Amüsanter Hundekrimi
Im falschen FilmWer kennt Julchen noch nicht? Sie ist eine Bearded Collie Dame und Chefermittlerin in den Hundekrimis von Elke Weiler. Zusammen mit MADAME (zu Deutsch: Frauchen), ihrer Assistentin, ermittelt sie in "Im ...
Wer kennt Julchen noch nicht? Sie ist eine Bearded Collie Dame und Chefermittlerin in den Hundekrimis von Elke Weiler. Zusammen mit MADAME (zu Deutsch: Frauchen), ihrer Assistentin, ermittelt sie in "Im falschen Film" nun schon im fünften Fall der Reihe. Teil 1 und 2 erschienen bei Gmeiner, alle weiteren Bücher bei Edition Croissant. Wie immer, ist auch dieser Teil unabhängig lesbar. Zum besseren Verständnis gibt es am Anfang des Buches ein Glossar (Julchens Welt). Ich habe jetzt schon mehrere Teile der Reihe gelesen und komme inzwischen wunderbar mit den etwas eigenwilligen Bezeichnungen der Hundedame, die einem immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern, zurecht.
Spielten die vorherigen Fälle doch alle an der Nordsee, so gibt es jetzt eine Neuerung: wir befinden uns am Öresund, also an der Ostsee. Und noch etwas ist an diesem Cosycrime neu: Die Beiden klären keinen Mord auf, in den sie zufällig gestolpert sind, nein, sie wurden das erste Mal richtig engagiert, um einen Fall zu lösen. Sie sollen für Mikkel, einen reichen, Dänischen Architekten, eine junge Frau, die ihm den Kopf verdreht hatte, suchen.
In Kopenhagen machen sich Julchen und Madame mit allerhand kriminalistischem Spürsinn an die Arbeit. Dabei kommt ihnen Mette, eine sympathische Polizistin aus dem vierten Fall, rasch zur hilfe. (Man trifft auch am Öresund wieder auf nette, alte Bekannte).
In diesem Hundekrimi geht es auch wieder eher gemäßigt und unblutig zu. Trotzdem finde ich ihn auch spannend, denn es kommt zu einer Entführung und auf der Brücke nach Malmö wird während einer Bahnfahrt eine Leiche entdeckt. Aber hat dies überhaupt etwas mit dem Fall zu tun?
Diese Roman-Reihe lebt davon, dass eben alles aus der Sicht eines Hundes beschrieben wird. Es ist schon sehr lustig für Menschenohren, wenn von 'Plüschomat' oder 'multifunktionalem Schnackapparat' die Sprache ist. Man merkt, wie sehr die Autorin ihren eigenen Bearded Collie, der hier wohl Vorlage war, liebt und wie gut sie sich in ihn hineinversetzen kann!
Am besten haben mir dieses Mal die Szenen gefallen, in denen Julchen sich in Bo/Beau, einen jungen Wäller verliebt und mit ihm tanzt. Einfach köstlich!
Meine Empfehlung, nicht nur für Hundeliebhaber!