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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.11.2025

Wohlfühlroman, der nach Japan führt

Das Kamelienhaus
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Ich liebe Bücher, die mich an andere Orte entführen, mit interessanten Figuren unterhalten und von einem Familienunternehmen erzählen. Deshalb war ich sehr gespannt auf das Buch „Das Kamelienhaus“, nachdem ...

Ich liebe Bücher, die mich an andere Orte entführen, mit interessanten Figuren unterhalten und von einem Familienunternehmen erzählen. Deshalb war ich sehr gespannt auf das Buch „Das Kamelienhaus“, nachdem ich den Klappentext dazu gelesen habe. Ich habe das Buch auch sehr gerne gelesen, auch wenn ich etwas mehr Spannung erwartet hatte.

Die Geschichte dreht sich um Lucy, diese kehrt nach ihrem Studium auf die Kamelieninsel in der Bretagne zurück, wo sie in die Kosmetikfirma ihrer Mutter Sylvia einsteigen soll. Aber es ist nicht so einfach, sich wieder in den Ort ihrer Kindheit einzufinden. Als eine Reise nach Japan zu einer Kamelienölmanufaktur ansteht, ist Lucy darüber mehr als erfreut, zumal sie unterwegs den attraktiven Finn kennenlernt und mit ihm einen zauberhaften Tag in Tokio verbringt. Doch ist Finn wirklich der, den sie in ihm sieht? Und kann sie ihre Mission für die Kosmetikfirma ihrer Familie erfüllen? Denn die Manufaktur steht durch den unerwarteten Tod ihres Inhabers kurz vor dem Aus und Lucys Zeit in Japan verläuft völlig anders als geplant.

In die Handlung habe ich ohne Probleme hineingefunden, denn der Schreibstil gefällt mir wirklich gut. Er ist locker-leicht und schön bildlich. Ich habe mich die ganze Zeit inmitten des Geschehens gefühlt und es ist auch ein schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Dennoch hätte ich ein wenig Spannung und Wendungen gut gefunden, es gab auch mal ein paar langatmigere Passagen. Wie die Landschaft und generell Japan beschrieben wurde, war einfach nur toll und ich konnte mir ein eigenes Bild von diesem interessanten Land machen.

Alles in allem wird die Geschichte unterhaltsam erzählt, einige überraschende Wendungen wären noch schön gewesen. Ich vergebe desalb 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für Leser, die sich für Japan interessieren.


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Veröffentlicht am 10.11.2025

Anschauliches, historisches Leben einer Hebamme

Zwischen Zuversicht und Leben
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Ich lese immer wieder gerne historische Romane, die mich in eine andere Zeit entführen und mit interessanten Charakteren unterhalten. Deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch, das einen historischer ...

Ich lese immer wieder gerne historische Romane, die mich in eine andere Zeit entführen und mit interessanten Charakteren unterhalten. Deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch, das einen historischer Roman über das Leben einer Hebamme ihrer Zeit zeigt. Ich wurde auch wahnsinnig gut von dem Roman unterhalten und würde mich auch über weitere Bände freuen!

Das Buch führt den Lesen an die Wesermarsch 1978/1979: Egal, ob im Kreißsaal oder auf der Wochenbettstation – mit viel Feingefühl und Fachwissen versorgt die junge Hebamme Esther werdende Mütter bestmöglich und kämpft gegen überholte Ansichten. Doch im starren Klinikalltag mit seinen strengen Abläufen wird ihr klar: Wirklicher Fortschritt braucht Mut und manchmal ungewöhnliche Wege. Einen solchen muss sie gehen, als die Schneekatastrophe 1979 das öffentliche Leben stilllegt und sie ein verzweifelter Hilferuf erreicht. Doch in dieser Nacht muss sie nicht nur dem tobenden Sturm trotzen, sondern auch um das Leben zweier Menschen ringen.

In die Handlung habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen, dabei bildlich und es ist ein schöner Lesefluss gegeben, so dass die Seiten nur so dahingeflogen sind. Überhaupt hat mich die Geschichte von Anfang an gefesselt, langweilige Passagen sucht man hier vergebens. Richtig ans Herz gewachsen ist mir Esther, die es zu dieser Zeit als Frau in ihrem Berufsfeld nicht ganz so einfach hat. Sie ist jedoch eine starke Persönlichkeit und ich konnte mich mit ihr deshalb auch richtig gut identifizieren. Ich habe es sehr gemocht mehr über die Arbeit als Hebamme in der Wesermarsch zu erfahren und habe die Protagonistin sehr gerne begleitet.

Da ich das Buch nur so verschlungen habe und Esther so gerne bei ihrer tollen, aufopfernden Arbeit begleitet habe, würde ich mich sehr über weitere Bände der Reihe freuen und gebe die volle Punktzahl. Eine große Leseempfehlung für alle, die gerne historische Romane lesen und die sich für die Arbeit von Hebammen interessieren.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Toller Auftakt einer neuen Kinderbuchreihe

Felix Green – Geisterseher und Geheimagent
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Obwohl ich nicht direkt in die Zielgruppe des Buches gehöre, war ich doch sehr gespannt auf „Felix Green“, als ich den Klappentext zu dem Buch gelesen habe. Und ich muss sagen, dass ich regelrecht durch ...

Obwohl ich nicht direkt in die Zielgruppe des Buches gehöre, war ich doch sehr gespannt auf „Felix Green“, als ich den Klappentext zu dem Buch gelesen habe. Und ich muss sagen, dass ich regelrecht durch das Buch gerauscht bin, so gefangen war ich von der Handlung.

In der Geschichte geht es um Felix, wenn dieser vor etwas warnt dann wird meistens wahr, was er vorhersagt. Doch niemand glaubt seinen Warnungen, im Gegenteil, alle geben ihm die Schuld an den Unglücksfällen. Erst in London an der Magischen Meile, einer geheimen Schule für Traumweber und Geisterseher im Dienst der Regierung, erkennt man sein Talent. Doch ein Dunkler Geist bedroht die Schule. Ist Felix vielleicht der Einzige, der sich dem Dämon in den Weg stellen kann? Oder hat er diesmal wirklich etwas mit der Katastrophe zu tun?

Ich habe die Geschichte gemeinsam mit meinem Sohn gelesen und wir haben ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist altersgerecht und es hat sich für uns ein schöner Lesefluss ergeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Die einzelnen Charaktere sind interessant beschrieben und mein Sohn konnte sich von ihnen ein wirklich gutes Bild machen. Manche Charaktere sind uns auch im Laufe der Geschichte richtig ans Herz gewachsen. Die Handlung bleibt die ganze Zeit spannend, mitreißend und mystisch. Ausserdem wird es auch hin und wieder etwas humorvoll.

Wir wurden beide von dem Buch sehr gut unterhalten. Es findet sich hinter dem wunderschönen Cover eine starke Geschichte über Freundschaft, Mut und Magie. Über weitere Bände von Felix Green würden wir uns sehr freuen und vergeben natürlich die volle Punktzahl für dieses tolle Kinderbuch.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Ungewöhnlich

In einem Zug
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Ich kenne schon einige Krimis des Autors und ich wurde immer gut davon unterhalten. Dieses Hörbuch ist anders, es ist fast wie "aus dem Alltag" erzählt, hat auch mal kleine Längen aber insgesamt wurde ...

Ich kenne schon einige Krimis des Autors und ich wurde immer gut davon unterhalten. Dieses Hörbuch ist anders, es ist fast wie "aus dem Alltag" erzählt, hat auch mal kleine Längen aber insgesamt wurde ich gut unterhalten.

Eduard Brünhofer, ehemals gefeierter Autor von Liebesromanen, sitzt im Zug von Wien nach München. Nicht unbedingt in der Absicht, sich mit der Frau frühen mittleren Alters im Abteil zu unterhalten. Schon gar nicht in der Absicht, mit ihr über seine Bücher zu sinnieren. Erst recht nicht in der Absicht, über seine Ehejahre mit Gina zu reflektieren. Aber Therapeutin Catrin Meyr, die Langzeitbeziehungen absurd findet, ist unerbittlich. Sie will mit ihm über die Liebe reden. Dabei gerät der Schriftsteller gehörig in Zugzwang.

Ich bin gut in die Geschichte reingekommen und fand es spannend in die Gedankenwelt des Autors einzutauchen. Mal war dies ein wenig langatmig, aber oft ist er auf ungewöhnliche Ideen und ungewöhnliche Gedanken gekommen und es hat mir Spaß gemacht das Gespräch zwischen ihm und der Frau im Zugabteil mitzubekommen. Catrin Meyr fand ich teils etwas übergriffig und deshalb nicht immer sympathisch, aber es war spannend das Gespräch der beiden zu verfolgen.

Das Ende hatte dann noch eine kleine Überraschung in Petto und es war auf jeden Fall ein Hörspaß für mich auch wenn es jetzt nicht die allerbeste Geschichte des Autors war. Für zwischendurch auf jeden Fall gelungen!

Der Sprecher hat das Hörbuch gut vorgelesen und hat gut zu dieser Geschichte gepasst.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Leise erzählt- schönes Hörbuch

Was du siehst
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Ich höre immer wieder gerne Hörbücher die in etwas leiseren Tönen erzählt werden aber dennoch schön und authentisch geschrieben wurden, dieses Hörbuch war genauso.

1967: Als der Mann, den sie liebt, spurlos ...

Ich höre immer wieder gerne Hörbücher die in etwas leiseren Tönen erzählt werden aber dennoch schön und authentisch geschrieben wurden, dieses Hörbuch war genauso.

1967: Als der Mann, den sie liebt, spurlos verschwindet, verlässt die schwangere Ruth Ost-Berlin und macht sich auf in eine ungewisse Zukunft. Schnell fühlt sie sich zu Hause an einem Ort, an dem das Leben schon immer hart war, die Herzen der Menschen dafür umso größer. In dem kleinen Dorf in Mecklenburg, nahe der Elbe, trifft sie auf Hannah. Ihre Kinder Jule und Andi wachsen gemeinsam auf, sitzen am Ufer des Bracks, laufen durch die Kiefernwälder und träumen von der Zukunft. Als sie sich endlich ihre Liebe gestehen, scheint ihr Leben perfekt. Bis ein lang gehütetes Geheimnis Jule nach dem Mauerfall in die Welt zieht, während Andi auf seine große Liebe wartet.

Ich bin gut in die Geschichte reingekommen und habe mit den verschiedenen Personen mitgefiebert, zunächst mit Ruth und ihrer Geschichte als Alleinerziehende Frau, später dann auch mit Jule und Andi. Die Geschichte ist schön erzählt und hat Tiefe, ohne zu schwer zu sein, mit den Charakteren habe ich mich verbunden gefühlt, wobei ich Jule manchmal etwas forsch fande, gerade Andi gegenüber. Das Ende hat sich schön eingefügt und, obwohl es keine großen Wendungen gab, hab ich die Geschichte gerne angehört.

Die Sprecherin hat gut zum Hörbuch und zum Genre gepasst und hat die Geschichte lebendig vorgelesen. Ihre Stimme war angenehm und ich hatte ein paar tolle Hörstunden.

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