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Veröffentlicht am 01.06.2026

Hatte bisschen Pipi in den Augen

Die Mitternachtsreise
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Matt Haig schreibt einfach Bücher, die mich thematisch sehr ergreifen, trotzdem ist es immer so ein bisschen Glücksspiel, ob mir das jeweilige Buch aber auch tatsächlich gefällt. Hier war der Fall aber ...

Matt Haig schreibt einfach Bücher, die mich thematisch sehr ergreifen, trotzdem ist es immer so ein bisschen Glücksspiel, ob mir das jeweilige Buch aber auch tatsächlich gefällt. Hier war der Fall aber für mich sehr klar: habs geliebt. Für mich das bisher beste Buch von Matt Haig, ich hab ja so geheult beim Lesen.

Lieben wir nicht alle diese „Grumpy old man“-Geschichten?! Nur dass Wilbur eigentlich nicht grumpy ist, sondern jemand, der viel Schmerz erfahren, falsche Entscheidungen getroffen und das eigene Leben verpasst hat. Zudem ist Wilbur nun tot, gestorben einsam und allein. Am Ende seines Lebens geht er als Geist auf Reise durch die Schlüsselmomente seines Leben. Durch die Höhen und Tiefen, die Liebe und den Verlust.

Herzstück ist für mich die Liebe zu Maggie, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Sie begleitet Wilbur von seiner Kindheit an und zu wissen, dass er am Ende ohne sie ist, hat mir schon von Beginn an das herz schwer gemacht. Die Geschichte ist einfach wundervoll in ihrer Tragik, einfach weil das Thema sehr nahbar und ergreifend ist. Natürlich geht es hier nicht nur um die Liebe, die mal ganz leicht und dann wieder unfassbar schwer ist, aber sie schwingt eben doch bei allen mit, was Wilbur erlebt.

Das Hörbuch, gesprochen von Christoph Maria Herbst fand ich unfassbar fesselnd. Er hat die perfekte Stimme für Wilbur und ich mag seine Art zu Sprechen und der Geschichte Leben einzuhauen super gerne.Das war ein echt tolles Match, könnte ihm ewig zuhören.

Es hat mir gefallen, wie er seine Lebensetappen rekapituliert, sie in ein neues Licht gerückt sieht, bereut und begreift. Und dann wirkt die Geschichte ihre Magie. ich will hier nicht zu viel verraten, aber was Wilbur tut, ist absolut ergreifend. Die Geschichte birgt einiges an Lektionen, die jeder beherzigen sollte und gibt reichlich Denkanstöße, das eigene Verhalten mal zu hinterfragen. Denn was am Ende zählt ist, geliebt zu haben und geliebt worden zu sein.

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Romantasy trifft Regency- gefällt mir ja mal richtig gut

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain
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Ich finde ja dieses Crossover aus Bridgerton-Vibes und düsterer Fae-Fantasy richtig ansprechend. Hätte nicht gedacht, dass das für mich so ein Ding sein könnte, aber wow, ich mochte den Flair dieser Geschichte ...

Ich finde ja dieses Crossover aus Bridgerton-Vibes und düsterer Fae-Fantasy richtig ansprechend. Hätte nicht gedacht, dass das für mich so ein Ding sein könnte, aber wow, ich mochte den Flair dieser Geschichte richtig gerne. Bin ja sowieso absoluter Fan von der Kunst des Werbens im alten England, den Bällen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten, aber das ganze nochmal gepaart mit magischen Pakten und einer beängstigenden Fake-Queen ist einfach nochmal so viel spannender.

Auch das Love-Triangle aus Ivy, Bram und Emdet gefällt mir richtig gut. Man merkt sehrt gut, wie Ivy hin und her gerissen ist zwischen dem, was sie sich selbst erhofft und dem, was sie für das Beste für das weitere Schicksal ihrer Familie hält. Ich mochte auch die Nebenhandlung rund um Lydias Rose Bargain und fand es so spannend herauszufinden, was wohl dahintersteckt.

Am Erzählstil hat mir besonders gut gefallen, dass auch jedes der anderen Mädchen ein eigenes Kapitel bekommt. So lernt man sie etwas besser kennen, erfährt viel über ihre Motive und Lebensumstände und das ganze macht die Geschichte dreidimensionaler und authentischer. Neben den Interaktionen der Mädchen selbst waren für mich die seltsam grausamen Prüfungen der Queen mein absolutes Highlight. Das hat der Geschichte einen bedrohlichen touch gegeben und sie zusätzlich interessant gemacht.

Ich fand auch das Ende absolut gelungen und will jetzt unbedingt wissen, wie es weitergeht. Hat mir richtig gut gefallen.

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Hatte bisschen Pipi in den Augen

Die Mitternachtsreise
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Matt Haig schreibt einfach Bücher, die mich thematisch sehr ergreifen, trotzdem ist es immer so ein bisschen Glücksspiel, ob mir das jeweilige Buch aber auch tatsächlich gefällt. Hier war der Fall aber ...

Matt Haig schreibt einfach Bücher, die mich thematisch sehr ergreifen, trotzdem ist es immer so ein bisschen Glücksspiel, ob mir das jeweilige Buch aber auch tatsächlich gefällt. Hier war der Fall aber für mich sehr klar: habs geliebt. Für mich das bisher beste Buch von Matt Haig, ich hab ja so geheult beim Lesen.

Lieben wir nicht alle diese „Grumpy old man“-Geschichten?! Nur dass Wilbur eigentlich nicht grumpy ist, sondern jemand, der viel Schmerz erfahren, falsche Entscheidungen getroffen und das eigene Leben verpasst hat. Zudem ist Wilbur nun tot, gestorben einsam und allein. Am Ende seines Lebens geht er als Geist auf Reise durch die Schlüsselmomente seines Leben. Durch die Höhen und Tiefen, die Liebe und den Verlust.

Herzstück ist für mich die Liebe zu Maggie, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Sie begleitet Wilbur von seiner Kindheit an und zu wissen, dass er am Ende ohne sie ist, hat mir schon von Beginn an das herz schwer gemacht. Die Geschichte ist einfach wundervoll in ihrer Tragik, einfach weil das Thema sehr nahbar und ergreifend ist. Natürlich geht es hier nicht nur um die Liebe, die mal ganz leicht und dann wieder unfassbar schwer ist, aber sie schwingt eben doch bei allen mit, was Wilbur erlebt.


Es hat mir gefallen, wie er seine Lebensetappen rekapituliert, sie in ein neues Licht gerückt sieht, bereut und begreift. Und dann wirkt die Geschichte ihre Magie. ich will hier nicht zu viel verraten, aber was Wilbur tut, ist absolut ergreifend. Die Geschichte birgt einiges an Lektionen, die jeder beherzigen sollte und gibt reichlich Denkanstöße, das eigene Verhalten mal zu hinterfragen. Denn was am Ende zählt ist, geliebt zu haben und geliebt worden zu sein.

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Unerwartet charmant

Seamere College 1. Strange Familiars
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Bin ehrlich, ich hab dem derartig süßen Cover eine eher seichte Storyline und außer einer Lovestory nicht allzu viel erwartet. Und bin absolut positiv überrascht worden. Die Mischung aus magischer Schule, ...

Bin ehrlich, ich hab dem derartig süßen Cover eine eher seichte Storyline und außer einer Lovestory nicht allzu viel erwartet. Und bin absolut positiv überrascht worden. Die Mischung aus magischer Schule, magischen tierischen Geschöpfen und Academic Rivalry gefällt mir ja sowas von gut. Was mich aber unerwartet und eiskalt erwischt hat ist die „he falls first“ Komponente der Geschichte- wie süß will man bitte sein?

Den akademischen Wettstreit zwischen Gwendolynne und Harrisford fand ich einen guten Aufhänger für ihre Bekanntschaft. Ich mochte, wie sie sich gegenseitig aufziehen und reizen und dass gleichzeitig aber auch die Spannung zwischen ihnen greifbar ist. Die Entwicklung ihrer Beziehung wirkte natürlich, nicht übertrieben eilig, sondern auf angenehme Art herantastend. Wie eine erste Liebe eben sein sollte. fand ich total sympathisch.

Tatsächlich hätte ich gerne noch mehr von den Seelentieren und magischen Geschöpfen erlebt, das kam mir fast ein bisschen zu kurz in diesem Buch. Dafür bekommt die Geschichte aber eine unerwartet spannende Wendung, als sich Gwendolynne mit den energetischen Entladungen zu beschäftigen beginnt und deren Ursache auf den Grund geht. Hatte echt nicht erwartet, dass hier eine derartig düstere Story wartet, fand ich echt toll.

Und das Ende war ja mal absolut dramatisch, ich brauche jetzt bitte dringend Band 2. Fands klasse.

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Veröffentlicht am 31.05.2026

alles auf Anfang

Pause
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"Pause" war ein Buch, das meine Erwartungen mehr als nur übertroffen hat und mental Health, sowie das Zusammenspiel von körperlicher und geistiger Gesundheit in ein nachvollziehbares und ergreifendes Licht ...

"Pause" war ein Buch, das meine Erwartungen mehr als nur übertroffen hat und mental Health, sowie das Zusammenspiel von körperlicher und geistiger Gesundheit in ein nachvollziehbares und ergreifendes Licht rückt. Ich fand das beklemmende Gefühl der Abhängigkeit, des vermeintlichen Scheiterns geradezu mit Händen greifbar. Wieso fällt es uns nur so schwer einzugestehen, dass wir Hilfe brauchen und diese auch aktiv einzufordern? Und wieso ist es überhaupt nötig, sie wortstark einzufordern?

Hanna tat mir richtig leid, gefangen zwischen der gleichgültigen Reaktion ihres Lebensgefährten, der vermutlich mit seinen eigenen Issues zu kämpfen hat, aber einfach auch keinen angemessenen Anteil an Hannas Lage nimmt, und der erdrückenden Stimmung zu Hause, wo sie mehr Eindringling als willkommen ist. Das Buch beleuchtet anschaulich, welch große Rolle auch unser Umfeld spielt, wenn es um Gesundheit und Wohlbefinden geht. Hanna hat keine verlässlichen Stützen in ihrem Leben, selbst ihre Freundin ist mehr auf Distanz als ein offenes Ohr. und irgendwie hat mich all das für Hanna betroffen und wütend gemacht. Denn Hanna geht es eben nicht gut. Hanna kann nicht mal eben mit ihrem Leben weitermachen und allen mal ein bisschen weniger zur Last fallen

Ich fand vor allem die Reaktion der Mutter unerwartet distanziert. Für mich ist generell die Beziehung zu den Eltern und zum Heimatort der Kindheit Schlüsselelement der Geschichte. Generell wirkt der Alltag der Familie sehr distanziert, Konflikte werden nicht ausgesprochen und ausgetragen und brodeln entsprechend unter Hannas Haut, die zunehmend zu entgleiten droht.

Ich finde die Autorin schafft hier starke Bilder und spricht Themen an, die bestimmt viele Leserinnen betreffen, Situationen die sie selbst erlebt haben und Gefühle, die sie nachempfinden können. Zurück bleibt für mich die Botschaft, dass ich nicht immer stark sein und alles allein schaffen muss, Kommunikation aber der Schlüssel ist. Die Geschichte hat mich bewegt und zum Nachdenken angeregt und ich kann sie sehr empfehlen

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