Ein wichtiges Buch, gerade in diesen unruhigen Zeiten.
In dieser Geschichte findet sich der Leser in einem Dorf in der Eifel in der Endphase des 2. Weltkriegs wieder.
Der 15-jährige Jacob und seine Freunde gehören der Hitler-Jugend ihres kleinen Dorfes an. ...
In dieser Geschichte findet sich der Leser in einem Dorf in der Eifel in der Endphase des 2. Weltkriegs wieder.
Der 15-jährige Jacob und seine Freunde gehören der Hitler-Jugend ihres kleinen Dorfes an. Der Vater ist im Krieg verschollen, die Familie kommt kaum über die Runden und er ist das 1. Mal richtig verliebt.
Die Geschichte wird aus der Jacobs Perspektive erzählt. Dabei wird er mit Themen wie Freundschaft, Verrat, Krieg, Blut, Tod und Judenverfolgung konfrontiert.
Jacob und die anderen Jugendlichen in seinem Dorf sind geprägt von der Propaganda des Krieges, wenn auch nicht vollends davon überzeugt, folgt er doch dem ihm vorgezeigten Weg zur Armee.
Man bekommt eine Vorstellung davon, wie viele junge Menschen politisch und ideologisch indoktriniert wurden und daher nie oder fast nie etwas in Frage stellten. Manche waren nicht oder nicht ganz überzeugt, machten aber doch, ganz opportunistisch, bei allem mit, um nicht als Verräter zu gelten.
Dieses Buch zeigt auf zu welchen grausamen und menschenverachtenden Taten Menschen fähig sind, das sie ihre Familie und Freunde für ihre Ideologie ohne Gewissensbisse opfern, wenn sie dem im Wege stehen.
Allerdings ist dies auch eine Geschichte über Menschlichkeit, Familie, Freundschaften und die Liebe.
Fazit:
Obwohl es eine fiktive Geschichte ist und es Jacobs Dorf nicht gibt, steht sie doch Pate für die Geschichten der damaligen Jugendlichen aus den Städten und Dörfern Deutschlands und deren verlorener Jugend und ihrer Verblendung.
Ein sehr wichtiges Buch, gerade in diesen unruhigen Zeiten.
Nicht nur für Jugendliche geeignet.
Leseempfehlung