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Veröffentlicht am 10.09.2023

Eine interessante Sicht auf die Olympischen Spiele 1972 in München - ein toller Roman mit aktuellen Themen.

Wir träumten vom Sommer
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Inhalt
Amrei, ein junges Mädchen Anfang 20, kommt aus der Oberpfalz nach München, um zu studieren. Sie wohnt bei ihrer Großtante Amrei und freundet sich mit Chris und Biggi an. Diese beide gründen mit ...

Inhalt
Amrei, ein junges Mädchen Anfang 20, kommt aus der Oberpfalz nach München, um zu studieren. Sie wohnt bei ihrer Großtante Amrei und freundet sich mit Chris und Biggi an. Diese beide gründen mit Jürgen und David eine WG, in dieser revolutionären Sprüche über das damalige Weltgeschehen geschwungen wird. Zwischen Amrei und David entwickelt sich eine turbulente Liebesbeziehung. David wird an der Kunstakademie immer mehr in die Proteste von 1968 gezogen und in dieser Zeit lernt Amrei Wastl, einen Polizisten, kennen und lieben. Überstürzt verlässt Amrei München, als sie sich nicht zwischen den beiden entscheiden kann und kommt im Jahr 1972 zurück, um für Olympia zu helfen.

Review
Mich hat das Cover angesprochen, es zeigt einen jungen Mann und eine junge Frau auf Fahrrädern. Sie stehen auf dem Hügel vor dem olympischen Austragungsort. Sehr angenehm gestaltet, einziges Manko, der Bucheinschlag. Das Hardcover kommt klassisch mit Einschlag daher, den man abnehmen kann und so ist er leider nicht so stabil.

Die Geschichte hat mich angezogen, denn ich interessiere mich für neuzeitliche (sagt man das so?) historische Ereignisse. Klar hat man von Olympia 1972 was gehört, aber so wirklich aufgearbeitet sind die Geschehnisse immer noch nicht. Der Roman spielt zwar in der Zeit, aber der Schwerpunkt liegt mehr auf der Zeit vor Olympia und subjektiv in den Studentenprozessen. Die Kapitel wechseln zwischen 1968 und 1972 hin und her und es erschwert den Leser ab und an in der Geschichte zu bleiben. Vor allem die Passagen mit den revolutionären Reden aus dem Jahr 1968, fand ich zwar spannend, aber ab der Hälfte des Buches sehr zäh. Ich muss gestehen, dass ich Gehüpfe auch nicht förderlich fand.

Die Charaktere sind sehr tief und gut herausgearbeitet. Vor allem durch die Zeitsprünge kommen auch die Veränderungen der Studenten mehr zum Vorschein und helfen sehr, dass man die Entwicklung der Charaktere nachvollziehen kann. Mit ihren bayrischen etwas griesgrämigen und sehr liebenswürdigen Art und Weise hab ich Annamirl in mein Herz geschlossen. Ein Vorbild, im Alter von 82 noch Reiberdatschi (Kartoffelpuffer) selbst zu machen und für eine junge Frau ein Vorbild und Anker zu sein. Das Attentat von 1972 wird nur kurz angeschnitten und ich finde, mit viel Würde und Respekt erzählt.


Fazit:
Wenn man die sprachlichen Sprünge und revolutionären Reden mag. Etwas über die Historie von der Studentenbewegung und eine schöne Dreiecksbeziehung mit bayrischem Charme mag, dann ist das Buch genau richtig. Auch empfehle ich es für Schulen/Buchdiskussionen, denn es bietet viel Stoff für Diskussionen.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.08.2023

Keine klassische Fantasygeschichte - tiefgründig, tolle Charaktere, super Einstieg

Lieder der Wälder
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"Die Wälder Keyll Naomh sind heilig. Ihr Wort wird von den Propheten in die Welt getragen, von den Spielleuten in Liedern besungen, von den Menschen gehorsam befolgt. Manch einer verehrt die geheimnisvolle, ...

"Die Wälder Keyll Naomh sind heilig. Ihr Wort wird von den Propheten in die Welt getragen, von den Spielleuten in Liedern besungen, von den Menschen gehorsam befolgt. Manch einer verehrt die geheimnisvolle, tiefe Ewigkeit des Waldes wie einen Gott.
Als den Wäldern Gefahr droht, erwählt Keyll Naomh den arroganten Prinzen Severyn Pádraig zum neuen Propheten. Fortan liegt es an ihm, die Bedrohung, die sich über sein Reich erhebt, abzuwenden. Severyn ist nicht gerade begeistert, diese Mission gemeinsam mit einer Gruppe unbedarfter und freigeistiger Spielleute erfüllen zu müssen. Doch bald schon stellt sich heraus, dass seine Begleiter mehr sind, als sie zu sein scheinen. Und auch die dunklen Mächte, die sich gegen die Wälder wenden, entpuppen sich bald als weitaus unheilvoller als jemals erwartet.“


Die Hörbuch beginnt mit einem Vorwort, in diesem wird die Esche und die Elegie erklärt, was ich sehr interessant fand und das hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Der Sprecher Bastian Stiller finde ich an vielen Stellen einen sehr passender Synchronsprecher und er nimmt mich mit seiner Baritonstimme sofort gefangen. Die Welt ist am Anfang sehr komplex. Es gibt neben dem Waldvolk, auch ein Wüstenvolk, Menschen und ein technikaffines Volk, alle haben verschiedene Mythologien in ihren Rassenhintergrund und es mach sehr viel Spaß immer mehr über die Religionen, Wesensarten etc. zu erfahren.


Die Geschichte ist in zwei großen Erzählsträngen unterteilt, den einen um die Bardentruppe und die andere um Rosi und Mattis. Die beiden Musikanten trennen sich zu Beginn von ihren Spielleuten, das Warum wird im Laufe der Geschichte bewusster. Denn Mattis war Heiler auf einer Schlacht, die ihn traumatisiert hat. Über diese Schlacht wurde ein Lied komponiert, welches auch von Sprecher in Sprechgesang vorgetragen wurde, welches ich aber mehrmals hören musste, um alles zu erfassen. Leider einer meiner Kritikpunkte an dem Hörbuch, die "Lieder" werden in Sprechgesang vorgetragen. Tolle Lyrics, aber mit Gesang, wären Sie sicher noch besser gewesen. Was hilft nur ein Lied ohne Gesang? Das ist ja wie Müsli ohne Milch, oder Wurst ohne Brot etc. …

Der Hauptplot um den jungen Fürstensohn Severyn, welcher zum Propheten auserkoren wird, mag ich sehr. Der Protagonist ist ein sehr unbedachter Mensch und zu Beginn eher der Anti-Held als Held. Verzogen, arrogant und machtbesessen sind die ersten Charakteristika von ihm, dies ändert sich aber im Laufe der Geschichte und es macht Spaß, auf die Folgebände,


Auch die Bardentruppe sind von liebenswürdige Chaoten bis hin zu mysteriöse Musiker gut getroffen. Jeder der Mitglieder hat seine eigene Geschichte, die alle in Laufe der Zeit immer mehr zum Vorschein kommen. Sie helfen dem Hörer, die komplexe Welt besser zu verstehen, aber nicht immer. So wird aus dem Hören zum Beispiel nicht klar, woher auf einmal der Steampunk-Ansatz kommt oder die gälischen Ansätze etc. Ich mag ja komplexe Geschichte, aber hier hat mir beim Hören öfter der Hintergrund gefehlt. Was mich sehr störte, war die Geschichte um Mattis und Rosi, denn sie bringt einen immer raus aus dem Flow und hat leider im ersten Band, wenig mit der Geschichte zu tun.

Trotz aller Kritik, werde ich sicher mir die Folgebände holen, bin nur nicht sicher, ob als Buch oder Hörbuch. Als Freund von Pen & Paper, Larp und guter komplexer Fantasy komme ich an dem Buch nicht vorbei und lausche sehr gerne dem Abenteuer der Bardentruppe und ihren Propheten.

Fazit:
Das Hörbuch ist kein Hörbuch, dass man nebenbei sich anhört, sondern man muss konzentriert dabei bleiben. Wenn man in der Welt gelandet ist, ist es aber eine sehr schöne Story. Im Pen & Paper würde man sagen, es ist eine gute Charaktereinführung und ein erstes Abenteuer und an das habe ich mich zurückerinnert. Mit den Liedern, Teasern und Prophezeiungen hat es mich oft angeregt, mitzurätseln und zu fiebern. Würde das Hörbuch niemanden anraten, der keine komplexen Geschichten mag.


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Veröffentlicht am 06.08.2023

Weniger Krimi und mehr Charaktereinführung Setting Frankfurt am Main, Umweltdezernat

Die Spur der Aale
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Greta Vogelsang, frische Oberstaatsanwältin für das Dezernat für Umweltverbrechen und Artenschutzdelikte, wird während ihres Bereitschaftsdienstes zu einem ‚Unfall‘ an den Main gerufen. Ein Kollege vom ...

Greta Vogelsang, frische Oberstaatsanwältin für das Dezernat für Umweltverbrechen und Artenschutzdelikte, wird während ihres Bereitschaftsdienstes zu einem ‚Unfall‘ an den Main gerufen. Ein Kollege vom Zoll, welcher kurz vorher noch Kontakt zu ihr aufgenommen, wird tot aus dem Main geborgen. Alle ihre Kollegen im Morddezernat glauben nicht an einen Mord und so beginnt der erste Fall von Greta Vogelsang, als sie auf eigene Faust neue Indizien und Beweise befördert.

Bei diesem Buch wurde ich zum Cover opfer. Im vorderen Grund ist ein Industriegelände zu erkennen und im Hintergrund die Skyline von Frankfurt. Der Roman spielt in Frankfurt und näherer Umgebung und ist der erste Teil einer Reihe um Greta Vogelsang. Ich fand die Idee, eine Staatsanwältin aus dem Dezernat für Umweltverbrechen und Artenschutzdelikte sehr nett und mal was anders.

Die Geschichte beginnt mit dem beschriebenen ‚Unfall‘ und dann in meinen Augen sehr lange nichts mehr. Es werden nach und nach die einzelnen Protagonisten neben Greta Vogelsang eingeführt und nach der Hälfte des Buches nimmt die Geschichte etwas Fahrt auf, um am Ende doch abrupt mit zwei Teasern für das/die nächste/n Band/Bände zu Ende. Mich hat das Buch bis über die Hälfte nicht abgeholt, bin ich doch Charaktereinführungen in andren Genres gewohnt und für mich waren viele Informationen im Fall des ersten Kriminalfalls nicht notwendig. Es wurde sehr breit über die familiäre Situation von Greta Vogelsang gesprochen, unter anderen über ihre demenzkranke Mutter. Hier war sehr viel realistisch Alltagssituationen beschrieben und ich finde die Beschreibung gut, aber wie gesagt, was es mit dem Fall auf sich hat, erschließte sich mir bis zum Schluss nicht.

Neben der familiären Geschichte wurde zusätzlich im ersten Band extrem viel Zeit auf das Kompetenzgerangel in der Staatsanwaltschaft eingegangen und dass Greta Vogelsang keine reichen Eltern hatten. Keine Ahnung, ob alle Staatsanwaltschaften so elitär sind, aber dass der Informationsfluss nicht immer gut ist, ist ja leider nicht nur in Staatsanwaltschaften so.

Vieles in der Geschichte erscheint konstruiert, als wenn im ersten Buch alles Wissenswerte herein gepackt werden sollte. Manchmal ist halt weniger mehr.

Der Schreibstil von dem Autor ist sehr umgangssprachlich und er verwendet gerne Begriffe von körperlichen Ausdünstungen. Bedauerlicherweise auch etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass er die Charaktere nur mit Nachnamen anspricht. Gut finde ich, dass die Begriffe Indiz und Beweis noch mal klarer erklärt werden.

Fazit:
Ich habe was anderes erwartet. Das Buch hat Höhen und Tiefen und für Leser, die Frankfurt mögen sicher ein netter Zeitvertreib. Der Krimi ist als Einführung des Charakters Greta Vogelsang zu sehen. Die Umgangssprache hilft, dass man, wenn man mal drin ist, das Buch schnell zu Ende liest. Mir fällt es bei dem Buch aber sehr schwer eine Empfehlung weiterzugeben, außer wenn jemand neuartige Kriminalfälle gerne liest.

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Veröffentlicht am 18.07.2023

222 Sprüche und Gedanken mit viel Mehrwert, schnell zu lesen, viel zum Umsetzen

Kleine Storys über große Themen
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Karin Kuschik bekannt mit dem Bestseller „50 Sätze-Die das Leben leichter machen“ bringt mit 222 Botschaften für mehr Leichtigkeit im Alltag eine schriftliche Zusammenfassung der in den sozialen ...

Karin Kuschik bekannt mit dem Bestseller „50 Sätze-Die das Leben leichter machen“ bringt mit 222 Botschaften für mehr Leichtigkeit im Alltag eine schriftliche Zusammenfassung der in den sozialen Medien bekannten „One Minute Messages“ kompakt auf den Markt.

Das Buch ist unterteilt in die Themengebiete Selbstführung, Wertschätzung, Abgrenzung und Leichtigkeit. Es ist auf jeder Seite links ein Spruch z. B. „Das Leben wird leichter, wenn du ‚Was will ich haben?‘ durch ‚Was will ich erleben‘ ersetzt.“ Auf der rechten Seite ist zu dem Spruch ein Thema kurz und knapp auf einer Seite erklärt, in diesem Fall ‚Einfach machen‘. Da das Buch eine DIN A-5 Größe aufweist, ist es gut geeignet, um in jeder Handtasche etc. Platz zu finden. Die Erläuterungen und Sprüche sind oft sehr treffend und ich habe mich öfter nachdenklich auf meinen Balkon wiedergefunden.
Die Autorin schreibt im Vorwort, dass sie nicht das Ziel hatte, dass alle Sprüche und Quick Tipps an einem Stück gelesen werden sollen, sondern dass man sich Zeit nehmen soll. Das geschieht automatisch. Mit einer einmaligen Sprache schafft es Karin Kuschik in wenigen Worten komplexe Themen zu vereinfachen und verständlich zu erläutern. Hilfe zur Selbsthilfe ist etwas, was in vielen verschiedenen Therapiesektoren angewendet werden. Dieses Buch ist ein sehr tolles Buch zur Hilfe zur Selbsthilfe und hilft ausweglose Situationen verständlich zu erklären.

Einziges Manko an dem Buch ist, dass der Bucheinschlag kein Hardcover ist, sondern klassisch aus Papier besteht. Das Buch ist weiß und in blauer Schrift steht auf Buchrücken noch der Titel. Somit kann es auch ohne Einband in Buchregal stehen.

Fazit/Empfehlung:
Jeder, der Karin Kuschik kennt und mag, wird dieses Buch lieben. Für jeden, der Karin Kuschik nicht kennt. Sie kommt aus Film und Fernsehen, war Radiomoderatorin und ist jahrzehntelang Coach. Diese Kombination hilft es klassische Themen wie Selbstwert, Selbstfürsorge, Entscheidung, Angst, mit einem kleinen Augenzwinkern zu betrachten und damit sein Denken zu verändern. Mit einer hohen sprachlichen Eloquenz schafft sie es, diese Themen einfach, kurz und knapp zu beschreiben. Also jeder, der mehr über sich erfahren will, ist mit diesen ‚Büchlein‘ absolut gut bedient.

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Veröffentlicht am 04.07.2023

Fulminante Ode an die Freiheit (Hörbuch)

The Darkest Gold – Die Verräterin
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Inhalt:
Auren ist wieder eine Gefangene. Dieses Mal bei der Armee des vierten Königreichs. Eine Armee, welche von gefürchteten Kommandanten Riss angeführt wird. Wird es ihr genauso ergehen, wie bei den ...

Inhalt:
Auren ist wieder eine Gefangene. Dieses Mal bei der Armee des vierten Königreichs. Eine Armee, welche von gefürchteten Kommandanten Riss angeführt wird. Wird es ihr genauso ergehen, wie bei den Piraten? Wird Nischa ihr Geheimnis bewahren? Die Reise durch das Ödland wird in diesem Buch erläutert. Zusätzlich bekommt Königen Maren ihre Stimme und natürlich darf auch König Midras nicht fehlen.


Review:
Das ist der zweite Band der ‚Darkest Gold - Reihe‘, wem der erste Band zu gewalttätig war, kann auch mit diesen beginnen. Zu Beginn des Romans werden die wichtigsten Geschehnisse aus dem ersten Band aus dem Blickwinkel von Auren zusammengefasst. Der zweite Band ist allgemein weniger Dark, dafür mehr Romantasy mit zwei echt fiesen Cliffhangern. Wer nicht auf diese Cliffhanger steht, der sollte bis zum Band drei warten.

Persönlich mag ich die Stimmen der SprecherInnen. Regine Lange verkörpert mit ihrer Stimme wieder den Part um Auren. Sie spricht mit einer Wärme und schafft es der Figur Leben und einen eigenen Willen einzuverleiben. Der Schreibstil der Autorin wird in diesem Buch poetischer und tiefgründiger. „Das Leben führt einen über Wege, für die es keine Landkarte gibt“ (Hörkapitel 56), Auren, entkommt der toxischen Beziehung zu König Midras und lernt in der Armee des vierten sehr viel über sich selbst kennen. Ihr Selbstvertrauen steigt, es wird mehr über die Hintergründe zwischen König Midras und Auren erklärt und auch über Aurens Leben.
Vieles davon erzählt sie Riss, mit dem von Anfang an eine besondere Verbindung besteht. Es wird vieles angedeutet und wäre er nicht der Feind und der Kommandant des Königs Fäule, wer weiß, das da alles entstehen könnte. Riss und sein enger Kreis an Weggefährten bekommen in diesem Buch eine große Fläche und die Charaktere werden in die Geschichte eingeführt. Sehr hervorzuheben ist das Talent von Raven Kennedy, dass sie sich nur auf wenige Personen beschränkt und die dafür mit viel Leben auszustatten. Ich habe ab und an im Buch wirklich vergessen, dass es sich um die gefürchtete Armee des Landes handelt und war auf Klassenfahrt. Ich danke der Autorin, für die Verschnaufpause.

Julian Horeyseck ist wieder die Stimme von König Midras. Auch wenn der König wenige Kapitel bekommt, reichen sie aus, um die intrigante Art und Weise des Königs näher kennenzulernen und auch, die wahre Liebe von König Midras zu Auren. Durch den Stimmwechsel bekommen die Beweggründe ein anderes Gewicht und verleiht der Geschichte eine zusätzliche Dramatik. Und es gibt zwei Seiten einer Medaille, bin sehr gespannt, wie sein Part weitergeht.

Und es kommt ein dritter stimmlicher Part hinzu. Janina Sachau verleiht Königin Marlena ihre Stimme. Ihr Ehemann ist weg und so beginnt auch ihr Freiheitskampf. Ihre Intrigen und ihre Ränkespiele, denn was sie will, dürften jeden klar sein, der das erste Buch gelesen hat.... Sie hat wenige Kapitel, aber wie schon bei König Midras ist der Stimmwechsel sehr gut durchdacht. Ich mag eigentlich keine Hörspiele, aber in diesen Fall sind die Wechsel nie störend, sondern fördern die Spannung.

Ich habe das Hörbuch echt gesuchtet und war innerhalb einer Woche durch und ich kann kaum den dritten Teil erwarten. Denn die Geschichte nimmt einen mit, man ist mit einer jungen Frau und ihrem Wachstum tief verknüpft. Fiebert mit ihr mit und liebt und hasst die Nebencharaktere. Die Geschichte nimmt immer wieder unvorhergesehene Wendungen und ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte weitergesponnen wird.

Fazit:
Band zwei ist ruhiger, emotionaler und es steht in Vordergrund, dass die Frauen an Midras Seite mehr Selbstvertrauen gewinnen. Jetzt, wo er nicht mehr da ist. Die SynchronsprecherInnen verleihen den Hauptcharakteren eine unfassbare Tiefe und es ist für jeden geeignet, der auf Dark-Romantasy steht. Der New-Adult Bücher mag und gerne mal ein neues Genre entdecken will und der Trudi Canavan - Die Magiergilde toll fand. Denn ich vermute, die Buchreihe nimmt die gleiche Tiefe ein.

Ich liebe das Hörbuch und kann den Hype vor allem wegen des Schreibstils der Autorin und den zum Teil unvorhergesehenen Wendungen und Cliffhanger und freue mich schon sehr auf Band drei.

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