interessant
Rose in Chains„Rose in Chains“ von Julie Soto ist eines dieser Bücher, die einen regelrechten Hype ausgelöst haben, und ich kann verstehen, warum viele es in den höchsten Tönen loben. Doch für mich persönlich hat es ...
„Rose in Chains“ von Julie Soto ist eines dieser Bücher, die einen regelrechten Hype ausgelöst haben, und ich kann verstehen, warum viele es in den höchsten Tönen loben. Doch für mich persönlich hat es nicht ganz den hohen Erwartungen entsprochen. Es ist ein unterhaltsames Buch, keine Frage, und die Geschichte hat definitiv ihre packenden Momente, aber der große Wow-Effekt blieb bei mir aus.
Briony Rosewood, die Schwester des Friedenbringers, steht im Zentrum der Handlung. Die Prophezeiung, die sie umgibt, verspricht Großes, und man ist gespannt, wie sich alles entfalten wird. Die große Schlacht endet jedoch in einer Niederlage, und Briony findet sich in der Gefangenschaft ihres Erzfeindes Toven Hearst wieder. Der Gedanke, dass sie als Sklavin verkauft wird, gibt der Geschichte eine dunkle Wendung, die mich emotional durchaus bewegt hat.
Während des Lesens tauchen wir in Brionys Vergangenheit ein, und die Rückblicke auf ihre Schulzeit bieten interessante Einblicke in ihre Entwicklung. Die Magie, die die Geschichte durchzieht, wird nach und nach enthüllt, was für mich ein spannender Aspekt war. Ich will hier nicht zu viel verraten, um keine Spoiler zu riskieren, aber die Art und Weise, wie Magie in dieser Welt funktioniert, fand ich faszinierend.
Brionys Charakter ist komplex und manchmal schwer zu fassen. An manchen Stellen fand ich sie einfach nur nervig, während ich an anderen Punkten ihre Handlungen nachvollziehen konnte. Und dann ist da noch Toven, der mit seinem ständigen „Nein“ eine gewisse Frustration in mir hervorrief. Es ist fast schon amüsant, wie oft er eigentlich „Ja“ meint, es aber nicht über die Lippen bringt. Vielleicht sollte ich das Buch tatsächlich noch einmal lesen, nur um seine „Neins“ zu zählen – wörtlich und körperlich.
Das Enemies to Lovers-Motiv hat seinen Reiz, obwohl es nicht immer ganz überzeugend war. Trotzdem, die Intrigen und magischen Begegnungen machen das Buch lesenswert. Und ja, ich werde definitiv weiterlesen, um zu erfahren, wie es mit Briony weitergeht. Wer weiß, vielleicht wächst mir die Geschichte beim zweiten Lesen doch noch mehr ans Herz.