet unter einer Vielzahl an Allergien, die nicht nur seinen sondern den Alltag der ganzen Familie erheblich einschränken. Er leidet oft, aber weniger unter seinen körperlichen Beschwerden als viel mehr darunter, wie viele Probleme er seiner Schwester bereitet. Er versucht häufig, tapfer zu sein und mit ihr mitzuhalten, selbst wenn sein Zustand das häufig schwer bis unmöglich gestaltet. Doch er ist ein Kämpfer und das schätze ich sehr an ihm.

Beide Zwillinge sind so unglaublich erwachsen und reif für ihr Alter, das hat mich echt umgehauen. Klar, ab und zu sind sie mal trotzig oder zickig, wie das nun mal so ist bei 12-jährigen, aber alles in allem haben sie sich dermaßen vernünftig benommen, dass ich wirklich beeindruckt war. Erst kürzlich habe ich ein Buch mit einer drei Jahre älteren Figur gelesen, die sich um ein Vielfaches kindischer benommen hat als Lu und Zac zusammen, dagegen waren die Geschwister eine echte Wohltat beim Lesen.

Die restlichen Figuren haben meine Gefühle recht deutlich gespalten, der eine Teil der Familie der Zwillinge hat mich ähnlich begeistert wie die beiden, sie waren einfach rundum sympathisch und liebenswert. Der andere Teil, im speziellen Rowena, eine Tante der Kinder, hat mich genervt, sauer und teilweise ein wenig aggressiv gemacht. Sie war brummig, hatte nie ein nettes oder auch nur neutrales Wort den beiden Protagonisten gegenüber zu sagen und hat konstant schlechte Laune verbreitet.

Der Schreibstil der Autorin hat dafür gesorgt, dass man sich alles ohne Probleme sehr bildlich und detailliert vorstellen konnte. Die Wildlands, die Fabelwesen, alles hatte ich sofort vor Augen und ich muss sagen, dass die Bilder in meinem Kopf mir sehr gefallen haben.
Die Idee der Wildlands an sich, einem Ort an dem besondere Wesen frei und beschützt leben können, finde ich großartig. Leider hatte ich ein paar Verständnisfragen zu der Entstehung des Schutzgebietes, die sich auch im späteren Verlauf der Geschichte nicht klären konnten. Aber das hat dem Lesefluss und der Spannung keinen Abbruch getan, nicht selten endeten die Kapitel mit einem kleinen Cliffhanger in einer brenzligen Situation, sodass ich sofort weiterlesen musste, auch wenn ich mir eigentlich eine Pause vorgenommen hatte.

Mein Fazit:
Von dieser Autorin werde ich sicherlich noch mehr lesen. Sorgfältig ausgearbeitete Figuren, faszinierendes Setting und trotz einiger kleiner Verständnisprobleme ein lesenswertes Buch, was ich entgegen der Einordnung ins Genre Kinderbuch auch älteren Fantasy-Fans bedenkenlos ans Herz legen kann.
Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.05.2020

Nicht so stark wie Band 2

Das Gedächtnis von Babel
0

Es gibt viele Stimmen, die verlauten lassen, dass der dritte Band langweilig und wesentlich schwächer ist als seine beiden Vorgänger. Ich persönlich finde ihn zwar nicht ganz so spannend wie den zweiten, ...

Es gibt viele Stimmen, die verlauten lassen, dass der dritte Band langweilig und wesentlich schwächer ist als seine beiden Vorgänger. Ich persönlich finde ihn zwar nicht ganz so spannend wie den zweiten, aber keinesfalls langweilig, zumindest nicht als Hörbuch. Natürlich ist es etwas anderes, nur die CD einzuwerfen und auf Play zu drücken, als sich hinzusetzen, das Buch in die Hand zu nehmen und „selbst“ zu lesen, vor allem da dieses Hörspiel gekürzt war. Wer weiß, wo man sich in der Print-Version überall durch quälen muss.

In diesem Buch lernt man eine ganz neue Arche kennen, nämlich Babel. Ich fand es super spannend, die Unterschiede zum Pol und Anima zu sehen, die jeweils ja schon unterschiedlicher kaum sein könnten. Babel hat noch mal seinen eigenen Charme, wirkt etwas sonderlich und zugleich aber auch fortschrittlicher als die anderen beiden bereits bekannten Archen. Die Menschen haben eine eigentümliche Art und ticken einfach komplett anders, irgendwie geordneter und strenger, gegensätzlich zu dem bunten Treiben im Mondscheinpalast oder der liebenswert verschrobenen Art der Animisten.

An manchen Stellen zog sich die Geschichte schon etwas, da stimme ich zu. Besonders während Ophelias Aufenthalt in der Schule der Guten Familie wurde es zwischendurch etwas eintönig, aber ich habe trotzdem nie das Gefühl gehabt, eine Pause einlegen zu müssen, weil es gerade akut langweilig würde oder dergleichen Die Sprecherin, die ich gar nicht müde werde zu loben, hat wie immer einen großartigen Job gemacht, den Figuren Leben eingehaucht und die Stimmung in jeder Szene perfekt eingefangen und rübergebracht. Als Hörer könnte ich mir keine bessere Stimme für Ophelias Geschichte wünschen.

Ophelia erfährt in diesem Band einiges über Gott, den „Anderen“ und vor allem sich selbst, auch wenn ich gestehen muss, dass einiges davon recht verwirrend war. Man muss sich einfach auf die für mich teils etwas unlogischen und vor allem unerwarteten Wendungen und Erkenntnisse einlassen, denke ich. Zudem erhoffe ich mir noch etwas mehr Aufklärung im finalen Band, Christelle Dabos wird mich da sicherlich nicht im Regen stehen lassen.

Was mir ein Wechselbad der Gefühle beschert hat, war das Verhältnis von Ophelia und Thorn. Ich habe mit Ophelia mitgefiebert, gebangt und mich danach gesehnt, ihn endlich wiederzutreffen, und war, als es dann endlich dazu kam, zugleich erbost, tief traurig und so unendlich erleichtert. Die beiden haben wirklich eine sonderbare Beziehung voller unausgesprochener Worte, Gedanken und Gefühle, und dennoch sind sie auf seltsame Weise trotzdem irgendwie das perfekte Paar, auch wenn Thorn stellenweise eindeutig noch an seinem Umgang mit Ophelia arbeiten sollte.

Vom letzten Band erhoffe ich mir zudem einige Erklärungen, welche Rolle Viktoria spielt, Ophelias Patentochter. Sie hat bereits in diesem Band einige eigene Kapitel aus ihrer Sicht bekommen, in denen auch Gott auftaucht. Irgendeine entscheidende Sache wird sie also zur Lösung des ganzen Konfliktes beitragen und ich bin gespannt, wie genau das aussehen wird.

Mein Fazit:
Ich freue mich unheimlich aufs Finale! Zwar etwas schwächer als Band 2, da nicht so rasant, aber mir hat das neue Setting extrem gut gefallen. Eine wirklich spannende Reihe, es reicht bei diesem Band für 4 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.05.2020

Die Schöne und die Bestie

Dream Maker - Liebe
0

Das Märchen von der Schönen und dem Biest hat sein Happy End gefunden. Und nein, das Biest meint nicht Parker, zumindest nicht ihn als Ganzes. Nur einen ihm und seiner Auserwählten zur Folge äußerst imposanten, ...

Das Märchen von der Schönen und dem Biest hat sein Happy End gefunden. Und nein, das Biest meint nicht Parker, zumindest nicht ihn als Ganzes. Nur einen ihm und seiner Auserwählten zur Folge äußerst imposanten, natürlich sehr ansehnlichen und allzeit bereiten Teil, den er leider auch in diesem Buch viel zu oft aus seiner Hose holt.
Die von ihm selbsternannte „Bestie“ kommt in jedem Kapitel mindestens einmal zum Einsatz und als unschuldiger Leser hat man dann das zweifelhafte Vergnügen, in ausschweifenden und detaillierten Beschreibungen dieser Vereinigung beizuwohnen, über viele, viele, viele, [...] viele Seiten Gestöhne, Geächze, Gefluche, peinlicher Kosenamen und widerlicher Formulierungen, die wirken, als hätte man einen billigen Porno verschriftlicht.
Ja, mir ist bewusst, dass das ein Erotikroman ist. Und ja, mir ist bewusst, dass die Figuren in solchen Büchern Sex haben. Das heißt aber nicht, dass das billig und flach dahingeklatscht sein muss, das heißt nicht, dass das Gefühl fehlen darf, und das heißt schon gar nicht, dass ich mich beim Lesen immer ekeln muss. Denn das habe ich an leider viel zu vielen Stellen.

Und es zeichnet sich ein Muster ab: Die widerlich beschriebenen Szenen sind immer in Kapiteln, die aus Parkers Sicht geschrieben werden. In diesem Buch wechseln sich Parker und Sky ab mit dem Erzählen, was ich persönlich gut fand, die Kapitel von seiner besseren Hälfte stellten zumindest eine kleine Erleichterung dar. Denn die Idee, eine Reihe aus der Sicht eines Typen zu schreiben, schien zunächst vielleicht faszinierend, stellte sich aber mit einem schwanzgesteuerten Protagonisten wie Parker als harte Probe für meine Nerven heraus.
Seine Gedanken schwanken, wenn er an Sky denkt, zwischen Hintern, Brüsten, ihren Geschlechtsteilen und Sex. Jeder ihrer Reize wird ständig erwähnt, mit immer neuen schmeichelnden Adjektiven versehen, in den Himmel gelobt. Und es ätzt irgendwann einfach nur noch.

Genauso sehr nerven die überall eingestreuten Beschreibungen von Outfits, die ich nicht verstehe. Sowohl von den Frauen, die sie treffen, allesamt gepaart mit Kommentaren zum Körper, als auch von Kerlen, und zwar aufs Ausführlichste, als würde man gerade einem Fashionblogger zuhören. Habe ich irgendwann nur noch übersprungen, genauso wie die Sexszenen, genauso wie eigentlich jedes Gespräch, in dem Sky und Parker sich lediglich endlos angehimmelt haben. Und, man hat es fast schon geahnt, es ist dann nicht mehr viel von der Story übrig geblieben.

Der einzige Grund, aus dem ich dieses Buch gelesen habe, ist der, dass es mir wie Verschwendung vergangener Lesezeit vorgekommen wäre, hätte ich Band eins bis drei gelesen ohne dann das Ende zu erfahren. Ab einem bestimmten Punkt war ich dann aber auch nicht mehr gespannt darauf, wer sich hinter dem sich langsam über die anderen Bände angebahnten wahnsinnigen Fan-Verhalten Sky gegenüber, dem Stalking und den zuletzt lebensgefährlichen Entwicklungen verbirgt, denn es wurde schnell mehr als deutlich, wer der Übeltäter war. Leider, denn davon hatte ich mir wenigstens ein wenig Spannung versprochen.

Auch mit dem Ende bin ich unzufrieden, denn natürlich lässt die Autorin sich jede Menge Handlungsstränge offen, um an vielen Stellen bei unterschiedlichsten Figuren noch eigene Geschichten anschließen zu können, wie sollte es auch anders sein. Sowohl über Bos als auch über Royces Zukunft erfahren wir nichts genaues, was mich persönlich sehr geärgert hat. Aber da ich von der Autorin nichts mehr lesen werde, werden diese Geheimnisse auf ewig ungelüftet bleiben.

Mein Fazit:
Zu viel Bett, zu viel Fokus auf Äußerlichkeiten, kein Gefühl, nur platte, oberflächliche, vorhersehbare Story. Ich musste mich arg zusammenreißen, um nicht ganze Kapitel sondern nur einzelne Szenen zu überspringen, um endlich ans Ende zu gelangen, ohne dass mir der Schädel von all dem Mist brummt, den Parker von sich gibt. Ich kann leider nur 1,5 beziehungsweise gerundet 2 von 5 Sternen vergeben.

Veröffentlicht am 19.05.2020

War okay

From Here to You
0

So viel Klappentext für so ein bisschen Buch, dachte ich mir anfangs. Und wirklich, hätte man ihn gekürzt, hätte ich den Anfang der Geschichte weit mehr genießen können. Man täte gut daran, sich blind ...

So viel Klappentext für so ein bisschen Buch, dachte ich mir anfangs. Und wirklich, hätte man ihn gekürzt, hätte ich den Anfang der Geschichte weit mehr genießen können. Man täte gut daran, sich blind auf die Story einzulassen und sich vom Geschehen treiben zu lassen, dann hat man zumindest an den ersten Kapiteln wesentlich mehr Freude, wage ich zu behaupten. Nachdem man den gespoilerten Teil hinter sich gebracht hat, wird es zunächst erst mal etwas ruhiger, böse Zungen würden sagen langweiliger um die Protagonisten.

Der Schreibstil an sich hat mir gut gefallen, auch dass die Perspektiven wechseln, aus denen erzählt wird. Das sorgt dafür, dass nicht so schnell Eintönigkeit aufkommt und man auch mal dem Kerl in den Kopf gucken kann. Dennoch muss ich sagen, dass mir Darbys Sicht in diesem Fall fast schon gereicht hätte, da sie einfach so eine bewegte Vergangenheit hat.
Was mich von den Figuren her etwas gestört hat, war, dass einem an vielen Stellen das Gefühl vermittelt wurde, man hat etwas verpasst, wenn man die Beautiful-Reihe von Jamie McGuire nicht gelesen hat. Einige der Figuren erscheinen auch in diesem Buch und sie werden zwar vorgestellt, scheinen aber eine Vergangenheit mit Trex zu haben, die ich nicht zu 100% durchdrungen habe.

Darby an sich hat mich aber stark beeindruckt. Dass sie es aus eigenem Antrieb aus einer Lage wie der ihren schafft, zeugt von enormer Stärke, selbst wenn man jetzt mosern könnte, dass ihre Einsicht, ihren Verlobten zu verlassen, dann doch etwas zu plötzlich kam, dafür dass sie ihn jahrelang erduldet hat. Doch darum geht es nicht in erster Linie, sondern vielmehr darum, wie sie ihr neues Leben aufbaut. Wie sie sich allein zurechtfindet, wie sie in „Freiheit“ neue Menschen kennenlernt, wie sie zum ersten Mal so richtig selbst entscheiden kann, was ihr gefällt und was nicht, was sie will und was nicht.

Jedem, der den Klappentext gelesen hat, erzähle ich vermutlich nichts Neues, wenn ich erwähne, dass es auch einen kleinen Thrill-Anteil gibt. Niemand läuft vor einem gewalttätigen Verlobten weg, ohne dass es Konsequenzen hat, auch Darby nicht, doch ich will nicht spoilern. Stattdessen kann ich sagen, dass gerade das letzte Viertel enorm spannend ist und ich zwischendurch gar nicht aufhören mochte zu lesen, weil ich unbedingt wissen musste, wie es weitergeht.

Die Liebe zwischen Trex und Darby hat mich nicht komplett überzeugt, mir gefällt dieses „Sie ist die Eine für mich und das weiß ich, weil ich es eben weiß“ nicht. Die beiden nähern sich aber immerhin langsam an, was in Anbetracht von Darbys Vergangenheit auch gar nicht anders akzeptabel gewesen wäre.

Mein Fazit:
Ein gutes Buch für zwischendurch, besonders die letzten Kapitel waren mein Highlight. Ich vergebe 3,5 bzw. gerundete 4 von 5 Sternen.