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Veröffentlicht am 20.09.2019

Alice im Horrorland – oder besser: Mailin in der Horrorwelt

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt
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Mailin lebt allein mit ihrer Mutter und ihrer im Wachkoma liegenden Schwester Vicky in einem irischen Dorf. Eben noch liest sie ihrer Schwester aus Alice im Wunderland vor und nur kurze Zeit später ändert ...

Mailin lebt allein mit ihrer Mutter und ihrer im Wachkoma liegenden Schwester Vicky in einem irischen Dorf. Eben noch liest sie ihrer Schwester aus Alice im Wunderland vor und nur kurze Zeit später ändert sich Mailins Leben für immer. Sie wird aus irgendeinem Grund in eine andere Welt entführt, nach Lyaskye. Hier versucht absolut alles sie zu töten. Sie ist in keinem Wunderland, sondern im Gegenteil in einem absoluten Horrorland gelandet. Als gerade ein fleischfressender Baum versucht Mailin zu fressen, wird sie gerettet. Doch ihr Retter scheint recht unglücklich darüber zu sein Mailin jetzt am Hals zu haben. Aber er ist zumindest bereit ihr zu erklären wo sie ist. Nur, dass ihr das auch recht wenig hilft. Schließlich erklärt er sich bereit sie in die Hauptstadt zu bringen, Mailin erhofft sich dort einen Weg zurück nach Hause. Doch die Tatsache, dass sie aus unserer Welt kommt bedeutet, dass sie zur Königin bestimmt ist und Königinnen sterben jung in Lyaskye.


Warum ist ausgerechnet Mailin in Lyaskye gelandet? Und wenn es stimmt was der Fremde sagt, dass, wenn Menschen aus unserer Welt in Lyaskye landen, sie das nicht, wie Mailin ganz allein im Wald tun, warum war das dann bei ihr der Fall? Wer ist der Fremde? Warum soll ausgerechnet Mailin, die Königin werden? Und warum ist das ein Todesurteil? Wird Mailin einen Weg zurück in unsere Welt finden?
All diese Fragen habe ich mir am Anfang gestellt, denn der Anfang gefiel mir sehr gut. Ich war fasziniert und ich habe Mailin die Daumen gedrückt. Sie war mir direkt sympathisch. Ich finde es toll, dass sie Vicky immer noch als ihre Schwester sieht, nicht als Behinderte oder Belastung oder Hindernis. Sie liebt sie. Sie steht zu ihr und sie steht auch für sie ein, egal, wie hart es auch seien mag und egal, was es sie auch kosten möge. Das finde ich wirklich ganz toll von ihr. Das findet man heut zu Tage nicht mehr so oft. Und so will Mailin nicht nur um ihrer selbst willen zurück, sondern vor allem für ihre Schwester und ihre Mutter.
Leider wird sie zunehmend, je länger sie in dieser Welt weilt, naiver und kindischer.

Der „Fremde“, der mal den einen, mal den anderen Namen nennt oder gar Mailin einen aussuchen lässt, blieb für mich undurchschaubar. Er hat so viele widersprüchliche Signale gesendet, dass ich irgendwann einfach nicht mehr mitgekommen bin.

Mir hat das Buch anfangs gut gefallen, aber zunehmend bin ich an dieser Welt verzweifelt. Ich wurde zunehmend verwirrt und habe irgendwie den Anschluss verloren.
Mailin hat bei mir zunehmend verloren und auch mit den übrigen Charakteren konnte ich nicht warm werden.
Schon nach dem ersten Viertel kam für mich der Punkt, dass ich ernsthaft überlegt habe, ob ich das Buch abbrechen soll. Ich habe mich durchgekämpft, aber es war wirklich schwer. Mir kam es immer wieder sehr langgezogen vor.
Später kam zwar auch mal Spannung auf, aber trotzdem konnte mich das Buch nicht mehr so packen, wie am Anfang.


Für mich ist das schönste am Buch seine Gestaltung. Das Cover und allgemein der Schutzumschlag sind wunderschön gestaltet. Das Mädchen auf dem Cover sieht so traurig und gleichzeitig faszinierend und mutig aus. Die Ranken vor ihrem Gesicht sehen fast aus wie eine venezianische Maske. Der Umschlag ist beschichtet und fühlt sich leicht pelzig, also nicht glatt an, aber ich persönlich liebe diese Art Umschläge. Auf der Innenseite ist eine Karte dieser Welt abgedruckt, die ich als sehr hilfreich empfand. Auch die Kapitelanfänge sind wunderschön gestaltet.


Fazit: Am Anfang war ich mir sicher, dass mir fas Buch gefallen würde. Leider hat es sich für mich ungünstig weiterentwickelt. Die Protagonistin hat zunehmend bei mir verloren und die anderen Charaktere konnten mich nicht erreichen.
Für mich war das Cover und die Gestaltung des Buches das schönste daran. Die Handlung hat mich immer mehr verwirrt und schon recht bald fühlte ich mich abgehängt von dieser Welt und dem „traue nichts und niemandem“ und „alles will dich töten, egal was es ist“.
Leider hat das Buch mir nicht wirklich gefallen. Ich gebe ihm insgesamt 2 Sterne und die auch nur wegen dieses wunderschön gestalteten Buches.

Veröffentlicht am 20.09.2019

Ich bin absolut begeistert! So hätte ich mir "Der Report der Magd" gewünscht!

Die Zeuginnen
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Ich habe ja keinen Hehl daraus gemacht, dass ich von „Der Report der Magd“ enttäuscht war. Dennoch konnte ich jetzt Band 2 „Die Zeuginnen“ nicht widerstehen und ich bin sehr froh darüber!



Im Buch erzählen ...

Ich habe ja keinen Hehl daraus gemacht, dass ich von „Der Report der Magd“ enttäuscht war. Dennoch konnte ich jetzt Band 2 „Die Zeuginnen“ nicht widerstehen und ich bin sehr froh darüber!



Im Buch erzählen drei Frauen ihre jeweilige Geschichte und inwiefern sie mit Gilead verbunden waren.

Tante Lydia, die vorher Richterin am Familiengericht war.

Agnes, die in Gilead aufgewachsen war und später erfuhr, dass sie nicht die Tochter ihrer Eltern war, sondern ihre leibliche Mutter bei der Flucht aus Gilead gefasst worden war und nun vermutlich eine Magd ist.

Daisy, die in Freiheit aufwuchs, aber ebenfalls nicht die Tochter ihrer Eltern ist, die obendrein noch zum Widerstandsnetzwerk Mayday gehörten.

Diese drei erzählen abwechseln über ihr Leben.





Ich war direkt von Beginn an gefesselt von diesem Buch. Ich konnte mich in alle drei Protagonistinnen und die Nebencharaktere hineinversetzen. Die Atmosphäre Gileads wurde sehr überzeugend eingefangen und durch die drei verschiedenen Erzählerinnen bekam man deutlich mehr zu sehen, als bei nur einer Sichtweise. Dieses Buch hat alles, was ich bei „Der Report der Magd“ vermisst habe. Man hat endlich mehr über Gilead erfahren, wie das Leben dort so ist, wie der Staat funktioniert, wie es überhaupt so weit kommen konnte und wie es nach „Der Report der Magd“ weiterging. Das Buch erinnert stark an die Serie, die auf dem ersten Buch basiert und das ist meiner Meinung nach genau das Richtige.



Was mir am besten gefiel kann ich nicht sagen, da ich sonst spoilern würde, aber ich denke meine Begeisterung reicht, um zu zeigen, wie gut dieses Buch ist, vor allem wenn man bedenkt, wie sehr ich mich über den Roman aus den 1980er Jahren aufgeregt habe. Denn das, was ich dort meisten kritisiert habe, findet sich hier eben nicht.



Ich habe das Buch verschlungen, ich bin wirklich begeistert und bin so froh, dass ich mich getraut habe es zu lesen. Es war total spannend, faszinierend und erschreckend, aber auf außergewöhnliche Weise. So habe ich mir damals „Der Report der Magd“ vorgestellt, als ich das Buch das erste Mal las.



Fazit: Ich kann das Buch nur loben. Es hat meine Erwartungen nicht nur um Welten übertroffen, sondern mir wirklich richtig gut gefallen. Ich wollte es nicht mehr aus der Hand legen und habe an den Seiten gehangen. Es wirkte auf mich glaubwürdig und die Charaktere waren mir sympathisch und wirkten „echt“ auf mich. Die Schilderungen Gileads fand ich richtig beeindruckend. Dieses Regime aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wirkt einschüchternder und bedrückender aber gleichzeitig so unglaublich gruselig, dass man sich wirklich wünscht, dass es niemals dazu kommen wird. Ich bin zutiefst beeindruckt und einfach nur glücklich, dass ich mich getraut habe dem Buch eine Chance zu geben.



An alle die von „Der Report der Magd“ wie ich enttäuscht waren: „Die Zeuginnen“ ist um Welten besser! Traut euch!

Veröffentlicht am 18.09.2019

Leider nicht mein Fall - viel zu vorhersehbar für mich

Was auch immer geschieht
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Vor 7 Jahren starb Callies Vater bei einem Autounfall. Keith, ihr Stiefbruder und der junge, in den sie verliebt war, saß am Steuer, Callie auf der Rückbank. Durch eine Gehirnerschütterung kann sie sich ...

Vor 7 Jahren starb Callies Vater bei einem Autounfall. Keith, ihr Stiefbruder und der junge, in den sie verliebt war, saß am Steuer, Callie auf der Rückbank. Durch eine Gehirnerschütterung kann sie sich an nichts mehr erinnern, nur daran, dass Keith ihren Vater umgebracht hat. Kurze Zeit später floh er aus der Stadt und sie hat ihn seitdem nie wiedergesehen.

Jetzt ist Callie nach Hause zurückgekehrt zum Abschluss ihrer Schwester Holly. Kaum angekommen rennt sie Keith in die Arme und er sieht immer noch so verboten gut aus, wie früher und noch immer bringt er ihr Herz zum rasen. Doch Callie kann ihm nicht vergeben, was damals geschehen ist, so sehr sie sich auch von ihm angezogen fühlt und er sich scheinbar auch von ihr. Wird sie es schaffen ihm zu verzeihen?

  

Mich hat das Buch von Anfang an aufgeregt. Warum gibt Callie Keith die Schuld? Unfälle passieren und wenn er nicht gerade betrunken gefahren oder gerast ist oder gesimst hat am Steuer oder sich irgendwie anders fahrlässig verhalten hat, dann ist es nicht seine Schuld, zumindest nicht so, wie sie sich ihm gegenüber aufführt. Sie tut so, als hätte er ihren Vater absichtlich umgebracht und das ist definitiv nicht der Fall. Sie kommt mir da so unglaublich unreif, kindisch, nachtragend, verbohrt und einfach unlogisch vor. Ich kann ja verstehen, dass sie trauert, das darf sie auch und ja, Keith hat sich damals dämlich benommen, einfach abzuhauen, bevor Callie aus dem Krankenhaus entlassen wird, aber auch er hat getrauert und stand mit Sicherheit auch unter Schock, aber trotzdem finde ich, dass sie total überreagiert. In meinen Augen hat sie sich da aufgeführt, wie ein Kind, aber nicht wie eine junge Frau von 20 Jahren.

 

Für mich war das Buch zudem viel zu vorhersehbar. Es gab für mich leider keine Überraschungen, die Wendung habe ich schon so erwartet, schon vor dem ersten Hinweis, ebenso, wie der weitere Verlauf des Buches. 

Zudem hat sich mir die Handlung zu oft wiederholt: Callie geht es gut, Keith taucht auf, Callie findet ihn heiß, wird dann plötzlich wütend, lässt ihn stehen, Callie betont, dass Keith ihren Vater auf dem Gewissen hat. Diese Abfolge wiederholt sich für mich viel zu oft.

 

Ich hatte mir dieses Buch gekauft, bevor ich „Falling Fast“ gelesen hatte. Ich fragte mich nach der Lektüre des Buches, ob ich „Was auch immer geschieht“ überhaupt noch lesen soll, aber der Klappentext hat mich verführt. Leider wird das Buch dem in meinen Augen nicht gerecht. Es ist nicht so, als würde im Klappentext etwas stehen, dass nicht stimmt oder das nicht erfüllt wird, aber irgendwie vermittelte der Text einen anderen Eindruck von der zu erwartenden Story, zumindest in meinen Augen, aber vielleicht liegt das auch an mir.

  

Fazit: „Falling Fast“ war nicht mein Fall, dieses Buch ist es leider auch nicht. Mich hat die Protagonistin genervt und ich fand es schade, dass mich das Buch nicht überraschen oder irgendwie mitreißen konnte. Keith fand ich sympathischer als Callie, aber mich hat auch sein Verhalten aufgeregt. Es ist im Prinzip ein typisches „wenn sie miteinander offen und ehrlich reden würden, wäre die Geschichte nach 20 Seiten erzählt“-Buch. 

Schade, aber leider war das Buch nicht mein Fall. Ich gebe dem Buch 1,5 Sterne, mehr war leider nicht drin.

Veröffentlicht am 18.09.2019

Richtig, richtig gute Jugend-Fantasy - ich bin begeistert!

Heaven's End – Wen die Geister lieben
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Achtung: Teil 1 einer Trilogie mit einem mittleren Cliffhanger!


Josephine, genannt Jojo, ist anders. Sie kann nicht nur Geister und Tiergeister sehen und mit ihnen sprechen, sondern sie lebt auch noch ...

Achtung: Teil 1 einer Trilogie mit einem mittleren Cliffhanger!


Josephine, genannt Jojo, ist anders. Sie kann nicht nur Geister und Tiergeister sehen und mit ihnen sprechen, sondern sie lebt auch noch in einem Haus zusammen mit lebenden und toten Verwandten und einem zum Himmel stinkenden aber unglaublich niedlichen Bogart im Schuppen. Die Fähigkeit Geister zu sehen liegt bei ihr in der Familie, doch niemand weiß davon.
Doch dann geschehen im örtlichen Pub immer mehr übernatürliche Dinge und bald ist klar, dass scheinbar ein böser Geist versucht ins Leben zurückzukehren, obwohl das eigentlich unmöglich ist. Aber was, wenn er es tatsächlich schafft?


Wow! Ich bin einfach total baff! Das Buch ist unglaublich gut. Ich war von der ersten Seite an „drin“ und konnte kaum aufhören zu lesen.
Jojo war mir direkt sympathisch, obwohl sie sich ab und an in eine stotternde Tomate verwandelt, aber sie ist noch so jung, da passt das irgendwie trotzdem. Ihre Gabe ist total faszinierend und ich finde es so toll, wie sie mit den Geistern umgeht, die sie sieht. Sie gibt sich Mühe immer freundlich und einfühlsam zu sein.
Zach ist mehr als den halben Roman total undurchsichtig, aber trotzdem sympathisch. Wenn die Auflösung kommt, passt aber sein Verhalten auf einmal.
Meine Lieblinge sind aber die Geister, sowohl Jojos Verwandte als auch die anderen Geister. Am allerliebsten mag ich aber Scout, ich bin so neidisch, ich will auch einen Scout! Er ist so unglaublich lieb und süß!

Anfangs dachte ich, das Buch würde ein „normaler“ Jugend-Fantasy-Roman, aber schnell habe ich gemerkt, dass dieses Buch etwas Besonderes ist. Es geht um alte Mythen, Familiengeheimnisse und Teenager-Probleme. Das Buch wird immer spannender und faszinierender. Es ist logisch und schlüssig aufgebaut und gespickt mit kleinen Highlights in Form von Enthüllungen.


Fazit: Ich bin total begeistert von diesem Buch. Es liest sich wirklich gut, die Story ist originell, die Charaktere alle sehr sympathisch und teilweise einfach unglaublich nett – vor allem die Geister. Am liebsten hätte ich direkt die anderen beiden Teile der Trilogie gelesen! Der Cliffhanger war nicht allzu schlimm. Klar, ist es gerade spannend, aber es ist jetzt kein Cliffhanger bei dem man am liebsten gewalttätig werden will, weil das Buch ausgerechnet jetzt zu Ende sein muss, sondern ein maximal mittlerer. Ich persönlich finde das Ende gut gewählt.
Leider müssen wir auf Band 2 bis „Frühjahr 2020“ gedulden. Ich hoffe frühes Frühjahr, am besten schon Januar, wenn es denn 2020 sein muss! Ich bin auch bereit den Verlag zu bestechen in Form von Schoko-Muffins, wäre das nicht was?

Veröffentlicht am 17.09.2019

Sehr gute, überraschende Auflösung aber mich konnte der Krimi nicht mitreißen

Entführung
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Achtung: Band 4 einer Reihe!


Eine junge Frau, Lara Blum, Tochter eines Millionärs ist entführt worden. Ein mutmaßlicher Täter, den die ganze Welt für schuldig hält, sitzt hinter Gittern. Pal Palushi ...

Achtung: Band 4 einer Reihe!


Eine junge Frau, Lara Blum, Tochter eines Millionärs ist entführt worden. Ein mutmaßlicher Täter, den die ganze Welt für schuldig hält, sitzt hinter Gittern. Pal Palushi wird zu seinem Pflichtverteidiger bestellt und von allen Seiten angefeindet, auch von Polizei und Staatsanwaltschaft. Sie sind sich sicher den Richtigen zu haben, doch der Verdächtige schweigt beharrlich. Auch Palushi möchte die junge Frau unbedingt finden, war doch seine eigene Freundin Jasmin selbst vor ein paar Jahren entführt worden. Doch auch ihm gegenüber schweigt sein Mandant. Palushi beschließt selbst Nachforschungen anzustellen und stößt bald auf Spuren, die die Polizei nicht gefunden hat. Aber er ist durch das Anwaltsgeheimnis gebunden. Wird er seinen Eid verraten, um die junge Frau zu finden?


Ich habe lange gebraucht, um in das Buch hineinzukommen. Es ist aus mehreren Perspektiven geschrieben und viele der Kapitel und Sichtweisen passen auf den ersten Blick nicht zusammen, bzw. wirken überflüssig. Das hat mich anfangs sehr verwirrt. Es kommt aber der Punkt, an dem alle Puzzle-Teile und Sichtweisen plötzlich Sinn ergeben.
Ich habe es bis zum Schluss nicht geschafft eine emotionale Verbindung zu den Protagonisten herzustellen. Allerdings fand ich den ethischen Konflikt Palushis schön beschrieben. Ebenso, wie die Ermittlungen, die er und seine Freundin Jasmin durchführen.
Mir haben auch Auflösung, Wendung und Überraschung sehr gut gefallen. Ich fand sie machte Sinn und war nicht an den Haaren herbeigezogen.

Weniger gefallen hat mir das Verhalten der Polizei und der Staatsanwältin gegenüber Palushi, das war einfach nur Schikane und für mich völlig an die falsche Adresse gerichtet. Palushi hatte noch nicht einmal mit seinem Mandaten geredet und schon greift ihn die Polizei / Staatsanwältin an, weil er seinen Mandanten angeblich deckt? Sie bedrängen ihn ohne Ende, dabei wissen sie doch, wie die Regeln sind. Das war für mich etwas unrealistisch.


Fazit: Ich fand das Buch nicht schlecht. Allerdings hat mir die emotionale Bindung zu den Protagonisten gefehlt, die ich einfach nicht herstellen konnte. Ich habe lange gebraucht, um in das Buch hineinzukommen und Spannung kam bei mir auch erst kurz vor Schluss ein wenig auf. Die vielen, scheinbar nicht zusammenpassenden Sichtweisen haben mich sehr verwirrt. Aber ich fand die Auflösung und die Überraschung am Ende sehr gut. Das hatte ich so nicht vorhergesehen.

Von mir bekommt das Buch 2,5 Sterne, mehr war leider nicht drin.