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SofieWalden

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.04.2020

Da will man gerne Pony sein und etwas Abenteuer ist auch dabei

Die Schule der kleinen Ponys - Ein Heuhaufen voller Geheimnisse
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Die zehnjährige Monka lebt auf einem großen Pferde- und Ponyhof, der ihren Eltern gehört. Gerade haben die Sommerferien begonnen und, nachdem sich ihre Mutter den Arm gebrochen hat, ist es nun ihre Aufgabe, ...

Die zehnjährige Monka lebt auf einem großen Pferde- und Ponyhof, der ihren Eltern gehört. Gerade haben die Sommerferien begonnen und, nachdem sich ihre Mutter den Arm gebrochen hat, ist es nun ihre Aufgabe, den jungen Ponys beizubringen, wie man ganz viel Spaß haben kann, mit einem Reiter auf dem Rücken. Mo ist da erst sehr aufgeregt, aber es klappt dann doch richtig gut bei ihrer ersten Unterrichtsstunde. Und dann lernt sie bei einem Ausritt auch noch ein Mädchen in ihrem Alter kennen, das ebenfalls mit seinem Pferd unterwegs ist. Sarah, so heißt sie, ist erst sehr nett, dann komisch und dann einfach weg. Aber schon bald sehen sich die beiden wieder und dann schmieden sie zusammen einen Plan.
Das Buch ist sehr nett geschrieben und hier auf dem Hof Pony zu sein, ist schon eine tolle Sache Und auch als Kind kann man richtig leuchtene Augen bekommen, wenn man liest, wie schön es auf dem Gut ist und wie nett Menschen und Tiere miteinander umgehen. Dazu gibt es sehr schöne Illustrationen, die immer genau zu dem passen, was in der Geschichte gerade passiert. Ist zum Selberlesen geeignet ab 8 Jahren oder auch schon früher, wenn man 'nette Eltern' zum Vorlesen hat.

  • Cover
  • Geschichte
  • Stimmung
  • Fantasie
Veröffentlicht am 24.03.2020

Ein poetischer Sommer, der Geist und Körper eines Jungen erwachen und erblühen lässt

Offene See
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Robert ist 16 und gerade mit der Schule fertig. Er lebt in einer kleinen Bergarbeiterstadt im Norden Englands. Der zweite Weltkrieg ist gerade zu Ende und wenn dieser Sommer vorüber ist, wird der Junge, ...

Robert ist 16 und gerade mit der Schule fertig. Er lebt in einer kleinen Bergarbeiterstadt im Norden Englands. Der zweite Weltkrieg ist gerade zu Ende und wenn dieser Sommer vorüber ist, wird der Junge, genauso wie die vorherigen Generationen seiner Familie, in die Dunkelheit und Enge des Bergs 'einzufahren'. Robert graut davor, denn er liebt das Licht und die Natur und das Gefühl von Freiheit, das für ihn damit verbunden ist. Aber die Kraft, sich seinem vorgegebenen Schicksal zu widersetzen, bringt er, zumindest zu diesem Zeitpunkt, noch nicht auf. Und so macht er sich auf Richtung Küste. Wenigstens einmal in seinem Leben will er heraus aus seinem beengten kleinen Kosmos und ein ganz kleines Stückchen sehen, von dieser herrlichen aufregenden Welt. Auf seinem Weg klopft er an viele Türen, und die Menschen dahinter haben immer ein paar Stunden Arbeit für ihn und versorgen ihn im Gegenzug mit den paar kargen Lebensmitteln, die sie erübrigen können. Eines Tages dann landet er durch einen Zufall vor dem Cottage einer sehr imposanten älteren Frau, Dulcie mit Namen, die ihn zum Essen einlädt und da er sich revanchieren will, mäht er ihre verwilderte Wiese am Haus. Aus diesem einen Tag wird ein ganzer Sommer, in dem Robert das kleine Nebengebäude auf Dulcies Grundstück wieder aus seinem halbverrotteten Schlaf erweckt. Und Dulcie, diese hochgebildete, weitgereiste, weltmännische und ganz innen von einer tiefen Kram belastete Frau tut auch etwas für ihn. Sie reißt seine enge Denkwelt auf, führt ihn ein in die Literatur und die besondere Faszination der Lyrik und zeigt ihm, das man ein Recht hat, die vorgegebenen Konventionen und erdrückenden Erwartungen der Menschen, in deren Umfeld man lebt, aufzubrechen und sein ganz eigenes glückliches Leben zu leben.
Dieses Buch ist von einer wunderbar poetisch dargebotenen Beschreibung der Natur geprägt, von einer sensiblen Beobachtungsgabe für die Menschen und das, was ist und was vielleicht kommen wird. Und mitten darin erleben wir zwei Menschen, die sich zufällig finden und gegenseitig retten, für ein langes Leben auf Roberts Seite und ein etwas kürzeres auf Seiten von Dulcie, der Dame mit dem großen Hut.
Ein literarisches Kleinod, dass ich sehr empfehlen kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.03.2020

Jemand will etwas Böses und das muss verhindert werden

Pferdeflüsterer-Academy, Band 6: Calypsos Fohlen
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Gerade wieder angekommen im Alltag ihrer Schule, geraten Zoe und ihre Freunde aus der Pferdeflüsterer-Klasse gleich wieder in ein neues Abenteuer. Und diesmal passieren die Dinge genau vor ihrer Nase. ...

Gerade wieder angekommen im Alltag ihrer Schule, geraten Zoe und ihre Freunde aus der Pferdeflüsterer-Klasse gleich wieder in ein neues Abenteuer. Und diesmal passieren die Dinge genau vor ihrer Nase. Die Geburt von Calypsos Fohlen steht bald bevor und die stellvertretende Direktorin der Schule, die Besitzerin der Stute, nach außen hin immer sehr streng und wenig verständnisvoll, wenn mal eine der Schülerinnen einen Fehler macht, ist sehr nervös und besorgt im ihren Liebling. Sie lässt sogar einen Tierarzt kommen, der ganz allein nur auf Calypso aufpassen soll, rund um die Uhr. Und trotzdem schleicht eines Nachts jemand in die Abfohlbox und wäre Zoe nicht gewesen, dann wäre schon da etwas schlimmes passiert. Die geheimnisvolle Gestalt entkommt und dann wird es richtig schlimm. Es geht um Leben und Tod.
Diese Geschichte ist der sechste Band einer sehr erfolgreichen Reihe rund um das Internat Snowfields, in dem junge Menschen neben der ganz normalen Schule eine sehr gute Ausbildung in verschiedenen Reitdisziplinen erhalten: Und dann gibt da noch eine Sonderklasse, die der Pferdeflüsterer, die lernen, die kranke Seele von Pferden zu heilen. Zoe, ihre Freundinnen Isabelle und Cathy und ihr Freund Cyprian gehören zu dieser Klasse und sind die 'Helden' der hier erzählten Geschichten. Und genau wie die Vorbände gibt es auch hier in Band 6 wieder ein richtig heftiges und spannendes Abenteuer zu bestehen, bei dem wirklich alles passt, inkl. dem Miteinander zwischen Pferd und Mensch, aber auch, zu einem großen Teil, der Freundschaft und auch der Querelen zwischen den jungen Leuten. Und die Lehrer haben ja auch so ihre Macken.
Ein gelungener neuer Band der Reihe und soviel sei verraten, ein kleiner Vorgeschmack auf das nächste Abenteuer (Band 7) findet sich dann auch noch, ganz am Schluss.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.03.2020

Kuschelige Krimiunterhaltung mit ordentlichen viel Gin im Glas oder gleich aus der Flasche

Der Gin des Lebens
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Cathy lebt in Plymouth in Südengland und ist Betreiberin eines kleinen Bed & Breakfast. Bei ihr geht es sehr herzlich zu und die dortigen Gäste sind meistens schon irgendwie zu Freunden geworden. Ihre ...

Cathy lebt in Plymouth in Südengland und ist Betreiberin eines kleinen Bed & Breakfast. Bei ihr geht es sehr herzlich zu und die dortigen Gäste sind meistens schon irgendwie zu Freunden geworden. Ihre eher heimliche Leidenschaft ist es, einen Gin herzustellen, der etwas ganz besonderes ist und genau so schmeckt, wie das Elixier, das ihr Vater einst kreiert hat. Aber so richtig kommt sie nicht weiter dabei und dann liegt direkt vor ihrem Gartenhäuschen ein Toter. Zur gleichen Zeit ordentlich weit weg in einem kleinen Dorf in Deutschland erlebt Bene gerade eine gar nicht gute Zeit. Mit seine Autowerkstatt krebst er am Existenzminimum, sein Heiratsantrag und das 'Ich verlasse dich' seiner Freundin überschneiden sich irgendwie sehr ungünstig und als er dann noch mit seinem Auto nicht auf der Brücke, sondern im Rhein landet, ist einfach Schicht bei ihm. Als er dann zuhause die eine noch existierende, einst von seinem Vater selbst hergestellte, Flasche Gin öffnet, nimmt alles einen sehr anderen Lauf. Kurze Zeit später sitzt er im Flieger nach Großbritannien und landest, in Cathys kleiner Herberge. Und dann beginnt es, ein spannender Kriminalfall rund um den Gin, über den man ja meistens eher wenig weiß. Aber das wird sich bald ändern. Hier wird man auf sehr unterhaltsame Weise zum Ginexperten und vielleicht auch Liebhaber dazu. Denn wer nach dieser wunderbar kuscheligen Von-allem-Etwas-Lektüre nicht testet, was denn nun wirklich dran ist an diesem Wacholdergebräu mit all den diffizilen und geheimnisvollen Botanicals, also das kann gar nicht sein. Ich wünsche allen unterhaltsame Lesefreuden und einen guten Gin im Glas.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Geschichte
  • Figuren
Veröffentlicht am 08.03.2020

Frau ist immer noch Frau und das verdient Beachtung und Hilfe

Midlife-Care
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Midlife-Care, ein ausgesprochen passender Titel für ein Buch, das angetreten ist, um Frauen in den mittleren Jahren zu helfen, gut mit ihrem Körper leben zu können und damit zurecht zu kommen, das da Dinge ...

Midlife-Care, ein ausgesprochen passender Titel für ein Buch, das angetreten ist, um Frauen in den mittleren Jahren zu helfen, gut mit ihrem Körper leben zu können und damit zurecht zu kommen, das da Dinge auftreten, die durchaus sehr belastend und einschränkend daher kommen können. Es ist ein Buch, das die speziellen biologischen Mechanismen des Körpers in dieser Zeit wissenschaftlich fundiert und verständlich darlegt und dann die ganze Palette an möglicherweise auftretenden Beschwerden vor den Lesern ausbreitet. Hier erfährt man, das 'das alles sein kann' und das man damit Ernst genommen wird. Das ist ganz klar die Haltung von diesem Buch und das ist sehr gut so. Und dann tritt natürlich das Wissen der beiden auf dem Cover abgebildeten Ärztinnen auf den Plan, das ganz große 'Was kann ich tun', ganz individuell für mich. Man erhält hier wirklich Antworten, die weitaus persönlicher rüberkommen als bei manchem Arzt in der Sprechstunde.
Ich finde dieses Buch sehr gelungen und für jede Frau, die es angeht, eine Bereicherung und weit mehr darüber hinaus.

  • Cover
  • Thema
  • Umsetzung
  • Wissen