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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.01.2025

Eiskalter Thriller

Minus 22 Grad
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Ich liebe ja saisonale Lektüre, winterliche Thriller gehören für mich also auf jeden Fall ins Leserepertoire. Und dieses Buch hat mich im wahrsten Sinne kalt erwischt. Toll geplottet und ein spannendes ...

Ich liebe ja saisonale Lektüre, winterliche Thriller gehören für mich also auf jeden Fall ins Leserepertoire. Und dieses Buch hat mich im wahrsten Sinne kalt erwischt. Toll geplottet und ein spannendes Versteckspiel.

Zum Inhalt: als die Studentin Laura Gehler bei einer Radtour verschwindet, setzt die Polizei alle Hebel in Bewegung. Nicht zuletzt weil ihre Mutter eine hochrangige Politikerin ist. Aber es deutet auch alles darauf hin, dass ein bekannter Killer erneut zugeschlagen hat. Währenddessen muss Laura das Rätsel um ihre eigene Entführung lösen.

Ich bin ganz ehrlich: ich habe mich von den vielen Figuren und Einzelschicksalen total in die Irre führen lassen und habe das große Ganze erst viel zu spät gesehen. Hut ab vor diesem sehr eindrucksvollen Plot, der mich wirklich überrascht hat. Ich habe auch absolut die falschen Personen im Verdacht gehabt.

Durch die Fülle an Figuren bekommt man natürlich immer nur episodische Einblicke, die auf den ersten Blick unzusammenhängend wirken, aber tatsächlich ein sehr stimmig erzähltes Bild ergeben. Anfangs ist es überhaupt nicht absehbar ob und wie die einzelnen Handlungsstränge zusammengehören, was ich wirklich eindrucksvoll erzählt fand.

Lauras Situation wirkt sehr ausweglos und dadurch wirklich stimmungsvoll und bis zum Schluss wirklich spannend. Aber auch bei den anderen Charakteren ergeben sich ein paar atmosphärische und beklemmende Situationen, sodass eigentlich durchweg was passiert und es innerhalb der Handlung viel zu entdecken gibt.

Aufgrund der falschen Fährten und tückischen Verdachtsmomente ein sehr gelungener Thriller, der mir richtig gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 11.01.2025

Guter Auftakt, aber da geht mehr

Dorn. Hotel der Angst
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Ich lese Bücher von Jan Beck sehr gerne und war sehr gespannt auf den Auftakt der neuen Reihe. Und da lassen Protagonist Dorn und das verfallene Hotel direkt mal auf eine super interessante und spannende ...

Ich lese Bücher von Jan Beck sehr gerne und war sehr gespannt auf den Auftakt der neuen Reihe. Und da lassen Protagonist Dorn und das verfallene Hotel direkt mal auf eine super interessante und spannende Reihe hoffen. Mit dem Erzählstil muss ich mich hier aber erstmal anfreunden.

Zum Inhalt: vor drei Jahren wurden drei Opfer mit aufgeschlitzten Kehlen und einer Schnittwunde an der Stirn gefunden. Cold-Case Ermittlerin Karla ist der Sache nach Hamburg gefolgt, als auch sie brutal ermordet wird und der Täter ist wieder aktiv.

Der Erzählstil kam mir anfangs sehr sprunghaft vor. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven und in zwei Zeitebenen erzählt. Eigentlich mag ich Rückblenden immer sehr gerne, aber hier nahmen sie so viel Raum ein, dass ich manchmal nicht gut in die Haupthandlung zurückgefunden habe. Vor allem weil diese bzgl. Personen und Handlungsorten auch so zerpflückt war.

Der Fall um den Kronenmörder selbst bewegt sich eher schleppend, gleichzeitig wird dessen Geschichte und den Morden für meinen Geschmack zu viel Bühne gegeben. Dorn hingegen bleibt da eher blass zurück, mehr Mittel zum Zweck als Protagonist. Dabei hat mir das Konzept mit den Hotelzimmern, das bereits durchblitzt total gut gefallen. Ich hoffe das rückt im Verlauf der Reihe noch stärker in den Fokus und auch Dorn selbst könnte für mein Empfinden gerne noch etwas plastischer werden.

Der Schreibsteil ist aber wieder gewohnt flüssig und die Handlung selbst auch gut geplottet. Das Spannungslevel fand ich für einen Auftaktband ok, aber da ist schon noch Luft nach oben. Da die Grundidee aber vielversprechend ist, werde ich auf jeden Fall auch den nächsten Band lesen.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Kultig, szenisch, aber eher kein Grusel

Silberne Geister
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Silvia Moreno-Garcia ist einer dieser Autorinnen, bei der mit die Idee und Beschreibung ihrer Bücher immer irgendwie besser gefällt, als das tatsächliche Werk selbst. Vielleicht liegt es an dem Podest ...

Silvia Moreno-Garcia ist einer dieser Autorinnen, bei der mit die Idee und Beschreibung ihrer Bücher immer irgendwie besser gefällt, als das tatsächliche Werk selbst. Vielleicht liegt es an dem Podest auf das die Autorin als Meisterin der Mexikanischen Gothic-Novel gehoben wurde, aber die Bücher erfüllen einfach nie meine Erwartungen. So auch hier.

Zum Inhalt: Montserrat ist die einzige Soundeditorin bei Antares und ihre männlichen Kollegen lassen sie dieses Außenseitertum auch spüren. Als sie mit ihrem Freund Tristan auf die einzige Kopie eines verschollenen Horrorfilms stößt und diesen vertonen soll, scheint berufliche Anerkennung zum Greifen nah. Doch auf der Filmrolle liegt ein Fluch.

Ich mochte die Atmosphäre der mexikanischen Filmindustrie der 90er Jahre wirklich gern. Auch die Fachsimpelei über Filme, Darsteller und Filmproduktion war irgendwie wahnsinnig kultig unf hat gut in den Plot gepasst, der dadurch einen nostalgischen Touch bekommt.

Die Idee des verfluchten Film fand ich total spannend und habe darauf hingefiebert, dass das Buch endlich die entsprechende Stelle erreicht. Denn bis dahin fand ich es trotz guter Grundstimmung etwas zäh. Alles was mit der gewirkten Magie zu tun hatte war aber sehr interessant zu lesen. Nur der Grusel stellte sich einfach nicht so richtig ein.

Es gibt zwar eine Art Geisterbeschwörung und im Verlauf der Geschichte offenbart sich noch der eine oder andere menschliche Abgrund inklusive niederer Motive, aber das Spannungslevel konnte für mich nicht mehr gesteigert werden. Das fand ich wirklich schade, denn Raum dafür wäre auf jeden Fall vorhanden gewesen.

Vom Schreibstil her fand ich es fast etwas trocken. Passagenweise passiert sehr wenig und es geht nicht so richtig vorwärts. Dazu kommen die persönlichen, aber unwichtigen Struggle von Tristan und Montserrat, die dir Geschichte in die Länge ziehen.

Das Finale war dann ok, aber auch nicht überwältigend. Unterm Strich solide, aber halt auch nicht mehr

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Schwierig

The Grandest Game – Ein Inheritance-Games-Roman
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Ich liebe die Reihe rund um die Hawthorne-Familie und die unerwartete Erbin Avery. Bei diesem Buch handelt es sich aber um eine Auskopplung aus der Originalgeschichte, die sich um den von Avery ins Leben ...

Ich liebe die Reihe rund um die Hawthorne-Familie und die unerwartete Erbin Avery. Bei diesem Buch handelt es sich aber um eine Auskopplung aus der Originalgeschichte, die sich um den von Avery ins Leben gerufenen Wettstreit dreht. Ich war mir nicht ganz sicher, wo dieses Buch sich zeitlich in Relation zur Reihe bewegt und habe es jetzt nach Band 4 gelesen, was an sich gut passte. Trotzdem hat mich diese Story nicht ganz so gecatcht wie die bisherigen anderen Bände.

Zum Inhalt: ein jährlicher Wettbewerb voller Rätsel und Geheimnisse , ins Leben gerufen von der Erbin des Hawthorne-Vermögens. 3 Einladungen und 4 Wild Cards leiten das neuste Spiel ein. Doch nicht jeder Spieler spielt fair. Und einige verfolgen ganz eigene Ziele.

Der absolute Pluspunkt dieses Buches sind für mich ganz klar die Rätsel. Diese werden toll beschrieben oder sind teilweise sogar abgedruckt, sodass man als Leser ein bisschen mitknobeln kann. An den unterschiedlichen Rätselarten und Räumen hatte ich wirklich meinen Spaß und liebe die vielen kleinen Details und Beschreibungen dieses faszinierenden Ortes.

Die Hawthornes selbst kommen in diesen Buch ziemlich kurz. Allein Grayson hat einen etwas größeren Part. Darin glänzt er aber nicht etwa mit seinem geschulten Rätseltalent, sondern ausgerechnet romantischen Anbahnungen. Grade nach Band 4 weiß ich nicht ob/ wie ich ihm das abkaufe. Müsste jetzt mal noch Band 5 der Reihe lesen, um das besser einordnen zu können, aber so richtig überzeugt hats mich nicht.


Mir fehlte einfach auch der schelmische Charme, den dir Hawthornes bisher versprühten. Die vielen neuen Figuren kommen mit allerlei Hintergrundstory und Verstrickungen daher, die aber kaum Raum im Buch gefunden haben. Das Buch endet tatsächlich auch mitten im Spiel, was ich immer irgendwie unglücklich finde. Ja, Cliffhanger sind beliebt, aber das fand ich hier einfach ungeschickt gewählt, da man nun quasi zwei Reihen im selben Universum parallel liest.

War ok, die Originalreihe gefällt mir aber besser

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Veröffentlicht am 05.01.2025

Guter Start, aber ließ dann nach

Survivor
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Ich mag Geschichten, die mit verschiedenen Settings und Handlungssträngen spielen, bei denen man als Leser lange im Unklaren bleibt, wie sie zusammenhängen. Außerdem hat mich hier einfach das Cover auch ...

Ich mag Geschichten, die mit verschiedenen Settings und Handlungssträngen spielen, bei denen man als Leser lange im Unklaren bleibt, wie sie zusammenhängen. Außerdem hat mich hier einfach das Cover auch total gecatcht. Insgesamt ganz ok, aber hat meine Erwartungen nicht unbedingt erfüllt.

Zum Inhalt: ein verunfallter Bus mit Schülern, die evakuiert werden sollten. Eine steckengebliebene Gondel auf dem Weg zu ihrem Einsatz in einem Retreat. Und eine abgeschottete Einrichtung, deren Technik langsam versagt. Eine Welt am Abgrund und nur wenige können überleben.

Die Grundidee mit den drei Settings und Handlungssträngen hat mir gut gefallen. Es deutet sich ja bereits auch von Beginn an, dass die irgendwie zusammenhängen und das Retreat auch das Ziel der anderen beiden Gruppen ist. Trotzdem wartet die Geschichte was das angeht noch mit einer Überraschung auf, die ich sehr gelungen fand.

Die Geschichte beginnt durch die ungewissen Situationen sehr spannend und atmosphärisch. Vor allem auch angeheizt durch die anhaltenden Bedrohungen durch die Zwangslagen, die unbändige Natur und die Whistler. Im Verlauf lässt der Spannungsbogen für meinen Geschmack aber nach.

Gegen Ende wurde die Geschichte reichlich zäh und auch das Ende fand ich eher unbefriedigend. Hier wurde am meisten Potential verschenkt, dabei startete die Story so vielversprechend.

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