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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2025

Auf berührende Art ehrlich

Die Abende in der Buchhandlung Morisaki
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Ich mochte bereits den ersten Band rund um die Buchhandlung Morisaki bereits sehr gerne, aber dieser hier, hat mich nochmal auf eine ganz andere Art berührt und nochmal eine tiefere Ebene der Offenheit ...

Ich mochte bereits den ersten Band rund um die Buchhandlung Morisaki bereits sehr gerne, aber dieser hier, hat mich nochmal auf eine ganz andere Art berührt und nochmal eine tiefere Ebene der Offenheit mitgebracht. Eine warmherzige Geschichte darüber, den Menschen im eigenen Umfeld offen und aufrichtig gegenüberzutreten.

Ich finde den Titel wunderbar passend, weil er genau das widerspiegelt, worauf der Text den Fokus setzt. Nämlich das Privatleben der Figuren, dass sich abspielt wenn die Buchhandlung geschlossen hat oder sie selbst gerade nicht in der Buchhandlung arbeiten. Diese Abende haben etwas verletzliches, aber auch tröstliches an sich, sie bergen Momente der Freude und des Schmerzes und fügen den Figuren die man in Band 1 mögen gelernt hat, ein paar neue Facetten hinzu.

Das buchige Thema zieht sich auch wieder durch diesen Roman, begleitet von dem Wunsch ein Buch zu schreiben, einem Buchfest und der Suche nach einem mysteriösen Buch. Gleichzeitig stehen aber eigentlich wieder die zwischenmenschlichen Beziehungen im Fokus, die Bücher wirken wie ein Katalysator ihrer Interaktionen miteinander. Diese Synergie gefällt mir jedes Mal total gut.

Es ist eine ruhige, geduldige Geschichte und mit gefällt das stille Miteinander der Erzählung, die Selbstverständlichkeit mit der sich die Figuren im gemeinsamen Raum und Leben bewegen und mit welcher Ehrlichkeit sie sich ihren Emotionen stellen. Dabei entstehen Moment tiefer Verbundenheit, die nicht gekünstelt wirken.

Für mich ein wunderbares Buch, dass wertvolle Momente zwischenmenschlicher Beziehungen beleuchtet

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Veröffentlicht am 02.03.2025

als Debüt nicht schlecht

Emma
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Bin mir gar nicht so sicher, was ich mir von diesem Buch genau erwartet habe. Da ich Jean Reno als Schauspieler aber sehr mag und bewundere, wollte ich sein Buch gerne lesen. Vielleicht liegt es am Thema, ...

Bin mir gar nicht so sicher, was ich mir von diesem Buch genau erwartet habe. Da ich Jean Reno als Schauspieler aber sehr mag und bewundere, wollte ich sein Buch gerne lesen. Vielleicht liegt es am Thema, Spionagegeschichten und politische Thriller sind nicht unbedingt meins, aber ich hab nur schwer Zugang zur Handlung und den Figuren gefunden.

Das Thema Geheimdienste lässt lange auf sich warten. Obwohl zwischen den Fließtext ein paar Notizen und eine Art Nachrichtenaustausch eingestreut sind, bleibt deren Relevanz lange verborgen. Erst ungefähr in der Hälfte des Buches tut sich das Thema Spionage so langsam auf und spitzt sich zu, was dann auch für mehr Spannungsmomente innerhalb der Handlung sorgt. Bis dahin mutet das Buch eher wie ein herkömmlicher Roman über Emma, ihre Profession, ihre Lebensgeschichte und eine verbotene Liebe an.

Ich fand die Story ein bisschen erschlagend- das Setting, die Figuren und ihre verschleierten Interessen waren für mich wenig nahbar. Und dazwischen Emma, gefangen zwischen einer alten Schuld, einer Gabe die sie selbst nicht so recht einordnen kann und einem neuen Gewissenskonflikt.

Im letzten Drittel wurde es dann nochmal ein bisschen abenteuerlich und temporeicher. Insgesamt ist das ganze gut und bildhaft beschrieben, man merkt schon, dass Jean Reno durchaus schreiben kann. Bis zuletzt blieben mir aber die schieren Beweggründe von Emma, sowie bestimmte Handlungsmuster seltsam unklar, nicht so richtig natürlich. Fands ok, hat mich aber einfach nicht so richtig abgeholt.

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Buchiger Spannungsroman

Das Buch der tausend Türen
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Als ich ein paar Seiten in das Buch reingelesen hatte, habe ich mir den Handlungsverlauf völlig anders vorgestellt, als er sich dann letztendlich darstellte. Das Buch hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen, ...

Als ich ein paar Seiten in das Buch reingelesen hatte, habe ich mir den Handlungsverlauf völlig anders vorgestellt, als er sich dann letztendlich darstellte. Das Buch hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen, war wie ein buchbezogener Abenteuerroman, teils düster, teils tief bewegend und emotional aufwühlend.

Mit Cassie als Protagonistin habe ich, vor allem gegen Ende des Buches, immer wieder gehadert. Einfach weil sie egoistische Entscheidungen trifft und aus ihren Fehlern nicht zu lernen schien.

Die Szenen während der Jagd auf die Bücher sind teilweise wirklich sehr brutal bis ekelerregend. Hätte es für mein Empfinden nicht gebraucht, trägt aber natürlich gleichzeitig auch zum Spannungspotential der prekären Situationen bei in die sich Cassie und Co immer wieder bugsieren.

Mit den Büchern wird allerlei Schaden verursacht, getäuscht und betrogen. Dadurch wird es stellenweise ab und zu etwas unübersichtlich, aber insgesamt fand ichs stimmig geplottet.
Hat mir insgesamt ganz gut gefallen, wenn auch mit kleinen Schwächen.

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Schwierige Geschichte

Fun
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Ich bin Fan der Ärzte, Fan von Bela B. und sein Buch „Sharnow“ fand ich auch ganz ok. Nun ein Buch mit dem dem Titel „Fun“, über eine Band mit cooler Aufmachung. Vllt hätte ich den Klappentext genauer ...

Ich bin Fan der Ärzte, Fan von Bela B. und sein Buch „Sharnow“ fand ich auch ganz ok. Nun ein Buch mit dem dem Titel „Fun“, über eine Band mit cooler Aufmachung. Vllt hätte ich den Klappentext genauer lesen sollte, denn ich habe inhaltlich ein völlig anderes Buch erwartet. Für mich wars kein „Fun“, was sicherlich auch die Intention des Autors war.

Der Klappentext deutet es bereits an: dies ist ein unbequemer Gesellschaftsroman, eigentlich schon ein Sittenporträt, wenn man so will. Wer also eine locker-leichte Bandgeschichte erwartet, ist hier beim falschen Buch gelandet.

Bin mir unschlüssig, ob die Welt dieses Buch gebraucht hat. Einerseits cool, dass bekannte Personen endlich auch öffentlich Stellung zu wichtigen Themen beziehen. Aber in dieser Form? Schwierig. Bin ehrlich, das Buch zu lesen war für mich eine Qual. Ich finds einfach nicht gut, ich finde Bücher über sexualisierte Gewalt an Frauen nie gut. Hat Bela B. den Ton der Zeit, einer Generation und männlicher Überheblichkeit getroffen- absolut. Habe ich mich beim Lesen getriggert gefühlt- unsagbar. Hätte ich das Buch gelesen, wenn mir in vollem Umfang klar gewesen wäre, worum es geht- nein.

„Fun“ wirft einen fast schon zu ehrlichen Blick auf die Szene, auf Rock und die hässlichen Seiten davon.

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Wow

Onyx Storm – Flammengeküsst
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Die politischen Verstrickungen und historischen Hintergründe sind bei einem Buch dieser Dicke nicht immer ganz leicht zu durchschauen. Es ist einfach ein riesiger Epos und zwischen den einzelnen Büchern ...

Die politischen Verstrickungen und historischen Hintergründe sind bei einem Buch dieser Dicke nicht immer ganz leicht zu durchschauen. Es ist einfach ein riesiger Epos und zwischen den einzelnen Büchern liegt für mich teilweise zu viel Zeit um mich adäquat an alle Erkenntnisse aus den vorherigen Bänden zu erinnern. Trotzdem bin ich nach anfänglichen Schwierigkeiten wieder gut reingekommen und hatte dann auch wieder wirklich Spaß an der Geschichte.

Was mir aber wieder unglaublich gut gefallen hat, waren der Esprit und das Charisma der Gruppe rund um Violet. Es gibt wunderbar leichte Momente, voller Witz und tiefem gegenseitigem Verständnis. Ich finde das in so Fantasy-Büchern so wichtig, dass es neben der Lovestory auch andere tiefgreifende Beziehungen gibt.

Die Geschichte rund um Xadens Verwandlung, die siebte Drachenart und die Suche nach Verbündeten fand ich durchaus interessant und spannend angelegt. Stellenweise hatte das Buch bei fast 1000 Seiten aber einfach ein paar Längen. Ein bisschen knackiger hätte es da für meinen Geschmack gerne sein können. Hab ich trotzdem am Ende geheult? Natürlich.

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