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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.05.2026

Altes in neuem Gewand

Die Wanderbücherei
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Ich fand die Idee des Buches- die Trambahn, die Wanderbücherei und der intellektuelle Aufstand- einfach richtig cool. Und so wichtig, vor allem in Zeiten wie heute, wo sich einige Fehler der Vergangenheit ...

Ich fand die Idee des Buches- die Trambahn, die Wanderbücherei und der intellektuelle Aufstand- einfach richtig cool. Und so wichtig, vor allem in Zeiten wie heute, wo sich einige Fehler der Vergangenheit zu wiederholen scheinen
Ich fands auch cool, dass alles rund um die Trambahn selbst auf Fakten beruht. Der Gedanke, dass es diesen Zufluchtsort für Bücherliebende wirklich gab, es einfach ergreifend

Ich fand die zwei Zeitstränge toll miteinander verwoben und fand auch die Übergänge sehr passend gesetzt. Die Geschichte wird nicht stringend erzählt, sondern springt hin und her- die Erinnerungsfetzen, die plötzlich ans Licht treten.
Man bekommt einen guten Eindruck von der Stimmung und dem Leben während der Kriegsjahre, ohne dass es sich ganz in den Vordergrund stellt.

Die Liebesgeschichte zwischen Vera und Hans fand ich gleichwohl schön wie tragisch. Ihre heimlichen Treffen und die versteckten Botschaften habe ich mit Spannung verfolgt und so gehofft, dass es ein Happy End für die beiden geben würde. Fands so nervenaufreibend, dass man bis zum Schluss eigentlich nicht wusste, was aus ihnen wurde.

Hab direkt auch Lust bekommen ein paar der verbotenen Bücher aus dem Buch zu lesen. Kästners Werke kenne ich eigentlich komplett, aber es werden ja auch noch ein paar andere genannt, was mich neugierig gemacht hat.

Für mich ein sehr gelungenes Buch. Es geht nicht allzu tief, muss es aber auch gar nicht. Es ist eine schöne Geschichte, in der man ein bisschen vergangen Zeiten nachhängen kann und die einem vor Augen führt, was niemals wieder geschehen darf. Trotzdem ist der Ton hoffnungsvoll, aufmüpfig und macht stolz, dass das gute in den Menschen nie ganz erlöschen wird.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Wichtiges Thema cool aufgearbeitet

Mit anderen Augen
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Ich finds super cool und interessant, dass es immer mehr (feministische) Bücher gibt, die relevante und aktuelle Themen, die vor allem Frauen betreffen, aufgreifen und zu wahnsinnig coolen Geschichten ...

Ich finds super cool und interessant, dass es immer mehr (feministische) Bücher gibt, die relevante und aktuelle Themen, die vor allem Frauen betreffen, aufgreifen und zu wahnsinnig coolen Geschichten verstricken. Denn die Prämisse, dass Frauen ab einem gewissen Alter Gefahr laufen an Unsichtbarkeit zu erkranken, hört sich ja erstmal skurril und geradezu abwegig an. Aber wenn man mal genauer drüber nachdenkt- ist dann da nicht vielleicht etwas Wahres dran? Und sind Frauen nicht auch vorher schon in gewissen Situationen „unsichtbar“?!

Ich fand es total cool wie es in dem Buch nicht nur um die Rolle der Frau in der gesellschaftlichen Wahrnehmung und der Wahrnehmung durch Männer geht, sondern viel auch um Selbstwahrnehmung, Selbstwertschätzung und darum auch mal gutmütig mit sich selbst zu sein.

Tilda war für mich eine sehr nahbare Protagonistin- Tochter, Mutter, Freundin, (Ex-)Ehefrau, aber auch Karrierefrau, Frau mit Dating-Frust. Tilda hat viele Facetten, die sie dreidimensional und authentisch machen. Und dadurch konnte ich mit ihr gut mitfühlen.

Das Buch hat so einen leicht pseudowissenschaftlichen Touch an sich, was die Erkrankung der Unsichtbarkeit und deren Behandlungsmethoden angeht. Das finde ich einerseits total genial und gleichzeitig erschreckend, eben weil es dadurch so realistisch wirkt. Auf jeden Fall ein cooles Stilmittel hier.

Die Geschichte hat so eine Sogwirkung an dich, dass ich einfach immer weiterlesen wollte. Fands richtig stark

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Plot gut, Spannung hätte gerne mehr sein können

The Box in the Woods. Schau nicht hinein
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Bei Schüler-Detektiven denke ich automatisch an „A good girls guide to murder“. Da Holly Black aber auch der unangefochtene Spitzenreiter für mich in dieser Kategorie ist, kommt dieses Buch inhaltlich ...

Bei Schüler-Detektiven denke ich automatisch an „A good girls guide to murder“. Da Holly Black aber auch der unangefochtene Spitzenreiter für mich in dieser Kategorie ist, kommt dieses Buch inhaltlich für mich nicht dagegen an. Dabei hat der Plot eigentlich alles was es braucht. Nur spannungstechnisch fehlte was.

Vom Setting her mit dem Sommercamp absolut grandios. Hat so ein bisschen Fear Street Flair. Das allein macht schon viel her.
Ich mochte auch wie der Fall aus den 70ern mit aktuellen Ereignissen verknüpft wurde und der alte Fall quasi neue Wellen schlägt.

Ich fand Stevie und ihre Clique nahbar und sympathisch angelegt, auch wenn die Figuren selbst nicht wahnsinnig viel Tiefe haben.
Die Geschichte ist leicht zu verfolgen und angenehm zu lesen. Sie ist hauptsächlich von klassischer Detektivarbeit geprägt, die vor allem aus Gesprächen besteht.

Es gibt ein paar Aha-Momente und die Situation spitzt sich gegen Ende mal kurz zu, aber sonst ist das Tempo eher gemäßigt. Spannungstechnisch wäre für mein Empfinden mehr möglich gewesen.
Die Auflösung und Rekonstruktion der Ereignisse hat mir richtig gut gefallen. Da macht Stevie Miss Marple alle Ehre.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Mordermittlung mal anders

Noch fünf Tage
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Eine sterbende Frau klärt ihren eigenen Mord auf- was für eine geniale Idee ist das denn bitte?! Und das, wäre sie selbst zwischenzeitlich Hauptverdächtige ist. Da Protagonistin Lis ans Bett gefesselt ...

Eine sterbende Frau klärt ihren eigenen Mord auf- was für eine geniale Idee ist das denn bitte?! Und das, wäre sie selbst zwischenzeitlich Hauptverdächtige ist. Da Protagonistin Lis ans Bett gefesselt im Krankenhaus liegt, ist der Handlungsrahmen super eng gefasst und spielt sich innerhalb weniger Tage ab. Das gibt dem ganzen eine gewisse Dringlichkeit und eine eindringliche Atmosphäre.

Lis rekapituliert nicht nur die Ereignisse der Mordnacht, sondern ihre komplette Beziehung zur Familie ihres Arbeitgebers, hinterfragt Entscheidungen und versucht Verbindungen zu den jüngsten Geschehnissen herzustellen. Familie Harman kommt dabei überhaupt nicht gut weg und dadurch ergeben sich verschiedene mögliche Motive für den Mord, was super spannend geplottet ist. Geld allen macht eben keine guten Menschen und besonders wie die Harman Lis mitgespielt haben, war wirklich unterirdisch.

Lis habe ich als starke, selbstbewusste Frau empfunden, die alles tut, um ihrer Tochter eine gute Zukunft zu ermöglichen, aber auch eine ordentliche Portion eigenen Ehrgeiz und ein gesundes Selbstvertrauen bezüglich ihres Könnens besitzt. Das macht sie zu einer tollen Protagonisten, deren Gedankengängen man gerne folgt.

So ein bisschen surreal ist die gesamte Situation natürlich schon, vor allem, dass Lis zwischenzeitlich Beschuldigte, aber auch Anklägerin und Ermittlerin ist. Und trotzdem die luxuriöse Behandlung eines VIPs erfährt. Die kulinarischen Ausschweifungen fand ich interessant zu verfolgen, auch wenn ich damit selbst nicht allzu viel anfangen kann.

Ich fand die knackige Erzählstruktur und die temporeiche Ermittlung sehr packend und habe durchaus mitgefiebert. War mal was anderes, mir hats gefallen.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Fakedating war noch nie so bittersüß

Picking Daisies on Sundays
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Ich liebe ja gute Fake-Dating-Geschichten, aber mein Gott wie süß ist bitte diese Geschichte, bei der absolut gar nichts fake ist. Ich bin ganz hin und weg von dieser Geschichte, die einfach zuckersüß ...

Ich liebe ja gute Fake-Dating-Geschichten, aber mein Gott wie süß ist bitte diese Geschichte, bei der absolut gar nichts fake ist. Ich bin ganz hin und weg von dieser Geschichte, die einfach zuckersüß ist. Levi und Dani sind echt ein Match made in heaven. So so süß, für mich ein perfekter cosy Read.

Fakedating allein trifft nicht mal ansatzweise worum es hier geht. Es ist auch Friends to lovers, second chances, childhood love und nebenbei haben beide einfach auch hinreißend süße Familien und absolut untoxische, bezaubernde Freunde. Das ganze Buch ist eine einzige Green Flag und ein Safe Space. Tut so gut ein Buch ganz ohne Drama, Lügen und ähnliches zu lesen.

Dani ist eine sehr nahbare, sympathische Protagonistin und es fiel mir leicht, mich in sie hineinzuversetzen. Auch ihre Unsicherheiten fand ich sehr nachvollziehbar und es war so cool, sie über sich hinauswachsen zu sehen. Ich hab richtig mitgefiebert, dass sie ihr Happy End mit Levi bekommt.

Ich fand die Geschichte nicht nur sehr charmant, sondern auch sehr witzig, habe sogar teilweise richtig kichern müssen. Wunderbar schöne, leichte Unterhaltung zum Schmunzeln und Schmachten.

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