Cover-Bild Tage des Lichts
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: C.H.Beck
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 22.01.2026
  • ISBN: 9783406843396
Megan Hunter

Tage des Lichts

Roman
Judith Schwaab (Übersetzer)

Achtzig Jahre Leben erzählt in sechs Tagen

"Und doch war es Ivy niemals in den Sinn gekommen, in ihrer Beziehung etwas Unangemessenes zu sehen, niemals war da der Gedanke gewesen, in ihr etwas Schäbiges oder Unzüchtiges zu erkennen. Manchmal musste sie sich selbst daran erinnern, dass sie ja tatsächlich eine Affäre hatte ."

"Tage des Lichts" erzählt ein achtzigjähriges Frauenleben in sechs Tagen - von Sehnsucht, Schuld und dem Mut, das eigene Herz nicht zu verraten. Wie viel Einfluss haben wir auf unser eigenes Leben, wenn ein unaufhaltsames Verlangen sich seinen Weg bahnt?

England 1938. Die 19-jährige Ivy steht an der Schwelle zum Erwachsenwerden, unsicher, wohin ihr Weg sie führen wird. Soll sie Tänzerin werden? Malerin? Abenteurerin? Oder vielleicht sogar Spionin? Ivy weiß nur eines sicher: Ihre Zukunft soll besonders werden - so besonders wie ihre ganze Familie. Doch ein tragisches Ereignis am Ostersonntag lenkt ihr Leben in überraschend gewöhnliche Bahnen: Sie heiratet, bekommt Kinder und führt ein angepasstes Leben. Erst als Ivy Jahre später Frances wiederbegegnet, die sie an eben jenem Ostersonntag zum ersten Mal traf, wird ihr bewusst, wie leer sie sich fühlt. Beide Frauen spüren eine Anziehung, der sie nicht nachgeben dürfen - und die doch unausweichlich scheint.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.02.2026

Ruhige, poetische Lebensgeschichte in 6 Tagen

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Ivy wächst in den 1920ern in einer kleinen Künstlergemeinde in South Downs (Sussex) auf. Ihr grosser Bruder Joseph und das Hausmädchen Anne sind ihre engsten Bezugspersonen. Sie hat eine starke Verbindung ...

Ivy wächst in den 1920ern in einer kleinen Künstlergemeinde in South Downs (Sussex) auf. Ihr grosser Bruder Joseph und das Hausmädchen Anne sind ihre engsten Bezugspersonen. Sie hat eine starke Verbindung zur Natur. Ihre Eltern sind Künstler und führen ein relativ freizügiges Leben. Sie wird häufig als die "Normale" oder die "Untalentierte" angesehen, während der grosse Bruder das Wunderkind ist, das zur Privatschule geht und danach in Oxford studiert. An einem Ostersonntag 1938, Ivy ist gerade 19, kehrt Joseph vom gemeinsamen Schwimmen im nahegelegenen Fluss nicht zurück. Die Leiche wird nie gefunden. Fortan ist Ivys Leben in ein Davor und Danach geteilt...

Das Buch verfolgt Ivy durch ihr ganzes Leben, die Autorin pickt jedoch 6 Tage heraus, alle im Frühling bzw. mit lockerem Bezug zu Ostern, an denen die Geschichte jeweils erzählt wird. Dazwischen passiert vieles und es gibt dementsprechend immer wieder Zeitsprünge, manches bleibt ungesagt, vieles wird impliziert. Manches scheint Ivy nicht zu reflektieren oder es bleibt ungesagt. Zum Beispiel fand ich die Beziehung zu ihren Töchtern nicht besonders gut beschrieben, hier fehlt die Tiefe. Auch die Art, wie Ivy mit ihrem viel älteren Ehemann "Bear" zusammenkommt, am Tag der Beerdigung ihres Bruders, ist eigentlich eine red flag.

Die Erzählung ist relativ ruhig obwohl hier ein ganzes Leben mit sehr vielen Veränderungen erzählt wird. Die Sprache ist wunderbar poetisch, ich habe das Lesen dadurch ausserordentlich genossen. Hier auch ein Lob an die Übersetzerin, Judith Schwaab, die Übersetzung ist hervorragend. Fazit: ein poetisches, ruhiges Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Ich bin gespannt, was von der Autorin als nächstes kommt.

Veröffentlicht am 14.02.2026

Sechs Sequenzen aus einem langen Leben und sie erzählen so viel

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Sechs Tage, eine kurze Zeit, wenn man auf ein langes Leben zurückblickt, doch hier erzählen sie so viel. Die 19-jährige Ivy, so voller Lust auf das Leben, wohin es gehen soll, weiß sie noch nicht, aber ...

Sechs Tage, eine kurze Zeit, wenn man auf ein langes Leben zurückblickt, doch hier erzählen sie so viel. Die 19-jährige Ivy, so voller Lust auf das Leben, wohin es gehen soll, weiß sie noch nicht, aber das Aufwachsen in einer Künstlerfamilie gibt ihr das Gefühl von grenzenloser Freiheit und alles ist möglich. Doch dann kommt der Tag, der alles verändert. Ihr großer Bruder, den sie über alles liebt, stirbt bei einem Badeunfall. Der Schock, die Realität dieses Todes, machen ihr Angst und sie heiratet, mit dem tiefen Bedürfnis nach Sicherheit, einen älteren Freund und bekommt Kinder. Dann der zweite Tag des Lichts, Jahre später, eingezwängt in diese Ehe, trifft sie auf die damalige Freundin ihres Bruders und es entwickelt sich ein tiefe Beziehung. Es steht eine Entscheidung im Raum, doch es fehlt der Mut und die Verpflichtung siegt. Weitere Tage folgen und eine lange Zeit bleibt die Sehnsucht, den eigenen Bedürfnissen einen Weg zu bahnen, ohne Widerhall, bei sich selbst oder ihrem Gegenüber.
Dieses Geschichte, wir Leser begleiten sie, begleiten diesen Menschen, Ivy, berührend, verzweifelt, mutig und irgendwann doch mit der richtigen Entscheidung, wenn der Moment gegeben ist. Und es ist die poetische, leicht melancholische Sprache, die einem ihr Fühlen so nahe bringt. Man hofft, wartet, trauert mit, bis zum Ende.
Ein Erleben, das sich Zeit lässt. Und es ist besonders und ein wirkliches Leseerlebnis.

Veröffentlicht am 01.02.2026

Lieblingsbuch

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Megan Hunter hat mit "Tage des Lichts" eine so wunderbar poetisch und melancholische Geschichte geschrieben, sodass dieses Buch schon jetzt zu meinem Jahreshighlight geworden ist. Bestimmt werde ich es ...

Megan Hunter hat mit "Tage des Lichts" eine so wunderbar poetisch und melancholische Geschichte geschrieben, sodass dieses Buch schon jetzt zu meinem Jahreshighlight geworden ist. Bestimmt werde ich es mit einigem Abstand erneut lesen.
Hauptfigur ist Ivy, die in einem künstlerisch geprägten Elternhaus auf dem Land im England der 1930er Jahre aufwächst. Ivy verlebt unbeschwerte Tage, gedanklich damit beschäftigt, was sie aus ihrem Leben machen soll. Das sorglose Leben nimmt am Ostersonntag des Jahres 1938 ein schicksalhaftes Ende. Ihr geliebter Bruder Joseph kehrt vom Baden in einem Fluss nicht zurück. Ivy wird sogar Augenzeugin des Verschwindens. Fortan belasteten die Geschehnisse vom Ostersonntag ihr Leben. Und ein weiterer Lebensfaden begleitet Ivy bis zum Schluss: die Liebe und das Verlagen zu einer anderen Frau. Durch gesellschaftliche Zwänge verursacht, kann diese Liebe über viele Jahre nicht ausgelebt werden.Ivy bleibt eine Suchende bis zum Schluss.

Auf überaus feinfühlige Weise gibt Megan Hunter Ivys Geschichte und ihre Gedanken wieder. Ich hatte das Gefühl, ihr bis in die Verästelungen ihrer Seele folgen zu dürfen. Aus meiner Sicht ist es eine große Kunst, eine Geschichte so zu gestalten.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Tiefgang und Poesie

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Tage des Lichts von Megan Hunter erzählt von sechs entscheidenden Tagen im Leben einer Frau und davon, was es loszulassen und wofür es zu kämpfen gilt.
Das Buchcover ist sehr schön gestaltet und hebt ...

Tage des Lichts von Megan Hunter erzählt von sechs entscheidenden Tagen im Leben einer Frau und davon, was es loszulassen und wofür es zu kämpfen gilt.
Das Buchcover ist sehr schön gestaltet und hebt sich von anderen stark ab, so dass es in der Buchhandlung durchaus ein Hingucker sein könnte, Mich hat es sofort angesprochen.
Mich hat die Autorin, die mir völlig unbekannt ist, sehr überrascht. Ich konnte Ivy bei ihren Lebensentscheidungen begleiten und mir gefällt das Leben in der Künstlerfamilie
Das Buch hat viele tragische und auch berührende Momente. Es klingt im Leser nach, so ging es mir. Wenn man sich auf die Geschichte einlässt, berührt es zu tiefst. Es ist auf jeden Fall ein Buch mit Tiefgang.
Eine besondere Geschichte, fesselnd, einfühlsam und stimmungsvoll erzählt.
Dieses Buch hat alles, was ich mir von einem guten Buch wünsche.

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Auf der Suche nach dem Licht

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Die Geschichte beginnt am Ostersonntag 1938, als die Protagonistin Ivy gerade 19 Jahre alt ist und auf der Schwelle zum Erwachsenwerden steht. Da verändert ein tragisches Ereignis ihr Leben für immer und ...

Die Geschichte beginnt am Ostersonntag 1938, als die Protagonistin Ivy gerade 19 Jahre alt ist und auf der Schwelle zum Erwachsenwerden steht. Da verändert ein tragisches Ereignis ihr Leben für immer und ihr Leben wird in eine ungewöhnliche Bahn gelenkt. Sie heiratet, bekommt Kinder und führt ein angepasstes Leben, obwohl sie tief im Inneren eigentlich etwas anderes möchte. An diesem tragischen Ostersonntag lernt sie nämlich Frances kennen, die Partnerin von ihrem Bruder und erst als sie diese Jahre später wieder trifft, verändert sich ihr Leben noch einmal, denn da merkt sie erst, wie leer ihr Leben eigentlich ist und beide Frauen spüren eine Anziehung zueinander, der sie eigentlich nicht nachgeben dürfen, die aber unausweichlich ist.

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und ich war auf ein paar Tage durch mit der Geschichte. Die Geschichte zeigt insgesamt 6 Tage aus dem Leben der Protagonistin, die zum Teil sogar entscheidend für ihr Leben sind. Ich habe mich zum Teil auch angesprochen gefühlt, denn für mich ist Ostern eng mit meiner Depression verbunden, die mich momentan in ein Dauertief versetzt und deshalb bin ich immer froh, wenn ich Ostern überstanden habe und nichts passiert ist und bin deshalb auch auf der Suche nach dem Licht.
In diesem Sinne gibt es von mir sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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