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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2025

Wenn Fantasy linguistisch Züge bekommt

Die Sprache der Drachen
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Ich bin auf dieses Buch tatsächlich nicht selbst aufmerksam geworden, sondern über eine Community, wo das Buch wärmstens empfohlen wurde. Und ich bin so froh, dass ich dieser Empfehlung gefolgt bin, denn ...

Ich bin auf dieses Buch tatsächlich nicht selbst aufmerksam geworden, sondern über eine Community, wo das Buch wärmstens empfohlen wurde. Und ich bin so froh, dass ich dieser Empfehlung gefolgt bin, denn für mich war das ein Überraschungs-Hit. Diese Geschichte war wirklich sehr sehr cool.

Klassensysteme, Rebellion und dann auch noch Drachen- das Buch hat erstmal sehr viel von dem, was sich sowieso thematisch richtig cool finde. Aber zusätzlich hat die Geschichte auch noch einen Vibe, der ein bisschen an Geschichten wie „Babel“ erinnert. Denn die sprachliche Komponente der Geschichte, ist nicht nur super interessant zu verfolgen, sie trägt auch massiv zur Handlung bei.

Was ich neben der Grundhandlung super überzeugend fand, das war die Charakterentwickölung von Protagonistin Vivien. Ist sie anfangs noch sehr regimetreu, auf selbstsüchtige Art ehrgeizig und fast schon naiv unterwegs, so mausert sie sich zu einer sehr starken Protagonistin, die man Ende maßgeblich den Verlauf der Geschichte mutgestaltet. Der Weg dahin war steinig, was die Story umso authentischer wirken lässt. Ich mochte, dass sie nicht perfekt, nicht fehlerfrei war, teilweise zerfressen von Schuld und Selbstvorwürfen- aber genau dadurch fühlt man mit ihr mit.

Es gibt auch eine sehr zarte Lovestory, die sich aber nicht aufdrängt, was ich sehr gern machte. Viel mehr geht es um Freundschaft, um das soziale und politische System des Londons von 1923 und was nötig war um den herrschenden Frieden zu wahren. Es gibt einige Intrigen und Geheimnisse, die im Verlauf der Ereignisse enthüllt werden und die einfach super mitreißend waren.

Hat mich sehr gepackt, regt aber auch zum Nachdenken an, welchen Preis ein Frieden wert sein darf und auf wessen Schultern er ausgetragen wird. Tolle Storyline, cooles Konzept und eine unglaublich packende Geschichte.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Noch besser als Band 1

Arc & Ruin
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Ich fand ja schon den ersten Teil der Dilogie ziemlich gut, aber dieser zweite Band setzt tatsächlich nochmal einen obendrauf. Marie Graßhoff ist für mich echt die Queen der Fantasy, ich hab diese Geschichte ...

Ich fand ja schon den ersten Teil der Dilogie ziemlich gut, aber dieser zweite Band setzt tatsächlich nochmal einen obendrauf. Marie Graßhoff ist für mich echt die Queen der Fantasy, ich hab diese Geschichte so sehr gefeiert und bin jetzt tatsächlich ziemlich traurig, dass die Dilogie damit abgeschlossen ist. Könnte echt noch länge in dieser neuen Welt verbleiben, nachdem mir die Figuren so ans Herz gewachsen sind.

Die Handlung knüpft unmittelbar an Band 1 an, was ich aber einen erzählerischen Geniestreich fand war, dass es ein „was zuletzt geschah“ gab. Einfach genial, dadurch ist man wieder sofort drin im geschehen. Trotzdem würde ich empfehlen Band 1 zuerst zu lesen und nicht quer einzusteigen.
Ich hatte ja bereits im vorherig band gehofft, dass sich die Handlungsstränge treffen, was aber auch in diesem Band erst recht spät passiert. Im Nachhinein war das vllt sogar perfekt, da der Leser dadurch tiefgreifende Einblicke bekommt, die sich stellenweise auch ein bisschen die ein Reisetagebuch durch diese fiktive Welt lesen. Worldbuilding auf jeden Fall wieder ne 10 von 10.

Gefühlt wird die Story in diesem Buch nicht nur vertieft, es wird auch nochmal ein viel größerer Bogen auch in die Vergangenheit geschlagen. Die Reisegefährten müssen Allianzen schneiden und schwere Entscheidungen treffen, auch Verluste in die eigenen Reihen bleiben nicht aus. Insgesamt war die Entwicklung aller Charaktere richtig stark.

Das Buch will man am liebsten gar nicht aus der Hand legen, weil so unfassbar viel passiert, dass man liebsten die gesamte Geschichte in einem Stück lesen will. Ich hatte wieder so eine gute Zeit mit dem Buch. Würden locker auch noch nen dritten Teil lesen, wenn Marie jemals einen schreiben sollte.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Düsteres Märchen-Retelling

Gilded – Die Versuchung des Goldes (Gilded 1)
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An sich mochte ich diese märchenhafte Erzählung richtig gern, sie ist bodenständig, aber düster angehaucht, orientiert sich an bekannten Sagen und Märchen und hat mit ihrem Folklore-Vibe eine wunderbar ...

An sich mochte ich diese märchenhafte Erzählung richtig gern, sie ist bodenständig, aber düster angehaucht, orientiert sich an bekannten Sagen und Märchen und hat mit ihrem Folklore-Vibe eine wunderbar unheimliche Grundstimmung.

Stellenweise sind die Schilderungen ziemlich grausig und unheimlich, was ich richtig gekonnt fand. Orientiert in Sachen Brutalität an dem, was man vielleicht auch aus Original-Märchen kennt.

Besonders im mittleren Part hatte die Geschichte für meinen Geschmack ein paar Längen. Nach der ersten Begegnung mit dem Erlkönig und dem ersten Vollmond in seinem Schloss ist es ein bisschen redundant und ich hätte mir hier etwas mehr Tempo gewünscht.

Mir war nicht so ganz klar, dass es einen zweiten Buch gibt, was erklärt, wieso es so viel Staffage gibt. Die Lovestory, wenn man sie denn so nennen will, ist eher mau und zum Ende dieses Bandes wirds nochmal ein bisschen wild. Zumindest bekommt man aber auch ein paar Antworten.

Ich fands ganz gut, hätte es mir glaube ich aber kompakter und temporeicher gewünscht. Liest sich trotzdem sehr locker und man braucht keine Vorkenntnisse in Sachen Märchen.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Schöne Storyentwicklung

Code Kill – Ein tödliches Spiel
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Weiß auch nicht, was Bücher und Geschichten über tödliche Spiele so an sich haben, dass ich da nie dran vorbeikomme. Hatte aber auf jeden Fall richtig Lust auf diese Geschichte und unterm Strich wurden ...

Weiß auch nicht, was Bücher und Geschichten über tödliche Spiele so an sich haben, dass ich da nie dran vorbeikomme. Hatte aber auf jeden Fall richtig Lust auf diese Geschichte und unterm Strich wurden meine Erwartungen voll erfüllt.
Der Einstieg war für mich ein bisschen holprig, weil er einerseits total random war und gleichzeitig viele Eindrücke direkt auf den Leser einprasseln. Die Personen werden quasi gar nicht richtig in die Handlung eingeführt, wodurch es mir schwerfiel einen Bezug zu ihnen herzustellen. Da sich die Todesfälle dann auch recht schnell häufen, baut man aber auch sonst keine Beziehung zu den Figuren auf. Finde ich an sich nicht schlimm, aber dadurch wurde für mich die Dramaturgie der Todesfälle vor allem zu Anfang auch ein bisschen abgeschwächt.

Max selbst ist ein eher unzuverlässiger Protagonist. Durch seine Kopfschmerzen und Blackouts ist er eher selten Herr der Lage oder auch nur seiner eigenen Sinne. Man merkt relativ schnell, dass mit ihm irgendwas nicht stimmt, was mich ihm gegenüber zusätzlich misstrauisch gestimmt hat. Die Haupthandlung wird von Erinnerungen unterbrochen, die die Vergangenheit der Figuren beleuchten und alle etwas mit Schuld zu tun haben. Zudem gibt es eine Art externer Einwürfe, die ich anfangs seltsam fand, die dann aber recht schnell eine ungefähre Richtung für die Handlung vorgeben vorgeben.

Zwischendurch hat es die Story dann doch kurz geschafft mich zu täuschen und ich hatte so einen echten WFT-Moment, aber die Auflösung war ungefähr, wie von mir erwartet und einfach richtig gut. Und das Ende? Chefs Kiss! Also generell der Aufbau der Storyline war schon stark und auch die Grundstimmung innerhalb der Geschichte hat mir gut gefallen. Man fiebert schon auch auf die Auflösung hin.
Für mich ein sehr gelungenes Buch.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Wow wow wow

To Tempt a God
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Ich lese ja inzwischen auch recht viel Fantasy, wobei ich so mythische Göttergeschichten immer noch besonders gern mag. Diese Geschichte ist eine tolle Mischung aus Urban Fantasy (auch wenn es dafür lediglich ...

Ich lese ja inzwischen auch recht viel Fantasy, wobei ich so mythische Göttergeschichten immer noch besonders gern mag. Diese Geschichte ist eine tolle Mischung aus Urban Fantasy (auch wenn es dafür lediglich einen einzigen Hinweis gibt), Romantasy und Götter-Saga. Fands richtig geil.

Die menschliche Welt mit den Eben ist ja mal mega heftig konstruiert. Hatte so nen dystopischen Touch, hab ich sehr gefühlt. Und in all dem Elend: Aurora. Diebin, liebende Schwester, verwaiste Tochter, schwacher Mensch, als Sklavin der Götter erwählt. Wenn das nicht mal schon an sich Wow-Faktor besitzt, dann weiß Ichs auch nicht. Ganz ehrlich, Aurora ist einfach cool. Sie ist willensstark, mutig, selbstlos. Die perfekte Protagonistin für diese Geschichte.

Und alles rund um die Götter und ihre grausame Welt war super stark geplottet. Ich hing so gebannt an den Seiten. Selten so gehyped von Fantasy gewesen. Es ist spannend, mitreißend, emotional ergreifend und voller Überraschungen.
Und auch unter den Göttern gab es ein paar absolut hinreißende Figuren. Klar Golden steht sehr um Fokus und seine beschützerische, selbstgeißelnde Art hatte natürlich total was, aber auch ein paar der anderen waren ziemlich cool und ich hoffe in den Folgebänden noch mehr von ihnen zu lesen.

Es gab ein paar richtig krasse Überraschungen, wo ich regelrecht sprachlos war, dass ich das nicht habe kommen sehen. Die Handlung funktioniert einfach richtig gut und die aufgeladene Atmosphäre aus Gefahr und Geheimnissen macht regelrecht süchtig. Bitte mehr davon.

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