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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 15.09.2020
  • ISBN: 9783499004339
Jessica Koch

Wenn das Meer leuchtet

Marie ist neu auf dem College. Hier in Kalifornien ist alles anders - und doch genau so, wie es für sie schon immer war: Ausgrenzung und Ablehnung bestimmen ihren Alltag, und so zieht sie sich in sich selbst zurück. Doch eine dramatische Bedrohung zwingt sie zum Handeln. Plötzlich wird ihr Leben zum Spießrutenlauf, und von einem auf den anderen Tag ist alles anders. Denn was tust du, wenn derjenige, der dich bedroht, auf einmal der Einzige ist, der dir beisteht? Können Menschen sich so grundlegend verändern? Kann aus Angst Liebe werden?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.12.2020

Dieses Buch hat bei mir einige alte Wunden aufgerissen

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Triggerwarnung: Mobbing!

Marie hofft auf einen Neuanfang. Ihre High School Jahre waren schrecklich und geprägt von täglichem massivem Mobbing. Jetzt, so hofft sie, wird alles besser. Immerhin steht die ...

Triggerwarnung: Mobbing!

Marie hofft auf einen Neuanfang. Ihre High School Jahre waren schrecklich und geprägt von täglichem massivem Mobbing. Jetzt, so hofft sie, wird alles besser. Immerhin steht die Uni im Ruf familiär zu sein. Doch eines Abends erwischt sie ihre Mitbewohnerin bei ihrem geheimen Hobby – Marie malt mit Blut, ihrem eigenen. Sie verdreht alles, um sich vor ihren Freunden und vor allem Jayden, dem Sportstar, zu profilieren und plötzlich befindet sich Marie wieder im mitten im Sturm des Mobbings. Doch dieses Mal ist es schlimmer. Das Ziel scheint nicht Maries Demütigung und Isolation zu sein, die Clique scheint Marie endgültig zerstören zu wollen und macht vor nichts Halt.
Plötzlich ist es aber ausgerechnet Jayden, der Marie gegenüber Freundlichkeit an den Tag legt, ausgerechnet er, der sie einst mit dem Tod bedroht hat. Was soll sie davon halten? Kann sie ihm vertrauen? Können sich Menschen so sehr ändern? Und was, wenn Marie ihm vertraut und sich am Ende herausstellt, dass das alles nur ein grausamer Scherz ist? Würde Marie das überstehen, oder daran zu Grunde gehen?


Selten ist es mir so schwer gefallen ein Buch zu lesen. Dieses Buch hat so viel in mir wieder aufgewühlt und ich habe verdammt viel geweint.

Marie macht die Hölle durch. Sie wurde schon früher gemobbt, aber jetzt, am College ist es noch schlimmer. Die Clique, die das alles in Gang setzt und am Laufen hält scheint sich nicht damit zufrieden zu geben Marie zu verletzen und am Boden zu sehen, sie wollen sie zerstören.

Das Mobbing ist wirklich heftig und hat so viel in mir aufgewühlt. Leser meines Blogs wissen schon, dass ich selbst während meiner Schulzeit massiv gemobbt wurde und jeder, der das erleben musste weiß, wie tief diese Wunden reichen. Manchmal glaube ich, dass sie nie vollständig verheilen werden.
Ich kann so gut nachvollziehen, wie Marie sich fühlt. Das liegt nicht nur am Schreibstil, der einem das echt verdammt nah bringt, sondern eben auch an meinen eigenen Erfahrungen. Ich weiß, wie sehr Worte weh tun können und wie nachhaltig sie einen schädigen können. Ich weiß, wie es ist, wenn man niemandem mehr vertrauen kann. Wenn man hinter jedem freundlichen Wort, hinter jeder freundlichen Geste sofort eine Falle vermutet.
Umso glaubhafter war für mich Marie und ihr Verhalten. Ihre Verwirrung. Ihre Angst vor der Hoffnung.

Ganz ehrlich? Am Anfang wollte ich Jayden wirklich verdammt weh tun und ich habe lange gebraucht, um mir ein Urteil über ihn zu bilden. Ich möchte nicht spoilern, deswegen darf ich nicht mehr sagen. Nur so viel: er ist beliebt und hat keine Ahnung davon, wie es ist es nicht zu sein oder sogar das Gegenteil davon. Er hat keine Ahnung, welch ein Schaden angerichtet werden kann in der Seele eines anderen, durch Mobbing. Meine Hoffnung ist es einfach, dass die Leser dieses Buches erkennen, wie zerbrechlich die Seele eines Menschen ist und in Zukunft achtsamer sind, als sie es vielleicht vorher waren.


Fazit: Dieses Buch zählt für mich zu den schwersten, die ich jemals gelesen habe. Nicht wegen des Inhalts oder des Schreibstils, die fand ich super, nein, wegen des Themas: Mobbing. Dieses Buch hat so viel in mir aufgewühlt, dass ich nicht nur zwischendrin viel geweint habe, sondern auch jetzt, beim Tippen dieser Rezension nicht aufhören kann, Tränen zu vergießen.
Man ist so nah an Marie und erlebt das Mobbing mit ihr. Das macht das Buch so gut, aber auch für diejenigen, die selbst ähnliche Erfahrungen machen mussten auch nicht so leicht zu lesen. Es ist emotional heftig und reißt alte Wunden auf.
Aber ich finde es ist ein sehr wichtiges Buch, weil es schonungslos vor Augen führt, was Mobbing mit einem Menschen machen kann, wie es einen langsam zerstört.

Das Ende des Buches war nicht zu 100% meins, passt aber zum Buch. Ich hätte es mir zwar etwas anders gewünscht, aber es stört mich jetzt auch nicht extrem.

Von mir bekommt dieses Buch 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.11.2020

Ein Buch mit wichtiger Botschaft

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Mir wurde das Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.
Die Autorin setzt sich in dem Buch mit dem Thema Mobbing auseinander ...

Mir wurde das Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.
Die Autorin setzt sich in dem Buch mit dem Thema Mobbing auseinander und ich finde, dass sie es sehr emotional und mit all seinen furchtbaren Facetten rüberbringt. Was es in einem Menschen anrichten, was für tiefe emotionale Wunden es hinterlasst und wie es die Person verfolgen kann. Und sei es jetzt „nur“ mal eben eine gemeine Bemerkung von Mitschülern etc. über die vielleicht nichtmal nachgedacht wurde, oder so exzessiv und grausam wie in Maries und Collins Fall, jeder sollte Achtsam mit seinen Worten umgehen.
Ich frage mich wirklich warum ich bisher kein Buch der Autorin gelesen habe, denn es war so emotional mitreissend, dass ich gar nicht aufhören wollte zu lesen.
Marie ist ein außergewöhnliche Protagonistin und besonders am Anfang voller Hoffnungslosigkeit und Enttäuschung. Dennoch ist sie trotz all der Dinge die ihr angetan wurden ein grundanständiger Mensch, mit einem starken moralischen Kompass. Sie spielt keine Spiele und geht nicht auf das Niveau ihrer Peiniger, was ich wirklich bewundert habe.
Jayden ist ein gutes Beispiel dafür, dass man nicht auf Vorurteilen beharren, sondern sich ein eigenes Bild von Menschen machen sollte, denn sie können einen positiv überraschen. Ich finde es gut wie seine Entwicklung dargestellt wird, denn sie zeigt, dass sich jeder Mensch ändern kann wenn er das will.
Ich mochte es auch wie sich die Beziehung der beiden entwickelt. Es geschieht relativ langsam, da Marie eine lange Zeit skeptisch ist und kein gutes Selbstbild von sich hat, was sehr verständlich ist. Auch durch Jaydens anfänglichen Verhalten war Maries Vorsicht gut nachvollziehbar.
Ich finde es schön das Jayden und Marie uns zeigen, dass man hinter die Fassade eines Menschen schauen und ihn nicht zu früh abschreiben sollte, nur weil er einen „anders“ oder erscheint.

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Veröffentlicht am 13.11.2020

Klare Leseempfehlung

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"Wenn das Meer leuchtet" von Jessica Koch erzählt die Geschichte von Marie und ihrem täglichen Kampf gegen Mobbing und Anfeindungen ihrer Mitstudenten. Auf Grund des Job-Wechsels ihres Dads hofft Marie, ...

"Wenn das Meer leuchtet" von Jessica Koch erzählt die Geschichte von Marie und ihrem täglichen Kampf gegen Mobbing und Anfeindungen ihrer Mitstudenten. Auf Grund des Job-Wechsels ihres Dads hofft Marie, dass es in einem neuen Bundesstaat besser wird. Für sie und für ihren jüngeren Bruder Collin.Beide wurden auf ihrer alten Schule gemobbt und extrem schlecht behandelt. Doch auch auf der Uni wird es nicht besser.
Marie lernt Jayden kennen, einen der beliebtesten Jungen auf der Uni. Auch er behandelt sie nicht anders als alle anderen. Doch durch einen unglücklichen Zufall ändert er seine Meinung von einem auf den anderen Moment.
Das war mein erstes Buch der Autorin und ich muss sagen, dass ich wirklich froh und dankbar bin, es gelesen haben zu dürfen. Das Thema Mobbing geht uns alle etwas an und besonders bei Kindern ist es noch einmal eine Nummer schlimmer. Auf Grund der Leseprobe wusste ich bereits, wie Marie mit ihrem Mobbing umgeht, bzw. wie es sie beeinflusst und ich war wirklich schockiert. Dass sich Menschen selbst verletzen, um Schmerz zu verarbeiten, ist mir durchaus bewusst, dass es allerdings Gruppen gibt, die "Blood-Painter" genannt werden, war mir neu.
Der Schreibstil, aber natürlich auch die Geschichte, machte es mir leicht das Buch in fast einem Rutsch zu verschlingen und ich kann es nur jedem empfehlen, der eine nicht ganz typische Liebesgeschichte lesen möchte.
Eine ganz klare Leseempfehlung meinerseits.

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Veröffentlicht am 28.10.2020

Wenn das Meer leuchtet

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Marie hofft, dass ein Schulwechsel ihr einen Neuanfang schenkt und ihre alten Narben nicht wieder aufreißen. Aber nach kurzer Zeit ist klar, dass es auch hier so laufen wird wie immer. Der einzige Anker ...

Marie hofft, dass ein Schulwechsel ihr einen Neuanfang schenkt und ihre alten Narben nicht wieder aufreißen. Aber nach kurzer Zeit ist klar, dass es auch hier so laufen wird wie immer. Der einzige Anker den sie hat ist ihr Bruder Collin, weil er genau weiß, was sie durchmacht. Er und ihr außergewöhnliches Hobby geben ihr die Kraft, jeden Tag aufzustehen und weiterzumachen. Bis ein neuer Mensch in ihr Leben tritt und ihr Hoffnung gibt. Aber wie soll man nach all der Zeit alleine und voller Enttäuschungen noch jemandem vertrauen?
Das was Marie durchmachen muss, nur weil sie anders ist, ist grauenhaft. Niemand versucht auch nur hinter ihre Fassade zu blicken, bis einer ihrer Peiniger ein Detail entdeckt was ihn umdenken lässt. Auch wenn ich seinen Beweggrund falsch fand, habe ich mich riesig gefreut, dass sich jemand Marie nähert und versucht ihr einen Ausweg zu zeigen.
Durch den guten Schreibstil ist mir die Geschichte wirklich nah gegangen und es war keine Wendung dabei, die für mich nicht nachvollziehbar war. Mobbing ist ein Thema was alle betrifft, auch wenn man es selbst nicht mitmacht, sollte man nicht wegsehen!

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Veröffentlicht am 17.10.2020

Eine Gefühlsachterbahn

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Die Leseprobe hat mich sofort gepackt und so war es unvermeidbar, dass dieses Buch bei mir eingezogen ist. Geschichten, die sich an heftige Themen wagen, reizen immer meine Leseneugier und so bin ich Marie ...

Die Leseprobe hat mich sofort gepackt und so war es unvermeidbar, dass dieses Buch bei mir eingezogen ist. Geschichten, die sich an heftige Themen wagen, reizen immer meine Leseneugier und so bin ich Marie nicht mehr von der Seite gewichen.

Zur Handlung:
Marie beginnt an der California State University ihr Studium. Zuerst läuft es gut an, doch dann wird sie zur Zielscheibe einiger minderbemittelter Kommilitonen, die es genießen, ihre Seele bluten zu lassen. Und dann ist da Jayden, der schlagartig ein Rettungsanker für sie wird. Hat Marie die Kraft, sich an ihm festzuhalten?

Zu den Figuren:
Marie Grave ist 19 Jahre alt, leidet unter einem Sprachdefizit und ist seelisch tief verletzt. Sie bringt diese Schmerzen auf ungewöhnliche Weise zum Ausdruck. Marie liebt ihren jüngeren Bruder Collin über alles und bei ihren gemeinsamen Szenen geht mir das Herz auf. Sie ist ein ehrlicher Charakter, der rasch verunsichert ist und über grenzenlose Naivität verfügt, die mich häufig den Kopf schütteln lässt.

Jayden Summers ist 21 Jahre alt und an der gleichen Uni wie Marie. Er ist dort einer der besten Basketballspieler. Jayden studiert Sport und Fitness und ist der Frauenschwarm schlechthin. Seine Persönlichkeit ist gewöhnungsbedürftig.

Die Entwicklung der Figuren ist für mich nicht nachvollziehbar.

Die Umsetzung:
Der Schreibstil ist warmherzig, eindringlich, flüssig und bildhaft. Im Buch wird ein daueraktuelles Thema aufgegriffen. Mich erwarten berührende Elemente, erschreckende Situationen, gefühlvolle Augenblicke und Herzschmerz. An manchen Stellen ist es für mich kaum auszuhalten und ich bin froh, wenn diese Szenen vorbei sind. Koch führt mich an alles dicht heran und ich lache, weine und zittere mit Marie mit. Es ist eine turbulente Gefühlsachterbahn, auf die mich Koch schickt und immer wieder wird es eng um meine Brust und ich muss schlucken. Häufig ist die Atmosphäre bedrückend und erschreckend, aber es gibt auch unvergessliche Momente, die mir ein glückliches Lächeln ins Gesicht zaubern. Die Geschichte wird, bis auf den Prolog und den Epilog, aus Maries Ich-Perspektive im Präsens geschildert.

Was mir nicht gefällt:
Das Buch liest sich für mich nicht authentisch. Ich muss aufpassen, um nicht zu spoilern, weshalb ich nicht zu dolle ins Detail gehen darf, aber einige der Entwicklungen schreiten mir zu rasch voran und einen gewissen Sinneswandel kann ich bis zum Schluss nicht nachvollziehen. Dann ist da Marie als Charakter: Sie agiert für mich widersprüchlich und ist nicht sauber gezeichnet. Ihr Verhalten passt in etlichen Handlungen nicht zu einer Neunzehnjährigen die bereits studiert, sondern maximal zu einer Zehnjährigen, die sich noch äußerst kindlich benimmt. In diesen Momenten verliert mich die Autorin total.

Der abrupte Wechsel im Epilog, von der Ich-Perspektive zur Erzählperspektive in der 3. Person, beschert meinem Lesefluss einen herben Bruch. Diese Änderung ist für mich unverständlich und bringt große Distanz zwischen den Figuren und mich, was mir überhaupt nicht liegt und bildet keinen gelungenen Abschluss für die Geschichte.

Mein Fazit:
„Wenn das Meer leuchtet“ ist eine emotionale Achterbahnfahrt mit krassen Situationen, die mir einiges abverlangen. Das geht echt an die Substanz. Leider schafft es Koch nicht, mich mit der Umsetzung zu überzeugen und komplett abzuholen. Aufgrund des gefühlvollen und gelungenen Schreibstils ist das Lesen dennoch ein Genuss und ich fliege durch die Seiten. Nur meinen Kopf kann ich dabei nicht abschalten, der mich immer wieder auf Ungereimtheiten stößt.

Deshalb vergebe ich 3 prima Sterne von 5 und eine Leseempfehlung.

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