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Veröffentlicht am 03.11.2022

Ein großes Muss für alle Disney- und Cruella-Fans!

Disney Cruella: Hello, wildes Herz!
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Da Cruella de Vil zu meinen liebsten Disney-Bösewichten gehört und mir meine bisherigen Werke von Maureen Johnson sehr gut gefallen haben, habe ich mich riesig darüber gefreut, dass die US-amerikanische ...

Da Cruella de Vil zu meinen liebsten Disney-Bösewichten gehört und mir meine bisherigen Werke von Maureen Johnson sehr gut gefallen haben, habe ich mich riesig darüber gefreut, dass die US-amerikanische Autorin einen Roman geschrieben hat, in welchem wir die bekannte Schurkin aus „101 Dalmatiner“ als 16-jährigen Teenager kennenlernen dürfen. „Disney Cruella: Hello, wildes Herz!“ musste ich einfach haben.

Nachdem die junge Estella den Tod ihrer Mutter mitansehen musste, flüchtet sie nach London, wo sie auf die zwei Straßenjungen Horace und Jasper trifft, die sich ihrer annehmen. Die drei werden innerhalb kurzer Zeit zu unzertrennlichen Freunden und schlagen sich gemeinsam als Kleinkriminelle durchs Leben. Estella träumt allerdings schon lange davon, Modedesignerin zu werden. Kreativ, talentiert und ehrgeizig wie sie ist, würde sie die Designerwelt mit ihren Modekreationen garantiert erobern können, allerdings wird dies wohl leider für immer ein Traum bleiben. Im Sommer 1967 soll sich das Leben des inzwischen 16-jährigen Teenagers jedoch schlagartig ändern. Sie trifft auf die wohlhabenden Zwillinge Magda und Richard und findet sich auf einmal in Londons High Society wieder. Estella ist zunächst begeistert, endlich kann sie das tun, wonach sie sich so sehr gesehnt hat: Kleidung entwerfen. Ihr wird allerdings sehr bald klar, dass die funkelnde Welt der Reichen und Berühmten nicht so toll ist wie gedacht...

Obwohl Cruella zu meinem Lieblingsschurken aus dem Disney-Universum zählt und ich „101 Dalmatiner“ schon gefühlte hundertmal geschaut habe, kenne ich die Realverfilmung „Cruella“ aus dem Jahr 2021 tatsächlich noch nicht. Keine Ahnung warum, irgendwie hat es sich einfach noch nicht ergeben. Ich kann daher nicht sagen, ob es besser wäre, erst den Film zu gucken und danach zum Buch zu greifen. Fürs Verständnis ist es jedenfalls nicht erforderlich und auch „101 Dalmatiner“ muss man meiner Ansicht nach nicht gesehen haben. Zu letzterem würde ich persönlich allerdings dennoch raten. Ich denke, dass die Lesefreude mit etwas Vorwissen ein höheres ist.

Mein Leseerlebnis war jedenfalls auch ohne die Kenntnisse aus dem Cruella-Movie ein wunderschönes. Meine Erwartungen konnten auf jeden Fall erfüllt werden, mir hat das Buch sogar besser gefallen als erhofft. Maureen Johnson hat mit „Disney Cruella: Hello, wildes Herz!“ eine unterhaltsame, aber auch nachdenklich stimmende Story voller origineller Ideen aufs Papier gezaubert, in der wir in das London der 60er Jahre entführt werden und die gemeine Gegenspielerin aus „101 Dalmatiner“ von einer völlig anderen Seiten kennenlernen dürfen.

Mich hat die Geschichte von den ersten Seiten an mitreißen und begeistern können. Das Setting habe ich vom ersten Moment an geliebt, dieses besondere 60er-Feeling war einfach genau mein Ding und mit London kann man bei mir in der Regel nie was verkehrt machen. Kulissenmäßig bin ich definitiv auf meine Kosten gekommen. Maureen Johnson nimmt uns an viele aufregende Orte mit wie luxuriöse Kaufhäuser, exquisite Bars und den Hyde Park und da sie alles sehr bildhaft und stimmungsvoll beschreibt, kann man sich sämtliche Schauplätze ganz genau vorstellen und kommt in den Genuss einer wirklich wunderbaren Atmosphäre.

Geschildert wird alles aus der Sicht der 16-jährigen Estella in der dritten Person. Mir ist Estella sehr schnell ans Herz gewachsen. Anders als ihr späteres Ich, ist die jüngere Version von ihr verletzbar und sympathisch und so ganz anders als die fiese Frau, wie wir sie aus dem Originalfilm kennen. Ich habe unsere Romanheldin richtig liebgewonnen und stellenweise ziemlich mit ihr gefühlt. Estella hat es wahrlich nicht leicht und schon eine Menge Schlimmes durchmachen müssen. Sie wurde in der Schule gemobbt, sie musste als junges Mädchen den tragischen Tod ihrer Mutter mitansehen und nachdem sie zur Waise wurde, führt sie ein Leben in Armut und hält sich mit Diebstählen über Wasser. Man kann mit ihr eigentlich nur Mitleid haben und wünscht ihr nichts mehr, als dass sie sich ihren großen Traum Modedesignerin zu werden, verwirklichen kann. Dass dies nicht geschehen wird, wissen wir ja aber alle nur zu gut. Verschiedene Ereignisse in Estellas Teenagerleben werden dazu führen, dass ihr böses Ich immer stärker wird. Cruella, müsst ihr wissen, hat nämlich schon damals in ihr geschlummert und meldet sich im Verlauf des Buches immer wieder zu Wort.
Mir haben diese inneren Zwiegespräche, die Estella mit Cruella führt, unheimlich gut gefallen. Ich fand es spannend mitzuverfolgen, wie es Estella zunächst noch gelingt, ihre dunkle Seite wieder zum Schweigen zu bringen, wie diese aber leider schließlich doch zunehmend an Macht gewinnt. Bis es aber soweit ist, erleben wir gemeinsam mit Estella und den weiteren tollen Charakteren eine sehr abenteuerliche Zeit im Swinging London. Wir begleiten sie bei ihren Diebeszügen, wir dürfen dabei sein, wenn sie ihre einfallsreichen und teils recht verrückten Kleidungsstücke kreiert (ein Kleid aus leeren Bohnendosen, zum Beispiel) und wir tauchen gemeinsam mit ihr in die glitzernde Welt der Reichen und Berühmten ein.

Also für mich kam beim Lesen an keiner Stelle Langeweile auf. Mich haben die Geschehnisse durchweg packen, unterhalten und begeistern können, sodass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen wollte. Es liest sich zudem superangenehm und flott. Der Schreibstil ist locker-leicht und mitreißend, die Schrift ist schön groß und die Kapitel sind sehr kurz. Man fliegt nur so durch die Seiten und hat die Geschichte im Nu durchgeschmökert.

Fazit: Die US-amerikanische Autorin Maureen Johnson beschert uns mit „Disney Cruella: Hello, wildes Herz!“ einen gelungenen Roman für Leser*innen ab 12 Jahren, in welchem sie uns spannende und interessante Hintergrundinformationen über Cruellas Vergangenheit liefert und verrät, wie die berühmte Schurkin zu der Person wurde, wie wir sie aus dem Film kennen. Ich kann das Buch nur empfehlen, mich hat es hellauf begeistern können. Es erzählt eine echt coole Vorgeschichte zu „101 Dalmatiner“ und ist ein absolutes Must-Have für alle Disney- und Cruella-Fans. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2022

Ein toller Jugendthriller! Spannend, düster, unvorhersehbar.

Night of Lies
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Bei einem Blick in das diesjährige Herbstprogramms des Moon Notes Verlags, ist mir „Night of Lies“ sofort ins Auge gesprungen. Von dem Cover mit seinen schaurig-schönen Vibes habe ich mich wie magisch ...

Bei einem Blick in das diesjährige Herbstprogramms des Moon Notes Verlags, ist mir „Night of Lies“ sofort ins Auge gesprungen. Von dem Cover mit seinen schaurig-schönen Vibes habe ich mich wie magisch angezogen gefühlt und auch der Klappentext hatte mich vom ersten Moment an. Ein abgelegenes Schlossinternat mitten in einem finsteren Wald? Ein spurlos verschwundenes Mädchen? Das klang einfach so gut! Für mich stand daher sehr schnell fest, dass ich das Buch lesen möchte.

Die 17-jährige Annabelle Leanne Stirling, genannt Leah, kann es nicht fassen als ihre Mutter ihr eröffnet, dass sie fortan auf Elm Castle leben soll – ein Eliteinternat, das vollkommen abgeschottet vom Rest der Welt in den düsteren Wäldern North Carolinas liegt. Dass es sich bei ihrem neuen Zuhause um kein gewöhnliches Internat handelt, wird Leah sehr schnell klar. Ihre Mitbewohnerin Carter bedroht sie mit einem Messer, einige Mitschülerinnen zeigen sich ihr gegenüber wenig freundlich und im Wald begegnet ihr während ihrer Joggingrunde ein blutverschmierter Junge. Alle verhalten sich wirklich äußerst seltsam, nur Reese, in der Leah eine Freundin findet, und der charmante Jasper, zu dem sie sich ziemlich hingezogen fühlt, scheinen in Ordnung zu sein. Als Leah schließlich erfährt, dass vor zwei Jahren ein Mädchen spurlos verschwinden ist, ist ihre Neugierde geweckt. Was ist damals nur geschehen? Das Ganze lässt ihr einfach keine Ruhe. Leah beginnt nachzuforschen und stößt auf ein Geheimnis nach dem nächsten…

Dies war mein erstes Werk aus der Feder von Hanna Bergmann und es wird bestimmt nicht mein letztes gewesen sein. Ich muss zwar sagen, dass ich mir ein kleines bisschen mehr von dem Buch erhofft habe, aber insgesamt bin ich echt begeistert von dem, was mich zwischen den Seiten erwartet hat. Hanna Bergmann hat mit „Night of Lies“ einen wirklich gut gemachten YA-Thriller geschrieben, der eine ordentliche Portion Nervenkitzel und genau richtige Dosis Romantik enthält, sehr packend und stimmungsvoll erzählt wird und auch für spannungsliebende Erwachsene eine absolut empfehlenswerte Lektüre ist.

Ich hatte einen mühelosen Einstieg in das Buch. Der Schreibstil sagte mir sofort zu, für mich hat er sich angenehm flüssig lesen lassen, und von der Story war ich von Beginn an völlig gebannt. Bereits das erste Kapitel startet äußerst spannend und kann mit einer herrlich mysteriösen Stimmung aufwarten. Wir lernen unsere 17-jährige Hauptprotagonistin Leah und deren Mutter kennen, die sich gerade auf dem Weg zu dem Eliteinternat Elm Castle befinden, in welchem Leah fortan leben soll. Es wird dabei schnell klar, dass zwischen Mutter und Tochter gerade ziemlich dicke Luft herrscht und als Leser
in beginnt man sich natürlich umgehend zu fragen, was wohl der Grund dafür ist. Diese Unklarheit soll jedoch nur eine von zahlreichen weiteren sein. Wieso verhalten sich so viele Internatsschülerinnen so merkwürdig? Warum scheinen einige überhaupt nicht begeistert von Leahs Auftauchen zu sein? Wem kann man vertrauen und wem nicht? Und was hat es mit diesem Mädchen auf sich, das vor zwei Jahren verschwunden ist und von dem es bis heute keine Spur gibt?
Eifrig mitfiebern und immerzu im Dunklen tappen ist hier definitiv angesagt. Ich zumindest hatte bis zum Schluss keinen Plan, wie alles zusammenhängt und wurde von so einigen Wendungen ziemlich überrascht. Leider muss ich nur sagen, dass mich die Handlung trotz allem nicht durchgehend fesseln konnte. Das erste und letzte Drittel fand ich superspannend, aber der Mittelteil, der war mir stellenweise ein wenig zu langatmig. Es geht in diesem Part der Story viel um Eifersüchteleien, Partys und Drogen und, keine Ahnung, irgendwie hat mich das nicht so mitreißen können. Nicht so zugesagt hat mir zudem der hohe Drogen- und Alkoholkonsum auf den Partys. Ich habe ihn zwar als realistisch empfunden (ohne Joints und Alkohol lässt es sich anscheinend nicht vernünftig feiern), aber mir persönlich war es irgendwann einfach too much. Dies wären aber auch meine einzigen negativen Kritikpunkte, ansonsten kann ich mich weiterhin nur noch positiv zum Buch äußern.

Leah, unsere Hauptfigur und Ich-Erzählerin, mochte ich auf Anhieb. Sie war so eine Protagonistin, wie ich sie besonders gerne mag: Tough, mutig, schlagfertig, neugierig und vorlaut. Leah ist wahrlich nicht auf den Mund gefallen und sagt stets was sie denkt, sie rebelliert gerne, was ich als sehr authentisch empfunden habe (Teenager eben) und lässt sich so leicht nicht unterkriegen. Dass ihr Verhalten nicht bei jedem gut ankommt, könnt ihr euch vermutlich denken. Zudem wird ihre große Neugierde sie öfters in äußerst gefährliche Situationen bringen, aber mehr dazu werde ich hier nicht verraten, das müsst ihr schon selbst herausfinden.
Mit den weiteren Charakteren hat mich Hanna Bergmann ebenfalls überzeugen können. Wir dürfen im Verlauf der Geschichte auf viele interessante Persönlichkeiten treffen, die sich größtenteils äußerst strange und sonderbar verhalten. Normal scheint auf dieser Schule irgendwie niemand zu sein, jeder hat offenbar etwas zu verbergen und gibt nicht nur Leah Rätsel auf, sondern auch uns Leser
innen. Da hätten wir zum Beispiel Carter, Leahs Zimmermitbewohnerin, die wirklich ziemlich schräg und creepy drauf ist. Oder Reese und Jasper, die noch am normalsten von allen wirken und die mir beide direkt sympathisch waren.

Auch das Setting konnte vollkommen bei mir punkten. Diesbezüglich haben mir Cover und Klappentext wahrlich nicht zu viel versprochen. Das einsam gelegene Internat Elm Castle, umgeben von dunklen dichten Tannenwäldern, wird klasse beschrieben, so schön geheimnisvoll und bildhaft, sodass man richtig das Gefühl hat, selbst dort zu sein und in den Genuss einer unheimlichen, düsteren Atmosphäre kommt.

Das Ende hat mir ebenfalls gut gefallen. Alles wird schlüssig und nachvollziehbar geklärt, sodass man das Buch zufrieden wieder zuklappen kann.

Fazit: Fesselnd, atmosphärisch, unvorhersehbar. Ein wunderbares Thrillervergnügen mit Gänsehaut-Garantie!
Mit „Night of Lies“ beschert uns die deutsche Autorin Hanna Bergmann einen gelungenen Jugendthriller für Leser*innen ab 16 Jahren, der voller Spannung, Geheimnisse und Überraschungen steckt, toll geschrieben und konstruiert ist und von Anfang bis Ende zum Miträtseln einlädt. Ich hatte, trotz meiner genannten Kritikpunkte, jede Menge Spaß beim Lesen und kann das Buch nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

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  • Cover
  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.11.2022

Ein wundervolles Buch! Spannend, winterlich, romantisch.

Flutlichtherzen
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Da mir meine bisherigen Werke aus der Feder von Sabine Giebken sehr gut gefallen haben, war meine Neugierde umgehend geweckt, als ich zum ersten Mal von ihrem neuen Buch „Flutlichtherzen“ hörte. Bei einem ...

Da mir meine bisherigen Werke aus der Feder von Sabine Giebken sehr gut gefallen haben, war meine Neugierde umgehend geweckt, als ich zum ersten Mal von ihrem neuen Buch „Flutlichtherzen“ hörte. Bei einem Blick auf das hübsche Cover war es sofort um mich geschehen und da mich auch der Klappentext direkt ansprach, stand für mich schnell fest, dass ich den neuen Jugendroman von Sabine Giebken kennenlernen möchte.

Für die 16-jährige Sofie hat das letzte richtige Schuljahr vor dem Abi begonnen, doch anstatt sich verstärkt auf die Schule zu konzentrieren, dreht sich für sie alles nur um ihren geliebten Eishockey-Sport und großen Traum: Sie möchte endlich, als einziges Mädchen, in die Profi-Mannschaft wechseln, zu den Eis-Trolls! Um sich ihren Herzenswunsch zu verwirklichen, trainiert sie in jeder freien Minute. Für Schule oder gar Jungs bleibt da kaum Zeit. Ihr Leben und ihre Gefühle werden jedoch völlig durcheinander geraten, als eines Tages plötzlich der geheimnisvolle Dawn auftaucht. Sofie ist von der ersten Begegnung an völlig fasziniert von diesem fremden Jungen und kriegt ihn einfach nicht mehr aus dem Kopf. Auch als er in ihr Team eintritt und eine Konkurrenz für sie wird, kann sie nicht aufhören an ihn zu denken. Dawn scheint es ähnlich zu gehen und die beiden kommen sich näher. Irgendetwas stimmt mit ihm allerdings nicht. Er verheimlicht ihr etwas, nur was? Was steckt wirklich hinter seinem Auftauchen?

Zu Sport-Romanzen aus der Jugendliteratur greife ich immer unheimlich gerne und da ich auch ein großer Fan von modernen Wintermärchen bin, war ich ausgesprochen guter Dinge, dass mir das neue Jugendbuch von Sabine Giebken gefallen wird. Inzwischen habe ich es gelesen und wisst ihr was? Ich habe goldrichtig vermutet: Mich hat Sabine Giebken mit „Flutlichtherzen“ komplett überzeugen und verzaubern können. Ich finde es daher total schade, dass das Buch so untergegangen ist. Zumindest ist mein Eindruck, dass es bislang nicht die Beachtung bekommen hat, die es verdient. Dann hoffe ich mal, dass ich euch mit meiner Rezension neugierig auf die Geschichte machen und ein bisschen dazu beitragen kann, dass „Flutlichtherzen“ bekannter wird.

In die Geschichte habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der locker-leichte und bildliche Schreibstil von Sabine Giebken sagte mir erneut auf Anhieb zu, für mich hat er sich wie gewohnt superangenehm lesen lassen, und unsere 16-jährige Ich-Erzählerin Sofie war mit ihrer authentischen und selbstbewussten Art direkt sympathisch. Mit ihr hat die Autorin eine tolle Protagonistin erschaffen, die man als Leserin einfach gernhaben muss und in die man sich auch als Erwachsene sehr gut hineinversetzen kann. Bei mit jedenfalls war es so. Als absoluter Sportmuffel habe ich mich in Sofies großer Leidenschaft fürs Eishockey natürlich eher weniger wiedergefunden, aber ich habe ihr Denken, Empfinden und Handeln dennoch jederzeit nachvollziehen können und durchgehend mit ihr mitgefiebert, mitgebangt und mitgefühlt.

Neben Sofie dürfen wir im Verlauf des Buches noch viele weitere interessante Charaktere kennenlernen, die ebenfalls lebensnah und glaubwürdig gezeichnet sind. Besonders liebgewonnen habe ich Gregor, Sofies langjähriger bester Freund, auf den sich unsere Romanheldin stets verlassen kann und der wie sie gerne Eishockey spielt (allerdings längst nicht so passioniert und entschlossen wie sie). Den Rest der Eishockey-Mannschaft habe ich aber ebenfalls schnell in mein Herz geschlossen. Die kumpelhafte Vertrautheit zwischen den Spielern und ihren Teamgeist habe ich richtig geliebt.
Tja, und dann wäre da natürlich noch Dawn, der geheimnisvolle Fremde. Dawn gibt sich wirklich eine lange Zeit ziemlich rätselhaft und unnahbar, sodass man ihn bis kurz vor Schluss nicht einschätzen kann und sich immerzu fragt, ob sich Sofie nicht besser von ihm fernhalten sollte. Ich war von Dawns mysteriöser Ausstrahlung vom ersten Moment an ganz fasziniert und habe dieses ständige Herumrätseln, was er wohl zu verheimlichen hat, zutiefst genossen.
Die Lovestory, die sich langsam zwischen Dawn und Sofie entwickeln wird, mochte ich ebenfalls sehr. Sie ist zart und glaubhaft und in keinster Weise kitschig und ergibt zusammen mit dem sportlichen Setting und den weiteren Themen ein stimmiges Gesamtpaket aus Spannung, Humor, Tiefgang und Romantik.

Wie man bereits dem Klappentext entnehmen kann, spielt Eishockey in dem Buch eine wichtige Rolle und nimmt insgesamt viel Raum ein. In Sofies Leben scheint sich wirklich alles nur um diese Sportart zu drehen, Schule ist für sie eher nebensächlich (was ihre Eltern verständlicherweise nicht so prickelnd finden). Obwohl ich mich für diesen Mannschaftssport nicht groß interessiere und somit auch nicht gut auskenne, habe ich die sportlichen Szenen und allen voran die Spiele mit großer Begeisterung verfolgt und hatte überhaupt keine Verständnisschwierigkeiten. Die Fachbegriffe werden prima erklärt, sodass auch solche Laien wie ich allem mühelos folgen können.

Auch sonst kann ich mich zu der Kulisse nur positiv äußern. Die Geschichte beginnt im Sommer, spielt allerdings größtenteils im Winter und da Sabine Giebken ein echtes Händchen dafür besitzt, alles stimmungsvoll und bildhaft zu beschreiben, hat man beim Lesen ein wahres Kopfkino und richtig das Gefühl, die frostige Winterkälte und die kühlen Temperaturen der Eishockey-Halle selbst spüren zu können. Für die kalte Jahreszeit ist dieses Buch einfach die perfekte Lektüre.

Für mich kam beim Lesen an keiner Stelle auf. Schon der märchenhafte Prolog hat mich völlig in seinen Bann gezogen und da mich auch die weiteren Geschehnisse durchweg packen, fesseln und unterhalten konnten, habe ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen wollen und es innerhalb kurzer Zeit durchgeschmökert.
Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen. Alles wird zufriedenstellend geklärt, sodass man glücklich wieder aus den Seiten auftauchen kann.

Fazit: „Flutlichtherzen“ ist mal wieder so ein Buch, welches in meinen Augen bisher leider viel zu wenig Aufmerksamkeit erhalten hat. Also ich kann es jedem nur ans Herz legen, mich hat es hellauf begeistern können. Sabine Giebken hat mit „Flutlichtherzen“ einen rundum gelungenen Jugendschmöker aufs Papier gebracht, mit welchem sie uns eine wunderschöne Liebesgeschichte voller winterlichem Zauber und Geheimnisse beschert und in die einzigartige Welt des Eishockeys entführt. Das Buch ist mitreißend, humorvoll, atmosphärisch und romantisch und definitiv nicht nur sportbegeisterten Leser
innen und Jugendlichen ab 14 Jahren zu empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 01.11.2022

Eine wundervolle und außergewöhnliche queere Lovestory!

Everlove – Bis übers Ende dieser Welt hinaus
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Als ich zum ersten Mal von „Everlove“ hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Eine lesbische Liebesgeschichte mit einem übersinnlichen Anteil? Das klang einfach nur richtig gut und so erfrischend anders. ...

Als ich zum ersten Mal von „Everlove“ hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Eine lesbische Liebesgeschichte mit einem übersinnlichen Anteil? Das klang einfach nur richtig gut und so erfrischend anders. Da mich auch das Cover direkt ansprach (sieht es nicht wunderhübsch aus?) und die englischsprachige Ausgabe ausgesprochen positive Kritiken erhalten hat, stand für mich sehr schnell fest, dass ich das Buch lesen möchte.

Die 16-jährige Ash stammt aus einer guayanisch-indischen Familie und lebt gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer jüngeren Schwester in einer kleinen Wohnung in Brighton. Sie ist lesbisch und hat sich bereits vor einem Jahr vor ihrer Mutter geoutet, allerdings hat sie erste große Liebe bisher noch nicht gefunden. Dies soll sich jedoch ändern, als sie während eines Schulausflugs auf die gleichaltrige Poppy trifft. Poppy, die so ganz anders ist als sie und deren Leben sich sehr von dem ihrem unterscheidet, die aber ebenfalls out ist. Ash verliebt sich sofort in dieses ungewöhnliche Mädchen mit den flammend roten Haaren und Poppy auch in sie. Es ist der Beginn einer wunderschönen Liebesgeschichte und endlich erlebt Ash all das, was sie sich so sehr gewünscht hat. Doch dann wird Ash völlig unerwartet aus dem Leben gerissen und von Poppy getrennt. Ihre Liebe zu Poppy ist jedoch viel zu groß, um ein so jähes Ende zu finden. Ash ist klar, dass sie den Tod überwinden muss, um zu Poppy zurückkehren.

Von der englischen Autorin Tanya Byrne kannte ich bereits ihrem Jugendroman „Von ganzen Herzen Emily“, allerdings muss ich gestehen, dass ich mich an den Inhalt irgendwie kaum noch erinnern kann. Ich weiß aber noch, dass ich ihn leider nur so lala fand. Mit „Everlove“ schaut das jedoch zum Glück ganz anders aus.
Ich habe mir eindeutig nicht zu viel von dem Buch versprochen: Mir hat das, was mich zwischen den Buchdeckeln erwartet hat, unheimlich gut gefallen. Diese Kombi aus diverser Lovestory und paranormalem Plot war einfach genau mein Ding und auch die Mischung aus Tragik, Romantik, Humor und Tiefgründigkeit mochte ich sehr. Für die volle Sternenzahl hat es mir letztendlich zwar dann doch nicht gereicht, aber insgesamt bin ich echt begeistert von Tanya Byrnes neuem Werk und habe es in weniger als zwei Tagen durchgesuchtet.

Ich hatte einen mühelos Einsteig in die Geschichte. Der Schreibstil sagte mir auf Anhieb zu, für mich hat er sich superangenehm lesen lassen, und auch mit der Erzählweise hat das Buch bei mir punkten können. Die Geschichte ist in zwei Teile gegliedert, dem Vorher und Nachher, und wird ausschließlich aus der Sicht der 16-jährigen Ash in der Ich-Perspektive geschildert.
Im ersten Teil dürfen wir Ash und Poppy dabei begleiten, wie sie sich während eines Schulausflugs zum ersten Mal begegnen und ineinander verlieben. Wir erleben mit, wie sich nach ihrem Kennenlernen eine berührende Romanze zwischen ihnen entfaltet, wir lernen Ahs Familie und ihr Leben näher kennen, sind zu Gast bei Poppy zu Hause (welches ein krasser Gegensatz zu dem von Ash ist) und verbringen lauter wundervolle Momente mit den beiden. Bis zu dem tragischen Ereignis, der alles verändern wird. Da man als Leserin von vorneherein weiß, dass die Liebesgeschichte von Ash und Poppy unter keinem guten Stern steht, haftet ihr durchweg etwas Schmerzlich-Schönes an. Ich habe richtig darauf gelauert, dass es endlich passiert, dieser schlimme Unfall, der Ash das Leben kosten wird. Als er dann plötzlich da war, wurde ich trotz allem überrascht – irgendwie hatte ich erwartet, dass er früher eintreten würde. Dass dem nicht so war, fand ich aber in keinster Weise schlecht. Mir hat es absolut zugesagt, dass sich die Autorin die Zeit mit, uns Ash, Poppy und deren Leben vorzustellen und ihrer Beziehung genügend Raum gibt, sich langsam und somit glaubhaft zu entwickeln.

Mir haben Ash und Poppy sofort gefallen. Sie sind beide sympathisch und lebensnah gezeichnet und ergeben mit ihren Gegensätzen das perfekte Paar. Die Beziehung der zwei wird einfach toll beschrieben, so zart und gefühlvoll und ohne unnötiges Drama, eben genau so, wie man sich die erste große Jugendliebe vorstellt. Ashs pausenloses Denken an ihre Freundin, ihre Vorstellungen, wie Poppys Lippen wohl schmecken mögen, ihre Schmetterlinge im Bauch, das Feuerwerk an Emotionen in ihr – ich habe alles so gut nachvollziehen und fühlen können und saß stellenweise mit einem breiten Lächeln auf den Lippen da, weil ich das alles einfach so süß und herzerwärmend fand.

Man wünscht den beiden wirklich nur das Beste, doch dann, kurz vorm Jahreswechsel, kommt es zu der dramatischen Wende und die Story schlägt eine übernatürliche Richtung ein. Hier beginnt der zweite Abschnitt, in welchem wir gemeinsam mit der toten Ash in die Welt der Sensenmenschen eintauchen.
Mir hat auch dieser Teil des Buches richtig gut gefallen. Die Atmosphäre hat durchweg so etwas herrlich Düsteres und Geheimnisvolles an sich und obwohl das Thema Tod eine sehr große Rolle spielt, lädt die Geschichte dennoch weiter zum Wohlfühlen ein und besitzt so einige lustige Szenen. Die Balance zwischen Schwere und Leichtigkeit ist der Tanya Byrne in meinen Augen prima geglückt und ergeben zusammen mit den fantastischen Elementen ein stimmiges und einzigartiges Gesamtpaket. Mir hat es manchmal nur etwas an Details gefehlt. Irgendwie habe ich mir von der Welt der Sensenmenschen kein genaues Bild machen können, ein paar mehr Informationen hätte ich nicht schlecht gefunden. Dies wäre aber auch mein einziger negativer Kritikpunkt, ansonsten kann ich mich weiterhin nur positiv zum Buch äußern.

Neben unseren beiden Protagonisten hat mich die Autorin auch mit den Nebencharakteren überzeugen können. Wir dürfen im Verlauf einige interessante und authentische Figuren kennenlernen wie beispielsweise Ashs Eltern, ihre jüngere Schwester Rosh und die zwei Sensenmädchen Dev und Esen. Rosh hat mir persönlich besonders gut gefallen, mit ihr habe ich mich dank ihrer großen Bücherleidenschaft irgendwie sofort richtig verbunden gefühlt.

Das Ende hat mich ebenfalls zufriedenstellen können. Es ist recht offen und lässt Raum für eigene Gedanken und passt meinem Empfinden nach einfach ideal zum Rest der Geschichte.

Fazit: Mitreißend, emotional, romantisch und außergewöhnlich. Eine bittersüße queere Lovestory mit faszinierenden paranormalen Elementen.
Die englische Autorin Tanya Byrne hat mit „Everlove – Bis übers Ende dieser Welt hinaus“ einen ganz besonderen diversen Jugendroman für Leser
innen ab 14 Jahren geschrieben, mit welchem sie uns eine Geschichte voller kreativer Gegensätzlichkeiten beschert: Sie handelt von der ersten und der letzten Liebe und von dem Tod und das Leben danach, sie ist ruhig und kraftvoll, traurig und schön, herzzerreißend und unterhaltsam, alles zugleich, und wird auf eine wunderbar atmosphärische und bewegende Art und Weise erzählt. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen, mich hat es tief berührt und von den ersten Seiten an gefesselt. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 28.10.2022

Ein perfekter Abschluss einer wundervollen Reihe!

Alles, was wir jemals waren (Alles-Trilogie, Band 3)
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Da mir Kyra Groh mit den ersten beiden Bänden ihrer Alles-Trilogie zwei echte Highlights geschenkt hat, habe ich dem Erscheinen von Band 3 ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Auf Anouks Geschichte war ...

Da mir Kyra Groh mit den ersten beiden Bänden ihrer Alles-Trilogie zwei echte Highlights geschenkt hat, habe ich dem Erscheinen von Band 3 ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Auf Anouks Geschichte war ich wahnsinnig gespannt!

Die 19-jährige Anouk hat gerade ihr Abi gemacht und muss sich nun mit der großen Frage auseinandersetzen: Was nun? Während alle um sie herum zu wissen scheinen, was sie mit ihrem Leben anfangen möchten und ihre Zukunft genau geplant haben, steckt Anouk fest und fühlt sich sehr verloren. Was hindert sie nur daran, den nächsten Schritt zu tun und sich ihren Traum von einem Kunststudium zu verwirklichen? Ist es ihr große Angst davor zu scheitern? Es muss sich auf jeden Fall etwas ändern, sonst wird sie wirklich noch als Versagerin enden und auf dem Biobauernhof ihrer Eltern versauern. Anouk trennt sich schließlich von ihrer Jugendliebe Kaya. Kurz darauf lernt sie Valentin kennen und endlich tut sich etwas in ihrem Leben. Irgendwie fühlt sich Anouk aber nach wie vor ziemlich lost und hilflos. Und Kaya will ihr einfach nicht aus dem Kopf, sie kann nicht aufhören an ihn zu denken. War es vielleicht die falsche Entscheidung sich von ihm zu trennen? Braucht sie eine andere Veränderung, damit sie endlich glücklich ist?

Endlich habe ich mich auf mein sehnsüchtig erwartetes Finale der Alles-Trilogie stürzen können und hach, was soll ich sagen, ich hab’s total geliebt. Ich liebe einfach alles an diesem Buch: Die Story, die die ideale Mischung aus Spannung, Romantik, Ernst, Humor und Tiefgründigkeit enthält und von Beginn an zum Hineinfallen und Wohlfühlen einlädt; die Charaktere, die mit viel Liebe und Authentizität gezeichnet sind und einem so richtig ans Herz wachsen; und den Schreibstil, der so unglaublich witzig, authentisch, feinfühlig und klug ist und sich superangenehm liest.
Für mich ist dieser Band definitiv mein persönlicher Favorit. Ich habe mich mit Anouk einfach so gut identifizieren und ihre Selbstzweifel, Sorgen und Ängste, ihre Introvertiertheit und ihr Gedankenkarussell so sehr fühlen können. Auch ich hatte nach der Schule mit einer großen Unsicherheit zu kämpfen und keinen Plan, wie es weitergehen soll und was ich mit meinem Leben eigentlich anfangen möchte. Auch ich habe mich deswegen ziemlich verloren und schlecht gefühlt und war in meinem Kopfchaos gefangen. So eine Geschichte wie die von Anouk hätte ich damals gebraucht. Sie gibt einem einfach so viel mit und beinhaltet so viel Wahres. Sie zeigt uns, dass es okay ist, wenn man seine Zukunft nicht genau plant und länger braucht, um seinen Weg zu finden. Dass es okay ist, unsicher, ruhig und verkopft zu sein und nicht so viel Selbstbewusstsein wie andere zu besitzen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es so einigen Leserinnen ähnlich wie mir ergehen wird und sie sich sehr in Anouk wiederfinden werden.

Kyra Groh ist es in meinen Augen mal wieder hervorragend gelungen, das Seelenleben einer 19-jährigen jungen Frau realistisch darzustellen. Anouk wirkt einfach so echt und die starke Entwicklung, die sie durchmachen wird, ist vollkommen glaubhaft und nachvollziehbar. Und da alles aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive geschildert wird und wir einen tiefen Einblick in ihr Inneres erhalten, gelingt es einem jederzeit spielend leicht, sich in sie hineinversetzen. Bei mir zumindest war so. Ich habe Anouk nur zu gerne auf ihrer Selbstfindungsreise begleitet und fand es wundervoll und spannend mitzuverfolgen, wo ihr Weg sie hinführen wird, sowohl studium- als auch liebestechnisch.

„Alles, was wir jemals waren“ ist wahrlich das reinste Erwachsenwerden, mit all seinen Seiten. Mit den schönen, aufregenden und fröhlichen Seiten, aber auch mit den schweren, verwirrenden und schmerzhaften. Die Geschichte handelt von Freundschaft und Liebe, von dem Treffen von wichtigen Entscheidungen und dem Mut, seine Träume zu verwirklichen. Sie ist stellenweise recht ernst und herzzerreißend, zugleich steckt sie aber auch voller herrlicher Leichtigkeit und zaubert einem immerzu ein breites Grinsen auf die Lippen. Die Gratwanderung zwischen Ernst und Komik hat Kyra Groh einfach mal wieder mit Bravour gemeistert. Sie hat wirklich ein Talent dafür, sensible Themen auf eine humorvolle, leichte und einfühlsame Weise zu verpacken, sodass die Stimmung niemals zu drückend wird und man nichts lieber tun möchte, als in dem Buch zu versinken und alles um sich herum für eine Weile zu vergessen.

Für mich hat sich das Eintauchen in die Geschichte angefühlt wie nach Hause zu kommen. Mich hat es so gefreut auf lauter vertraute und liebgewonnene Gesichter wiederzutreffen und endlich wieder Zeit in einer der besten Mädels-WGs ever zu verbringen. Die Dynamik zwischen Anouk, Anna und Polly und ihre herzerwärmende, innige Freundschaft wird erneut großartig beschrieben, so gute Freundinnen fürs Leben, die immer für einen da sind, die einen unterstützen, auffangen und zum Lachen bringen, wünscht sich wohl jeder.
Und dann wäre da natürlich noch Kaya, der auch so ein toller Typ ist und mit dem Anouk ebenfalls etwas ganz Besonderes verbindet.

Das Ende hat mich glücklich und traurig zugleich gemacht. Glücklich, weil alles so schön endet, und traurig, weil es nun hieß Abschied von zu nehmen. Ich werde die drei Mädels und Co. sehr vermissen.

Fazit: Berührend, ehrlich, mitreißend und romantisch. Ein perfekter Abschlussband einer einzigartigen Reihe!
Auf das Finale der Alles-Trilogie habe ich mich eindeutig zurecht so sehr gefreut: Kyra Groh hat es mal wieder geschafft und mir ein weiteres absolutes Herzensbuch bescheren können. Für mich ist „Alles, was wir jemals waren“ der beste Band der Reihe. Er erzählt eine so wunderbare und herzbewegende Geschichte über die Suche nach sich selbst, nach der Liebe und dem richtigen Platz im Leben. Er steckt voller Wärme, Humor, Echtheit und Tiefgang und schickt uns Leser
innen auf eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich habe mich von den ersten Zeilen an in dieses Buch verliebt und erneut eine unvergessliche Zeit mit Anouk, Anna, Polly und den weiteren Charakteren verbracht. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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