Gelungene Fortsetzung!
Der kleine Pferdehof am Deich - Gegen den Sturm"Der kleine Pferdehof am Deich" von Susanne Ziegert hat jetzt mit "Gegen den Sturm" eine Fortsetzung bekommen.
Nachdem Lara und André vor einem Jahr den kleinen Pferdehof von Johanna, Laras' Oma, gemeinsam ...
"Der kleine Pferdehof am Deich" von Susanne Ziegert hat jetzt mit "Gegen den Sturm" eine Fortsetzung bekommen.
Nachdem Lara und André vor einem Jahr den kleinen Pferdehof von Johanna, Laras' Oma, gemeinsam geerbt hatten, scheint nun soweit alles gut zu laufen ... bis Harry Rickmer, Notar und Freund der Familie, mit einer Hiobsbotschaft kommt. Der Pferdehof steht kurz vor dem Ruin und die Bank will den Kredit nicht verlängern. Lara und André wollen aber nicht so schnell aufgeben und haben viele Ideen, wie sie den Hof an der Nordsee retten können. Es werden neue Kurse angeboten, Lara bringt ein Buch über die Vision ihrer Großmutter heraus und vor allem soll der kleine Pferdehof für die Filmindustrie zur Verfügung gestellt werden.
Als sich die Lage immer mehr zuspitzt, unterschreibt Lara im Alleingang einen Vertrag für eine TV Soap, in der es darum geht, Pferde, die vor dem Schlachter gerettet wurden, wieder aufzupeppen und zu brauchbaren Freizeitpferden zu machen. Lara will um jeden Preis den Hof retten, aber es kommt immer wieder zu Streitigkeiten, da eine Olympiasiegerin, die auch in dem Format mitwirken soll, das gewaltfreie Konzept, welches Lara und André verfolgen, nicht mitträgt. Die Hofrettung scheint zu scheitern und auch die Eifersucht macht eine Partnerschaft und weitere Zusammenarbeit von Lara und dem Franzosen unmöglich. Oder gibt es doch noch Hoffnung?
Der Schreibstil der Autorin, der wieder einmal sehr leicht verständlich ist, hat mir gut gefallen. Das Setting des Hofes an der Nordseeküste war auch wirklich sehr anschaulich beschrieben, so dass man alles vorm inneren Auge gut sehen kann (das tolle Cover des Buches hätte es dazu nicht einmal bedurft). Die Protagonisten und weiteren Charaktere fand ich weitestgehend authentisch, wobei Francesco und auch Frau Tilly etwas überzogen dargestellt wurden. Aber das, denke ich, musste auch so sein. André hat mir nicht wirklich gefallen. Ein typischer Macho ... ist unbegründet eifersüchtig und benimmt sich einfach unreif. Und verhält er sich ohne Fehl und Tadel? Mitnichten!
Die Vision des absolut gewaltfreien Umgangs mit den Pferden wird von der Autorin so überzeugend dargestellt, dass man merkt, dass sie selbst voll dahinter steht!
Daumen hoch und Leseempfehlung von mir!