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Veröffentlicht am 25.01.2020

Ich fand es leider langweilig

Die Wälder
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Nina ist Ärztin. Nie wollte sie in ihr Heimatdorf zurückkehren. Doch dann erfährt sie vom Tod ihres ehemals besten Freundes Tim. Er hat ihr eine kryptische Nachricht hinterlassen und bittet sie weiter ...

Nina ist Ärztin. Nie wollte sie in ihr Heimatdorf zurückkehren. Doch dann erfährt sie vom Tod ihres ehemals besten Freundes Tim. Er hat ihr eine kryptische Nachricht hinterlassen und bittet sie weiter nach seiner Schwester Gloria zu suchen, die vor 20 Jahren spurlos verschwand. Nina beschließt seinen letzten Wunsch zu erfüllen, zumal Tim andeutete neue Spuren gefunden zu haben. Ihr Ex-Freund David, der damals auch mit Tim befreundet gewesen war und mittlerweile Polizist ist, will Nina beschützen. Also kehren sie beide in das Dorf zurück und stellen sich ihren Ängsten und dem Wald.


Die Handlung wird auf zwei Ebenen erzählt. Nina und David in der Gegenwart und Peter in der Vergangenheit – er sah damals Gloria im Wald verschwinden.

Leider konnte mich das Buch nicht packen. Anfangs ging es noch einigermaßen, aber mir war die Erzählart zu langgezogen. Ich hatte einige Theorien bezüglich Glorias Verschwinden, Tims Tod und dem, was es vielleicht mit dem Wald auf sich hat. Leider hatte ich nur mit der unrealistischsten recht. Ich fand die Auflösung leider unbefriedigend. Ich habe mir so viele Gedanken gemacht, was alles sein könnte, dachte zwischenzeitlich auch an Werwölfe oder einen verfluchten Wald oder so, aber ich hatte zu viel erwartet.

Die damals vier Freunde haben etwas beobachtet und davon ein Trauma davongetragen. Doch das Buch soll ein Thriller sein und das ist es für mich nicht wirklich. Bei mir kam keine wirkliche Spannung auf. Ich habe nicht mitgefiebert, die Seiten verschlungen oder Angst um die Protagonisten gehabt.

Auf mich wirkte die Handlung sehr konstruiert. Die Handlungen der Protagonisten waren mir für die Art Person, die sie jeweils verkörpern sollten, unpassend und unglaubwürdig. Auch die Handlung selbst hatte in meinen Augen deutliche Schwächen und war für mich nicht immer logisch und nachvollziehbar, eher das Gegenteil. Immer wieder wurde es so abstrus und konstruiert, dass ich kaum noch Lust hatte weiterzulesen.

Zwischendrin vor allem um die Mitte herum hat mich das Buch endgültig verloren. Es wurde mehr und mehr verwirrend und ich bin mit dem Kopf irgendwie ausgestiegen. Was mich vor allem gestört hat waren die Namenswechsel. In der Vergangenheit haben die gleichen Personen, die in der Gegenwart eine Rolle spielen plötzlich ganz andere Namen. Dadurch wird es einem fast unmöglich gemacht die beiden Ebenen auf die Reihe zu bekommen und miteinander zu verbinden, was wahrscheinlich der Sinn hinter dieser Aktion war.

Ich muss leider ehrlich sagen, dass ich mich gelangweilt habe. In meinen Augen ist das Buch auch kein Thriller, sondern ein Roman mit allerhöchstens leichten Krimi-Anteilen.
Der Schreibstil war auch nicht wirklich meins. Ich habe mich damit wirklich immer wieder schwergetan, stellenweise wirkte es, als stammten bestimmte Stellen des Buches aus einem Aufsatz, den ein Schüler geschrieben hat. Es hat sich so gezogen, Spannung suchte ich vergeblich und ich musste mich sehr beherrschen, das Buch nicht einfach wegzulegen und abzubrechen.


Fazit: Leider war das Buch nicht meins. Ich empfand es als sehr langweilig. Ich konnte weder mit dem Schreibstil etwas anfangen noch mit den Charakteren. Die Handlung war mir zu sehr an den Haaren herbeigezogen und lange Zeit auch langweilig. Die Charaktere haben sich in meinen Augen oft einfach nur unlogisch unrealistisch benommen. Mir fehlte die Spannung, das mitreißende.
Das Ende bzw. die Auflösung hat dem Ganzen in meinen Augen den Rest gegeben. Alles was mir dazu einfiel war „echt jetzt?!“

Von mir bekommt das Buch leider nur 1 Stern.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.01.2020

Für mich zu viel verschenktes Potential und zu viele Klischees

Falling Skye (Bd. 1)
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Achtung: Band 1 einer Reihe!

Skye lebt in einer Welt, die in zwei Lager geteilt ist. Es gibt die Rationalen, die Elite, sie herrschen über das, was einmal Amerika war und die Emotionalen, die als minderwertig ...

Achtung: Band 1 einer Reihe!

Skye lebt in einer Welt, die in zwei Lager geteilt ist. Es gibt die Rationalen, die Elite, sie herrschen über das, was einmal Amerika war und die Emotionalen, die als minderwertig angesehen werden. Nach einer Gesetzesänderung müssen sich alle 16-jährigen einem Test unterziehen, der darüber entscheidet, zu welcher Klasse sie gehören – vor der Änderung wurden sie erst mit 18 getestet. Kommt am Ende kein R für Rational heraus, sind ihre Zukunftschancen deutlich geringer. Emotionale dürfte nur an bestimmten Universitäten studieren und auch nur ganz bestimmte Fächer. Sie werden genauestens überwacht, denn ihre Emotionalität kann für sie und andere zur Gefahr werden.
Doch im Verlauf der Tests wird Skye klar, dass nicht alles so ist, wie es von der Regierung, allen voran von ihrem Vater propagiert wird. Und als Skye dem Geheimnis immer näherkommt schwebt sie bald in Lebensgefahr. Ihre einzige Chance ist der geheimnisvolle Alexander, der ihr scheinbar ständig zu Hilfe eilt. Aber kann sie in einer Welt, in der nur Egoisten eine Zukunft haben, jemandem vertrauen, der offenbar nicht egoistisch handelt?


Ich fand die Idee sehr interessant. Es ist der klassische Dystopie-Aufbau. Ein divergierendes System, in dem junge Menschen einen Test durchlaufen müssen, um ihrer zukünftigen Klasse zugeordnet zu werden. Und natürlich ist nicht alles so, wie die Regierung es erscheinen lassen will. Skye glaubt zuerst an das System, warum sollte sie auch nicht. Doch die Angst sitzt ihr im Nacken, dass sie eben keine Rationale ist, wie es alle, vor allem ihr Vater, von ihr erwarten. Skye weiß, dass sie nicht immer rational handelt, aber gleichzeitig kann sie auch nicht so viele Gemeinsamkeiten mit klar emotionalen Mitschülern feststellen. Diese Ungewissheit nagt an ihr.

Alexander versucht alles, um Skye zu dem R zu verhelfen. Aber leider so auffällig, dass es unrealistisch ist, dass er nicht direkt zu Anfang schon auffliegt. Ich meine noch auffälliger geht es eigentlich gar nicht mehr. Natürlich hat er ganz eigene Motive und Ziele und die Auflösung, was hinter seinem Verhalten steckt, gefiel mir wirklich sehr gut.

Was ich schade fand war, dass es bei den Tests sehr eindeutig war, welche Reaktion für welchen Trait gewünscht war. Wenn man also etwas nachdenkt, ist ziemlich offensichtlich, wie man sich verhalten muss, um den Trait zugeteilt zu bekommen, den man haben will. Aber natürlich kommt da keiner drauf und das ist wieder in meinen Augen unrealistisch.

Für mich gab es auch zu viele Klischees und typische Highschool-Dramen. Dadurch zog sich das Buch für mich immer wieder. Ich hatte gehofft, es könnte vielleicht in die Fußstapfen von Divergent treten, aber dem war leider nicht so. Ich kam nur bedingt an die Charaktere heran und immer wieder haben mich deren Handlungen nur mit dem Kopf schütteln lassen. Vor allem Skye empfand ich als extrem gutgläubig und naiv.
Die Liebesgeschichte kam für mich zu plötzlich. Mir ging das zu schnell. Erst zum Schluss konnte ich richtig mitfühlen, aber ich finde es schade, dass es so lange gedauert hat.

Das Ende gefällt mir wirklich gut, es ist der beste Teil des Buches. Dadurch wird aber wieder umso deutlicher, wie sehr der Anfang und die Mitte im Vergleich abfallen.


Fazit: Ich finde die Idee sehr gut. Die Aufteilung in Rationale und Emotionale ist eine interessante Art der Differenzierung, auch wenn schon sehr bald klar wird, in welche Richtung es gehen wird. Das ist allgemein ein Problem des Buches in meinen Augen. Es wird zu schnell zu viel verraten. Es sind nicht kleine Misstöne, sondern der Leser wird mit ganzen Wäldern beworfen und das schon an einer sehr frühen Stelle, damit er versteht, dass dem Ganzen ein misogynisches Konstrukt zugrunde liegt: rational = männlich und wünschenswert; emotional = weiblich und verachtenswert. Das an sich kann dem ja zugrunde liegen, aber es sollte weniger offensichtlich sein. Für meinen Geschmack gab es viel zu viel Teenie-Drama und zu viele Längen. Ich hatte auch meine Schwierigkeiten mit den Charakteren.
Aber das Ende ist wirklich gut! Da können der Anfang und die Mitte nicht mithalten.

Wie gesagt, die Idee ist sehr gut und interessant, aber an der Umsetzung hapert es in meinen Augen noch an zu vielen Stellen. Allerdings handelt es sich hier, um einen Debütroman, ich hoffe also, dass sich die Autorin bei ihren weiteren Werken steigern wird.

Von mir bekommt das Buch ganz ganz knappe 3 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.01.2020

Wer hätte gedacht, dass ein Erzengel so heiß sein könnte?

Gilde der Jäger - Engelskuss
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Achtung: Band 1 einer Reihe!



Achtung: es gibt ein paar ziemlich heftige Beschreibungen von Mordopfern.



Elena ist Vampirjägerin. Das ist kein Scherz. Sie ist Angehörige der Gilde der Jäger und ...

Achtung: Band 1 einer Reihe!



Achtung: es gibt ein paar ziemlich heftige Beschreibungen von Mordopfern.



Elena ist Vampirjägerin. Das ist kein Scherz. Sie ist Angehörige der Gilde der Jäger und hat einen offiziellen Jagdschein für Vampire und ähnliche Wesen. Sie fängt abtrünnige Vampire ein und bringt sie zu ihrem jeweiligen Meister zurück, einem Engel. Wenn ein Vampir dem Blutrausch verfallen ist, hat Elena aber auch die Erlaubnis zu töten.

Elena gilt als die beste. Sie ist eine geborene Jägerin, das heißt sie wurde mit der Fähigkeit geboren Vampire zu wittern, aber das hat auch keine Kehrseite, denn Vampire können auch sie wittern und mit ihrem Duft Elena angreifen.

Doch auch die hartgesottene Jägerin, die dachte schon so ziemlich alles erlebt zu haben, ist zu Tode erschrocken, als ausgerechnet Rafael, Erzengel von New York, aka unglaublich mächtiger und gruseliger Kerl, Elena in den Erzengelturm bestellt und für einen Auftrag verpflichtet. Entweder sie nimmt den Auftrag an, oder er bringt sie um. Elena hat keine Wahl.

Und dann wäre da noch die Komplikation, dass sie Rafael (!!!) heiß findet! Was ist bloß los mit ihr? Ihm geht es genauso und das macht ihn für Elena nur noch gefährlicher. Kann ein jahrtausendealter Erzengel, der nach außen hin immer nur Kälte und Härte zeigt lieben?





Ich liebe diese Reihe! Elena ist mir sehr sympathisch. Sie ist selbstbewusst und einfach cool. Ich kann mich sehr gut in sie hineinfühlen. Sie hat als Kind Schreckliches erlebt und das hat in ihrer Seele Narben hinterlassen. Ihre Familie hat sie verstoßen und ihr Vater lässt keine Gelegenheit aus sie mit seinen Worten tief zu verletzen.



Ich kann so gut nachfühlen, wie überwältigend das für sie sein muss, ein gefürchteter Erzengel der plötzlich hinter ihr her ist!

Rafael wirkt eiskalt und tödlich. Aber wenn er mit Elena zusammen ist, merkt man den Mann in ihm. Er hat schon viele hundert Jahre nichts mehr gefühlt und kann damit nicht wirklich umgehen.



Wer hätte jemals erwartet, einen Erzengel heiß zu finden? Ich jedenfalls nicht. Aber dann sagt er wieder so heiße Sachen und schwupps schon schmilzt „frau“ dahin...



Der Handlungsstrang mit dem Auftrag, den Elena für Rafael und den Kader der 10 Erzengel erfüllen soll, ist sehr spannend und erschreckend.

Der mit der Liebesgeschichte zwischen Elena und Rafael ist vielschichtig. Das liegt vor allem daran, dass Rafael ein Erzengel ist. Er herrscht mit Härte über New York und das muss er auch, um die Vampire unter Kontrolle zu halten. Elena geht ihm unter die Haut und er weiß nicht, wie er damit umgehen soll. Elena hat Angst vor ihm und gleichzeitig fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Manchmal wirkt Rafael, als würde er Elena am liebsten umbringen, nur um die Komplikation aus seinem Leben zu entfernen. Aber dann will er sie auch irgendwie beschützen.



Das Buch ist unglaublich interessant und spannend. Die Person, die Elena jagt ist unbeschreiblich grausam und bösartig. Immer wieder gibt es Momente, in denen man merkt, wie der eigene Puls nach oben schnellt, egal, wie oft man das Buch schon gelesen oder gehört hat. Man ist sich auch nie sicher, was man von Rafael halten soll. Einerseits ist er ein Erzengel und manchmal wirklich furchteinflößend. Andererseits ist da eben auch noch der Mann in ihm.



Achtung: kurz vor Schluss wird es echt total spannend und aufregend. Da durchlebt ihr echt alles an Emotionen und kriegt richtig Puls, zumindest geht es mir jedes Mal so. Ich würde daher raten restzeitig eine Pause einzulegen, wenn ihr in dem Buch vor dem Einschlafen lest, sonst könnt ihr nicht mehr schlafen. – Ich spreche hier aus Erfahrung!





Fazit: Ich liebe die Reihe! Sie gehört zu meinen absoluten Lieblingsreihen. Je nach Lust und Laune lese ich die Bücher als eBooks oder höre sie als Hörbuch. Ich finde die Sprecherin wirklich perfekt. Sie trifft für mich immer den richtigen Ton.

Ich kann euch schon einmal so viel versprechen: die Reihe wird in meinen Augen immer besser. Allerdings nur bis zum 10. Band, ab da fallen sie für mich leider deutlich ab. Ich bin gespannt, ob die Autorin die Kurve noch kriegt oder ob ich die Reihe für mich mit Band 9 enden lassen muss.

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Veröffentlicht am 20.01.2020

Für mich endet die Reihe mit diesem Band

Vampirgeflüster
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Achtung: Band 9 einer Reihe!



Die große Enthüllung ist überstanden. Die Werwölfe und Gestaltwandler sind an die Öffentlichkeit getreten, mit durchwachsenem Erfolg. Nur wenig später wird beim Merlottes ...

Achtung: Band 9 einer Reihe!



Die große Enthüllung ist überstanden. Die Werwölfe und Gestaltwandler sind an die Öffentlichkeit getreten, mit durchwachsenem Erfolg. Nur wenig später wird beim Merlottes die Leiche von Sookies Schwägerin Chrystel gefunden, einer Wer-Pantherin. Ist sie das Opfer eines Hassverbrechens geworden?

Eric trickst Sookie aus und sorgt dafür, dass sie plötzlich in ganz anderem Verhältnis zu ihm steht, als sie es je erwartet hätte. Und natürlich ist nicht klar, was Erics Beweggründe dafür sind.

Gleichzeitig bringt Sookie ihre Verwandtschaft mit dem Elfenprinzen Niall, ihrem Ur-Großvater in tödliche Gefahr. Und einmal mehr muss Sookie um „Menschen“ trauern, die ihr wichtig sind und nahestehen.





Mittlerweile wisst ihr ja, dass ich die Sookie-Stackhouse Reihe sehr mag. Aber dieses Buch war mir zu heftig kurz vor Schluss. Es ist härter als die zuvorigen. Dies ist der letzte Band der Sookie-Stackhouse/True Blood Reihe, den ich noch lese. Die darauffolgenden Bände sind mir zu abgedreht. Irgendwie ist da der Schwung raus.



In diesem Band sind die Elfen präsenter denn je. Das sorgt für einige witzige Szenen und auch viel Spannung, aber auch für das heftige am Ende.

Was ich besonders toll fand, war die Präsenz von Eric. Ich bin einfach Eric-Fan. Er und Sookie führen ein tolles Gespräch in dem Buch und ich freue mich jedes Mal darauf.



Leider gehen nicht alle Charaktere, die man liebgewonnen hat, unversehrt aus dem heftigen hervor.





Fazit: Wie gesagt, mir war das Buch kurz vor Schluss zu heftig. Es geht ja immer ziemlich ab, aber das war mir zu viel. Dafür gibt es tolle Eric-Szenen und die sind es fast wert. Ich lasse die Reihe immer mit diesem Band für mich enden, weil mir die weiteren nicht mehr so gut gefallen.



Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 20.01.2020

Tolle Protagonisten, etwas viele Klischees, aber eine spannende Handlung

Mister Perfekt
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Vier Freundinnen erstellen bei einem Feierabend-Bier eine Liste. Dort beschreiben sie den, ihrer Meinung nach, perfekten Mann. Neben „treue“ wünschen sie sich auch gewisse optische Merkmale. Die Liste ...

Vier Freundinnen erstellen bei einem Feierabend-Bier eine Liste. Dort beschreiben sie den, ihrer Meinung nach, perfekten Mann. Neben „treue“ wünschen sie sich auch gewisse optische Merkmale. Die Liste sollte eigentlich privat bleiben, doch Marci, eine der vier kann sich nicht beherrschen und so landet die Liste zuerst in der Hauszeitung des Unternehmens in dem alle vier arbeiten, wird dann von der Lokalpresse aufgenommen und bald bekommen sie sogar eine Einladung zu „Good Morning America“. Von allen Seiten kommt das unterschiedlichste Feedback, sie werden sowohl gelobt als auch verteufelt und angefeindet. Nie hätten sie aber gedacht, dass es jemanden gibt, für den die Liste ein Grund ist zu töten, die Verfasserinnen zu töten.
Aus einem Spaß wird tödlicher Ernst.


Das Buch ist überwiegend aus der Sicht von Jaine geschrieben. Sie ist erst vor kurzem in ein Haus gezogen und liegt seitdem im Dauerstreit mit ihrem Nachbarn. Kompliziert wird es, als zwischen ihnen nicht nur die Fetzen, sondern auch die Funken fliegen. Sie ziehen einander an wie Magnete.
Als Marci ermordet wird, ist es Sam, der Jaine beisteht. Der Polizist erkennt die Gefahr, in der die drei verbliebenen Freundinnen schweben. Vor allem möchte er aber Jaine beschützen, denn ihm ist klar, dass sie die Eine ist und er möchte sie auf keinen Fall verlieren.

Der Mörder hasst Frauen, vor allem Frauen, wie die vier Freundinnen. In seinen Augen sind sie unrein, Schlampen und verdienen den grausamen Tod, den er ihnen angedeihen lassen will.


Ich bin zwiegespalten. Einerseits strotzt das Buch von Klischees und in meinen Augen verhalten sich die vier Freundinnen immer wieder ziemlich leichtsinnig und doof. Andererseits finde ich die Chemie zwischen Sam und Jaine richtig toll und die beiden gefallen mir zusammen immer besser, je mehr Zeit sie miteinander verbringen.

Den Handlungsstrang rund um den Mörder fand ich sehr gut. Dessen Motiv, Vorgehen und Identität sind mal etwas ganz anderes. Natürlich kommt einem irgendwann ein Verdacht, aber man kann es nicht von Anfang an erraten und das gefällt mir immer sehr. Der Handlungsstrang macht das Buch kurz vor Schluss sehr spannend und ich finde das wirklich schön gelöst.


Fazit: Ich bin bei diesem Buch mal wieder zwiegespalten. Die vielen Klischees und die Handlungen des einen oder anderen Charakters haben mich immer wieder mal genervt, aber die Chemie zwischen Sam und Jaine war wirklich toll und ich konnte dadurch mit ihnen mitfiebern.
Die vier Freundinnen waren alle sympathisch, aber man hat die anderen außer Jaine nur recht oberflächlich kennengelernt. Dadurch hat einen deren Verlust nicht erschüttert.
Das Buch hat es geschafft genug witzige Szenen einzubauen, um die Stimmung deutlich aufzulockern. Ich habe einige Male laut gelacht.
Wären die Klischees nicht gewesen und das immer wieder mal leichtsinnige Verhalten einiger Charaktere, hätte das Buch von mir die volle Sternenanzahl bekommen. So hat es nur zu ganz knappen 4 Sternen gereicht.

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