Zwischen Liebe, Freundschaft und Selbstfindung
In Alles, was wir jemals waren begleiten wir Anouk, die nach der Trennung von ihrer Jugendliebe Kaya versucht, ihren Platz im Leben zu finden. Während ihre Freundinnen Anna und Polly voller Pläne in die ...
In Alles, was wir jemals waren begleiten wir Anouk, die nach der Trennung von ihrer Jugendliebe Kaya versucht, ihren Platz im Leben zu finden. Während ihre Freundinnen Anna und Polly voller Pläne in die Zukunft blicken, fühlt Anouk sich leer und orientierungslos. Sie beginnt eine neue Beziehung mit Valentin, doch die alte Liebe zu Kaya lässt sie nicht los. Zwischen Pflichtgefühl gegenüber ihrer Familie, der Angst zu scheitern und der Sehnsucht nach mehr, ringt sie mit den großen Fragen des Erwachsenwerdens: Wer bin ich, wenn ich nicht weiß, was ich will? Und wie gehe ich mit der Angst vor dem Neuanfang um?
Kyra Groh erzählt Anouks Geschichte mit einem Mix aus Leichtigkeit und Tiefe. Die Dialoge sind pointiert, die Gefühle greifbar, und besonders die Freundschaft zwischen den drei Mädchen wirkt so echt, dass man selbst Teil ihres Kreises sein möchte. Anouks Selbstzweifel ziehen sich wie ein roter Faden durch den Roman, machen sie manchmal anstrengend, aber auch umso menschlicher. Die Liebesgeschichte bleibt stellenweise im Hintergrund, doch gerade das gibt Raum für ein zentrales Thema: die Suche nach sich selbst. Das Ende kommt etwas schnell, hinterlässt aber ein Gefühl von Hoffnung und Wärme – ein passender Abschluss dieser besonderen Trilogie.