Ü-Ei: irre Atmosphäre, Spannung und Überraschungen - Welcome back!
NebelbeuteNebelbeute ist der dritte Band der Gruppe 4-Reihe und setzt direkt an Aschesommer (Band 2) an. Vorkenntnisse sind auf jeden Fall hilfreich; es genügt jedoch, wenn man Aschesommer zuvor gelesen ...
Nebelbeute ist der dritte Band der Gruppe 4-Reihe und setzt direkt an Aschesommer (Band 2) an. Vorkenntnisse sind auf jeden Fall hilfreich; es genügt jedoch, wenn man Aschesommer zuvor gelesen hat.
Die Geschichte beginnt mit einem Prolog – und was für einem. Er ist aus der Sicht des Täters geschrieben, und man spürt förmlich die Angst des Opfers sowie die Erregung des Täters. Das Buch ist in drei Teile gegliedert und startet mit Mila Weiss. Sie hat den Mann gefunden, der sie in ihren Albträumen verfolgt, und macht sich auf den Weg, ihn zu stellen.
Die Spur führt sie in ein abgelegenes Bergdorf mit einem Sägewerk, einigen Umweltschützern und ansonsten nur einem Gasthaus, einer Kirche und einem kleinen Krämerladen. Die Bewohner wirken verschlossen und wortkarg, und sofort hatte ich das Gefühl, in „Tannöd“ gelandet zu sein.
Bevor Mila ihre Ermittlungen richtig aufnehmen kann, geschieht der erste Mord – und der hat es in sich. Zwei Handlungsstränge laufen parallel, ohne sich gegenseitig zu stören. Obwohl der Klappentext bereits wichtige Hinweise verrät, war ich so in die Geschichte vertieft, dass ich diese Entwicklung zunächst gar nicht bemerkte.
Ab dem zweiten Teil stößt auch der Rest von Gruppe 4 wieder dazu, und ich mag einfach jedes einzelne Mitglied. Jede Figur bekommt ihre Momente, um noch stärker mit der Handlung zu verwachsen, und ich merkte gar nicht, wie schnell die Seiten verflogen.
Zum Ende noch kurz: Es war sehr überraschend. Ich hatte jemand anderes im Verdacht, aber die Auflösung ist wirklich gut gelungen – nicht zu viel, nicht zu wenig. Etwas, das Benjamin Corrs einfach kann: nachvollziehbare Szenen schreiben und Figuren glaubwürdig handeln lassen.
Ich hoffe sehr, dass wir noch viele weitere Romane über Gruppe 4 lesen dürfen.