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Veröffentlicht am 25.12.2025

Amüsanter Hundekrimi

Im falschen Film
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Wer kennt Julchen noch nicht? Sie ist eine Bearded Collie Dame und Chefermittlerin in den Hundekrimis von Elke Weiler. Zusammen mit MADAME (zu Deutsch: Frauchen), ihrer Assistentin, ermittelt sie in "Im ...

Wer kennt Julchen noch nicht? Sie ist eine Bearded Collie Dame und Chefermittlerin in den Hundekrimis von Elke Weiler. Zusammen mit MADAME (zu Deutsch: Frauchen), ihrer Assistentin, ermittelt sie in "Im falschen Film" nun schon im fünften Fall der Reihe. Teil 1 und 2 erschienen bei Gmeiner, alle weiteren Bücher bei Edition Croissant. Wie immer, ist auch dieser Teil unabhängig lesbar. Zum besseren Verständnis gibt es am Anfang des Buches ein Glossar (Julchens Welt). Ich habe jetzt schon mehrere Teile der Reihe gelesen und komme inzwischen wunderbar mit den etwas eigenwilligen Bezeichnungen der Hundedame, die einem immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern, zurecht.
Spielten die vorherigen Fälle doch alle an der Nordsee, so gibt es jetzt eine Neuerung: wir befinden uns am Öresund, also an der Ostsee. Und noch etwas ist an diesem Cosycrime neu: Die Beiden klären keinen Mord auf, in den sie zufällig gestolpert sind, nein, sie wurden das erste Mal richtig engagiert, um einen Fall zu lösen. Sie sollen für Mikkel, einen reichen, Dänischen Architekten, eine junge Frau, die ihm den Kopf verdreht hatte, suchen.
In Kopenhagen machen sich Julchen und Madame mit allerhand kriminalistischem Spürsinn an die Arbeit. Dabei kommt ihnen Mette, eine sympathische Polizistin aus dem vierten Fall, rasch zur hilfe. (Man trifft auch am Öresund wieder auf nette, alte Bekannte).
In diesem Hundekrimi geht es auch wieder eher gemäßigt und unblutig zu. Trotzdem finde ich ihn auch spannend, denn es kommt zu einer Entführung und auf der Brücke nach Malmö wird während einer Bahnfahrt eine Leiche entdeckt. Aber hat dies überhaupt etwas mit dem Fall zu tun?

Diese Roman-Reihe lebt davon, dass eben alles aus der Sicht eines Hundes beschrieben wird. Es ist schon sehr lustig für Menschenohren, wenn von 'Plüschomat' oder 'multifunktionalem Schnackapparat' die Sprache ist. Man merkt, wie sehr die Autorin ihren eigenen Bearded Collie, der hier wohl Vorlage war, liebt und wie gut sie sich in ihn hineinversetzen kann!
Am besten haben mir dieses Mal die Szenen gefallen, in denen Julchen sich in Bo/Beau, einen jungen Wäller verliebt und mit ihm tanzt. Einfach köstlich!
Meine Empfehlung, nicht nur für Hundeliebhaber!

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Toller Abschluss der Trilogie

Der Eispalast - Entscheidung aus Liebe
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Mit "Der Eispalast - Entscheidung aus Liebe" ist nun der letzte und abschließende Teil von Rena Rosenthals Trilogie erschienen. Ich selbst habe Band 1, aber nicht Band 2 gelesen und konnte so gut wieder ...

Mit "Der Eispalast - Entscheidung aus Liebe" ist nun der letzte und abschließende Teil von Rena Rosenthals Trilogie erschienen. Ich selbst habe Band 1, aber nicht Band 2 gelesen und konnte so gut wieder in die Geschichte hineinfinden. Aber ich denke, dass es auf jeden Fall wichtig ist, den Anfang der Geschichte zu kennen. So sind mir in diesem Teil denn auch immer wieder liebgewonnene alte Bekannte über den Weg gelaufen.
Die einzelnen Kapitel sind alle in der Ich- Form, jeweils aus der Sicht eines anderen Charakters, geschrieben und der Name steht jeweils als Überschrift darüber, so dass man auch nichts durcheinander bringt.
Hauptperson ist Julianna, die nach mehr als einem Jahr Abwesenheit zu ihrem Verlobten Leo zurückkehrt, um mit ihm die Eislaufhalle fertigzustellen und zu eröffnen. Leider läuft nicht alles wie geplant und der finanzielle Ruin droht. Julianna tut alles, um zu helfen. Sie geht sogar zusätzlich noch in die Ziegelfabrik um zu arbeiten. Derweil muss Nikolett, ihre Freundin aus der adeligen Oberschicht, ihre Mutter zu einer Jagdgesellschaft begleiten. Es kommt zum Eklat zwischen Nikolett und ihrer Mutter und die junge Frau zieht ihre Konsequenzen.
Dieser Roman, spannend bis zum Ende, hat mich , wie schon Teil 1, absolut abgeholt und begeistert! Es ist ein Gesellschaftsroman des angehenden 20. Jahrhunderts. Es gibt ein drei Klassen System. Unterschicht, Oberschicht ("Neureiche") und Adel. Hier kämpfen starke Frauen für ihre Rechte als Frauen, für die Ungerechtigkeiten, die durch die Standesunterschiede entstehen und für die Rechte der Arbeitnehmer.
All dies wurde ganz wunderbar in die Geschichte mit eingebaut. Es ist die Zeit, in der alles im Wandel ist. Die Autorin hat einen sehr klaren, gut verständlichen Schreibstil, sie bringt uns geschichtliche Hintergründe näher und lässt uns außerdem in die schillernde Welt des Eistkunstlaufs eintauchen. Im Anhang finden sich noch viele Informationen, u.A. zu Fiktion und wahren Begebenheiten.
Von mir eine begeisterte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Gelungenes Debüt

Alaska Die Fährte der Wölfe
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"Alaska - Die Fährte der Wölfe" ist der Debütroman der Autorin Jana Holler. Als erstes fällt wohl jedem das toller Cover ins Auge. Im winterlichen Hintergrund sieht man einen Hundeschlitten und im Vordergrund ...

"Alaska - Die Fährte der Wölfe" ist der Debütroman der Autorin Jana Holler. Als erstes fällt wohl jedem das toller Cover ins Auge. Im winterlichen Hintergrund sieht man einen Hundeschlitten und im Vordergrund einen wunderschönen Wolf (oder ist es womöglich ein Husky?) der den Leser direkt anschaut. Sehr intensiv. Gefällt mir außerordentlich gut!

Es geht um Helen, eine junge Frau aus Deutschland. Sie ist momentan an einem Punkt in ihrem Leben angekommen, an dem sie Entscheidungen treffen muss. Z.B., wie es mit ihrer Beziehung weitergehen soll. Alleine fliegt sie daher in den Urlaub nach Alaska, um Zeit für sich zu haben und Antworten zu finden. Im Hotel der Deutschstämmigen Susan und ihrem Sohn Jack verbringt sie unvergessliche Urlaubstage. Sie wird dort aufgenommen, wie eine gute Freundin. Die ebenfalls aus Deutschland stammende Hilda kümmert sich um die Schlittenhunde des Hotels. Beide Frauen haben auch direkt einen guten Draht zueinander.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr klar und gut lesbar. Mit den Beschreibungen der tollen, ursprünglichen Natur Alaskas, sowie den abenteuerlichen Unternehmungen wie Hundeschlittenfahrt, Schneeschuhwanderung, einem Flug über die verschneiten Waldgebiete etc. hat mich die Jungautorin absolut abgeholt. Die Charaktere sind liebenswert und bei der Beschreibung der Huskys und deren Welpen möchte man direkt mit ihnen mitkuscheln! Auch kann ich Wölfe jetzt mit anderen Augen sehen.
Allerdings muss ich sagen, dass mir die "Suche nach Werten und Vorstellungen vom Leben" der Protagonistin viel zu kurz gekommen ist. Es hätte mir nicht gefehlt, wenn es nicht explizit auf dem Klappentext aufgeführt worden wäre! Aber, es ist ein Kurzroman. Wo sollte man das noch reinpacken? Dafür gibt es aber alte Familiengeheimnisse, die von Helen aufgedeckt werden.
Insgesamt hat mich das Buch von Anfang bis Ende sehr gut unterhalten!

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Glaube * Liebe * Hoffnung

In den Scherben das Licht
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Das Cover dieses Buches war es nicht gerade, was mich danach hat greifen lassen. Es gefällt mir so gar nicht, passt aber optisch zu den vorangegangenen Werken der Autorin Carmen Korn. Ihre Jahrhundert ...

Das Cover dieses Buches war es nicht gerade, was mich danach hat greifen lassen. Es gefällt mir so gar nicht, passt aber optisch zu den vorangegangenen Werken der Autorin Carmen Korn. Ihre Jahrhundert Trilogie hatte mich seinerzeit absolut begeistert und so war ich sehr gespannt auf "In den Scherben das Licht", ein Roman, der in der Nachkriegszeit in Hamburg spielt.
Schauplatz ist das Haus der ehemaligen Volksschauspielerin Friede, das im Krieg zwar seine obere Etage verloren hat, jetzt, im Vergleich, aber noch sehr gut dasteht. Und so suchen zuerst Gert und dann Gisela, die beiden Minderjährigen, die ihre Familien verloren haben, in ihrem Keller Unterschlupf. Es bildet sich so etwas wie eine Freundschaft zwischen den Dreien. Im kalten Nachkriegswinter 1946 hilft man sich gegenseitig. In den folgenden Jahren wird aus der Wohngemeinschaft, der später auch noch Robert und Lulu angehören, fast so etwas wie eine Familie.
Die Autorin hat die damaligen Verhältnisse so authentisch beschrieben, dass ich mich sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen konnte! Ich habe mit ihnen gefroren, gehungert und gehofft. Gehofft z.B. Gerts verschollene Schwester Barbara wiederzufinden. Friede, die früher wohl eher ein "leichtes" Leben führte, viel gefeiert u. gut gegessen hat und auch zwei Liebhaber gleichzeitig hatte, entpuppt sich als verantwortungsvoller Mensch und wird eine Art Ersatzmutter. Sie leidet unter der Schuld, nicht zu ihrer wahren Liebe Viktor, einem Juden, gehalten zu haben. Den, wohl nicht ganz sauberen Unternehmer Palutke, hatte sie seinerzeit nur eher ausgenutzt. Beide Männer haben den Krieg überlebt. Sie spielen zwar im Roman, nicht aber mehr in Friedes Leben eine Rolle. Der Roman ist so lebendig, da so vielfältige Charaktere auftauchen. Da ist z.B. Marta. Die Beiden verbindet eher eine Hassliebe. Oder der Professor, für den Gisela später arbeitet und in deren Leben auch noch einen wichtigen Platz einnimmt.
Alles in allem ist der Roman sehr interessant, spannend und geht zu Herzen. Für mich ein Highlight. Mit dem etwas eigenwilligen Schreibstil der Autorin komme ich sehr gut zurecht.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Nicht nur für Hundeliebhaber

Finale am Fjord
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Gerade durfte ich mit Elke Weilers Hundekrimi "Finale am Fjord" nach Dänemark reisen. Es ist der vierte Teil einer Reihe. Teil 1 + 2 sind beim Verlag Gmeiner erschienen, alle weiteren bei "Edition Croissant". ...

Gerade durfte ich mit Elke Weilers Hundekrimi "Finale am Fjord" nach Dänemark reisen. Es ist der vierte Teil einer Reihe. Teil 1 + 2 sind beim Verlag Gmeiner erschienen, alle weiteren bei "Edition Croissant". Wieder spielt die Hauptrolle die inzwischen schon etwas reifere Bearded Collie Dame Julchen, eine eher multiple Persönlichkeit. Nachdem sie mit ihrem Frauchen und ihrem Herrchen (von Julchen Madame und Monsieur genannt) nach Tønder in Südjütland gezogen ist, macht die Familie Urlaub in einem Ferienhaus in Hvide Sande. Es könnte alles sooo schön sein ... wäre Julchen und Madame nicht wieder eine Leiche vor die Füße gefallen. In einem unbewohnten Schuppen finden sie die Leiche eines Fischers. Die Beiden fangen wieder an zu Schnüffeln und unterstützen dabei die sehr nette, sehr schwangere Polizistin Mette. Dabei begeben sie sich zusehends in Gefahr. Will man den Beiden bloß Angst einjagen? Vermutlich stammt derjenige aus der Surfer Szene. Herrchen und der andere Hund Janni, sowie der gute Freund Ole kommen zur Hilfe, aber dann verschwindet Ole auf einmal und ein Man Trailer Hund kommt zum Einsatz. Ich möchte jetzt nicht zuviel verraten ... nur soviel: es geht turbulent weiter!
Dieser Hundekrimi ist wieder unabhängig von den anderen Teilen lesbar. Da aus der Sicht des Hundes geschrieben wurde und Julchen für fast alles und jeden ihre eigenen Begriffe und Namen hat, muss man sich erstmal einlesen. Da es für mich das zweite Julchen Buch war, bin ich jetzt sehr schnell in die Geschichte gekommen und konnte einfach alles genießen!
Man kann die Geschichte in die Kategorie Cosycrime einreihen. Es geht weder blutig noch brutal zu. Die ganze Story lebt von den teils urkomischen Namensgebungen des Hundes. Angesprochen werden aber auch sehr interessante Sachverhalte. Der Leser erfährt hier so einiges über den Rinkøbing Fjord. Diese Hintergrund Informationen fand ich sehr spannend. Sowas entgeht dem normalen Dänemark Urlauber.
Nicht nur Hundeliebhaber und Cosycrime Fans kommen hier auf ihre Kosten!

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