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Veröffentlicht am 22.11.2023

Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte. Warmherzig, nachdenklich, magisch.

Die Nacht, in der ich Weihnachten rettete
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Jackson ist ein absoluter Weihnachtsfan und glaubt fest daran, dass es den Weihnachtsmann wirklich gibt. Doch als ein Freund von ihm eines Tages behauptet, dass sein größtes Idol gar nicht existiere, kommen ...

Jackson ist ein absoluter Weihnachtsfan und glaubt fest daran, dass es den Weihnachtsmann wirklich gibt. Doch als ein Freund von ihm eines Tages behauptet, dass sein größtes Idol gar nicht existiere, kommen Jackson langsam Zweifel auf. Hat sein Freund vielleicht recht? Jackson beschließt der Sache auf den Grund zu gehen und dem Weihnachtsmann in der Nacht zum 25. Dezember aufzulauern. Als seine Eltern und Schwestern endlich schlafen, schleicht er sich heimlich ins Wohnzimmer und wer kommt kurz darauf durch den Kamin gesaust? Der Weihnachtsmann! Dieser hat sich nur dummerweise den Knöchel verstaucht und braucht dringend Hilfe beim Geschenke verteilen. Jackson ist natürlich sofort bereit zu helfen. Er begleitet den Weihnachtsmann in dessen Schlitten durch die ganze Welt und bekommt dabei eine unglaubliche Geschichte von ihm erzählt. Sie handelt von einem verbitterten und geizigen Elf namens Torvil, der vor langer Zeit in der heiligen Nacht eine wundersame Wandlung durchgemacht hat.

Ich mochte schon die beiden vorherigen Kinderromane von Ben Miller sehr gerne, aber dieses Buch aus seiner Feder hat mir noch mal eine Ecke besser gefallen.
„In der Nacht, in der ich Weihnachten rettete“ ist ein magisches Weihnachtsabenteuer mit viel Herz und Humor, das zum Teil stark an Charles Dickens’ berühmten Weihnachtsklassiker „A Christmas Carol“ angelehnt ist. Manche werden vielleicht kritisieren, dass sich Ben Miller so sehr bei Dickens bedient hat, mich jedoch hat es in keinster Weise gestört. In meinen Augen ist dem britischen Autor eine originelle Adaption des Klassikers gelungen, die er geschickt mit einer Geschichte über die Entstehung des Weihnachtsmannes verknüpft hat. Während man in der heutigen Zeit den Jungen Jackson, den Weihnachtsmann und den kessen Rudolph auf ihrer Geschenketour begleitet, entführen einen die Erzählungen über den hartherzigen Spielzeugmacher Torvil in die Vergangenheit, in die Welt der Elfen. Langweilig wird es dabei an keiner Stelle. Ob abenteuerlich, lustig, berührend, ein bisschen traurig und wunderbar weihnachtlich – es ist alles dabei. Es macht einfach großen Spaß abwechselnd in die beiden Handlungsstränge einzutauchen, die gemeinsam mit Daniela Jaglenka Terrazzinis stimmungsvollen schwarz-weiß Illustrationen ein zauberhaftes, stimmiges Ganzes ergeben.

Fazit: „In der Nacht, in der ich Weihnachten rettete“ ist eine wunderschöne, herzerwärmende und fantasievolle Weihnachtsgeschichte zum Vor- und Selberlesen ab 8 Jahren, die Jung und Alt gleichermaßen verzaubert und an die wahre Bedeutung von Weihnachten erinnert. Das perfekte Buch für die Adventszeit. Spannend, witzig, nachdenklich und voller Weihnachtszauber und Überraschungen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 21.11.2023

Ein packendes & düsteres Fantasy-Abenteuer voller Spannung

Das Buch der gestohlenen Träume (Das Buch der gestohlenen Träume 1)
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Die 12-jährige Rachel Klein und ihr großer Bruder Robert leben in Krasnia, einem Land, in dem düstere Zeiten herrschen. Alle Menschen fürchten sich vor dem Präsidenten Charles Maltain, der ein grausamer, ...

Die 12-jährige Rachel Klein und ihr großer Bruder Robert leben in Krasnia, einem Land, in dem düstere Zeiten herrschen. Alle Menschen fürchten sich vor dem Präsidenten Charles Maltain, der ein grausamer, machthungriger und kinderhassender Tyrann ist. Seit er an der Macht ist, dürfen Kinder nach der Schule nicht mehr auf die Straße und Bücher und Geschichten sind strengstens verboten. Jeder, der sich den Regeln widersetzt, wird sofort eingesperrt und bestraft. Als der Vater der Geschwister, der Bibliothekar ist, die beiden eines Tages in die Leihbücherei von Nord-Brava mitnimmt, wird sich ihr Leben schlagartig verändern. Ihr Vater zeigt ihnen ein besonderes Buch, das unbedingt gerettet und beschützt werden muss: Das Buch der gestohlenen Träume. Doch die drei werden entdeckt und während den Kindern mit dem Buch die Flucht gelingt, wird der Vater verhaftet. Kurz darauf stirbt auch noch ihre kranke Mutter und Rachel und Robert sind auf sich alleine gestellt. Sie müssen nun alles geben, damit das Buch nicht in die falschen Hände gerät. Doch Charles Malstain ist ihnen bereits auf den Fersen...

Auf dieses Buch war ich unheimlich gespannt. Es klang einfach so gut und von dem wunderschönen Cover war ich sofort richtig angetan. Leider haben mir der Klappentext und die äußere Gestaltung nur ein bisschen zu viel versprochen. Die Geschichte war irgendwie anders als erwartet, deutlich weniger magisch und dafür ziemlich politisch und realitätsnah.
Es handelt sich hierbei mehr um einen rasanten Abenteuerroman, der in einer fiktiven Welt spielt, die unserer gar nicht so unähnlich ist und teils sehr an den Nationalsozialmus erinnert. Es gibt Unterdrückung, Diktatoren, Straflager, Folter...Die Atmosphäre ist daher oft recht bedrohlich und finster und es kommt öfters zu grausamen Szenen. Die Story ist stellenweise schon nicht ohne und komplex, sie wird daher nicht für jeden Leserin ab 11 Jahren geeignet sein. Die Handlung bleibt aber stets angemessen für ein Buch dieser Altersklasse, in meinen Augen wird alles mit dem nötigen Feingefühl und einer richtigen Portion Humor beschrieben. Und neben den ernsten Themen wie Gewalt, Verlust und Trauer geht es zudem auch um Freundschaft, Liebe und Familie, um Mut, Hoffnung, Moral und der Wunsch nach Freiheit.

Geschildert wird die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln und wechselt immer wieder zwischen Rachels und Roberts Erlebnissen. Ein Teil der Kapitel wird dabei von kurzen poetischen Ausschnitten aus dem Buch der gestohlenen Träume eingeleitet, die sehr hübsch von Kristina Kister illustriert sind und dem Ganzen etwas Geheimnisvolles verleihen. Sehr cool ist auch, dass sich der Erzähler manchmal selbst mit einbringt und uns Leser
in direkt anspricht. Die Story ist insgesamt wirklich toll aufgebaut und geschrieben, spannend, abwechslungsreich und voller unerwarteter Wendungen. David Farr versteht sein Handwerk auf jeden Fall. Sein lebendiger Schreibstil zieht einen direkt ins Geschehen und sorgt für jede Menge Kopfkino beim Lesen. Man fiebert, fühlt und bangt mit dem sympathischen und mutigen Geschwistern mit und mag das Buch oft nicht mehr aus der Hand legen.

Das Ende ist abgeschlossen, sodass der Roman für sich allein stehen könnte. Es handelt sich hierbei allerdings um einen Reihenauftakt, den zweiten Band gibt es sogar bereits auf Englisch. Auch wenn ich mir etwas mehr erhofft habe, hatte ich viel Spaß beim Lesen und werde die Reihe weiterverfolgen. Auf die Fortsetzung freue ich mich schon sehr.

Fazit: „Das Buch der gestohlenen Träume“ ist eine packende und facettenreiche Abenteuergeschichte mit einem starken Geschwisterpaar, jeder Menge Spannung und ein bisschen Magie. Düster, bewegend, unvorhersehbar. Ein gelungener Auftakt einer neuen Fantasy-Reihe für Leser*innen ab 11 Jahren, der auch Erwachsene zu fesseln vermag. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 20.11.2023

Eine wunderschöne Fortsetzung der Tintenwelt-Trilogie!

Tintenwelt 4. Die Farbe der Rache
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Keine Bücher haben mich so sehr geprägt wie die von Cornelia Funke. Vor allem mit ihrer Tintenwelt-Reihe verbinde ich so viele schöne Kindheitserinnerungen! Meine Freude war daher natürlich riesengroß, ...

Keine Bücher haben mich so sehr geprägt wie die von Cornelia Funke. Vor allem mit ihrer Tintenwelt-Reihe verbinde ich so viele schöne Kindheitserinnerungen! Meine Freude war daher natürlich riesengroß, als ich hörte, dass es nach so langer Zeit weitergehen wird. Endlich, 16 Jahre nach dem Erscheinen von Band 3, öffnen sich die Tore in die Tintenwelt wieder, endlich können wir uns von der Meisterin der Fantasie wieder in diese einzigartige magische Welt entführen lassen. Wie sehr habe ich mich darauf gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Fünf Jahre sind seit dem Ende von „Tintentod“ vergangen. Für Meggie, Mo, Staubfinger und die anderen Bewohner von Ombra waren es fünf glückliche und friedliche Jahre. Mit der sorgenfreien Zeit ist es aber jäh vorbei, als Orpheus wieder auftaucht. Dieser hat nach seiner Flucht ein jämmerliches Leben im Norden geführt, durchtränkt von Hass und Rachegefühlen. Orpheus will sich an allen rächen, die ihn verraten haben, vor allem Staubfinger soll büßen für das, was er ihm angetan hat. Um seine Rache zu bekommen, ist ihm inzwischen jedes Mittel recht, er schreckt vor nichts mehr zurück.

Da ich die dreibändige Hauptreihe zuletzt in meiner Jugendzeit gelesen habe, wollte ich eigentlich einen schnellen (und eh längst fälligen) Reread einlegen, ehe ich zum vierten Band greife. Leider habe ich es aus Zeitmangel dann doch nicht geschafft, sodass ich es ohne eine ausführliche Erinnerungsauffrischung gewagt habe. Zum Glück erleichtert uns Cornelia Funke den Einstieg mit einer kleinen Zusammenfassung der vorangegangen Ereignisse sowie einem mehrseitigen Personenregister hinten im Buch. Die Zusammenfassung ist allerdings wirklich kurz und etwas mit Vorsicht zu genießen, da sie aus Orpheus’ Sicht geschrieben ist. Ich rate daher sehr, die Trilogie erst einmal zu rereaden bzw. Neueinsteigern, sie kennenzulernen.

Mir ist meine Rückkehr in die Tintenwelt erstaunlicherweise dann doch recht leicht gefallen. Ich habe die erste Seite aufgeschlagen...und war Zuhause. Es war fast, als wäre man nie weg gewesen, obwohl auch vieles anders war. Das Cover ist daher mehr als gelungen. Es passt optisch perfekt zur Reihe, hebt sich durch den Titel gleichzeitig aber auch etwas ab und zeigt dadurch, dass sich dieser Band von den drei Vorgängern unterscheidet.
Man merkt der Geschichte schon an, finde ich, dass sie deutlich später als die vorherigen Bände geschrieben wurde. Zudem ist die Atmosphäre noch düsterer und brutaler als in den Vorgängern und unsere alten Helden haben nur einen kleinen Gastauftritt. Dennoch hat es Cornelia Funke in meinen Augen geschafft, den besonderen Tintenzauber nach all den Jahren zu erhalten. Ihr Schreibstil ist wie gewohnt bildgewaltig, poetisch und detailverliebt, ein wahrer Genuss! Die deutsche Autorin hat sich einfach schon immer bestens darin verstanden, Welten zu schaffen, die trotz der ganzen Düsterkeit absolute Wohlfühlorte sind und ein warmes und heimeliges Gefühl vermitteln. Die sowohl wunderschön als auch märchenhaft grausig sind und Jung und Alt gleichermaßen faszinieren. Auch „Die Farbe der Rache“ fesselt von den ersten Zeilen an und erzählt eine fantastische Geschichte voller Magie, Gefühl und Tiefe. Eine Geschichte, in der es um Liebe, Freundschaft und Zusammenhalt geht, aber auch um Hass, Verrat , Machtgier und Rache.

Geschrieben ist auch dieser Band in der personalen Erzählperspektive und wird aus dem Blickwinkel vieler verschiedener Charaktere geschildert. Dabei hat mich überrascht, dass Staubfinger als einer der Hauptprotagonisten gar nicht so sehr im Vordergrund steht und es dafür mehr um den Schwarzen Prinzen geht. Ich mochte es unheimlich gern, mehr über seine Vergangenheit und die Freundschaft zwischen ihm und Staubfinger zu erfahren, hätte mir aber gewünscht, noch ein bisschen mehr von meinem geliebten Feuertänzer zu lesen.
Auch über mehr Momente mit Meggie, Mo, Elinor und weitere alte Bekannte hätte ich mich natürlich gefreut, aber da Cornelia Funke bereits vor der Veröffentlichung gesagt hat, dass dieser Band nicht ihnen gewidmet ist, war ich darauf vorbereitet, dass wir sie nur kurz wiedersehen.

Auch wenn Staubfinger als Hauptfigur nicht ganz so zur Geltung kommt wie ich es mir erhofft habe und das Ende etwas zu schnell und plötzlich da ist, hat sich meine Lieblingsautorin wieder einmal sofort in mein Herz geschrieben. Ich habe es geliebt neue Ecken im Tintenreich zu entdecken, neben vertrauten Gesichtern vielen neuen Charakteren zu begegnen und auf kleine Parallelen zur Reckless-Reihe zu stoßen. Von den ersten Zeilen an war ich völlig gebannt von der Handlung, ganz verzaubert von Cornelia Funkes magischen Worten und ihren kleinen schwarz-weiß Illustrationen. Es war einfach großartig, sich in dieses Buch hineinziehen zu lassen und nach 352 Seiten voller wohliger Nostalgie-Gefühle wieder daraus aufzutauchen.

Fazit: „Die Farbe der Rache“ ist eine wundervolle Fortsetzung der Tintenwelt-Trilogie. Ein großes Muss für alle Tintenwelt- und Fantasy-Fans und die ideale Lektüre für die dunkle Jahreszeit. Ich habe mich zurecht so sehr auf dieses Buch gefreut. Noch einmal in die Tintenwelt einzutauchen und ein neues spannendes Abenteuer in ihr zu erleben, war wie nach Hause kommen, ein wunderschön nostalgisches Erlebnis. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 13.11.2023

Ein zauberhafter Auftakt!

Kaya Silberflügel − Das Geheimnis der magischen Federn
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Da ich die Zaubergarten-Serie von Nelly Möhle so gerne mag, war sofort klar, dass ich auch ihre neue Fantasyreihe „Kaya Silberflügel“ kennenlernen möchte.

Die 10-jährige Kaya wusste schon immer, dass ...

Da ich die Zaubergarten-Serie von Nelly Möhle so gerne mag, war sofort klar, dass ich auch ihre neue Fantasyreihe „Kaya Silberflügel“ kennenlernen möchte.

Die 10-jährige Kaya wusste schon immer, dass sie anders ist als andere Kinder. Sie kann übernatürlich gut singen und mit ihren hellen blonden Haaren sticht sie hervor wie ein Leuchtturm. Was sie jedoch nicht weiß: Sie ist eine Avanost, sie kann sich in einen Vogel verwandeln. Erst kurz nach ihrem zehnten Geburtstag erfährt sie davon, als plötzlich eine alte Dame namens Aurelia auftaucht. Sie überreicht Kaya ein wunderschönes Medaillon, mit dessen Hilfe sie zwischen Menschen- und Vogelgestalt wechseln kann. Kayas Leben wird von diesem Tag an völlig auf den Kopf gestellt. Während sie noch versucht, sich als Avanost zurechtzufinden, wird Aurelia überfallen und die Ereignisse beginnen sich zu überschlagen. Die Zukunft der Avanoste ist in Gefahr, das Oberhaupt Xaver Steinadler verfolgt finstere Pläne und muss unbedingt gestoppt werden. Ob Kaya ihn mithilfe ihrer Freunde aufhalten kann? Wird sie hinter all die Geheimnisse kommen? Und wem kann sie vertrauen? Ist dieser mysteriöse Milan, der ihr helfen will, Freund oder Feind? Ein gefährliches Abenteuer beginnt...

Ein traumhaftes Cover hat uns die Alina Brost da gezaubert und auch die Kapitelanfänge hat sie mit ihren filigranen schwarz-weiß Zeichnungen wunderhübsch gestaltet. Die Aufmachung des Buches ist einfach rundum gelungen – und die Geschichte steht dem in nichts nach.
Kaya, aus deren Sicht alles in der Ich-Perspektive geschildert wird, ist eine sehr sympathische Hauptprotagonistin, die man direkt ins Herz schließt und deren Entwicklung man nur zu gerne mitverfolgt. Kaya wird eine wirklich großartige Wandlung durchmachen. Das anfangs schüchterne und unsichere Mädchen wird mutiger und selbstbewusster werden und über sich selbst hinauswachsen. Auf mich hat sie manchmal etwas älter als zehn Jahre gewirkt, was mich aber nicht groß gestört hat. Ich mochte Kaya auf Anhieb und auch die weiteren liebenswerten Charaktere haben mir gefallen wie Kayas beste Freundin Merle oder den rätselhaften Jungen Milan. Vor allem Milan ist eine interessante Figur, da man ihn zunächst nicht einschätzen kann, nicht sicher sagen kann ob er Freund ist oder Feind.

Langweilig wird es in diesem Buch an keiner Stelle. Nelly Möhle versteht es, uns Leserinnen mit ihrem atmosphärischen Schreibstil von Beginn an in den Bann ziehen und zu fesseln. Ob aufregend, unterhaltsam, bewegend, herrlich geheimnisvoll oder wunderbar magisch – es ist alles dabei und auch wichtige Themen und Botschaften haben ihren Platz in dieser tollen Mischung gefunden. Es macht einfach nur großen Spaß mit Kaya in die Welt der Vogel-Gestaltwandler einzutauchen und sich gemeinsam mit ihr und ihren Freunden den Gefahren und Herausforderungen zu stellen. Für mich, als Erwachsene, waren manche Dinge dann doch etwas vorhersehbar, allerdings hat das meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Ich habe das Buch nahezu in einem Rutsch durchgelesen und da am Ende einiges offenbleibt, kann ich die Fortsetzung kaum erwarten.

Fazit: Die deutsche Autorin Nelly Möhle entführt ihre Leser
innen in ihrem neuen Kinderroman in eine faszinierende und zauberhafte Welt voller Geheimnisse und Magie. „Kaya Silberflügel – Das Geheimnis der magischen Federn“ ist eine spannende und fantasievolle Geschichte über Freundschaft, Mut, Zusammenhalt, Vertrauen und der Glaube an sich selbst. Ein wundervoller Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht, und das perfekte Lesefutter für alle Gestaltwandler-Fans ab 9 Jahren. Ich habe Kaya nur zu gerne begleitet und freue mich schon sehr auf mein nächstes Wiedersehen mit ihr. Von mir gibt 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 10.11.2023

Ein wundervoller Roman, der bewegt, mitreißt und nachdenklich stimmt

Irgendwo wartet das Leben
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Da ich die bisherigen Bücher von Erin Entrada Kelly so geliebt habe, habe ich mich auf ihren neuen Roman „Irgendwo wartet das Leben“ sehr gefreut. Und ich wurde mal wieder nicht enttäuscht.

Fawn Creek. ...



Da ich die bisherigen Bücher von Erin Entrada Kelly so geliebt habe, habe ich mich auf ihren neuen Roman „Irgendwo wartet das Leben“ sehr gefreut. Und ich wurde mal wieder nicht enttäuscht.

Fawn Creek. Eine Kleinstadt in Südlouisiana, in der jeder jeden kennt und nie etwas Aufregendes passiert. Hier leben der Außenseiter Greyson und seine beste Freundin Dorothy, die gemeinsam die 7. Klasse der Fawn Creek Middle School besuchen. Diese besteht aus 12 Schülerinnen und alle kennen sich schon ihr Leben lang. Als eines Tages die 12-jährige Orchid Mason in die kleine Gemeinde zieht und die Klasse betritt, wird sie das Leben ihrer Mitschülerinnen ordentlich durcheinanderbringen. Orchid ist anders, sie überstrahlt alle und lässt sich in keine Schublade stecken. Wer ist diese geheimnisvolle Neue nur, die eine Blume im Haar trägt, schon in New York City und Paris war und lauter spannende Geschichten zu erzählen hat? An ihr scheint alles so leicht zu sein. Aber ist es das auch wirklich?

Die US-amerikanische Autorin Erin Entrada Kelly hat erneut einen besonderen Kinderroman zu Papier gebracht, der sich mit vielen komplexen Themen befasst und sehr zum Nachdenken und Reflektieren einlädt. Eine leise, tiefgründige und berührende Geschichte über Freundschaft, Mobbing, Selbstakzeptanz und Toleranz, über Zugehörigkeit, die Suche nach Identität und Veränderungen.

„Irgendwo wartet das Leben“ entführt uns Leserinnen in eine Kleinstadt in Südlouisiana und spielt größtenteils an der dortigen Middle School. Wir lernen die siebte Klasse dieser Schule kennen, in der sich alle von klein auf kennen und die Rollen klar verteilt sind. Wir treffen auf Tonangeber, Mobber und Außenseiter, auf die Sportlichen, Schönen und Unauffälligen. Eine typische Schulklasse eben, in der sich viele junge Leserinnen wiederfinden werden. Erin Entrada Kelly wirft einen sehr feinsinnigen Blick auf das Leben von Heranwachsenden und stellt deren verschiedenen Probleme authentisch und sensibel dar. Sie führt vor Augen, dass das Erwachsenwerden alles andere als leicht ist, vor allem in einer Kleinstadt wie Fawn Creek nicht. Zugleich vermittelt sie aber auch Hoffnung und macht Mut, den eigenen Weg zu gehen.

Dadurch, dass der Roman aus verschiedenen Perspektiven geschildert wird, erhalten wir ein sehr genaues Bild von den Schülerinnen, wobei manche dabei deutlich mehr in den Fokus genommen werden wie Greyson und Dorothy. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auch immer auf Orchid, die faszinierende Neue, die mit ihrem Auftauchen alles durcheinanderwirbeln wird. Sie umgibt jedoch bis zum Schluss etwas Geheimnisvolles und Unnahbares, fast schon Magisches, was für eine gewisse Spannung sorgt. Mit einer actionreichen Handlung, in der viel passiert, darf man hier allerdings nicht rechnen. „Irgendwo wartet das Leben“ wird auf eine recht unaufgeregte Weise erzählt. Dennoch vermag die Geschichte durchgehend zu fesseln und lässt sich dank der kurzen Kapitel und dem angenehmen, wunderschönen Schreibstil nahezu in einem Rutsch lesen. Es ist spannend und bewegend zu sehen, wie sich die Dynamik der Klasse durch Orchid langsam verändert und die Schüler damit beginnen, aus ihren Schubladen auszubrechen und lernen zu sich selbst zu stehen.

Fazit: Wieder einmal hat Erin Entrada Kelly ein ganz besonderes Buch für Leser
innen ab 11 Jahren geschrieben, das auch für Erwachsene absolut lesenswert ist. „Irgendwo wartet das Leben“ ist eine kraftvolle, lebensnahe und mutmachende Geschichte, die berührt, fasziniert und zum Nachdenken anregt. Ein ruhig und einfühlsam erzählter Kleinstadtroman voller Tiefe und Wärme. Mich hat auch dieses Werk aus der Feder von Erin Entrada Kelly auf ganzer Linie überzeugen können, ich kann es nur empfehlen! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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