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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.01.2026

Einfach ein Highlight

To Tempt a God
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Wow! Was für überwältigender Auftakt zur Götterlicht-Saga. „To Tempt a God“ hat mich vom ersten Kapitel an mitgerissen. Anna Benning erschafft mit ihrem herausragenden Worldbuilding eine Welt, die sich ...

Wow! Was für überwältigender Auftakt zur Götterlicht-Saga. „To Tempt a God“ hat mich vom ersten Kapitel an mitgerissen. Anna Benning erschafft mit ihrem herausragenden Worldbuilding eine Welt, die sich beim Lesen fast greifbar anfühlt – atmosphärisch, detailreich und absolut einzigartig. Ich hatte ständig Bilder im Kopf und wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die angenehm kurzen Kapitel sorgen für einen tollen Lesefluss. zudem ist der Schreibstil wahnsinnig angenehm und flüssig.

Aurora als Erzählerin hat mich sofort für sich gewonnen. Ihre inneren Konflikte, ihre Unsicherheit und gleichzeitig ihr Mut wirken so echt, dass man mit ihr mitfühlt. Colden ist für mich – authentisch, loyal und vielschichtig. Die Dynamik zwischen den beiden ist intensiv und emotional, ohne kitschig zu werden. Auch die Nebenfiguren sind toll eingearbeitet und geben der Geschichte zusätzliche Tiefe.

Nebenbei kamen die moralischen Aspekte gut zur Sprache ohne sich in den Vordergrund zu stellen: Machtverhältnisse, Ungleichheit, die Abgründe der menschlichen Psyche. Diese Themen haben mich oft zum Nachdenken gebracht.

Mehrere überraschende Plot-Twists halten die Spannung konstant hoch – und dann dieser Cliffhanger!

Fazit: Emotional, spannend und intelligent erzählt. Eine klare Leseempfehlung – ich freue mich auf Band 2!

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Ganz Nett für Zwischendurch

Mordscoach. Die Therapie geht weiter
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Wenn Du Lust auf leichten, sehr schnell weglesbaren Buch mit etwas schwarzem Humor hat, dann ist „Mordscoach“ genau das richtige für Dich.
Eine engagierte Psychotherapeutin, die ihre Patienten wirklich ...

Wenn Du Lust auf leichten, sehr schnell weglesbaren Buch mit etwas schwarzem Humor hat, dann ist „Mordscoach“ genau das richtige für Dich.
Eine engagierte Psychotherapeutin, die ihre Patienten wirklich liebt – so sehr, dass sie ab und zu deren größte Problemquellen einfach mal dauerhaft aus dem Weg räumt. Das Konzept einer „fürsorglichen Serienmörderin“ funktioniert hier richtig gut und sorgt für viele herrlich schwarzhumorige Momente.
Sophie schlittert von einer absolut prekären Situation in die nächste – meistens völlig unvorhergesehen und oft mit einem „Oh nein, echt jetzt?!“-Gefühl. Man fragt sich wirklich immer wieder: Wie zur Hölle kommt sie da jetzt bitte wieder raus? Und erstaunlicherweise findet sie jedes Mal einen Weg – manchmal mehr, manchmal weniger elegant.
Das Buch liest sich extrem schnell weg, lässt sich problemlos ohne Band 1 lesen (dieser wird mit der Geschichte verflochten, so dass du den Inhalt dann kennst).
Was mich leider doch etwas gestört hat:
Der Fokus liegt hier deutlich stärker auf „Psychotherapie / Psychische Erkrankungen / Auswirkungen erklären“ als auf der eigentlichen Krimi-/Mord-Handlung. Es gibt sehr, sehr viele Passagen, in denen Symptome, Diagnosen, Therapieansätze und Behandlungsprinzipien ausführlich beschrieben werden. Das liest sich streckenweise wirklich wie ein leicht verkleidetes Psychologie-Lexikon oder ein bisschen wie ein Fortbildungs-Skript. Für jemanden, der einfach nur unterhalten werden will, zieht das den Lesespaß ggf. runter.
Dazu kommt: Gerade wenn ein Buch sich so stark in die fachliche Ecke lehnt, erwarte ich leider auch, dass alles sauber recherchiert und aktuell ist. Leider sind ein paar Dinge drin, die entweder veraltet sind oder sich mittlerweile tatsächlich geändert haben – und das bei einem Buch aus 2025 dann einfach ein NoGo.
Die Figuren bleiben leider ziemlich blass und oberflächlich. Selbst Sophie hat zwar witzige innere Monologe, bleibt aber eher auf Sparflamme.
Kurz gesagt:
Guter Spaß für zwischendurch – sehr unterhaltsam, schwarzhumorig, irre schnell gelesen und perfekt für „mal eben zwischendurch was Lustiges“.
Aber auch ziemlich oberflächlich, stellenweise zu lehrbuchhaft und mit ein paar ärgerlichen Ungenauigkeiten.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Ein absoluter Meisterthriller

Minnesota
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Jo Nesbø hat es wieder geschafft – mit „Minnesota“ liefert er einen wahnsinnig starken und intelligenten Thriller ab,. Die Story ist einfach genial: Nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint, und ...

Jo Nesbø hat es wieder geschafft – mit „Minnesota“ liefert er einen wahnsinnig starken und intelligenten Thriller ab,. Die Story ist einfach genial: Nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint, und Nesbø spielt meisterhaft mit Erwartungen und Wendungen. Es ist unvorhersehbar bis zur letzten Seite, voller ständiger Cliffhanger, die mich ans Buch fesselten. Die Spannung hält bis zum Ende an, mit einem tollem Tempo, und vielen einzelnen Schicksalen, die die Geschichte für mich komplett machen.
Der Schreibstil ist absolut toll – knapp, präzise und doch lebendig. Du bewegs dich quasi inmitten dieser düsteren, pulsierenden Atmosphäre. Die Protagonisten werden eigentlich relativ sparsam beschrieben, und dennoch sind sie voll im Fokus und wirken unglaublich greifbar. Mit dem Ermittler Bob Oz bin ich am Anfang nicht ganz so warm geworden – er wirkt rau und distanziert –, aber je weiter die Geschichte voranschreitet, desto sympathischer wird er mir. Man versteht nach und nach seine Dämonen, seine Motivationen.
Auch die Kapitelstruktur passt perfekt: Meist haben sie eine gute, überschaubare Länge, die den Lesefluss super hält. Ein paar sind länger, aber dann wird zwischen unterschiedlichen Sichtweisen (mit klaren Absätzen) gewechselt, was die Geschichte wiederum dynamischer und vielschichtiger macht.
Für mich ist „Minnesota“ ein absolut starker Thriller, der alles hat, was man für einen spannenden Leseabend erwartet – und sogar ein bisschen mehr. Wer spannende, intelligente Krimis liebt, die einen nicht mehr loslassen, sollte hier zugreifen. Klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Bezaubernd

Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel
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Ich habe “Cassandra Morgan” von Skye McKenna gerade erst beendet und bin immer noch ganz verzaubert von dieser Geschichte! Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht: Es geht um die junge Cassandra, ...


Ich habe “Cassandra Morgan” von Skye McKenna gerade erst beendet und bin immer noch ganz verzaubert von dieser Geschichte! Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht: Es geht um die junge Cassandra, die entdeckt, dass sie aus einer Hexenfamilie stammt und in das mysteriöse Hartwood Hall zieht. Dort stößt sie auf eine Welt voller Magie, die England vor den Wesen aus dem Land Faerie schützt. Aber um ihre verschwundene Mutter zu finden, muss sie das Verbot ihrer Tante brechen und in den gefährlichen Wald eintauchen. Eine klassische Fantasy-Abenteuergeschichte für junge Leser, die an Harry Potter oder ähnliche Welten erinnert.

Was mir besonders gefallen hat: Das Cover ist einfach wunderschön – der Farbschnitt passt perfekt zur magischen Atmosphäre und macht das Buch schon optisch zu einem Hingucker. Die Welt ist voller Magie und belebt durch unzählige fantasievolle, nicht-menschliche Figuren, die die Geschichte richtig lebendig werden lassen. Es dreht sich um Themen wie Freundschaft, Mut, Enttäuschungen und Sehnsüchte, was alles emotional und nachvollziehbar dargestellt wird. Die Handlung ist unvorhersehbar und spannend geschrieben, mit Twists, die wirklich fesseln können. Besonders toll für Kinder: Die große Schrift, die guten Absätze und die idealen Kapitelängen machen es leicht lesbar und motivierend.
Darüber hinaus mag ich die Idee, dass hier jeder eine Hexe werden kann. Nicht wie man es sonst aus Büchern kennt, dass nur bestimmte Menschen Magie beherrschen. Somit kann sich jeder Leser angesprochen fühlen, auch dazu zu gehören.

Allerdings hat mich dennoch was gestört: Der Aufbau der Welt und die Geschichte fühlen sich manchmal zu schnell an. Ich hätte mir gewünscht, dass das Buch mehr Seiten hätte und alles etwas detaillierter ausgeführt würde – da gäbe es so viel Potenzial für tiefergehende Beschreibungen! Zudem ist es sehr weiblich ausgelegt - keine Hexer.

Insgesamt eine herzerwärmende und abenteuerliche Geschichte, die vor allem jungen Fantasy-Fans ab 10 Jahren ansprechen wird. Skye McKenna hat hier eine tolle Basis geschaffen – ich freue mich schon auf mehr aus dieser Welt!

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Veröffentlicht am 23.02.2025

Spannend, Aktuell und Mitreißend

Deep Fake
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Cleo Konrad hat mit „Deep Fake“ einen spannenden Thriller geschaffen, der aktueller nicht sein könnte. Das Buch setzt sich mit den Gefahren unserer digitalisierten Welt auseinander – insbesondere mit ...


Cleo Konrad hat mit „Deep Fake“ einen spannenden Thriller geschaffen, der aktueller nicht sein könnte. Das Buch setzt sich mit den Gefahren unserer digitalisierten Welt auseinander – insbesondere mit den verheerenden Folgen von Deep Fakes, also täuschend echten, manipulierten Videos oder Bildern, die ein Leben in Sekunden zerstören können. Themen wie Internet, Mobbing, künstliche Intelligenz und Lügen werden auf fesselnde Weise in eine Geschichte verwoben, die von der ersten bis zur letzten Seite mitreißt.

Der Schreibstil von Cleo Konrad ist wirklich Top: Er ist klar, flüssig und gut verständlich, bildhaft, wodurch sich die Geschichte mühelos lesen lässt. Ohne komplizierte Sprache oder langatmige Passagen schafft es die Autorin, die Spannung konstant hochzuhalten.
Im Zentrum der Handlung steht Mira – eine Protagonistin, die von Anfang an greifbar und authentisch wirkt. Ihre Gefühle, Ängste und Gedanken sind realistisch dargestellt, dass man sich gut in sie hineinversetzen kann. Im Gegensatz dazu sind die anderen Charaktere nicht allzu tief ausgearbeitet, was für die Geschichte jedoch völlig ausreichend ist. Denn „Deep Fake“ dreht sich in erster Linie um Mira – ihre Erlebnisse, ihre Vergangenheit und ihren Kampf, die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Besonders interessant ist die Erzählstruktur des Buches: Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Die Kapitel wechseln zwischen Gegenwart und Zukunft, ergänzt durch Tagebucheinträge von Kat. Diese Erzählweise sorgt dafür, dass die Geschichte nach und nach an Tiefe gewinnt und der Leser immer besser versteht, was wirklich geschehen ist.

Im ersten Teil des Buches erleben wir hautnah mit, wie ein Deep Fake Miras Leben ins Chaos stürzt. Wir sehen, welche Auswirkungen eine solche digitale Manipulation haben kann – wie sie innerhalb kürzester Zeit über das Internet verbreitet wird. Besonders erschreckend ist dabei, wie hilflos Mira dieser Welle von Lügen gegenübersteht. Die Geschichte zeigt, dass so etwas jeden treffen kann und dass die Folgen weitreichend und zerstörerisch sein können.
Der zweite Teil führt uns nach Tannwinkel – einen düsteren, bedrückenden Ort, der für Mira voller Erinnerungen an eine dunkle Vergangenheit steckt. Die Atmosphäre ist hier spürbar beklemmend: kalt und mit einem Netz aus Lügen durchzogen. Schnell wird klar, warum Mira einst von hier geflohen ist. Doch um die Wahrheit herauszufinden und ihr Problem zu lösen, muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen.
Cleo Konrad versteht es meisterhaft, den Leser immer wieder auf falsche Fährten zu locken. Jeder neue Hinweis lässt einen anderen Verdächtigen ins Visier rücken, aber nichts ist so, wie es scheint. Immer wieder gibt es überraschende Wendungen, die dafür sorgen, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

Trotz der 500 Seiten gab es für mich keinen Moment, der sich in die Länge zieht oder langweilig wirkt. Der Thriller bleibt bis zum Schluss packend und lässt den Leser mitfiebern, wer hier eigentlich ein falsches Spiel spielt.

Fazit: Deep Fake ist ein hochaktueller, fesselnder Thriller, der die Gefahren digitaler Manipulation auf erschreckend realistische Weise darstellt. Cleo Konrad kombiniert spannende Unterhaltung mit einer wichtigen Botschaft: In einer Welt, in der Wahrheit und Lüge immer schwerer zu unterscheiden sind, kann ein Deep Fake das Leben eines Menschen für immer zerstören. Dieses Buch ist nicht nur spannend, sondern auch ein Augenöffner – eine absolute Leseempfehlung!

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