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Veröffentlicht am 20.07.2025

Die Machenschaften der Medici

Der Abt von Salem - Im Bann der Medici
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Ein junger Mann verschwindet im Jahr 1498. Der Abt Johannes wird von dem Vater des jungen Mannes gebeten, sich dieses Mysteriums anzunehmen. Schon bald sind Abt Johannes und sein Team mittendrin. Die Spuren ...

Ein junger Mann verschwindet im Jahr 1498. Der Abt Johannes wird von dem Vater des jungen Mannes gebeten, sich dieses Mysteriums anzunehmen. Schon bald sind Abt Johannes und sein Team mittendrin. Die Spuren führen nach Italien und alsbald wird es richtig gefährlich für unsere gnostischen Ermittler.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, wobei der Teil, der in der heutigen Zeit spielt, tendenziell weniger im Leseanteil zu Geltung kommt. Schwerpunkt der Geschichte sind die Ermittlungen im Jahr 1498. Abt Johannes hat mir direkt als Ermittler gut gefallen, da er ein Mann des Wortes und der Taten ist und trotzdem versucht einigermaßen seinem ethischen Berufsbild zu entsprechen. Die Menschlichen Bedürfnisse sind ihm allerdings manchmal ein wenig im Weg.

Insgesamt hat mir die Charakterzeichnung der Figuren gut gefallen, die auftretenden Personen wirken authentisch und typisch für die Zeit dargestellt. Die Ermittlungen sind gut in die Geschichte integriert und man bekommt als lesende Person ein Gespür für die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse der Zeit. Die Story auf der zweiten Zeitebene in der heutigen Zeit war nicht schlecht geschrieben aber für mich hätte es diese nicht unbedingt gebraucht. Der Schwerpunkt des Romans waren die Ermittlungen von Abt Johannes und seinem Team und die waren richtig gut.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Düsterer dreckiger spannender Krimi

Die schwarze Stunde
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Ein etwas dreckiger, aber sehr atmosphärischer Krimi mit einem sehr eigenwilligen Ermittler der zwischen Bewunderung und Belauerung im Leben hin und her schwankt.

Im Juli 2007 ermittelt Rocco vor seiner ...

Ein etwas dreckiger, aber sehr atmosphärischer Krimi mit einem sehr eigenwilligen Ermittler der zwischen Bewunderung und Belauerung im Leben hin und her schwankt.

Im Juli 2007 ermittelt Rocco vor seiner Versetzung in das Aostal noch in seiner Heimat in Rom. Dort wird er eines Tages zu der Leiche eines jungen Mannes in einem Steinbruch gerufen. Der junge Mann wurde brutal ermordet. Als ein paar Tage später ein weiterer junger Mann tot aufgefunden wird, beginnt eine Spirale der Ermittlung und Verfolgung quer durch Rom, die auch Rocco für immer verändern wird.

Rocco ist ein sehr interessanter, aber zwielichtiger Charakter. Er hat seine eher kriminelle Vergangenheit offiziell abgelegt, aber der Umgang mit seinem “alten Freundeskreis” deutet darauf hin, dass er nicht komplett sein altes Leben einfach abstreifen kann. Er wirkt nach außer sehr hart und etwas ungehobelt, aber tief im Inneren ist er ein liebenswürdiger, leidenschaftlicher Charakter, der alles tut, damit seine Frau und große Liebe Marina glücklich ist.

Seine Freunde Furio, Brizio und Sebastiano sind sehr gute Nebencharaktere und sorgen für so einige interessante Situationen im Roman. Sebastiano war dabei mein Lieblingsnebencharakter, vielleicht auch weil er der Zwielichtige von allen ist. Die Spannung der Geschichte ist sehr gut konstruiert und im Laufe der Erzählung steigert sich diese noch ein wenig.

Der Roman lebt von seiner Atmosphäre und der Autor schafft es fast so eine Art “Italo-Western-Atmosphäre” zu schaffen. Sehr gut beschreibend sind die einzelnen Handlungsorte in Rom und als lesende Person macht man einen interessanten Roadtrip durch die ewige Weltmetropole. Das Ende ist sehr interessant und dramatisch was mir sehr gut gefallen hat. Ein rundum gelungener Krimi einer Reihe die ich definitiv weiterverfolgen werde.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Ein Roman wie ein Sommerurlaub

Das Versprechen eines Sommertags
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Ein Roman, der sich wie ein Sommerurlaub anfühlt und dennoch den Alltag nicht ausblenden kann. Isabelle wird mit ihrem Mann und Kindern nach Mallorca zur goldenen Hochzeit ihrer Eltern reisen. Doch ihre ...

Ein Roman, der sich wie ein Sommerurlaub anfühlt und dennoch den Alltag nicht ausblenden kann. Isabelle wird mit ihrem Mann und Kindern nach Mallorca zur goldenen Hochzeit ihrer Eltern reisen. Doch ihre Ehe ist zerrüttet, für die Feier versucht die Familie die Fassade aufrecht zu erhalten, was sich schwieriger gestaltet als zunächst angenommen. Ihr Mann will die Scheidung und ein neues Leben anfangen. Zudem gibt es ein Wiedersehen mit ihrem Bruder Daniel und seinem besten Freund Ben.

Ben und Isabell hegen immer noch Gefühle füreinander, auch wenn ihre Wege sich damals getrennt haben. Gibt es eine Chance auf einen Neuanfang? Doch dann kommt noch eine andere Wahrheit ans Licht, die die Familie noch einmal vor eine schwere Probe stellt.

Sehr einfühlsam erzählt Elena Sonnberg den Roman aus der Perspektive der Ich-Erzählerin Isabelle. Eine Frau Anfang vierzig, verheiratet, zwei Kinder, berufstätig als Maklerin und mit einer geheimen, sowie unterdrückten Leidenschaft für die Malerei. Sie ist eine gute Identifikationsfigur für die Leserinnen dieses Romans. Der Erzählstil der Autorin ist nicht nur sensibel, sondern auch leicht und versprüht viel Lebensfreude.

Auch die Vorzüge von Mallorca werden in dem Roman betrachtet, ob kulinarisch oder landschaftlich, auch wichtige Sehenswürdigkeiten und Orte werden angesteuert. Somit ist auch dieser Roman wie ein kleine Roadtrip und Urlaub zugleich.

Auch hat der Roman Tiefe, denn nicht nur Familienprobleme und -streitigkeiten werden thematisiert, sondern auch das ganz normale Familienleben mit allen Höhen und Tiefen. Ich persönlich fand die Mischung interessant und hatte dies so nicht erwartet.

Ein Urlaubsroman mit Tiefgang und Emotionen, eine Empfehlung für alle, die die Sonneninsel Mallorca lieben oder sie kennenlernen wollen.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Mord an Oligarchen

Boom Boom Babuschka
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Ein sehr lustiges und abwechslungsreiches Hörbuch, was ich einfach nur genießen konnte. Bei Rufus und Ray, den beiden Erdmännchen, die mit ihren Artgenossen in einem Wald in Brandenburg leben ist irgendwie ...

Ein sehr lustiges und abwechslungsreiches Hörbuch, was ich einfach nur genießen konnte. Bei Rufus und Ray, den beiden Erdmännchen, die mit ihren Artgenossen in einem Wald in Brandenburg leben ist irgendwie die Stimmung schlecht. Schon länger hat ihr Menschenfreund Phil, ein Agent aus Berlin keinen neuen Auftrag mehr an Land gezogen und dass nagt an ihrem Ego. Als sie die Hoffnung schon aufgegeben haben, kommt Phil mit einem Spezialauftrag um die Ecke. An mehreren illustren Orten in Europa gibt es eine sonderbare Selbstmordserie unter russischen Oligarchen. Irgendwas ist faul in Europa und Euro-Pol ermittelt. Ein Glücksmoment für Ray und Rufus, die sich beide mit Phil in ein erneutes Abenteuer stürzen.

Das Hörbuch lebt von seinem Sprecher Christoph Maria Herbst. Mit unterschiedlichen Stimmlagen und verstellter Stimme sorgt er für ein Hörspielerlebnis der Extraklasse. Der Humor und der Facettenreichtum in der Handlung sorgen für ein ganz besonderes Hörerlebnis. Ich persönlich konnte das Hörbuch kaum ausmachen, ohne den Drang zu spüren es sofort weiterzuhören. Ich habe Ray und Rufus einfach in mein Herz geschlossen. Der etwas selbstbewusste Ray und der technisch und brillant belesene Rufus sind ein kongeniales Duo, was Hörerherzen höherschlagen lässt. Nur eine Bitte: Mehr davon!

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Süffisanten Anekdoten des Kuralltags

Geheimnisse in der Grünen Mark
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Ein sehr differenziertes Ermittler-Duo in einem verzwickten Mordfall, der mit süffisanten Anekdoten des Kuralltags in der damaligen Zeit für ein kurzweiliges Lesevergnügen sorgt. In Frohnleiten im Jahr ...

Ein sehr differenziertes Ermittler-Duo in einem verzwickten Mordfall, der mit süffisanten Anekdoten des Kuralltags in der damaligen Zeit für ein kurzweiliges Lesevergnügen sorgt. In Frohnleiten im Jahr 1897 wird der Allgemeinmediziner Titus auf einen verschollenen Kurgast aufmerksam gemacht und nach kurzer Suche wird dieser tot aufgefunden. Er hat kurz vorher seinen ehemaligen Klassenkameraden Franz in einer sonderbaren Situation wieder getroffen. Widerspenstig erklärt er sich bereit seinem ehemaligen Kameraden zu helfen. Die Antipathie der beiden Protagonisten sorgt dabei für eine unterhaltsame Reise durch die Kur-Welt in Frohnleiten auf der Suche nach den Tätern.

Untersuchungsrichter Franz ist ein leicht impulsiver Charakter, der durchaus schnell aufbrausend und manchmal etwas unbedacht in Situationen agiert. Titus dagegen wirkt wesentlich ruhiger und abgeklärter, auch wenn er manchmal emotional sehr unsicher agiert. Diese gute Mischung der beiden ermittelnden Personen sorgt für eine gute Abwechslung bei der Entwicklung der Story. Auch die Nebencharaktere sind gut gewählt und ich konnte für einige durchaus Sympathie entwickeln.

Der Schreibstil der Autorin ist mit einer Sprachfärbung der damaligen Zeit gewählt mit österreichischem Einschlag. An der ein oder anderen Stelle verwendet die Autorin Begrifflichkeiten, die in der heutigen Zeit so nicht mehr im allgemeinen Sprachgebrauch ihre Anwendung finden, aber für die Authentizität der Story habe ich das im Wesentlichen als korrekt empfunden.

Die Spannung der Erzählung ist gut und wer aufpasst kann eventuell auf die Täter kommen, ich habe es trotz Konzentration aber nicht geschafft. Sehr gut hat mir die allgemeine geschriebene Atmosphäre in der Geschichte gefallen. Ich konnte mir die Umgebung, sowie das allgemeine Verhalten und Handlungsgeschehen der Protagonisten ziemlichgut vorstellen. Ein zwei Turns hätte ich mir in der Geschichte noch gewünscht, aber das ist nur eine kleine Anmerkung, an der in sich sehr gut konstruierten, sehr schön erzählten und auch durchaus humorvollen Kriminalstory.

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