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Veröffentlicht am 17.03.2020

Etwas sehr speziell, mit Fantasie verfeinert

Abenteuer einer Sklavin | Erotischer SM-Roman
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Humanponys, ein Begriff der im alltäglichen Sprachgebrauch wohl nicht zu finden sein wird. Adam Conners gibt in „Abenteuer einer Sklavin“ diesem Begriff für mich eine neue Bedeutung, eine Steigerung meiner ...

Humanponys, ein Begriff der im alltäglichen Sprachgebrauch wohl nicht zu finden sein wird. Adam Conners gibt in „Abenteuer einer Sklavin“ diesem Begriff für mich eine neue Bedeutung, eine Steigerung meiner bisherigen Vorstellung.

Die Sklavinnen tragen nicht nur die typischen Pferdeattribute für die Dauer ihres Ponyauftrittes, nein, sie werden dauerhaft modifiziert. Und das ist für mich – hoffentlich – Fantasie. Ansonsten ist der Grundgedanke der Geschichte ein sehr reizvoller.

Lesefluss und Schreibstil bewirken, dass das Buch innerhalb kürzester Zeit ausgelesen ist. Wir finden hier nicht nur erotische oder demütigende Szenen, sondern auch eine krimireife Vorgeschichte. Die Beschreibung des Wüstenstaates und die Lebensweise der Bewohner dort sind gelungene Darstellungen einer vorstellbaren Welt.

Gut beschrieben werden auch die Gefühle von Sabine. Für ihre Verzweiflung, Angst, Wut, aber auch Zuneigung und Erregung findet Adam Conners gefühlvolle Worte.

Das Cover zeigt eine mit Netz bekleidete Sklavin. Dies entspricht nicht unbedingt der Bekleidungsbeschreibung im Buch, doch ist dies wahrscheinlich auch den Richtlinien für ein Cover geschuldet.

Wer Erotik, Fantasie, Demütigung und einen Hauch von Liebe in einem Buch vorfinden will, ist mit „Abenteuer einer Sklavin“ sicherlich gut beraten.

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Veröffentlicht am 16.03.2020

Ungewohnt anders, sprunghaft

Die Glasschwestern
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Die Zwillingsschwestern Dunja und Saphie, die im Dorf „Die Glasschwestern“ genannt werden, leben völlig unterschiedliche Leben. Hier dürfen wir sie ein Stück weit ihres Lebens begleiten. Der erste Teil ...

Die Zwillingsschwestern Dunja und Saphie, die im Dorf „Die Glasschwestern“ genannt werden, leben völlig unterschiedliche Leben. Hier dürfen wir sie ein Stück weit ihres Lebens begleiten. Der erste Teil wird mehr aus der Sicht von Dunja, der zweite eher aus der Sicht von Saphie dargestellt. Wenngleich natürlich in jedem Teil auch die anderen Figuren zu Wort kommen.

Wir steigen direkt beim Tod der beiden Männer ein und befinden uns inmitten von Gefühlschaos, Familienstrukturen die sich im Ändern begriffen sind, Geheimnisse die sich lüften wollen.

Der Schreibstil von Franziska Hauser war für mich anfangs nicht einfach. Er ist nicht geradlinig, eher sprunghaft wie Gedanken nun einmal sein können. Immer wieder gibt es durch die Figuren Rückblicke um dem Leser die Vorgeschichte der Schwestern näherzubringen. Auch hier lesen wir nicht in einer chronologischen Abfolge, sondern bruchstückweise, oder wie in Scheiben geschnittene Lebensgeschichten.

Da sich mit dem Tod ihrer Männer für beide Schwestern ihr gesamtes Leben zu ändern beginnt, hinterfragen sie auch vieles. Diese Fragen werden teilweise bis zu einer Lösung durch-, teilweise nur angedacht. Manches bleibt am Ende offen, anderes kann sich der Leser selbst beantworten. Ich würde diese Geschichte mit einem offenen Ende bezeichnen.

Der Spannungsbogen bewegt sich während des Buches nicht wirklich stark. Die Geschichte ist interessant zu lesen, trotzdem hat mir ein gewisser Höhepunkt gefehlt. Die verschiedenen Figuren sind schon greifbar, setzen dann aber wieder Handlungen, die ich nicht ganz nachvollziehen kann. Im Großen und Ganzen ist diese Familie einfach schräg.

Das Cover ist ein etwas ungewöhnlicher Blickfang mit seinen Grautönen. Die hellere Mitte hat mich beim ersten Blick ins Buch gezogen, neugierig gemacht. Das Buch ist hochwertig gearbeitet mit einem Lesebändchen versehen.

Mein Fazit ist, dass ich hier ein Buch habe dass ungewöhnlich anders ist, nicht unbedingt die erwartete Spannung und Entwicklung aufbringt, aber auf alle Fälle den Leser zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 15.03.2020

Gruselfaktor der mich in seinen Bann zog

Blutzorn
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Eine Familie gefangen in einem Abtraum. Bisher dachte Karsten Seemayer, dass er das einzige Familienmitglied mit einer dunklen Fantasie sei. Doch ist er das wirklich? Als sein Sohn verschwindet beginnt ...

Eine Familie gefangen in einem Abtraum. Bisher dachte Karsten Seemayer, dass er das einzige Familienmitglied mit einer dunklen Fantasie sei. Doch ist er das wirklich? Als sein Sohn verschwindet beginnt er zu ahnen, dass noch jemand von unheilvollen Gedanken geplagt wurde und wird.

A.K. Frank lässt es in diesem Thriller an nichts fehlen. Wie schon der Titel „Blutzorn“ und das Cover versprechen gibt es einige Szenen mit sehr viel Blut. Hier wird der Leser nicht enttäuscht. Ich finde das Cover gelungen und passend zum Inhalt. Blut auf weißen Kacheln, dunkler Schriftzug der Zorn schon beim Anblick vermitteln will.

Vom Schreibstil her kann ich sagen, dass der Lesefluss hoch ist, die Spannung aufrecht bleibt, bis sie im Höhepunkt gipfelt. Bis zuletzt konnte ich nicht wirklich abschätzen wie die Geschichte endet, wer dahintersteckt. Ich lese wenig Thriller, aber dieser hier hat mich in seinen Bann gezogen.

Die blutigen Szenen sind anschaulich beschrieben. Mit Igitt und Grusel habe ich sie gelesen und manches Detail nicht so wirklich vor meinem inneren, thrillerungewohnten Auge entstehen lassen. Doch für jeden Liebhaber dieses Genres farbenfroh und bildhaft gemacht.

Der Höhepunkt war für mich dann noch mit einer kleinen überraschenden Wendung bestückt. Am Ende wird alles aufgelöst und ist trotzdem so gestaltet, dass sich der Leser den weiteren Verlauf selbst gestalten kann oder sogar eine Fortsetzung möglich wäre.

Ich empfehle dieses Buch für Thrillerfans, aber auch Anfänger wie mich. Der Leser bekommt eine fesselnde Geschichte auf ungefähr 230 Seiten, laut amazon da ich das ebook gelesen habe. Die Seiten sind aber schnell verschlungen, sodass ich nicht einmal zwei Abende dafür benötigte. Der Gesamteindruck, Unterhaltung und Gruselfaktor rechtfertigen locker alle Sterne.

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Veröffentlicht am 10.03.2020

Realität gemischt mit Fantasie und Magie

Das Bee-Team
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Das Bee-Team von Alexander Ruth ist eine interessante Mischung aus Realität und Fiktion, Fantasie und Magie. Wir begleiten Oskar und Romy, zwei Kinder, auf ihrer Mission ihren Ort und vielleicht so auch ...

Das Bee-Team von Alexander Ruth ist eine interessante Mischung aus Realität und Fiktion, Fantasie und Magie. Wir begleiten Oskar und Romy, zwei Kinder, auf ihrer Mission ihren Ort und vielleicht so auch die ganze Welt zu retten. Die Erwachsenen beginnen umzudenken, die Natur und die Tierwelt sich zu erholen.

Dieses, in der heutigen Zeit sehr aktuelle und brisante Thema wird vom Autor in einer liebevoll und teilweise auch witzig beschriebenen Geschichte dargestellt. Aufgezeigt werden mögliche Ursachen der verschiedenen Probleme. Der Lösungsweg des Bee-Teams liest sich wunderbar und lässt Hoffnung wachsen. Die Umsetzung in der Realität fordert vom Leser allerdings, dass sich dieser selbst Gedanken macht. Und diesen Gedankenanstoß bietet die Geschichte immer wieder. Der Leser muss eigentlich nur zugreifen und sich einbringen.

Der Schreibstil von Alexander Ruth ist flüssig, leicht zu lesen, seine Sprache farbenfroh und bildreich, so wie ich es mir für ein Buch dieser Art wünsche und das bunte Cover auch andeutet. Die Seitenanzahl mit 242 ist überschaubar. Vom Erzähltempo her befinden wir uns in einer ständigen Bewegung, sodass die Geschichte lebendig, spannend und schnell wirkt.

Ich habe das Buch in zwei Tagen ausgelesen, Spaß mit den Kindern und Tieren gehabt. Allerdings ist das Buch für keinen Leser geeignet, der es anschließend zur Seite legen und keinen Gedanken mehr daran verschwenden will. Die Geschichte regt definitiv zum Denken an.

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Veröffentlicht am 22.02.2020

Tolle Geschichte – momentan noch ausbaufähig

Eliantis
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Für mich stellt das Cover eine der Feen aus Eliantis dar. Anmutig, stolz, aber auch kraftvoll und etwas mysthisch. Sehr passend zur Geschichte.

Das Buch ist in drei große Abschnitte mit kürzeren Kapiteln ...

Für mich stellt das Cover eine der Feen aus Eliantis dar. Anmutig, stolz, aber auch kraftvoll und etwas mysthisch. Sehr passend zur Geschichte.

Das Buch ist in drei große Abschnitte mit kürzeren Kapiteln geteilt und wird aus der Ich-Perspektive erzählt. Der Schreibstil ist locker und natürlich, als wäre es das Normalste, dass Elfen im Wald nebenan leben. Manchmal allerdings wechselt die Figur des Erzählers mitten im Kapitel, das führt zu kurzzeitiger Überlegung aus wessen Sicht ich die Geschichte jetzt gerade sehe. Auch im Handlungsstrang fehlen mir immer wieder Begebenheiten, bei zeitlichen Sprüngen werden Entwicklungen nur kurz angedeutet. Hier ist in meinen Augen noch viel ausbaufähiges und interessantes Potential enthalten.
Eliane scheint eine ganz junge Elfe zu sein, als sie die Prüfung zur Königin zu bestehen hat. Trotzdem beweist sie Mut. Ihre Figur finde ich sympathisch und mutig.
Elion umgibt anfangs etwas Geheimnisvolles. Er steht mit beiden Beinen in seinem Elfenleben und unterstützt Eliane nach besten Kräften.
Milsha-mi wächst bei ihrem Menschenvater auf. Er verhindert, dass sie ihren Elfenanteil leben kann, bis sie sich gegen ihn auflehnt. Werden Milsha-mi, Elion und Eliane das Elfenreich retten können?
Mein Fazit ist, dass diese Geschichte, interessant, spannend und mysthisch ist, in meinen Augen jedoch noch viel Potential aufweist, sodass die Überarbeitung und der zweite Band ein noch vielversprechenderes Werk erahnen lässt.

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