Eine interessante Geschichte mit wichtigen Themen
SchattenlichtMir wurde das Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.
Ich mochte Tokio Regen von der Autorin wirklich gerne, das Buch hatte ...
Mir wurde das Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.
Ich mochte Tokio Regen von der Autorin wirklich gerne, das Buch hatte eine besondere Stimmung und wirklich gelungene Atmosphäre und die Fähigkeit, eine besondere Geschichte zu schaffen, hat sie mit Schattenlicht einmal mehr bewiesen.
Ich habe schnell in die Geschichte hineingefunden und mochte das Setting von Kanada mit den Wäldern und der leicht düsteren Stimmung durch die Geschichten vom verschwundenen Mädchen und merkwürdigen Vorkommnissen richtig gerne.
In der Geschichte begleitet man Billie, wie sie zu ihrem Freund nach Kanada zieht, da er ihr einen Heiratsantrag gemacht hat. Sie ist zwar noch im letzten High- School-Jahr, aber bereits fest davon überzeugt, in Jamie ihre große Liebe gefunden zu haben, weshalb sie das Jahr bei ihrer Tante verbringt. Doch bald geschehen merkwürdige Ereignisse und Jamie ist nicht so, wie Billie ihn kannte. Zudem trifft sie auf Tristan, den alle nur „Zombie Boy“ nennen, doch mit dem sie über alles reden kann, was wiederum Probleme mit Jamie verursacht.
Billie ist jung und für mich lange leider etwas zu naiv. Ich kann verstehen, dass sie unbedingt an die große Liebe glauben will und mag auch sein, dass Jamie sich während ihrer Fernbeziehung gut verhalten hat, aber er hat sich einfach nur furchtbar verhalten, da konnte ich wirklich nicht verstehen, warum sie so lange an ihm festgehalten hat. Ich verstehe, dass Manipulation und Machtdemonstrationen wirkungsvoll und einschüchtern sein können, aber es hat sich mir einfach ein wenig zu lange gezogen, vor allem da Jamie, sobald er den Mund aufgemacht hat, eine Red Flag war. Und Billie? Sie glaubt ihm alles und selbst als sie zweifelt, glaubt sie dann doch wieder an ihn.
An sich kein Problem, sie ist jung und verliebt, aber da es sich über die Hälfte des Buches gezogen hat, bis sie eine Entwicklung zeigt, war mir das einfach ein bisschen zu lang.
Abgesehen von der Lovestory bauen sich in der Zeit jedoch auch weitere Handlungsstränge auf, die mir gut gefallen haben. Nach und nach erfährt man mehr über das geheimnisvoll vermisste Mädchen, über das Leben auf dem Hof von Billies Tante und natürlich Tristan…👀
Tristan, der geheimnisvolle und gefürchtete Zombie Boy, der doch eigentlich nur ein Junge mit Schicksalsschlag war. Ich mochte die Dynamik von ihm und Billie sehr, auch wenn sie so ihre Höhen und Tiefen hatten. Die Verbindung zwischen den beiden war greifbar und wie er immer für sie da war, selbst wenn es ihm selber nicht gut ging oder sie mal wieder ein wenig engstirnig war zeigt, was für ein liebenswerter Mensch er ist. Anhand seines Beispiels zeigt sich aber auch, dass Kinder/Jugendliche grausam sein können, denn das Verhalten der anderen High-School-Schüler ihm gegenüber war wirklich furchtbar. Dennoch er hat eine Stärke bewiesen, die ich bewundernswert fand.
Mit der Auflösung am Ende hatte ich tatsächlich nicht gerechnet, da war ich voll auf der falschen Spur, aber ich fand die Wendung wirklich gelungen.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, ich mochte die Spannungselemente, die Familiendynamiken und wie Billie und Tristan sich näher gekommen sind. Einzig der Punkt mit Jamie war mir leider zu viel (ich wollte ihn wirklich, wirklich dringend an eine Wand klatschen), deswegen bekommt das Buch 4/5❤️