Violet und Cole
Elsie Silver hat sich mittlerweile zu einer meiner Lieblingsautorinnen dieses Genres gemausert.
Dies ist der zweite Teil rund um die Gold Rush Ranch.
Eine wunderbare Liebesgeschichte ...
Violet und Cole
Elsie Silver hat sich mittlerweile zu einer meiner Lieblingsautorinnen dieses Genres gemausert.
Dies ist der zweite Teil rund um die Gold Rush Ranch.
Eine wunderbare Liebesgeschichte mit tollen Figuren, auch aus dem ersten Band, der einige wichtige Themen behandelt.
Ich bin gespannt und freue mich auf den nächsten Teil der Reihe!
5 Sterne
Mia und Alex
Dies ist der erste Teil der Booksboyfriend-Reihe von Claire Kingsley.
Obwohl ich die Autorin normalerweise sehr gerne mag, konnte mich dieser Auftakt nicht wirklich überzeugen.
Zuviel Verwirrspielchen, ...
Mia und Alex
Dies ist der erste Teil der Booksboyfriend-Reihe von Claire Kingsley.
Obwohl ich die Autorin normalerweise sehr gerne mag, konnte mich dieser Auftakt nicht wirklich überzeugen.
Zuviel Verwirrspielchen, ansonsten plätschert die Handlung ein wenig vor sich hin. Wenig hilfreich ist dabei, dass man bereits im Prolog ziemlich genau erfährt, was passieren wird und damit jegliche Spannung dahin ist....
Kann man lesen, muss aber auch nicht sein.
3 Sterne
Sie wollen uns erzählen – Birgit Birnbacher
Oz, eigentlich Oswald, hat ADHS, immer wieder Probleme in der Schule und jetzt kommt noch diese wirklich furchtbare Sache mit dem Hasen dazu. Bevor er es zuhause ...
Sie wollen uns erzählen – Birgit Birnbacher
Oz, eigentlich Oswald, hat ADHS, immer wieder Probleme in der Schule und jetzt kommt noch diese wirklich furchtbare Sache mit dem Hasen dazu. Bevor er es zuhause beichten kann, verschwindet seine Oma und das Chaos bricht aus. Wenig hilfreich ist dabei, dass auch seine Mutter neurodivergent ist und Probleme mit der Selbstregulation hat.
Ich mag vor allen Dingen den typischen Birnbacher-Sound. Sie erzählt einfach mitten aus dem Leben und mit wunderbarem österreichischen Lokalkolorit. Ihre Figuren sind nicht nur neurodivergent, sondern auch unkonventionell.
Meiner Meinung nach wird die Diagnose ADHS eigentlich nur am Rande thematisiert. Vielmehr geht es um eine chaotische Familie, aber auch um eine letztendlich gute Mutter-Sohn-Beziehung.
Insgesamt war mir hier das Zeitfenster von wenigen turbulenten Tagen etwas zu klein, um sich wirklich ein Bild vom neurodivergenten Familienleben zu machen. Denn mal ganz ehrlich – die Großmutter ist scheinbar verwirrt und flieht aus dem Krankenhaus – in welcher Familie würde es denn da nicht erstmal drunter und drüber gehen?
Sprachlich und erzählerisch mochte ich diesen Roman von Birnbacher wieder sehr, allerdings war ich hier thematisch nicht ganz überzeugt, bzw. bin ich der Meinung, dass dieses Thema mehr Seiten und damit mehr Raum erfordert hätte.
4 Sterne
Die Liste der Lebenden – Stefan Kutzenberger
In einem Briefroman verarbeitet der Autor historisch gesicherte Ereignisse, wie den Untergang des Auswandererschiffes Austria.
Henriette "Jette" Wulff ist ...
Die Liste der Lebenden – Stefan Kutzenberger
In einem Briefroman verarbeitet der Autor historisch gesicherte Ereignisse, wie den Untergang des Auswandererschiffes Austria.
Henriette "Jette" Wulff ist 1858 als Passagierin der Austria in Seenot geraten. Nackt und mit 57 Jahren auch nicht mehr ganz jung findet sie sich auf einer Tür mitten im Atlantik wieder und verfasst im Angesicht des sicheren Todes imaginäre Briefe an ihren langjährigen Vertrauten, den berühmten Dichter Hans Christian Andersen, der sich währenddessen in Kopenhagen noch in Unwissenheit befindet und reale Briefe an Jette schreibt. Wartend auf eine Adresse in Amerika legt er diese auf einen Stapel.
Im halb imaginären, hab realen Dialog zeigt sich nach und nach das Ausmaß und die wahre Tiefe dieser Beziehung, der beide Beteiligte nie eine Chance gegeben haben.
Sprachlich passt das Werk gut in die damalige Zeit. Wie auch der Stand der beiden ist auch die Ausdrucksweise eher gehoben, leicht antiquiert, beispielsweise sprechen sie einander mit Sie an.
Gerade an Jette auf ihrer Tür kommt man sehr nah heran. Sie wirkt authentisch, die Geschichte ist spannend und berührend.
Das war mal etwas ganz anderes und ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen.
4 Sterne.
Ultramarin – Ann-Christin Kumm
Drei junge Menschen mieten sich in einem Ferienhaus an der dänischen Küste ein. Unbeschwert verläuft dieser Urlaub jedoch nicht. Denn zwischen Raf, Lou und Nora entfaltet ...
Ultramarin – Ann-Christin Kumm
Drei junge Menschen mieten sich in einem Ferienhaus an der dänischen Küste ein. Unbeschwert verläuft dieser Urlaub jedoch nicht. Denn zwischen Raf, Lou und Nora entfaltet sich ein komplexes, äußerst toxisches Beziehungsgeflecht.
Raf und Lou unterhalten bereits seit Jahren eine ungleiche, queere On-Off-Beziehung. Dass die beiden Männer homosexuell sind, spielt in dieser Geschichte für mich aber eigentlich höchstens eine untergeordnete Rolle. Viel gravierender ist Rafs eklatante Persönlichkeitsstörung, die immer offensichtlicher wird, für die der hörige Lou aber völlig blind zu sein scheint. Nora hingegen ist zum ersten Mal mit den beiden auf Reisen und scheint auf unglückliche Weise zwischen die Fronten zu geraten.
Raf manipuliert, spielt seine Macht aus und testet immer weiter Lous Grenzen aus – etwas, das dieser gar nicht zu besitzen scheint. Rückblenden in die Vergangenheit und damit in die Anfangszeit der beiden zeigen bereits deutliche Warnsignale. Auch Klassenunterschiede, die das ungleiche Machtverhältnis nur noch weiter manifestieren, sind ein Thema.
Frau Kumm hat einen bemerkenswert direkten, wenn auch manchmal etwas knappen Erzählstil. Schonungslos und mit großer Nähe führt sie ihre Leser ganz dicht an ihre Figuren heran – und lässt sie fassungslos zurück. Oft arbeitet sie mit kleinen, schockierenden Andeutungen. Die Geschichte ist psychologisch äußerst tiefgründig. Sowohl Raf als auch Lou sind auf ganz unterschiedliche Art und Weise sehr interessante Charaktere.
Es entsteht ein gewaltiger Sog und eine Spannung, die sich bis zum Finale hochschraubt.
Spannend, verstörend, bedrückend.
4 Sterne