Profilbild von DoraLupin

DoraLupin

Lesejury Star
offline

DoraLupin ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit DoraLupin über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2026

Cosy Crime mit Witz und Natur

Gärten, Gift und kalte Rache
0

Schon alleine das tolle Cover hat mich sofort in den Bann ziehen können, denn ich liebe Pflanzen und ein gewisser Hauch zum Bösen durch das Fläschen in der Mitte, in dem Gift sein könnte, besteht auch ...

Schon alleine das tolle Cover hat mich sofort in den Bann ziehen können, denn ich liebe Pflanzen und ein gewisser Hauch zum Bösen durch das Fläschen in der Mitte, in dem Gift sein könnte, besteht auch gleich. Das Cover reiht sich ausserdem ganz wunderbar in die Buchreihe der Autorin ein, den Band eins und zwei sind ebenfalls ähnlich gestaltet und im Schrank sehen sie zusammen sicher wunderbar aus!

Dieser Cosy Crime dreht spielt in Oberdistelbrunn, hier soll alles aufblühen: mehr Insekten, mehr Biodiversität, mehr sanfter Tourismus. Doch statt Bienensummen liegt plötzlich Angst in der Luft. Der Fund eines Hundeskeletts setzt eine mysteriöse Mordserie in Gang – ein Opfer nach dem anderen wird vergiftet. Schon bald schreien die Dorfbewohner nach Selbstjustiz, denn die Polizei tappt im Dunkeln. Und wieder einmal sind Berta und Pauline, die beiden Hobbygärtnerinnen mit Miss-Marple-Gen, gefragt, dem Täter auf die Spur zu kommen. Nur kommen sie ihm dabei gefährlich nahe.

Ich kenne die anderen Bände der Reihe leider noch nicht, hatte aber trotzdem keine großen Probleme im Buch mitzukommen, auch wenn es natürlich immer etwas schöner ist in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Der Krimi ist aber in sich abgeschlossen und erfordert kein Vorwissen, das Privatleben der Protagonistinnen kennt man natürlich jetzt nicht so gut, wenn man mit diesem Teil anfängt. Der Schreibstil ist sehr flüssig-leicht und passt sehr gut zum Genre. Es findet sich allerlei Humor und Witz zwischen den Seiten, was den Krimi nicht nur in Sachen Spannung zu einem gelungenen Vergnügen macht!

Berta und Pauline sind wirklich sympathisch und man kann sehr leicht mit ihnen mitfiebern und mitermitteln. Die Autorin sogt im Buch gelungen für Wirrungen und falsche Fährten, sodass er Spaß macht bis zum Ende mitzurätseln was passiert ist. Sehr gut gefallen haben mir auch die Beschreibungen der Landschaft, der Häuser und Pflanzen im Buch. Man kann sich als Leser alles gut vorstellen!

Fazit: Ein sehr gelungenes Buch der Reihe, das ich nur empfehlen kann. Noch schöner ist es sicher nur, wenn man die ersten Bände der Reihe bereits kennt. Ich vergebe sehr gute 4 Sterne und eine Empfehlung an Krimifans und Gartenfreunde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2026

Schicksale finden zusammen

Giftiger Grund
0

Joran ist gerade aus dem Jugendknast raus, doch in Freiheit läuft es nicht gut. Sein Vater erpresst ihn und auch die Jobsuche läuft nicht rund und ist voller Vorurteile. Eines Abends schleicht ...

Joran ist gerade aus dem Jugendknast raus, doch in Freiheit läuft es nicht gut. Sein Vater erpresst ihn und auch die Jobsuche läuft nicht rund und ist voller Vorurteile. Eines Abends schleicht er zu der Tankstelle, die er vor sieben Jahren überfallen hat. Diese ist mittlerweile stillgelegt und ein "Lost Place". Seine letzte Hoffnung ist das Geld, welches er vor seiner Festnahme dort in der Nähe verstecket hat. Statt der Beute findet Joran im Schacht eine Leiche:, es ist Aras, sein damaliger Komplize.

Auf dem Gelände der ehemaligen Tankstelle kreuzen sich die Wege von Joran, Edda, einem kleines Mädchen im Schlafanzug und Charu, die sich als Fotografin von Lost Places einen Namen machen will. Ihre Leben kreuzen sich an diesem Ort auf schicksalhafte Weise.

Ich habe diese Geschichte als Hörbuch gehört, weil sich der Klappentext ungewöhnlich angehört hat, gerade das kleine Mädchen im Schlafanzug, völlig alleine wie ein Geist an einer verlassenen Tankstelle, hat mich nicht mehr losgelassen. Auch die Geschichte ist sehr ungewöhnlich und kein Krimi auf die klassische Weise. Stattdessen würde ich es eher als Spannungsroman beschreiben, in dem sich Schicksale verschiedener Menschen begegnen.

Der Schreibstil ist immer spannend und mitreißend geschrieben, man möchte in jeder Minute weiter hören. Dennoch so leicht und locker geschrieben, dass man immer gut in diesem Hörbuch mitkommt. Das Hörbuch ist größenteils wechselnd aus Sicht von Joran und Charu erzählt, später kommt auch Edda noch zum Zug. Jede Person hat ihre persönliche Erzählstimme was ich sehr schön gefunden habe. Einmal kommt auch am Ende noch ganz kurz eine andere Person zur Sprache, aber da möchte ich nicht zu viel verraten.

Die Geschichte ist sehr spannend und zeigt auch viele verschiedene Probleme der heutigen Zeit auf, die Geschichte legt da immer wieder den Finger in die Wunde. Manchmal waren es mir sogar etwas zu viele Einzelprobleme auf einmal. Die Geschichte macht aber auch nachdenklich und vorallem das Schicksal von Edda lässt wohl keinen kalt.

Die Sprecherinnen und der Sprecher haben ihre Aufgabe sehr gut gemacht und schön vorgelesen. Die Stimmen waren angenehm und haben gut zu den einzelnen Charakteren gepasst. Daher ist die Geschichte als Hörbuch auch besonders zu empfehlen. Ich habe sie gerne gehört.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2026

Hat mich leider nicht erreicht

Zugwind
0

Mira Zehmann ist Hausärztin, Mutter, Ehefrau und stammt aus einer jüdischen Familie in Odesa, vor Jahren hat sie zusammen mit ihrem Mann die Ukraine verlassen, um in Deutschland ihr eigenes Leben ...

Mira Zehmann ist Hausärztin, Mutter, Ehefrau und stammt aus einer jüdischen Familie in Odesa, vor Jahren hat sie zusammen mit ihrem Mann die Ukraine verlassen, um in Deutschland ihr eigenes Leben zu leben – für sich und ihre kleine Tochter. Doch als in ihrer alten Heimat Bomben explodieren, gerät ihre Welt aus den Fugen, und ein erbarmungsloser Zugwind weht durch ihr Leben. Die Hausarztpraxis wird zur Anlaufstelle, lang ist die Schlange der ukrainischen Patienten, die alle zu Mira wollen auf der Suche nach Trost, nach Heilung und Mitgefühl. Ob eine Affäre hilft, Miras Unmut über den unendlich langen Besuch der Schwiegermutter zu überwinden? Als Mira verfolgt, wie ihre Patienten zwischen den Welten reisen, steht für sie fest: Sie muss nach Odesa, muss ihre über neunzigjährige Oma besuchen, das Meer sehen, mit ihren Freunden tanzen gehen.

Nachdem ich den Klappentext gelesen habe war ich richtig neugierig auf die Geschichte, denn ich bin selbst im Bereich des Gesundheitswesend tätig und habe mir hier nicht nur neue Einblicke aus Sicht einer Ärztin erhofft, sondern auch etwas über die geflüchteten Menschen aus der Ukraine zu erfahren.

Ich bin eigentlich ganz gut in die Geschichte reingekommen, denn der Schreibstil ist leicht und man kann sich gut darauf konzentrieren, auch wenn er von Beginn an etwas unnah für mich schien. Manchmal kommt eine Geschichte ja zur falschen Zeit und vielleicht war das hier der Fall, aber irgendwie konnte mich die Geschichte nicht so erreichen wie erwartet, vielleicht auch weil ich selbst aus dieser Branche komme. In einem Satz erwähnt die Ärztin selbst einmal soetwas, dass viele Landsleute zu ihr kommen würden, weil sie ja in Deutschland nichts "bezahlen" müssten und diesen Eindruck hat es auch immer wieder auf mich gemacht, es wurde einiges getrickst und ich habe mich manches mal gefragt ob es wirklich richtig ist nicht zu hinterfragen wer denn diese Dinge nun eigentlich bezahlen muss. Ich hatte da zumindest kein gutes Gefühl, vielleicht weil ich da mehr hinter die Kulissen sehen kann als andere Menschen die nicht aus dieser Branche kommen.

Aber es kam es mir auch immer mehr vor wie eine Aneinanderreihung verschiedener Patienten und ich wurde das irgendwann müde mitzuverfolgen. Einerseits da mich das Buch nicht Recht abholen konnte, andererseits aber auch, weil ich schon im realen Leben so viel mit Patienten zu tun habe und ich das Gefühl hatte ich würde da nichts Neues erzählt bekommen.

Gut gefallen haben mir ein paar Absätze in denen Geschrieben wurde wie es für die Geflüchteten ist in ein anderes Land zu kommen und wie es als Zivilist ist einen jungen Soldaten zu sehen. Das waren aber leider immer nur Ausschnitte und das hätte ich mir mehr gewünscht von diesem Buch.

Gelesen wurde das Buch aber sehr gut, die Sprecherin hatte eine angenehme Stimme. Dennoch konnte sie mich nicht so begeistern, das ich nach etwas mehr als 60 Prozent das Hörbuch abgebrochen habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2026

Gut gelesen

Der Gesang der See
0

Auf der kleinen Fischer-Insel an der norwegischen Westküste ist das Leben hart, die Natur überwältigend. Die junge Kristiane verspricht ihrem Vater, den seit Generationen besetzten Lotsenposten in der ...

Auf der kleinen Fischer-Insel an der norwegischen Westküste ist das Leben hart, die Natur überwältigend. Die junge Kristiane verspricht ihrem Vater, den seit Generationen besetzten Lotsenposten in der Familie zu halten. Als Frau darf sie die Schiffe in den Schären nicht selbst geleiten. ​Doch als ihr Mann bei einem Sturm ums Leben kommt, steht ​die schwangere Kristiane ​allein da mit Mutter und Schwester; man will ihnen das Lotsenmandat entziehen. Auf der Suche nach jemandem, der ihnen eine Zukunft gewähren kann, gerät sie in tiefen Konflikt zwischen Pflicht und Leidenschaft.


Ich kenne die Autorin bereits von einem anderen Hörbuch und auch dieses hat mir wieder gut gefallen! Der Schreibstil war eindrücklich und leicht verständlich, vorallem die Schifferei wurde sehr gut beschrieben.

Die Protagonistin war eine starke Persönlichkeit die ihre eigenen Wege gegangen ist und sich nicht hat unterkriegen lassen; das war schön zu lesen! Die Geschichte hört sich zu jeder Zeit sehr echt und lebensnah an.

Ich habe einiges über diese Berufe zur See lernen dürfen und bin ganz in die Vergangenheit eingetaucht. Bis auf ein paar zähe Passagen war die Geschichte immer hörenswert und unterhaltsam.

Die Sprecherin hatte eine angenehme Stimme und hat gut vorgelesen. Sehr lebendig und angenehm wurde die Geschichte von ihr gelesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2026

Anspruchsvoll

Exoplaneten
0

Ich habe das Buch gemeinsam mit meinem 9-jährigen Sohn gelesen, denn er war Feuer und Flamme als ich ihm das Buch gezeigt habe. Er liebt alles über das Thema Weltraum und Planeten und deshalb ...

Ich habe das Buch gemeinsam mit meinem 9-jährigen Sohn gelesen, denn er war Feuer und Flamme als ich ihm das Buch gezeigt habe. Er liebt alles über das Thema Weltraum und Planeten und deshalb war dieses Buch ein Muss für uns! Das Cover ist schon sehr schön anzusehen und stimmt gut auf das Thema des Buches "Exoplaneten" ein.

Das Sachbuch ist in mehrere Kapitel gegliedert, es startet mit dem Thema "Was ist ein Exoplanet" und "Warum suchen wir Exoplaneten", dieses Kapitel hat uns beiden sehr gut gefallen. Dann geht es weiter mit "Wie findet man einen Exoplanet" und hier wurden verschiedene Suchmethoden vorgestellt. Die Fließtexte hierzu waren ziemlich kompliziert zu lesen für Kinder und ich hätte mir den Text gestraffter und etwas kindgerechter gewünscht. Sehr gut fanden wir dafür die "Kurzbeschreibungen der Techniken bei den Bildern", hier wurde es recht einfach erklärt.

Auch beim Kapitel "Könnte es auf Exoplaneten leben geben" wird sehr wissenschaftlich vorgegangen und hier hätte ich mir ein paar Beispiele zwischen der Erde und Exoplaneten gewünscht, als das ganze Thema mit Statistik und Spektroskopie anzugehen.

Der zweiten Teil des Buches, in dem man verschiedene Exoplaneten kennenlernt hat uns gut gefallen, lediglich die riesigen Doppelseiten von "lerne ein paar Exoplaneten kennen" wirkt etwas erschlagend auf die Kinder und mein Sohn hatte dann auch nur Lust die Fotos anzuschauen weil ihm das zu wenig übersichtlich auf diesen insgesamt drei Seiten war.

Obwohl jetzt viel "gemeckert" wurde, fanden mein Sohn und ich das Buch aber sehr lebenswert und wir haben auch gerne Neues gelernt, nur manchmal hätten wir es uns etwas weniger wissenschaftlich und mit mehr handfesten Beispielen gewünscht.

Die Bilder im Buch sind wirklich toll und laden zum betrachten ein! Selbst mein 3-jähriger Sohn wollte unbedingt die Bilder sehen und war fasziniert davon.

Fazit: Ein Buch, das sich jeder Fan von Weltraum und Planeten mal ansehen sollte, es ist aber wirklich nur etwas für ältere Kinder, da sollte man sich nicht von den schönen Bildern und dem großen Format täuschen lassen, es ist anspruchsvoll!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung