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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2025

Richtig coole Fantasy mit historischem Vibe

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1
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Das Thema Hexenverfolgung/ Hexenprozesse fand ich schon immer super interessant- grausig und spannend zugleich und dieses Buch fängt die Atmosphäre und die Emotionen rund um dieses Thema super stark ein ...

Das Thema Hexenverfolgung/ Hexenprozesse fand ich schon immer super interessant- grausig und spannend zugleich und dieses Buch fängt die Atmosphäre und die Emotionen rund um dieses Thema super stark ein und verpackt es in eine starke Fantasy-Geschichte. Ich mochte die Spannung, die von Beginn an in der Luft lag. Dass Gideon und Rune quasi ähnliche, entgegensetzt gerichtete Interessen verfolgen, macht ihre Begegnungen zu einem delikaten Spiel zwischen den beiden.

Ich mochte das historisch angehauchte Setting mit ihrer Ständegesellschaft, den gesellschaftlichen Verpflichtungen und der Art des Werbens, die man sie aus dem elisabethanischen bis viktorianischen England kennt. Das ist genau diese Art von Setting, die total meinen Geschmack trifft und das in Kombination mit Magie- ein Traum.

Runes Perspektive dominiert die Geschichte. Aber diese kleinen Ausflüge in Gideons Gedanken, seine Erinnerungen und das was ihn Antreibt geben der Geschichte erst ihren Reiz. Rune und Gideon sind wie Feuer und Eis und ergänzen sich doch so großartig

Die Enthüllung am Ende konnte man schon circa ab der Mitte erahnen. Trotzdem war es packend, magisch und absolut erschütternd. Wow, also dieses Finale hatte wirklich alles.
Ich kann den zweiten Band gar nicht erwarten und maus unbedingt wissen, wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Ein klassischer Suter

Wut und Liebe
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Ich mag ja die Bücher von Martin Suter, die immer sehr gekonnt am Abgrund der menschlichen Psyche balancieren und sich geschickt zwischen Roman, Kriminalgeschichte und Gesellschaftsstudie bewegen. „Wut ...

Ich mag ja die Bücher von Martin Suter, die immer sehr gekonnt am Abgrund der menschlichen Psyche balancieren und sich geschickt zwischen Roman, Kriminalgeschichte und Gesellschaftsstudie bewegen. „Wut und Liebe“ ist so ein Buch, das auf den ersten Blick vielleicht unspektakulär daherkommt, es aber faustdick hinter den Ohren hat.

Ich fand die Grundprämisse menschlicher Beziehungen, den Konflikt zwischen Geld und Liebe, sowie den starken emotionalen Antrieb aller Figuren wahnsinnig packend und stimmig aufbereitet. Die Geschichte beginnt sehr schnell immer größere Kreise zu ziehen, die sich aber alle im selben Raster bewegen: es geht um Egoismus, Betrug, Neid, Wut und Verzweiflung. Unter unter all dem Vergraben: um Liebe- verzehrende Liebe, unerwiderte Liebe, verzweifelte Liebe, die große Liebe.

Mich hat das Buch einfach wieder absolut abgeholt und eine Bandbreite an Emotionen in mir ausgelöst. Bei Suter fliegt man geradezu durch die Seiten, gefangen von der Geschichte und in angespannter Erwartung, was wohl als nächstes geschieht. Und Suter liefert hier wieder erstklassig ab, denn die Auflösung ist ein echter Knaller und hat mich ungläubig Auflachen lassen. Passiert mir selten, dass ich noch so überrumpelt werde. Großes Kino, habe ich bestens unterhalten gefühlt.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

nicht, was ich erwartet hatte

Das Ministerium der Zeit
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Für mich ist dieses Buch ein Beispiel fantastischen Marketings: vom Klappentext und den Empfehlungen, bis hin zur Aufmachung schreit dieses Buch: moderne Sci-Fi Romance. Bei mir hat all das aber völlig ...

Für mich ist dieses Buch ein Beispiel fantastischen Marketings: vom Klappentext und den Empfehlungen, bis hin zur Aufmachung schreit dieses Buch: moderne Sci-Fi Romance. Bei mir hat all das aber völlig falsche Erwartungen geweckt und so richtig war das für mich weder Sci-Fi, noch Romance, vielmehr hing die Handlung irgendwie in der Luft, hat erst gegen Enden einen Rahmen bekommen, den ich dann auch nicht 100% überzeugend fand.

Was mir an diesem Buch vielleicht am besten gefallen hat ist, wie sprichwörtlich Welten aufeinander prallen und die damit einhergehenden Weltansichten, Erfahrungen und umweltbedingten Charakterzüge. Nicht nur war es interessant zu beobachten, wie sich die Expats in die moderne Welt integrieren, sondern vor allem auch wo sie anecken.

Durch die historischen Umstände bekommt die Geschichte eine gewisse Tiefe und Ernsthaftigkeit, die mir gut gefallen hat.
Ansonsten schreitet die Handlung aber eher überschaubar voran. Es deutet sich zwar an, dass etwas größeres im Gange sein könnte, aber so richtig kommt das erst in der zweiten Hälfte des Romans zum Tragen, bis dahin dümpelt die Story so ein bisschen vor sich hin.

Auch die Lovestory steht eher am Rande und entwickelte sich für mein Empfinden ein bisschen aus dem Nichts. Sie ist auch überraschend nüchtern, fast schon auf rationale Art kühl angelegt.
Für mich lebt die Geschichte hauptsächlich von den Erfahrungen, die die drei Hauptexpats machen. Besonders Maggie war ein Quell der Freude für mich. Generell blieben mir aber alle Figuren eher fremd, so einen echten Zugang habe ich zu keiner von ihnen gefunden.

Gegen Ende überschlugen sich dann die Ereignisse plötzlich und ich fand es wurde etwas unübersichtlich, was die Interessen der einzelnen Parteien anging.
Insgesamt habe ich einfach etwas völlig anderes erwartet und bleibe eher ernüchtert zurück.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Unterwelten

Verlorene Städte (Die Lichter unter London 1)
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Ich fand die Grundidee erstmal richtig cool und empfinde die Unterwelten von London als ein sehr ansprechendes und düster spannendes Setting. Das Worldbuilding war wirklich gelungen- es war düster, fantasievoll ...

Ich fand die Grundidee erstmal richtig cool und empfinde die Unterwelten von London als ein sehr ansprechendes und düster spannendes Setting. Das Worldbuilding war wirklich gelungen- es war düster, fantasievoll ausgestaltet, aber nah genug an der Realität um es sich bildlich vorstellen zu können. Würde schon sagen, dass das Buch in die Kategorie "Urban Fantasy" fällt. Auch die Bewohner der Unterwelt, die Pflanzen und Kreaturen sind gut beschrieben, sodass man sich alles gut vorstellen kann.

Maeve fand ich anfangs wahnsinnig naiv und auch super leichtsinnig. Sie macht aber innerhalb der Handlung eine spürbare Entwicklung durch. Schwergetan habe ich mich ein bisschen mit Maeves Geschlechtsidentität. Es wird immer wieder das Pronomen "sie" verwendet (im Gegensatz zu den Unterweltern, sie mit der identifiziert werden), obwohl Maeve sich immer wieder vom Frau/Mädchen sein distanziert. Das wird auch schlüssig aufgebaut, aber beim Lesen bin ich dann trotzdem immer wieder darüber gestolpert.

Für mich trägt die Geschichte klassische Elemente von Gut gegen Böse, hat aber auch coole Fantasyelemente wie den dämonischen Fluch des Wächters, wobei ich fand, dass hier die Logik nicht 100% aufgegangen ist, und vermittelt aber auch ganz grundlegende Themen rund um Freundschaft, Loyalität und Gastfreundschaft. Also insgesamt eigentlich eine richtig starke Mischung.

Die Geschichte ist durchweg interessant und spannend, weil die Figuren sich immer tiefer in die Katakomben vorarbeiten, dabei allerhand erleben und einige Schlachten zu schlagen haben. Insgesamt ist die Story auch sehr temporeich, sodass man bei all den Figuren, Orten und Entdeckungen teilweise ganz schön aufpassen muss, um nichts zu verpassen.

Mochte den Vibe der Geschichte sehr und würde auf jeden Fall auch einen zweiten Band lesen.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Schon die absoluten Basics

21 Dinge über deine Finanzen, die du wissen solltest
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Dieses Buch ist meiner Meinung nach nur für absolute Einsteiger empfehlenswert, denn es werden nur die absoluten Basics kurz und knapp aufgelistet, die jedem, der sich schonmal mit dem Thema Finanzen/Vermögensaufbau ...

Dieses Buch ist meiner Meinung nach nur für absolute Einsteiger empfehlenswert, denn es werden nur die absoluten Basics kurz und knapp aufgelistet, die jedem, der sich schonmal mit dem Thema Finanzen/Vermögensaufbau beschäftigt haben, völlig klar sind.

Wem würde ich das Buch also empfehlen: Berufseinsteigern, die sich zum ersten Mal mit dem Thema Sparen/ Investieren auseinandersetzen und allen, die die eigenen Finanzen noch nicht aktiv selbst in die Hand nehmen.

Es wird nur Theorie in kurzen, übersichtlichen Kapiteln runtergebrochen, es gibt keine klaren Handlungsempfehlungen/ Strategien. Diese Buch ist also wirklich nur ein Überblick darüber, welche Punkte man berücksichtigen/ abdecken sollte. Weitere, tiefergehende Recherche ist also hinterher auf jeden Fall noch notwenig. Viele der genannten Punkten sollten eigentlich sogar selbstverständlich sein.

Ein paar nützliche, weiterführende Links sind beim Ebook direkt in den Text eingebunden, was ich gut umgesetzt fand.
Insgesamt für mich jetzt nichts neues, aber eine übersichtliche Zusammenfassung