Profilbild von fuddelknuddel

fuddelknuddel

Lesejury Star
offline

fuddelknuddel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit fuddelknuddel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2019

Okay.

Alles okay
0

„Ein Roman über das Erwachsenwerden, so berührend und großartig, dass man kaum atmen kann. Eine schmerzlich schöne Darstellung von Trauer und ein Lobgesang auf die Kraft der Wahrheit. Marin hat alles hinter ...

„Ein Roman über das Erwachsenwerden, so berührend und großartig, dass man kaum atmen kann. Eine schmerzlich schöne Darstellung von Trauer und ein Lobgesang auf die Kraft der Wahrheit. Marin hat alles hinter sich zurückgelassen, ist Tausende Kilometer geflohen vor ihrem alten Leben, vor dem Verlust ihres geliebten Großvaters. Doch eines Tages steht plötzlich ihre beste Freundin Mabel vor der Tür. Und mit ihr all die Erinnerungen an zu Hause, an Sommernächte am Strand. Mit ihrer Beharrlichkeit gelingt es Mabel, Marin aus ihrem Kokon der Einsamkeit zu befreien. Und Marin begreift, dass sie eine Wahl hat: weiter im Verdrängen zu verharren oder zu ihren Freunden und ins Leben zurückzukehren.“ (Klappentext vom Verlag)

„Alles okay“ hat mich gedanklich sehr lange beschäftigt. Entsprechend schwer fällt es mir, eine Rezension zu schreiben, die dem gerecht wird, weshalb ich das Ganze auch ziemlich lang herausgezögert habe. Denn mit seinen nur knapp über 200 Seiten ist dieses Buch eines der kürzeren, die ich in letzter Zeit gelesen habe, und dennoch voller Emotionen und ernster Themen, die den Leser berühren und nachdenklich stimmen.

Das Cover habe ich, um ehrlich zu sein, erst auf den zweiten Blick so richtig verstanden. Man sieht Marin in ihrem Zimmer im College stehen, allerdings blickt sie aufs Meer hinaus. Es ist, als wenn sie aus ihrer Gegenwart in die Vergangenheit nach Hause schaut, die sie eigentlich zu verdrängen versucht.
Die auch von der Farbwahl her ungewöhnliche Gestaltung in Kombination mit dem Titel würde mich im Geschäft definitiv neugierig auf das Buch machen und dazu bringen, einen weiteren Blick auf den Inhalt zu riskieren.

Erzählt wird in der Gegenwart aus Marins Ich-Perspektive mit Einschüben aus der Vergangenheit, zu der Zeit als Marins Großvater noch lebte und Marin noch zur Schule ging. Durch die sehr persönliche Erzählweise kann man direkt an den Emotionen und Gedanken der Protagonistin teilhaben und sich perfekt in sie hineinversetzen, man wird von Marins Schicksal berührt und den Ereignissen gefesselt, ob man will oder nicht.

Ich mochte mich kaum von der Geschichte lösen und die 200 Seiten sind viel zu schnell vorüber gewesen. Dennoch finde ich, dass dieses Buch im Gegensatz zu vielen anderen kurzen Büchern nicht mehr Seiten benötigt. Die Story ist stimmig, man hat nicht das Gefühl, dass wichtige Dinge fehlen oder zu kurz kommen, und fühlt sich am Ende ausreichend aufgeklärt über alle Geheimnisse und Begebenheiten, wie ich finde.

Die Beziehung von Mabel und Marin hat mich zu Beginn der Geschichte etwas verwirrt. Ich wusste nicht, in welchem Verhältnis die beiden zueinander stehen, das hat sich mit der Zeit allerdings auch geklärt und ich fand es extrem spannend, ihren Umgang miteinander zu beobachten, angesichts ihrer gemeinsamen Vergangenheit und der Umstände, unter denen Marin ihre Heimat plötzlich verlassen hat.
Allgemein fand ich Marin schwer zu durchschauen. Sie macht sich viele Gedanken, teilweise für meinen Geschmack zu viele. Dennoch konnte ich mich gut mit ihr identifizieren, besonders mit ihrer Unsicherheit und ihrem Unwillen, das bereits Geschehene noch einmal gedanklich durchleben zu müssen.

Die Art und Weise, wie Marins Vergangenheit mit ihrem Opa langsam aufgedröselt und erklärt wird, hat für eine Menge Spannung gesorgt. Bis zuletzt stand ich bezüglich vieler Dinge auf dem Schlauch und erst am Ende der Geschichte ist der Groschen gefallen.
Auch wie mit den Themen Trauer und deren Verarbeitung umgegangen wird, finde ich interessant, denn Marin wird nicht einfach nur sich selbst überlassen, sondern bekommt hartnäckige Unterstützung von ihren Liebsten, die sie trotz allem nicht aufgeben wollen.

Mein Fazit:
Das Buch ist meines Empfindens nach keine leichte Kost. Ich hatte an einigen Entwicklungen in der Story ganz schön zu knabbern und hab mir anschließend auch eine Menge Gedanken dazu gemacht. Es werden viele wichtige und sensible Themen angesprochen und das auf eine direkte aber zugleich auch einfühlsame Weise. Diese Geschichte ist nicht nur für Jugendliche, sondern definitiv auch für Ältere geeignet und ich kann guten Gewissens eine klare Leseempfehlung aussprechen.
4,5 von 5 Sternen gibt es von mir.

Veröffentlicht am 10.09.2019

Hat mir sehr gefallen

Die Spiegelreisende
0

Nachdem ich von Band 1 nur so semi-überzeugt war, hat mich Band 2 doch ordentlich begeistert. Dass ich den ersten Teil gelesen habe, ist noch nicht so arg lang her und entsprechend war mir die langwierige ...

Nachdem ich von Band 1 nur so semi-überzeugt war, hat mich Band 2 doch ordentlich begeistert. Dass ich den ersten Teil gelesen habe, ist noch nicht so arg lang her und entsprechend war mir die langwierige Art zu Erzählen, die mir bei dem Buch nicht so zugesagt hat, noch gut im Gedächtnis. Detailliert ist zwar immer gut, zu ausführlich allerdings wird schnell ermüdend.

In Band 2 hat sich das meiner Meinung nach gebessert. Die Story wurde etwas angezogen und ich wurde wieder in die Welt von Ophelia hinein gesogen, als wäre ich nie weg gewesen. Die Autorin versteht sich meisterlich darauf, eine einzigartige Umgebung zu schaffen, die den Leser gefangen nimmt und fasziniert.

Thorn ist mir erstaunlicherweise auch immer mehr ans Herz gewachsen, das hatte ich in Band 1 noch für komplett unmöglich gehalten, und auch Ophelia hat sich erstaunlich weiterentwickelt.

Band 2 hat mich wesentlich mehr beeindruckt als der erste Teil, ich kann die Fortsetzung kaum noch erwarten!

Veröffentlicht am 06.09.2019

Die Schneeflocke und die Kerze

Broken Love
0

„Vielleicht wird unsere Liebe mich heilen. Vielleicht wird sie mich aber auch endgültig zerstören. Alles, was ich weiß, ist: Ich bin bereit, das Risiko einzugehen. Seit drei Jahren versucht Jesse Carter ...

„Vielleicht wird unsere Liebe mich heilen. Vielleicht wird sie mich aber auch endgültig zerstören. Alles, was ich weiß, ist: Ich bin bereit, das Risiko einzugehen. Seit drei Jahren versucht Jesse Carter vor allem eins: zu vergessen. Doch die Erinnerungen an diese eine Nacht, in der sie alles verloren hat, verfolgen sie noch immer. Es vergeht keine Sekunde, in der sie nicht daran denkt, nicht davon träumt. Nur selten verlässt sie die schützenden Wände ihres Zuhauses - am liebsten würde sie sich für immer vor der Welt verstecken. All das ändert sich jedoch, als plötzlich Roman "Bane" Protsenko in ihr Leben tritt und ihr scheinbar aus heiterem Himmel einen Job als Barista in seinem Café sowie seine Freundschaft anbietet. Jesse kennt die Gerüchte, die sich um den stadtbekannten Draufgänger ranken - es heißt, er sei ein Lügner und ein Betrüger, weshalb sie weder Interesse an seinem Angebot hat noch daran, Bane näher kennenzulernen. Doch dieser lässt nicht locker. Stück für Stück beginnt er, Jesses Schutzmauern zu durchbrechen und sie so zurück ins Leben zu holen. Und auch Jesse gelingt es immer mehr, hinter Banes Maske zu blicken. Sie erkennt, dass der Mann, der sich dahinter verbirgt, genauso gebrochen ist wie sie. Dabei ahnt sie nicht, dass der wahre Grund für Banes Annäherung ihr Herz ein für alle Mal zerstören könnte ...“

So lautet der Klappentext von „Broken Love“. Oder etwas weniger umständlich: Von Grund auf kaputtes Mädchen trifft kiffenden, schlampigen Surfer, der den harten Geschäftsmann mimt, und sie verlieben sich unsterblich, wobei ihre Vergangenheit ihnen immer wieder in die Quere kommt.
Das klingt abwertender als beabsichtigt, fasst den Plot aber im Großen und Ganzen relativ treffend zusammen.

Da ich bereits von Band 3 der Reihe sehr enttäuscht wurde, hatte ich an diesen finalen Teil keine besonders hohen Erwartungen. Und auch wenn dieses Buch insgesamt gesehen in meinen Augen besser war, so hat es mich doch wesentlich mehr zwiegespalten als der Teil davor.
Zu Beginn des Buches gibt es eine Triggerwarnung, was für mich persönlich neu war. Bisher hatte ich noch nie eine Geschichte in der Hand, in der es um die Folgen sexueller Gewalt ging und war entsprechend gespannt wie auch ein wenig skeptisch, wie genau ich mir das Ausmaß der Schilderungen nun vorstellen muss.

Erzählt wird aus den Ich-Perspektiven von Jesse und Bane, sodass man die Gedanken der Figuren perfekt nachvollziehen kann. Besonders Jesse hat mich in der Hinsicht interessiert aufgrund ihrer Vergangenheit und ich empfand es sowohl spannend als auch extrem bedrückend war, zu erfahren, was sie durchgemacht hat und ihre Emotionen so detailliert verfolgen zu können.
Leider hat Bane mit seiner primitiven Art die Ernsthaftigkeit in vielen Momenten zunichte gemacht und auch Jesse irgendwann von interessant zu billig konvertieren lassen, ich hätte mir mehr Gefühl und sehr viel weniger Bett gewünscht.

Mir gefällt, dass auch in diesem Teil die Figuren aus dem vorigen aufgegriffen werden, ungeachtet dessen, dass sie mir da schon nicht sympathisch waren. Solche Beziehungen zwischen Büchern weiß ich zu schätzen, das gibt dem Leser immer das Gefühl, auf vertrautes Terrain zurückzukehren, wo er sich auskennt.
Abgesehen davon hat Roman mir den letzten Nerv geraubt. Der Kerl ist kriminell, ein Erpresser, eine männlichen Hure und wäscht seine Hände in metaphorischem Dreck. Andere mögen das anziehend finden, wie auch die gebeutelte Jesse es tut, mich hat es angewidert.

Jesse dagegen kann ich nur schwer beurteilen. Ich kann nicht sagen, inwiefern ihr Verhalten typisch dem eines Opfers sexueller Gewalt ist, aber anfangs konnte sie mich noch überzeugen. Je mehr sie sich allerdings Bane angenähert hat, desto mehr ist diese Überzeugung gebröckelt, bis sie sich später kaum noch von der Durchschnitts-New-Adult-Protagonistin unterschied. Einerseits ein wünschenswerter Wandel, weil das bedeutet, dass sie ihr Trauma zu verarbeiten beginnt, andererseits fand ich die Zeitspanne, in der das passierte, doch drastisch kurz.

Das Geflecht aus Lügen, Geheimnissen und Verbrechen, in das Jesse verwickelt ist, größtenteils ohne es zu wissen, fand ich beeindruckend und gleichzeitig verstörend konstruiert. Einige Wendungen habe ich so nicht kommen sehen und das muss man als Autor erst einmal schaffen, einen geübten New Adult Leser hinters Licht zu führen.
Leider haben die Bettszenen für meinen Geschmack mal wieder zu krass überhand genommen, die vulgäre Ausdrucksweise der Surfer und ihrer Clique war irgendwann nur noch anstrengend und die Protagonisten haben sich zu schnell aufeinander zu entwickelt.

Mein Fazit:
Einerseits faszinierend und spannend durch Jesses Vorgeschichte und deren Folgen für ihr Leben, andererseits stellenweise wieder zu billig und abgegriffen wie ein schlecht produziertes Schmuddelvideo.
Es gibt akzeptable 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 27.08.2019

Ist halt kein Bilderbuch

Verrückt nach Karten
0

In „Verrückt nach Karten“ widmet sich der Herausgeber eines Bestandteils von Büchern und Geschichten, der von vielen nur flüchtig oder vielleicht sogar gar nicht beachtet wird, nämlich den Karten der zugehörigen ...

In „Verrückt nach Karten“ widmet sich der Herausgeber eines Bestandteils von Büchern und Geschichten, der von vielen nur flüchtig oder vielleicht sogar gar nicht beachtet wird, nämlich den Karten der zugehörigen Welten. In aller Ausführlichkeit wird darauf eingegangen, wie so eine Karte entsteht, wie man sie anschließend liest, welche Arten von Karten es gibt, natürlich gespickt mit jeder Menge Bildern und Beispielen.

Ich muss gestehen, dass ich von der ersten Sekunde an, als ich dieses Buch bei vorablesen in der Vorschau entdeckte, fasziniert war. Bisher habe ich die Karten in Büchern zwar immer erfreut zur Kenntnis genommen, mich allerdings nie wirklich eingehend mit ihnen beschäftigt. Die Leseprobe habe ich mir daher nur flüchtig angeschaut und mich da auch eher auf die Bilder konzentriert. Ein Fehler, wie sich im Nachhinein herausstellte.

Zwar gibt es in diesem Buch unglaublich viele schöne und auch wahnsinnig interessante Karten, besonders jene, deren Geschichten man kennt, wie zum Beispiel von „Narnia“ und „Drachenzähmen leicht gemacht“, habe ich besonders viel Zeit gewidmet. Allerdings hätte ich im Vorfeld nicht gedacht, dass ich von den Anmerkungen und Texten des Herausgebers so wenig angetan sein würde.
Anfangs waren seine Anekdoten, wie er zu seiner Begeisterung für Karten gekommen sei, noch sehr amüsant, später allerdings habe ich den Text weitestgehend nur noch überflogen und mir hauptsächlich die Karten angeschaut.

Mein Fazit:
Zwischen dem ganzen Karten-Enthusiasmus hatte ich verdrängt, dass es sich hier immer noch um ein Sachbuch handelt, wenn auch ein interessant gestaltetes. Man merkt, dass hinter der hochwertigen Aufmachung und liebevollen Illustration eine Menge Arbeit und Überlegung steckt, und im Regal sieht das Buch auch wunderschön aus.
Für jemanden wie mich allerdings, der eher auf die Bilder steht als die Erläuterungen dazu, lohnt es sich nicht, das viele Geld auszugeben.

Veröffentlicht am 23.08.2019

Auszeit

Show me the Stars
0

Eine Auszeit ist genau das, was Liv jetzt braucht. Nachdem sie ihr Studium im Eiltempo durchgezogen hat, wollte sie beruflich eigentlich voll durchstarten, aber nun hat sie ihren ersten richtigen Job direkt ...

Eine Auszeit ist genau das, was Liv jetzt braucht. Nachdem sie ihr Studium im Eiltempo durchgezogen hat, wollte sie beruflich eigentlich voll durchstarten, aber nun hat sie ihren ersten richtigen Job direkt wieder verloren und das alles nur wegen eines missglückten Interviews. Neugierig bewirbt sie sich also auf eine Stellenanzeige, die sechs Monate Auszeit verspricht und sich als Housesitting-Job für einen Leuchtturm auf einer kleinen Insel vor der Küste Irlands entpuppt. Ein halbes Jahr allein mit sich, seinen Gedanken und Sorgen und einem gutaussehenden Iren, der regelmäßig vorbeikommt..

Zunächst muss ich sagen, dass ich aus dem Kyss-Verlag, einer Abspaltung von rowohlt, bisher kein Buch gelesen habe, was mir nicht gefallen hat. Es war kein Desaster dabei, im Gegenteil, ich habe mindestens eine Lieblingsreihe durch das Kyss-Programm entdeckt. Und die Leuchtturm-Trilogie von Kira Mohn hat definitiv Potenzial, eine weitere zu werden.

Das Cover vermittelt einem direkt ein stürmisches See-Feeling mit dem aufgewühlten Wasser im Hintergrund. Mir persönlich gefällt es sehr gut und im Geschäft würde ich garantiert davon angelockt stehen bleiben und mir das Buch mal genauer anschauen. Auch die Folgebände sind alle vom Design her gut aufeinander abgestimmt, gesammelt sehen sie sicher wunderschön im Regal aus.

Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Liv, was in diesem Fall die beste Art und Weise ist, das Buch zu erzählen, finde ich. Denn ich konnte mich zu 100% mit ihr identifizieren, sie ist nicht nur gleich alt, sondern hat auch etwas ähnliches studiert wie ich gerade, wohnt genau wie ich im Norden und dadurch wirkte sie oft wie eine Lena 2.0, die ein paar bessere Entscheidungen im Leben getroffen hat als ich, und deshalb trotz ihrer zarten 22 Jahre einiges mehr erreicht hat. Seltsamer Vergleich, aber so fühlte es sich beim Lesen oft an.
Ich liebe ihren Humor, das Buch ist mit so viel Witz erzählt, Livs verpeilte Gedanken zu verfolgen war einfach nur herrlich lustig und erfrischend ehrlich, sie haben mich wieder sehr an mich selbst erinnert. Dazu kommt der lockere, angenehm leichte Schreibstil der Autorin, die detaillierten Beschreibungen, sodass man sich das Geschehen und das Setting perfekt vorstellen kann. Das Buch beendet sich quasi von selbst, obwohl man das Ende am liebsten nie erreichen würde.

Liv, eine der sympathischsten, authentischsten Protagonistinnen, über die ich je gelesen habe, hat natürlich auch ein männliches Gegenstück. Der gutaussehende Ire, Kjer, der ihr die Vorräte auf die Leuchtturm-Insel liefert und sie ab und zu zum Festland übersetzt, birgt einige Geheimnisse, denen Liv nur langsam auf die Spur kommt, doch mir persönlich war er etwas zu schweigsam. Der ein oder andere Satz mehr hätte ihn sicher nicht um- und vor allem dem Leser schneller nähergebracht, doch auch so bin ich langsam aber sicher mit ihm warm geworden.

Die Beziehung zwischen Liv und Kjer finde ich gelungen konstruiert, nicht zu voreilig und auch nicht zu schnarchig voranschreitend. Ich habe gern mit den beiden mitgefiebert, wann sie sich wohl näherkommen, was für Wendungen sich ergeben, welche Überraschungen die Story noch bereithält. Ebenso bewundernswert finde ich es, wenn Autoren es schaffen, für den Leser eine richtige Wohlfühlatmosphäre zu kreieren. Man wollte beim Lesen am liebsten selbst nach Irland reisen, Zeit in einem Leuchtturm verbringen, mit Freunden in einem urigen, gemütlichen Pub Bier trinken und der Live-Musik lauschen, durch den Regen spazieren und bei Wanderungen die Natur genießen.

Mein Fazit:
Ich habe alles an diesem Buch geliebt! Das Setting, die erschaffene Atmosphäre, die Figuren, den Schreibstil. Um jeden Preis möchte ich wissen, wie die Trilogie weitergeht und ich freue mich schon auf das Paar, was im nächsten Band seinen Auftritt hat.
Für New Adult Fans, die nicht viel Action in ihren Geschichten brauchen und sich gern mal gedanklich entspannt zurücklehnen, kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen.