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Dark_Rose

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Veröffentlicht am 19.12.2020

Ich habe Kritik, aber die letzten Kapitel und das Ende fand ich super!

So schreibt man Liebe
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Meg ist eine sehr erfolgreiche Handlettering-Künstlerin, doch seit einigen Monaten ist alles anders. Ja, sie ist gut im Geschäft, aber ihre Kreativität mag nicht mehr so, wie sie sollte und das ausgerechnet ...

Meg ist eine sehr erfolgreiche Handlettering-Künstlerin, doch seit einigen Monaten ist alles anders. Ja, sie ist gut im Geschäft, aber ihre Kreativität mag nicht mehr so, wie sie sollte und das ausgerechnet jetzt, wo sie sich um einen sehr großen Auftrag beworben hat und dringend die Entwürfe zeichnen sollte. Zudem distanziert sich ihre beste Freundin, die fast so etwas ist wie eine Schwester, von ihr und scheint sie plötzlich nicht mehr leiden zu können. Und dann, als wäre nicht alles schon schrecklich genug, taucht auch noch Reid Sutherland bei ihr auf, der Reid Sutherland für dessen Hochzeit sie die Programme gestaltet hat, in denen sie nur für ihn eine Botschaft hinterlassen hatte. Dumm nur, dass er diese entdeckt hat und Meg jetzt damit konfrontiert. Wird dieser „Fehler“ ihre berufliche Zukunft ruinieren?


Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich dieses Buch nicht einfach zu lesen fand. Einerseits fand ich die Idee super und das Ende mega, aber zwischendrin hat es mich immer wieder etwas verloren.

Das lag zum einen an Reid, der kein gradliniger, einfacher Charakter ist. Sein Verhalten ist oft merkwürdig und er wechselt so oft seine Identität in Megs Augen, dass man oft nicht weiß, was man noch denken soll. Reid ist anders. Er ist direkt, manchmal zu direkt und er ist so ernst. Ich habe wirklich lang gebraucht, um mit ihm warm zu werden.

Meg ist auch nicht ganz einfach. Ihr Kopf funktioniert anders. Sie sieht überall immer wieder Worte. Sie sieht sie in verschiedenen Schriftarten und das ist nicht immer ganz leicht, sich davon nicht verwirren zu lassen. Aber sie ist durchaus sympathisch, auch wenn ich nicht ganz so nah an ihr dran war, wie an anderen Protagonisten.

Was ich schade fand war, dass sich Meg von ihrer besten Freundin wie Dreck behandelt lässt und sie nicht konfrontiert. Es wird zwar erklärt warum, aber erst deutlich später und obwohl die Erklärung verständlich und nachvollziehbar war, hat mich das gestört. Allgemein, wie sich die Freundin in 90% des Buches benommen hat fand ich nicht sehr freundschaftlich, eher im Gegenteil.

Was mir dagegen wirklich gut gefallen hat, war das Ende, oder besser, die letzten paar Kapitel und das Ende. Ich fand die Wendung wirklich sehr gut. Damit hatte ich nicht gerechnet und die Art, wie das umgesetzt wurde, fand ich realistisch und glaubwürdig. Ich konnte hier deutlich besser mit Meg und Reid mitfühlen, als im Rest des Buches.


Fazit: mir hat das Buch gut gefallen. Es ist etwas anderes, allein schon weil beide Protagonisten „schwierig“ sind und aus der Norm fallen. Das macht es nicht immer einfach ihnen zu folgen und mit ihnen warm zu werden. Es ist mir so richtig, erst kurz vor Schluss gelungen. Mich haben sie immer wieder etwas verwirrt und gefühlsmäßig verloren, wenn zu viel Fokus auf ihre „Andersartigkeit“ gelegt wurde.
Davon abgesehen hat mich Megs beste Freundin genervt, die ich gern zwischendrin mal erwürgt hätte.
Was ich dafür super fand, war das Ende. Mit der Wendung und den letzten Kapiteln hatte ich so nicht gerechnet und ich fand die Thematik und Problematik gut und glaubwürdig umgesetzt.

Von mir bekommt das Buch insgesamt 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.12.2020

Dieses Buch hat bei mir einige alte Wunden aufgerissen

Wenn das Meer leuchtet
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Triggerwarnung: Mobbing!

Marie hofft auf einen Neuanfang. Ihre High School Jahre waren schrecklich und geprägt von täglichem massivem Mobbing. Jetzt, so hofft sie, wird alles besser. Immerhin steht die ...

Triggerwarnung: Mobbing!

Marie hofft auf einen Neuanfang. Ihre High School Jahre waren schrecklich und geprägt von täglichem massivem Mobbing. Jetzt, so hofft sie, wird alles besser. Immerhin steht die Uni im Ruf familiär zu sein. Doch eines Abends erwischt sie ihre Mitbewohnerin bei ihrem geheimen Hobby – Marie malt mit Blut, ihrem eigenen. Sie verdreht alles, um sich vor ihren Freunden und vor allem Jayden, dem Sportstar, zu profilieren und plötzlich befindet sich Marie wieder im mitten im Sturm des Mobbings. Doch dieses Mal ist es schlimmer. Das Ziel scheint nicht Maries Demütigung und Isolation zu sein, die Clique scheint Marie endgültig zerstören zu wollen und macht vor nichts Halt.
Plötzlich ist es aber ausgerechnet Jayden, der Marie gegenüber Freundlichkeit an den Tag legt, ausgerechnet er, der sie einst mit dem Tod bedroht hat. Was soll sie davon halten? Kann sie ihm vertrauen? Können sich Menschen so sehr ändern? Und was, wenn Marie ihm vertraut und sich am Ende herausstellt, dass das alles nur ein grausamer Scherz ist? Würde Marie das überstehen, oder daran zu Grunde gehen?


Selten ist es mir so schwer gefallen ein Buch zu lesen. Dieses Buch hat so viel in mir wieder aufgewühlt und ich habe verdammt viel geweint.

Marie macht die Hölle durch. Sie wurde schon früher gemobbt, aber jetzt, am College ist es noch schlimmer. Die Clique, die das alles in Gang setzt und am Laufen hält scheint sich nicht damit zufrieden zu geben Marie zu verletzen und am Boden zu sehen, sie wollen sie zerstören.

Das Mobbing ist wirklich heftig und hat so viel in mir aufgewühlt. Leser meines Blogs wissen schon, dass ich selbst während meiner Schulzeit massiv gemobbt wurde und jeder, der das erleben musste weiß, wie tief diese Wunden reichen. Manchmal glaube ich, dass sie nie vollständig verheilen werden.
Ich kann so gut nachvollziehen, wie Marie sich fühlt. Das liegt nicht nur am Schreibstil, der einem das echt verdammt nah bringt, sondern eben auch an meinen eigenen Erfahrungen. Ich weiß, wie sehr Worte weh tun können und wie nachhaltig sie einen schädigen können. Ich weiß, wie es ist, wenn man niemandem mehr vertrauen kann. Wenn man hinter jedem freundlichen Wort, hinter jeder freundlichen Geste sofort eine Falle vermutet.
Umso glaubhafter war für mich Marie und ihr Verhalten. Ihre Verwirrung. Ihre Angst vor der Hoffnung.

Ganz ehrlich? Am Anfang wollte ich Jayden wirklich verdammt weh tun und ich habe lange gebraucht, um mir ein Urteil über ihn zu bilden. Ich möchte nicht spoilern, deswegen darf ich nicht mehr sagen. Nur so viel: er ist beliebt und hat keine Ahnung davon, wie es ist es nicht zu sein oder sogar das Gegenteil davon. Er hat keine Ahnung, welch ein Schaden angerichtet werden kann in der Seele eines anderen, durch Mobbing. Meine Hoffnung ist es einfach, dass die Leser dieses Buches erkennen, wie zerbrechlich die Seele eines Menschen ist und in Zukunft achtsamer sind, als sie es vielleicht vorher waren.


Fazit: Dieses Buch zählt für mich zu den schwersten, die ich jemals gelesen habe. Nicht wegen des Inhalts oder des Schreibstils, die fand ich super, nein, wegen des Themas: Mobbing. Dieses Buch hat so viel in mir aufgewühlt, dass ich nicht nur zwischendrin viel geweint habe, sondern auch jetzt, beim Tippen dieser Rezension nicht aufhören kann, Tränen zu vergießen.
Man ist so nah an Marie und erlebt das Mobbing mit ihr. Das macht das Buch so gut, aber auch für diejenigen, die selbst ähnliche Erfahrungen machen mussten auch nicht so leicht zu lesen. Es ist emotional heftig und reißt alte Wunden auf.
Aber ich finde es ist ein sehr wichtiges Buch, weil es schonungslos vor Augen führt, was Mobbing mit einem Menschen machen kann, wie es einen langsam zerstört.

Das Ende des Buches war nicht zu 100% meins, passt aber zum Buch. Ich hätte es mir zwar etwas anders gewünscht, aber es stört mich jetzt auch nicht extrem.

Von mir bekommt dieses Buch 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.12.2020

Ich konnte es nicht aus der Hand legen

Killing Me Softly. Salazar und Rose
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Stell dir vor du kommst nichts Böses ahnend nackt aus der Dusche und auf deinem Motelbett sitzt ein großer, gefährlich aussehender Mann mit einem Messer. Er eröffnet dir, dass er dich töten wird, weil ...

Stell dir vor du kommst nichts Böses ahnend nackt aus der Dusche und auf deinem Motelbett sitzt ein großer, gefährlich aussehender Mann mit einem Messer. Er eröffnet dir, dass er dich töten wird, weil er ein Auftragskiller ist und du zur falschen Zeit am falschen Ort warst. Du hast allerdings keine Ahnung, wovon er spricht, du hast ihn noch nie gesehen. Trotzdem sollst du sterben. Was tust du?
Rose sieht nur einen Ausweg: sie bietet dem Mann ihren Körper an. In seinen Augen sieht sie, dass er sie begehrt, also wenn das ihre einzige Chance zu überleben ist, dann geht sie eben mit ihm ins Bett. Rose ahnt nicht, dass sie damit eine Kette von Ereignissen in Gang setzt, die tödlich enden wird – die Frage ist nur, für wen. Denn der Mann, Salazar, ist ausgerechnet der Auftragskiller, den Roses Freund Mike, ein FBI-Agent, jagt.


Die Story klingt total nach Klischee, ich weiß, und manch ein Klischee wird auch bemüht, ABER es liest sich echt toll! Ich meine was würdet ihr in Roses Situation tun? Euch ermorden lassen? Rein körperlich hätte wir garantiert keine Chance gegen Salazar und da er ein geübter Auftragskiller ist, sowieso nicht. Also was würdet ihr tun? Um Hilfe rufen? Ja, Sekunden später wärt ihr tot, wahrscheinlich würdet ihr es nicht einmal schaffen zu schreien. Wegrennen? Er blockiert den Fluchtweg. Euch im Bad verstecken? Die Tür tritt er doch in Sekunden ein. Also was bleibt euch? Richtig: ihr und auch Rose habt keine Wahl.
Was das Buch aber wirklich interessant macht ist, wie Salazar auf Roses Angebot reagiert. Klar, er findet sie heiß und daher ist das Angebot eine große Verlockung, aber er müsste sich ja nicht daran halten. Er könnte mit ihr schlafen und sie hinterher umbringen. Aber Rose lässt ihn zum ersten Mal seit Jahren etwas fühlen.

Allerdings wäre da noch die Komplikation ihres eigentlichen Freundes, Mike, ein FBI-Agent, der Salazar jagt. Hier setzt auch mein Kritikpunkt an, ich fand es schade, dass Mike jetzt ganz plötzlich sexuelles Interesse an Rose zeigt. Die ganze Zeit zuvor nicht, weil er ja ein prüder Amerikaner ist, aber jetzt, wo Rose mit Salazar im Bett war, ist Mike das alles plötzlich nicht mehr wichtig? Das ist ein bisschen zu viel Zufall. Da hätte man die Vorgeschichte in meinen Augen ein kleines bisschen anders basteln können, damit das mehr Sinn ergibt und nicht so den Eindruck von Klischee erweckt.

Davon abgesehen fand ich das Buch aber wirklich gut. Es war spannend, interessant, witzig und traurig. Es war alles drin und die expliziten Szenen waren echt heiß.


Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich mochte die Charaktere sehr gern, ich fand es spannend, interessant, witzig und traurig. Die expliziten Szenen waren heiß und ich konnte das Buch echt nicht aus der Hand legen! Was ich ein bisschen schade fand war, dass Roses Freund Mike ab und an in Klischees verwickelt war. Aber das hat mich jetzt auch nicht sehr gestört.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.12.2020

Manchmal etwas schnell, aber hat einfach was

Mister Darkness
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Francesca will nur eins: frei sein. Sie will lieben wen sie will. Aber als Mafiaprinzessin ist das nicht so leicht. Ihr Bruder bestimmt über alles. Sie liebt ihn und weiß, dass er sie auch liebt, aber ...

Francesca will nur eins: frei sein. Sie will lieben wen sie will. Aber als Mafiaprinzessin ist das nicht so leicht. Ihr Bruder bestimmt über alles. Sie liebt ihn und weiß, dass er sie auch liebt, aber er sieht in ihr immer noch ein Kind und weigert sich zu akzeptieren, dass sie eine erwachsene Frau ist und Bedürfnisse hat.
Doch Francesca ahnt nicht, dass sie ihre Leidenschaft in Gefahr bringt. Sie hat eine Affäre mit einem FBI Agenten, der gegen ihre Familie ermittelt, der Stellvertreter ihres Bruders will sie für sich und ein russischer Mafioso ebenso. Sie alle wollen Francesca besitzen, aber können sie ihr auch das geben, was sie mehr als alles andere will: Liebe?


Dieses Buch ist sehr schnell. Es ist aus vielen Sichtweisen geschrieben und wirklich spannend. Ich habe richtig mitgefiebert.

Ja, Francesca ist manchmal etwas arg naiv dafür, dass sie doch eigentlich selbst auch recht skrupellos und gefährlich ist und sie knickt dafür, dass sie ach so stur sein soll recht schnell ein. Aber sie war mir trotzdem sehr sympathisch. Ich hätte mir zwar manchmal gewünscht, dass sie sich mehr behauptet und nicht ganz so schnell mit Sex zu bezaubern ist, aber es stört mich auch nicht wirklich, weil man sehr mit ihr mitfühlen kann. Wenn man beim Lesen bei ihr ist, stört es nicht, weil man ebenso von den Füßen gerissen wird, wie sie.

Die Herren sind in diesem Buch zahlreich und genauso widersprüchlich. Erst schimpfen sie alle über Francesca und dann wollen sie alle besitzen, abgesehen von ihrem Bruder. Das geht teilweise sehr schnell, aber wenn man darüber hinwegsehen kann, packt einen das Buch wirklich sehr und auch die Männer haben das Potential einem den Atem zu rauben.
Allerdings hätte ich dem einen oder anderen gern eine reingehauen, sie haben es verdient!

Die Handlung ist an sich schnell erzählt, aber was dieses Buch für mich so gut macht ist das Gefühl. Ich war wirklich ganz nah bei Francesca und den Männern. Ich habe mitgefühlt. Mich haben die Männer von den Füßen gehauen und ich fand sie wirklich heiß und auch immer wieder mal etwas gruselig. Es sind einfach skrupellose Männer, die kein Problem mit Mord und Folter haben – wobei man da nicht so nah dabei ist.


Fazit: Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen! Ich konnte es nicht aus der Hand legen! Ich fand es sehr spannend, aufregend und heiß. Gut, einiges ging mir etwas zu schnell, aber das hat mich jetzt auch nicht massiv gestört.
Es gab eine Verwechslung, die mich etwas rausgebracht hat (Amerikaner sind in den USA nicht beliebt – anstatt – Amerikaner sind in Russland nicht beliebt).

Wer gern Mafia-Romanzen mit einem leichten Dark-Touch und einigen expliziten Szenen liest, ist hier genau richtig! Ich fand das Buch wirklich spannend und war echt total „drin“.

Von mir bekommt es 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.12.2020

Dieses Buch bricht einem so oft das Herz

Zwei Nächte und drei Leben lang
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Achtung: Taschentuch-Alarm!

Jess und Cem lernen sich ungewöhnlich normal kennen, aber da hört die Normalität bei ihnen auch schon auf. Es funkt von der ersten Sekunde an und beide wissen sofort, dass ...

Achtung: Taschentuch-Alarm!

Jess und Cem lernen sich ungewöhnlich normal kennen, aber da hört die Normalität bei ihnen auch schon auf. Es funkt von der ersten Sekunde an und beide wissen sofort, dass sie von jetzt an Teil von etwas großartigem sind. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen. Sie werden von Tragödien verfolgt und Herzen werden gebrochen. Dann riskiert Cem sein Leben für Jess. Er überlebt, aber verliert die Erinnerungen der letzten 16 Monate. Er weiß nicht mehr, dass sie getrennt sind und warum. Er will da weitermachen, wo sie vor 16 Monaten waren und Jess will es auch, doch ihr Kopf wehrt sich, was, wenn sie an denselben Gründen ein weiteres Mal zerbrechen? Werden die beiden am Ende ihr Happy End bekommen, oder bleibt es ihnen trotz all des Schmerzes verwehrt?


Es ist faszinierend, wie Elja Janus es schafft, dass man nach wenigen Sätzen das Gefühl hat, Jess und Cem zu kennen. Man ist dabei, wie sie sich kennenlernen und merkt, dass das etwas Großes ist mit ihnen. Dann gibt es einen Zeitsprung, sechs Jahre in die Zukunft und, obwohl sie getrennt sind, ist dieses Gefühl immer noch da. Man will einfach, dass sie zusammen sind!
Dann passiert der Überfall und alles geht so schnell und doch nicht schnell genug. Man will ihnen helfen, man will ein Happy End für sie, man macht sich schreckliche Sorgen. Und kaum hat man das überstanden, schon wird einem erneut der Boden unter den Füßen weggezogen, indem Cem sein Gedächtnis teilweise verloren hat. Gerade die letzten 16 Monate in denen so viel passiert ist.

Cem muss nicht nur mit dem umgehen, was in den letzten Monaten passiert ist, sondern will auch unbedingt Jess zurückgewinnen. Er kämpft um ihre Liebe und gegen sich selbst und sein Trauma. Aber auch gegen das Nicht-Wissen. Mehr und mehr erfährt er und je mehr er erfährt, desto weniger versteht er.
Jess weiß auch, dass Cem ihre große Liebe ist. Aber sie ist innerlich zerrissen. Sie würde so gern wieder mit ihm zusammen sein, aber es ist so viel passiert und anders als Cem, kann sie nicht vergessen.

Mehr darf ich leider nicht verraten, sonst werdet ihr gespoilert. Aber eine Warnung: dieses Buch ist heftig. Es ist so unglaublich heftig. Man liebt Cem und Jess so sehr, nach nur wenigen Zeilen und man leidet mit ihnen. Sie haben so schreckliches erlebt und ich habe so viel geweint. Elja Janus weiß, wie man Leser und Charaktere verbindet. Sie weiß, wie man dafür sorgt, dass man vergisst, dass es „nur“ ein Buch ist, dass es keine „echten“ Menschen sind. Man vergisst all das und ist dabei wie diese beiden Charaktere durch die Hölle gehen und man kann beide so gut verstehen.
Mir hat das Buch so oft das Herz gebrochen, ich habe so viel geweint und Elja verflucht und gleichzeitig geliebt.


Fazit: Dieses Buch ist „typisch“ Elja Janus. Es hat so viel Tiefe, man hat direkt nach wenigen Zeilen das Gefühl die Charaktere schon ein Leben lang zu kennen. Man ist so nah dran an ihnen und vergisst so schnell, dass es „nur“ ein Buch ist. Man leidet so heftig mit ihnen und weint und weint und weint. Dieses Buch hat wieder dieses besondere „Elja“-Gefühl, das ich nicht wirklich in Worte fassen kann. Man fühlt sich bei den Charakteren irgendwie Zuhause. Es gibt keine Seiten, obwohl es irgendwie doch Seiten gibt. Man drückt beiden die Daumen, keiner ist sympathischer als der andere. Man ist beiden so nah, man kann beide verstehen und beide brechen einem das Herz.
Es werden einige wichtige, emotionale Themen angesprochen. Aber dieses Buch geht nicht spurlos an einem vorbei. Es nimmt einen mit. Ich habe mehr als nur einen ganzen Tag gebraucht, um mich genug zu sortieren, um diese Rezension tippen zu können und ganz viel Trost-Schoki.

Von mir gibt es ganz klar 5 Sterne!

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