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Veröffentlicht am 17.08.2025

Leiser Roman mit Spannungseffekten und einem dunklen Kapitel

Der dunkle Sommer
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Ein Roman auf zwei Zeitebenen, der sich mit einem dunklen Kapitel der damaligen Zeit befasst. Die Architektin Tilda erwirbt für einen symbolischen Euro ein Haus in einem kleinen Dorf in Sardinien. Dort ...

Ein Roman auf zwei Zeitebenen, der sich mit einem dunklen Kapitel der damaligen Zeit befasst. Die Architektin Tilda erwirbt für einen symbolischen Euro ein Haus in einem kleinen Dorf in Sardinien. Dort gestaltet sie das Haus als gelernte Architektin nach ihren Wünschen um. Doch die Umgebung hat ihre Geheimnisse, die Tildas Leben für immer verändern werden.

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der heutigen Zeit geht es um Tilda und ihr neues Leben im Dorf in Sardinien. Die andere Zeitebene beschäftigt sich mit den 80iger Jahren und berichtet von der jungen Franca. Diese lebt das Leben, was damalas nach dem Stand der Familie, sowie der Wertvorstellung der Region gestaltet wurde. Franca und Tilda leben zwei unterschiedliche Leben, aber irgendwas verbindet die beiden.

Mir hat persönlich Tilda etwas besser als Franca gefallen, aber das war wohl mehr persönliches Befinden. Der Schreibstil der Autorin ist gut und man kann der Geschichte sehr gut folgen. Die Autorin schafft es sehr gut Emotionen in der Sprache widerzugeben, weswegen ich mich in das Seelenleben der Frauen gut einfinden konnte.

Die Spannung der Story ist gut, wobei ich eine Ahnung hatte, wohin sich die Handlung entwickelt. Trotz dieses kleinen Makels hat dieses Buch aber eine ganz wichtige Botschaft, die ich aber hier noch nicht verraten möchte. Ein spannender, emotionaler etwas leiserer Thriller den ich aber durchaus empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Ein düsterer atmosphärischer Thriller

Brackwasser - Stille Wasser sind tief. Und manche sogar tödlich …
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Ein düsterer atmosphärischer Thriller, der mit den Charakteren spielt.

Svea kehrt nach über zwanzig Jahren in ihre alte Heimat zurück. Sie hat an diese keine gute Erinnerung. Aber als die Leiche ihrer ...

Ein düsterer atmosphärischer Thriller, der mit den Charakteren spielt.

Svea kehrt nach über zwanzig Jahren in ihre alte Heimat zurück. Sie hat an diese keine gute Erinnerung. Aber als die Leiche ihrer damals besten Freundin gefunden wird, versucht Svea gegen die Ängste aus der Vergangenheit anzukämpfen. Das Schicksal ihrer Schwester liegt ihr am Herzen und diese führt ein sonderbares abgeschottetes Leben in der Nähe eines Waldes. Ihr Mann Erik, ist ein Mann voller Geheimnisse. Bald merkt Svea, dass sie sich auf gefährlichem Terrain bewegt.

Svea ist ein Charakter, der zwischen starker Frau und führsorglicher Schwester sowie Freundin wankt. Sie hat ihre starken Momente und weiß sich im Leben zu behaupten, aber manchmal sorgen einige Situationen bei ihr für eine innere Überforderung, was mir persönlich gut gefallen hat.

Die zahlreichen Nebencharaktere sind gut in die Handlung eingebaut worden. Dabei ist mir Erik besonders aufgefallen, da dieser durchaus mehr charakterlich aufweist, als man am Anfang des Buches denken mag.

Sehr atmosphärisch und mit düsteren Elementen behaftet ist der Schreibstil der Autorin. Man hat an manchen Stellen das Gefühl, das viel Schlechtes in den Charakteren steckt, was die allgemeine Empfindung beim Lesen noch einmal verstärkt. Es geht in dem Buch auch viel um die Natur und ihre Umgebung, was dem Roman eine zusätzliche Atmosphäre verleiht.

Das Ende war für mich überraschend, aber ich hatte auch eine leichte Vorahnung. Ein spannender Thriller, der mich gut unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Ein Buch wie ein Sog

Stromlinien
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Ein Pageturner, dem ich noch sehr viele Leserinnen und Leser wünsche. Rebekka Frank hat ein Buch geschrieben, welches einen ungeheuren Sog auslöst und Leserinnen und Leser gefangen nimmt.

Die Zwillinge ...

Ein Pageturner, dem ich noch sehr viele Leserinnen und Leser wünsche. Rebekka Frank hat ein Buch geschrieben, welches einen ungeheuren Sog auslöst und Leserinnen und Leser gefangen nimmt.

Die Zwillinge Enna und Jale sind unzertrennlich, bis zu dem Tag an dem Jale verschwindet. Es ist der Tag, an dem ihre Mutter aus dem Gefängnis entlassen wird. Dort sind die beiden Mädchen auch zur Welt gekommen, sie freuen sich endlich ihre Mutter in Freiheit zu sehen und fiebern dem Tag entgegen. Doch auch die Mutter ist verschwunden. Für Enna, die Ich-Erzählerin des Hauptstrangs, bricht eine Welt zusammen. Eine abenteuerliche Suche nach ihrer Schwester und Mutter beginnt. Und sie fragt sich zum ersten Mal, warum hat ihrer Mutter eigentlich im Gefängnis gesessen und kenne ich meine Mutter eigentlich…

Ein Roman voller psychologischem Feingefühl, welches mich überzeugt hat. Am Anfang konnte ich die verschiedenen Zeitebenen nicht einordnen und hatte keine Ahnung, in welcher Beziehung die Personen zu Enna stehen, bzw. von wem die Rede ist. Doch das Geflecht der Geschichte wird immer enger und es kommt sehr viel zum Tragen.

Für mich ein Familienroman der nicht nur menschliche Abgründe offenbart, sondern auch Familiendynamiken offenbart. Der wieder einmal zeigt, wie wichtig Reden innerhalb der eigenen Familie ist. Der Schauplatz des Romans, die Marsch der Elbe wird eindrucksvoll beschrieben, ebenso die Flora und Fauna. Man hat förmlich das Gefühl mit Enna auf dem Boot zu sein und über die Elbe und ihre Nebenarme zu schippern.

Für mich großes Kino, dass ich allen Leserinnen und Lesern nur ans Herz legen kann. Ein Roman der erste etwas ruhig daherkommt und dann aber zu einem super Spannungsroman mit Krimielementen wird.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Einfühlsames eindringliches Buch

Frag nicht nach Agnes
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Valerie Jakob hat ein sehr eindringliches Buch geschrieben, welches in mir noch sehr lange nachgehallt hat. Es ist die Geschichte von Großmüttern, Müttern und Töchtern und inwiefern die Lebenserfahrungen ...

Valerie Jakob hat ein sehr eindringliches Buch geschrieben, welches in mir noch sehr lange nachgehallt hat. Es ist die Geschichte von Großmüttern, Müttern und Töchtern und inwiefern die Lebenserfahrungen unserer Mütter und Großmütter unser eigenes Leben beeinflussten, ob durch Wissen oder Unwissen.

Im Mittelpunkt steht die junge Goldschmiedin Lilo, aus ihrer Sicht wird der Roman zu großen Teilen erzählt. Sie versucht mehr über ihre Großmutter Agnes heraus-zubekommen, aber ihre Mutter mauert und bezichtigt wiederum Agnes, ihr Leben zerstört zu haben. Lilo möchte wissen, was in der Vergangenheit passiert ist, und begibt sich auf eine spannende Suche. Agnes, Lilos Großmutter erzählt auf der zweiten Zeitebene, vor allen Dingen aus den 50er Jahren und wie hart das Leben für Sie und die Familie nach dem Krieg war.

Zwei Frauen, die um Selbstbestimmung und Freiheit ringen. Der Roman beinhaltet so viele Themen, ob es die Rolle der Frau in den 50er Jahren ist (sie durfte nur mit der Erlaubnis ihres Mannes arbeiten) oder die Kriegsverbrechen und deren Vertuschung. Ein starkes Zeitzeugnis, welches zeigt wie tief manche Dinge verwurzelt sind und dass ein Neuanfang, nicht immer ein klarer Cut ist, so sehr wir uns auch bemühen.

Es geht um Ungesagtes, über das, worüber nicht gesprochen wird oder wurde. Dennoch hat diese “Lücke” das Leben vieler Menschen und Generationen geprägt. Teilweise ein aufwühlendes und beklemmendes Buch, welches ich gerade am Ende kaum aus der Hand legen konnte.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Ein Taxifahrer ermittelt in Valencia

Gefährliches Wasser
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Mit viel Flair und Detailwissen über Valencia ist dieser Krimi die perfekte Urlaubslektüre. Der ehemalige Inspektor Vicente Alapont fährt nun Taxi durch seine Heimat Valencia. Trotz seines beruflichen ...

Mit viel Flair und Detailwissen über Valencia ist dieser Krimi die perfekte Urlaubslektüre. Der ehemalige Inspektor Vicente Alapont fährt nun Taxi durch seine Heimat Valencia. Trotz seines beruflichen Wechsels kann er das Ermitteln nicht lassen. Bald wird er mit einem neuen Fall konfrontiert, der seine ganze Aufmerksamkeit auf seinen ehemaligen Beruf lenkt.

Der Krimi sorgt mit unheimlich viel Lokalkolorit und Wissen über das Leben in Valencia für ein ganz besonderes Urlaubsflair. Das ich selbst diese Stadt kurz besuchen durfte, kann ich (wenn auch nur als Tourist) die beschriebenen Orte sowie Verhaltensweisen der Einwohner bzw. der Einheimischen sehr gut nachvollziehen. Valencia ist ein lebensfroher und lustvoller Ort, der immer eine Reise wert ist. Im Krimi kommt dieses Flair sehr deutlich rüber.

Des Weiteren konnte ich mich sehr gut mit Alapont identifizieren. Er liebt die Kulinarik und seine Stadt und ist ein Familienmensch. Dabei versucht er neben seinen Freundschaften stets den Kontakt zu den Menschen zu halten, um zu verstehen, was diese z.B. erfreut bzw. belastet. Der Schreibstil ist locker, flüssig und sehr gut lesbar. Die Seiten fliegen nur so dahin. Der Krimi lebt von seiner besondere Art. Es ist ein Krimi der etwas leiseren Seiten, was der Spannung aber überhaupt keinen Abbruch tut.

Ein lockerer Krimi mit einem sympathischen Ermittler, der sehr viel über das Leben der Menschen von Valencia verrät.

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