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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2020

Immer wieder die Hoffnung, dass alles gut wird

Die Einsamkeit des Bösen
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Ein Kriminalroman mit eindeutigen Tendenzen zum Thriller. Wie hart Alexandra auch an ihrem Glück arbeitet, immer wieder kommt ein Rückschlag, den sie korrigieren muss. Ihre Art und Weise der Korrektur ...

Ein Kriminalroman mit eindeutigen Tendenzen zum Thriller. Wie hart Alexandra auch an ihrem Glück arbeitet, immer wieder kommt ein Rückschlag, den sie korrigieren muss. Ihre Art und Weise der Korrektur ist nicht unbedingt alltagstauglich.

Mag sie noch so ungewöhnliche Methoden wählen, so formuliert Herbert Dutzler die Gedankengänge logisch und schlüssig. Der Leser bekommt beinahe den Eindruck Alexandra könne gar nicht anders handeln.

Alle anderen Figuren werden zu Nebenfiguren. Die gesamte Geschichte handelt von Alexandra und ihren Handlungen, ihren Gefühlen und ihrer Denkweise.

Der Aufbau des Buches ist in zwei Zeitebenen gegliedert. Diese wechseln sich kapitelweise ab. Einmal die Vergangenheit, als Alexandra ein Kind, eine Jugendliche war. Und die zweite Ebene ist die der Gegenwart. Alexandra ist verheiratet und zufrieden. Doch ein Lottogewinn bedroht dieses Glück. Ob sie es mit ihren Methoden schafft das Unglück abzuwenden, oder ob sie immer weiter in die Spirale des Bösen gezogen wird?

Den Titel „Einsamkeit des Bösen“ konnte ich nicht so ganz zuordnen. Vielleicht wenn man darauf schließt, dass jemand der Böses tut sich besser niemanden mitteilt.

Das Cover gefällt mir. Dieses Glück, in einem Ährenfeld zu stehen, ist allerdings verwaschen und unscharf. Gewitter und Wolken im Hintergrund zeigen weiteren Ärger an.

Ich hatte ein paar spannende, unterhaltsame und überraschende Stunden mit Alexandra. Am Ende fragte ich mich, ob man sich einen Lottogewinn wirklich noch wünschen soll. Wer weiß schon, wie man selbst oder der Partner wirklich reagiert.

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Veröffentlicht am 13.04.2020

Romantische, gefühlvolle Geschichte, die auch Trauer nicht verschweigt

Die Seidenvilla
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Tabea Bach hat mit ihrer vorigen Romanreihe ein gewisses Level vorgelegt. Doch mit „Die Seidenvilla“ kann sie problemlos daran anknüpfen.

Angela wird als fest im Leben stehende Frau dargestellt. Auch ...

Tabea Bach hat mit ihrer vorigen Romanreihe ein gewisses Level vorgelegt. Doch mit „Die Seidenvilla“ kann sie problemlos daran anknüpfen.

Angela wird als fest im Leben stehende Frau dargestellt. Auch ein schwerer Schicksalsschlag vermag ihr nicht den Boden zu entziehen – vorerst. Doch kann sie so ohne Weiteres das Leben fortsetzen? Wird sie vielleicht doch noch von Trauer und Verzweiflung eingeholt? Bei ihrer Tante Tess verlebt sie eine wunderschöne Auszeit. Sie stellt sich sogar vor eine alte Seidenweberei zu retten. Will sie wirklich ihren Lebensmittelpunkt verlegen? Ist sie für so einen großen Schritt bereit?

Die Figuren sind plastisch gezeichnet. Sowohl Angela wie auch die anderen Hauptprotagonisten durchleben eine spürbare Entwicklung. Sehr ans Herz gewachsen ist mir Tess. Eine lebenserfahrene alte Frau mit Gespür für das momentan Notwendige, sehr loyal, aber mit einem liebenswerten Dickkopf.

Wie bei der Kamelieninsel auch, so haben die Figuren hier einen sehr guten finanziellen Hintergrund. Die Hauptprotagonisten bewegen sich somit nicht unbedingt in der Mittel- oder Arbeiterschicht, auch wenn Angela sich durchaus gut integrieren kann.

Handlungen der verschiedenen Figuren sind nachvollziehbar, weder überzogen noch unrealistisch gezeichnet. Dialoge fühlen sich ungekünstelt an. Immer wieder werden italienische Worte oder Ausdrücke verwendet, doch Großteils findet der Leser sofort anschließend die Erklärung oder eine sinngemäße Übersetzung, sodass es auch für mich als sprachunkundige Leserin kein Verständnisproblem gab. Die fremde Sprache hat für mich auch den Lesefluss in keinster Weise gestört.

Das Cover wirkt für mich einladend, zart wie Seide, verführerisch und harmonisch.

Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung für diesen wirklich gelungenen Roman, der neben der Liebe, Freude und Zuversicht auch die Trauer, Wut und Verzweiflung benennt.

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Veröffentlicht am 09.04.2020

Interessant, aber nichts Neues

Vom richtigen Umgang mit der Zeit
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In diesem Buch „Vom richtigen Umgang mit der Zeit“ finde ich für mich persönlich nicht sehr viel Neues. Möglich, dass dies nur mich betrifft, oder weil ich das Buch nicht damals gekauft habe, als es aktuell ...

In diesem Buch „Vom richtigen Umgang mit der Zeit“ finde ich für mich persönlich nicht sehr viel Neues. Möglich, dass dies nur mich betrifft, oder weil ich das Buch nicht damals gekauft habe, als es aktuell auf den Mark gekommen ist und seither doch vieles immer wieder gehört wurde.

Der Aufbau ist strukturiert und übersichtlich in Kapitel und Unterkapitel eingeteilt, sodass auch beim Suchen schnell etwas gefunden werden würde. Zu Beginn bekommt der Leser einen groben Überblick was Chronobiologie und Rhythmus ist und wo sich dieser zeigen kann. Danach werden die Rhythmen vom Tagesablauf bis Lebenslauf beleuchtet. Ein eigens Kapitel steht für die Rhythmustherapie zur Verfügung. Hier fand ich ein paar interessante Ansätze, die im praktischen Leben nicht so wirklich umsetzbar sind.

Gegen Ende des Buches finden wir Tipps zur Rhythmusgestaltung im Alltag, wie Glühbirnen und Halogenlampen zu verwenden. Mittlerweile schwierig zu bekommen, aber machbar. Ein kleines wirklich reizvolles Märchen und ein ausführliches Quellenverzeichnis beendet dieses Buch.

Grundsätzlich sehr gute Gedanken und Ansätze, vielleicht wäre meine Bewertung besser ausgefallen, ohne Vorkenntnisse.

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Veröffentlicht am 04.04.2020

Liebesgeschichte mit Pfeffer

Unverklemmt | Erotischer Roman
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Der Titel „Unverklemmt“ könnte vermuten lassen, dass es sich hier um einen sehr freizügigen Roman handelt. Vielleicht sogar einen, in extremere Spielrichtungen geht. Doch ich bin positiv überrascht. Wir ...

Der Titel „Unverklemmt“ könnte vermuten lassen, dass es sich hier um einen sehr freizügigen Roman handelt. Vielleicht sogar einen, in extremere Spielrichtungen geht. Doch ich bin positiv überrascht. Wir haben hier eine nette Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen, gespickt mit erotischen Vergnügungen.

Die Protagonisten kämpfen mit Alltäglichem und Besonderem, bis es zu einer Trennung kommt. Myra lässt sich auf neue Erfahrungen ein, um ihrem geliebten Professor gegenüber nicht als prüde und gehemmt zu erscheinen. Doch kann sie den Fraueneroberer damit halten? Benutzt er sie, oder sind von seiner Seite aus ehrliche Gefühle vorhanden?

Einen kleinen Einblick darf der Leser auch in die Film- und Theaterwelt machen. Inwieweit hier die gezeigten Aktionen einer möglichen Realität nahekommen, entzieht sich meiner Kenntnis. Allerdings passen die Szenen hervorragend in den Handlungsablauf.

Die Geschichte von Myra und Adrian ist mit Gefühl und Herz dargestellt. Die erotischen Szenen haben Pfeffer und sind nachvollziehbar. Auch die Handlungen und Gedankengänge von Myra finde ich verständlich.

Jenna Norman hat uns hier einen wunderbar unterhaltsamen und anregenden Erotikroman beschert, der nur empfohlen werden kann.

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Veröffentlicht am 25.03.2020

Alte Kinderspiele neu aufbereitet

Schöne alte Kinderspiele
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„Schöne alte Kinderspiele“ von Gisela Dürr und Martin Stiefenhofer enthalten Spielideen für Kinder aller Altersstufen. Ich habe dieses Buch für meine Tätigkeit in einem Kindergarten, also für drei- bis ...

„Schöne alte Kinderspiele“ von Gisela Dürr und Martin Stiefenhofer enthalten Spielideen für Kinder aller Altersstufen. Ich habe dieses Buch für meine Tätigkeit in einem Kindergarten, also für drei- bis sechsjährige Kinder, gekauft und im Hinblick darauf auch durchgearbeitet.

Das Inhaltsverzeichnis ist einerseits zu Beginn des Buches in großen Kapitel unterteile, jedoch am Ende des Buches, dafür - lobenswerterweise - viel genauer zusammengefasst. Die Spiele und Reime sind hier in Kategorien eingeteilt, sodass ein schnelles, themenbezogenes oder anlassbezogenes Suchen eines Spiels möglich ist.

Wir finden hier Spiele in der Natur genauso wie Lauf- und Hüpfspiele, Ball- und Murmelspiele, sportliches Kräftemessen und Kreisspiele. Aber auch Lieder und Reigen, Abzählreime und Ulkgeschichten, Kniereiter für die Allerkleinsten sind hier erwähnt wie Spiele die sich im Haus eignen.

Mit etwas Kreativität lassen sich viele der Spiele auch gut auf jüngere Kinder ummünzen. Gerade Bewegungsspiele können aber auch durch Gruppenteilung und mit einer geringeren Kinderanzahl gut verwendet werden.

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