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Der_Blaue_Mond

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.10.2021

Was, wenn?

Stell dir vor ...
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Zuerst einmal ein Lob an die Gestaltung und Haptik. Nachhaltig gedruckt auf höchstem ökologischen Standard, da kommt kein schlechtes Gewissen auf.
Das Buch fühlt sich einfach schon mal gut an.
Inhaltlich ...

Zuerst einmal ein Lob an die Gestaltung und Haptik. Nachhaltig gedruckt auf höchstem ökologischen Standard, da kommt kein schlechtes Gewissen auf.
Das Buch fühlt sich einfach schon mal gut an.
Inhaltlich trifft es den Zeitgeist, Fridays for Future und Extinction Rebellion sind auf der einen Seite Thema, was für mich aber weitaus inspirierender daherkommt, sind die fantasievollen Themen, wie man zu einer nachhaltigeren Zukunft kommt.
Jeder hat Möglichkeiten, man muss es nur angehen. Besonders gefallen hat mir der Einstieg in eine mögliche Welt von morgen. Gefolgt von den ganz unterschiedlichen Kapiteln/Wegen um dahin zu kommen. Auf aktuelle falsche Entwicklungen wird ausgiebig eingegangen, z.B. die negativen Seiten von social Media, Leistungsdruck in der Schule und der fortwährende Gewinnmaximierung seitens Staaten und Unternehmen. Wir wären definitv anders, wenn die Fantasie mehr Raum hätte. Das Buch liest sich gut und lässt einen nachdenklich zurück. Man hat den Drang jetzt etwas verändern zu wollen. Nun, ich werde meiner Fantasie freien Lauf lassen...

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Veröffentlicht am 09.10.2021

zwei Länder, zwei Wurzeln

Auf Basidis Dach
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Zunächst einmal muss ich das optisch gelungene Cover loben. Gefällt mir ausgesprochen gut, auch der Titel ist wunderbar gewählt.
Inhaltlich ist es ein überaus persönliches Buch. Mona hat quasi Wurzeln ...

Zunächst einmal muss ich das optisch gelungene Cover loben. Gefällt mir ausgesprochen gut, auch der Titel ist wunderbar gewählt.
Inhaltlich ist es ein überaus persönliches Buch. Mona hat quasi Wurzeln in zwei Ländern, ihre Mutter ist aus Deutschland und der Vater ist aus Marokko. Beide haben sich jung in Paris kennen und lieben gelernt.
Der Schreibstil ist klar, einfach und unterhaltsam. Die Familienmitglieder werden detailliert dargestellt und durch kleine Anekdoten zum Leben erwacht. Kulturelle Unterschiede zwischen Marokko und Deutschland werden an alltäglichen Dingen offensichtlich gemacht. Die 214 Seiten sind sehr schnell gelesen. Besonders genossen habe ich den Ausflug mit ihrem Vater in die Altstadt von Fès, das war so eindrücklich und atmosphärisch formuliert, davon hätte ich gerne mehr gehabt. Auch der geschilderte Ausflug zu den Wurzeln ihrer marokkanischen Großmutter war interessant. Natürlich werden einem durch das Buch viele deutsche Eigenheiten vorgeführt. Regt durchaus zum Nachdenken an!

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Veröffentlicht am 05.10.2021

Einfach nur brilliant!

Barbara stirbt nicht
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Zugegeben, für Männer ist dieses Werk weniger geeignet, sie würden vermutlich die Komik darin nicht so ganz verstehen. OK, machen wir die Schublade wieder zu. Ich wurde für meinen Teil jedenfalls bestens ...

Zugegeben, für Männer ist dieses Werk weniger geeignet, sie würden vermutlich die Komik darin nicht so ganz verstehen. OK, machen wir die Schublade wieder zu. Ich wurde für meinen Teil jedenfalls bestens unterhalten.
Manche Szenen konnte ich auch nicht für mich behalten, der Humor ist so staubtrocken, dass ich oft vor Lachen meinen Bauch halten musste. Erinnert entfernt auch an Loriot.
In jedem Fall ein guter Stoff um verfilmt zu werden. Vorausgesetzt, es hat die entsprechenden Schauspieler hinter dem Vorhang.
Aber bei aller Leichtigkeit geht es im Kern um ein trauriges Thema. So nach und nach fühlt man sich ein und auch mit den Darstellern. Gerade die Flapsigkeit im Schreibstil legen den Fokus auf die Krankheit Barbaras und das, was die Frau ausgemacht hat, als sie noch gesund war. Durch diesen Kontrast wird die Traurigkeit verstärkt. Das Unveränderliche ist schwer zu akzeptieren. Ausgerechnet, wenn man über sein halbes Leben miteinander Seite an Seite gelebt hat.

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Veröffentlicht am 28.09.2021

beschaulich und urig

Betongold
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Nicht nur ein Krimi, hier haben wir eine Geschichte über eine lebenslange Männerfreundschaft. Die drei Freunde schlagen im Leben komplett andere Wege ein, sind sich aber dennoch eng verbunden.
Das macht ...

Nicht nur ein Krimi, hier haben wir eine Geschichte über eine lebenslange Männerfreundschaft. Die drei Freunde schlagen im Leben komplett andere Wege ein, sind sich aber dennoch eng verbunden.
Das macht für mich das Beschauliche und die heimelige Seele dieser Erzählung aus. Einfach zutiefst menschlich. Der Schreibstil ist bodenständig ohne viel Schnick Schnack. Verständlich, aber auch inhaltlich durch Verluste und Krankheiten geprägt. Kein sunny side up.
München ist bildlich als auch sprachlich präsent. Das macht den gewissen Charme aus. Ich habe den Roman gerne gelesen, er ist nicht blutrünstig aber einfach urig zu lesen.
Einer der drei Freunde ist pensionierter Polizist und kann nicht anders, als der Sache auf den Grund zu gehen.
Zeigt einmal mehr, wie wertvoll es ist, im Jetzt zu leben und die Gunst der Stunde zu nutzen und die Gesundheit wertzuschätzen. Wer weiß schon, wie lange es so geht.

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Veröffentlicht am 19.09.2021

Wein ist mein Gemüse oder Du bist, was Du isst.

Dumm gegessen!
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Ich wusste es schon immer. Es gibt nichts über ein Gläschen Vino. Das ist definitiv günstiger für den Körper als die gekauften hochverarbeiteten Lebensmittel aus dem Supermarkt.
Warum wird die Menschheit ...


Ich wusste es schon immer. Es gibt nichts über ein Gläschen Vino. Das ist definitiv günstiger für den Körper als die gekauften hochverarbeiteten Lebensmittel aus dem Supermarkt.
Warum wird die Menschheit gefühlt eigentlich immer dümmer? Gibt es da einen Zusammenhang mit der Ernährung? Warum trifft Alzheimer nicht alle Regionen auf der Welt gleich?
Warum sind Babygläschen und -milch schon suboptimal für die Kleinsten? Ob ich jetzt einen Apfel esse oder ein Glas Saft trinke ist doch das gleiche, oder? Was ist so schlimm an Zucker oder Glutamat?
Diesen Fragen und weiteren geht Herr Grimm in diesem Werk nach.
Der Schreibstil ist klar und sachlich, gespickt mit vielen Verweisen auf Entdecker, Studien, Büchern, Analysen, etc.
Besonders gut haben mir die aufgezeigten Verstrickungen (Interessenskonflikte) gefallen, z.B. zur Politik oder zum eigentlichen Auftraggeber der Fallstudie. Leider bewahrheiten sich viele der persönlich gehegten Befürchtungen. Nicht umsonst steckt da eine riesige Industrie dahinter. Das Wissen aus diesem Buch sollte eigentlich bereits in der Schule thematisiert werden. Damit alle möglichst gleiche Chancen auf ein gesundes Leben haben.

Fazit: für alle, die sich mit Ernährung befassen und dem Fertigfraß auf den Grund gehen wollen

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