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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2026

Schweigen erzeugt manchmal mehr Leid als einem bewusst ist

Elbland
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Die Geschichte der Sudetendeutschen in Tschechien und deren Vertreibung stehen im „Elbland“ im Mittelpunkt. Eingearbeitet in die Familiengeschichte von Nina bringt Claudia Rikl auch einen Teil ihrer eigenen ...

Die Geschichte der Sudetendeutschen in Tschechien und deren Vertreibung stehen im „Elbland“ im Mittelpunkt. Eingearbeitet in die Familiengeschichte von Nina bringt Claudia Rikl auch einen Teil ihrer eigenen Geschichte mit ein.
Ninas Mutter will die Vergangenheit durch Schweigen vergessen, oder es ist schlichtweg zu schmerzvoll für sie zu erzählen. Wie dem auch sei. Für ihre Familie eine jahrelange Belastung. Nach ihrem Tod versucht Nina einen Teil ihrer Wurzeln zu finden. Darüberhinaus versucht sie auch die Entfremdung zu ihrer Schwester zu verringern. Und ganz nebenbei bemerkt Nina welche Mauern sie selbst um sich gezogen hat.
Claudia Rikl schreibt einfühlsam, vorsichtig und nennt die Dinge doch beim Namen. Da das Buch zwei Zeitebenen enthält, erfährt der Leser immer wieder die Geschichte auch aus Irmas Sicht, der Mutter von Nina. Mir hat diese Herangehensweise sehr gut gefallen, da ich schon zwischendurch immer wieder Einblicke in die Vergangenheit erfahren konnte.
Das Buch ist aufwühlend und zugleich auch hoffnungsvoll. Es hat mir Neues aus diesem Kapitel der Geschichte aufgezeigt. Ich finde es ein sehr lesenswertes Buch.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Gewöhnungsbedürftige Sprache, Menschensprache mit katzischem Dialekt

Frankie – Unter Menschen
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Frankie ist grundsätzlich ein Straßenkater, der eine zeitlang bei einem Menschen lebt und durch unglückliche Umstände verlorengeht. Er sucht verzweifelt den Weg nach Hause zu seinem Menschen. Doch für ...

Frankie ist grundsätzlich ein Straßenkater, der eine zeitlang bei einem Menschen lebt und durch unglückliche Umstände verlorengeht. Er sucht verzweifelt den Weg nach Hause zu seinem Menschen. Doch für einen Kater ist zuhause schon ein Ort und da wird es schwierig. Wo ist zuhause?
Zum Glück trifft er auf das Flüchtlingsmädchen Shattab. Gemeinsam wandern sie durch die Welt. Erfahren voneinander und stehen füreinander ein.
Der Roman „Frankie unter Menschen“ wird aus Sicht von Frankie erzählt. So darf es nicht verwundern, dass die Sprache gewöhnungsbedürftig ist. Menschensprache mit katzischem Dialekt eben.
Manche Passagen sind recht witzig, andere emotionaler. Im Groben kann ich den Wirbel um das Buch nicht ganz verstehen, so überdrüber fand ich es nicht. Es ist lesbar, die Figuren greifbar, unterhaltsam und kurzweilig.
Jochen Gutsch hat dem Kater eine Stimme gegeben. Eigentlich der ganzen Tierwelt. Die Sicht von Frankie auf verschiedene Dinge fand ich amüsant. Aber Lust auf ein weiteres Buch in dieser Art habe ich nicht bekommen.

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Passiert viel ohne richtige Spannung

39 Grad Mord
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Den Krimi „39 Grad Mord“ habe ich verkannt. Von der Insel Sizilien konnte ich fast nichts entdecken. Eigentlich hätte es jede beliebige Insel sein können. Es passiert wirklich viel, in der Zeit, in der ...

Den Krimi „39 Grad Mord“ habe ich verkannt. Von der Insel Sizilien konnte ich fast nichts entdecken. Eigentlich hätte es jede beliebige Insel sein können. Es passiert wirklich viel, in der Zeit, in der der Leser Hannah begleiten darf. Nur leider fehlt die gewisse Spannung, mir zumindest.
Jenny Lund Madsen hat mit ihrer Hauptfigur eine Frau erschaffen, deren Welt sich hauptsächlich um sie selbst dreht, im Beruf ebenso wie in der Liebe. Nebenbei konsumiert sie eigentlich nur alkoholische Getränke, und das in der Hitze des Südens. Naja. Es scheint, dass sich Hannah für ihre Mitmenschen einsetzt, aber gleichzeitig kommt auch das Gefühl auf, sie hält alle anderen, einschließlich der Polizei, für unfähig. Es stimmt schon, dass sie den Fall lösen kann, aber der Weg dorthin ist nicht immer logisch.
Mörder und Motiv haben mir am Ende auch nicht so wirklich gefallen. Einerseits war der Mörder zu nett angelegt um seine Handlungen nachvollziehen zu können. Ja, das ist subjektiv. Aber auch das Motiv ist in meinen Augen nicht ganz passend um die Gewaltbereitschaft zu erklären.
Im Ganzen habe ich mir mehr erwartet. Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Eine leichte Sommergeschichte zum Glück

Der kleine Campingplatz in den Dünen: Ein Stellplatz fürs Glück
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„Der kleine Campingplatz in den Dünen“ ist der Auftakt zur Ostsee-Camping-Reihe von Barbara Erlenkamp. Wir dürfen Annika begleiten, wie sie ihren Weg zur Managerin des Campingplatzes Dünenblick antritt. ...

„Der kleine Campingplatz in den Dünen“ ist der Auftakt zur Ostsee-Camping-Reihe von Barbara Erlenkamp. Wir dürfen Annika begleiten, wie sie ihren Weg zur Managerin des Campingplatzes Dünenblick antritt. Natürlich muss sie Schwierigkeiten meistern. Für die erste Zeit sogar ziemlich große. Aber Annika steht ihre Frau, sie findet Lösungen und auch für die ganz großen Probleme taucht Hilfe auf.
Die Figur der Annika ist die einer jungen, selbstbewussten Frau, wenngleich sie sich in Bezug auf die Männerwelt mehr auf ihr Bauchgefühl verlassen sollte. Von ihr erfahren wir auch ein klein wenig außerhalb des Campingplatzes und ihrer Vergangenheit. Die anderen Figuren bleiben in der Blase der Gegenwart. Das mag etwas flach wirken.
Von der Ostsee und der Dünenlandschaft erzählt uns die Autorin eher nebenbei. Für meinen Geschmack gerade noch genug um nicht ganz vernachlässigt zu erscheinen.
Aber als Sommerwohlfühlroman kann ich die Geschichte durchaus einordnen. Sie liest sich flott und leicht, die Probleme werden beseitigt, die Liebe scheint sich auch noch anzubahnen und so endet der erste Teil mit einer Hoffnung auf Fortsetzung im zweiten.
Ich empfehle das Buch für Leser, die eine kleine, leichte Auszeit vom Alltag brauchen.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Viele Fehler stören beim Lesen

Enthüllte Geheimnisse
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(Meine Rezension bezieht sich auf die Ausgabe von 1993, möglicherweise sind meine Kritikpunkte in den nachfolgenden Auflagen nicht mehr vorhanden)

Die grundsätzlichen Informationen über Godfrey Ray King ...

(Meine Rezension bezieht sich auf die Ausgabe von 1993, möglicherweise sind meine Kritikpunkte in den nachfolgenden Auflagen nicht mehr vorhanden)

Die grundsätzlichen Informationen über Godfrey Ray King und seine Erlebnisse mit und durch Saint Germain sind wunderbar. Es wird zwar in einem etwas gewöhnungsbedürftigen Stil erzählt, mit vielen Absätzen, aber dem Sinn nach verständlich.
Was mich bei „Enthüllte Geheimnisse“ wirklich störte sind die vielen Fehler. Da werden Buchstaben beim nächsten Wort dazugehängt, oder Präpositionen verwechselt. Ob dies auf eine ungenügende Übersetzung zurückzuführen ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Schade finde ich es nur, dass bei einem Buch, das 2009 die 8. Auflage erreicht hatte, immer noch so viele Fehler vorkommen.
Zugutehalten möchte ich dem Buch die schönen Beschreibungen und Erklärungen, sodass ich mich auf ein Mittelmaß der Bewertung einpendeln kann.
Ich habe es anfangs wirklich gerne gelesen, aber mit den Seiten wurde es leider etwas mühsamer. Die Neugierde was da noch kommen mag, hat mich aber das Buch immer wieder zur Hand nehmen lassen.

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