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Veröffentlicht am 11.02.2023

Mord im Wallfahrtsort

Die Henkerstochter und die schwarze Madonna (Die Henkerstochter-Saga 9)
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Der Glaube an eine Religion hat vor allen Dingen in der Vergangenheit für die Menschen eine sehr große Rolle gespielt. In diesem historischen Roman treffen unterschiedliche Glaubensgrundsätze aufeinander, ...

Der Glaube an eine Religion hat vor allen Dingen in der Vergangenheit für die Menschen eine sehr große Rolle gespielt. In diesem historischen Roman treffen unterschiedliche Glaubensgrundsätze aufeinander, welche sich nur schwer in Einklang bringen lassen. Demut und Hoffnung trifft dabei auf puren Fanatismus. Spannung und Dramatik lassen das historische Krimiherz einfach höherschlagen. In der Geschichte geht es erneut um die berühmte „Henkersfamilie Kusel“, welche wieder einmal in ein Krimi-Abenteuer verwickelt wird. Peter Fronwieser, der Enkelsohn vom berühmten Henker Jakob Kuisl, pflegt eine sonderbare Freundschaft zum bayerischen Herrscher Kurfürst Max Emanuel. Dieser bittet Peter um einen Gefallen, er soll für ihn spionieren. Dabei geht es um eine politische Allianz mit Kaiser Leopold I. Nachdem Peter sich mit seiner Familie getroffen hat, beschließen diese ihn bei diesem sonderbaren Auftrag in den Wallfahrtsort Altötting zu begleiten. Kurz nach dem Eintreffen in Altötting werden die Kuisls Zeugen eines Attentatsversuches. Bald darauf wird ein Toter Geistlicher aufgefunden. Peter Fronwieser wird von Max Emanuel unter Druck gesetzt. Gerüchte über eine mysteriöse Person aus dem Orient machen die Runde. Handelt es sich um einen Attentäter aus dem Orient oder ist es alles ganz anders? Eine spannende Jagd nach den Tätern beginnt.

Diese Geschichte besticht durch ihre vielen Charaktere. In diesem Fall ist es erneut das Zusammenspiel der Familie Kuisl, was diesen Roman so einzigartig werden lässt. Jakob Kuisl ist auf seine alten Tage sehr kränklich geworden, dennoch lässt er seine Familie aber niemals im Stich und weiß seine schindenden Kräfte geschickt einzusetzen. Seine Tochter Magdalena Fronwieser lebt mit ihrem Mann Simon und ihren drei Kindern in München ihr eigenes Leben. Aber sie ist einigen Punkten wie ihr Vater und die Familie geht ihr über alles. Ihre drei Kinder Peter, Paul und die kleine Sophia zeigen in diesem Fall sehr gut aus welchem harten Holz sie geschnitzt sind. Paul Fronwieser trägt die Urgene seines Großvaters in sich und möchte ebenfalls ein Henker werden. Er ist manchmal sehr impulsiv und weiß noch nicht so recht mit seinen Kräften umzugehen. Peter ist der belesenere von den Kindern und möchte wie sein Vater Simon Mediziner werden. Die kleine Sophie ist ein sehr aufgewecktes Kind und weiß für ihr junges Alter schon sehr gut, was sie möchte. Als weitere wichtige Figuren sind neben Kurfürst Max Emanuel, Lucia eine junge Wallfahrtshändlerin, Alois ein kurfürstlicher Küchenjunge sowie drei französische Musketiere zu nennen. Gerade Lucia hatte sich im Laufe der Erzählung sehr in mein Herz geschlichen und ich mochte ihre für die damalige Zeit außergewöhnliche selbstbewusste, aber auch pragmatische Art. Der Aufbau der Handlung ist stringent und spielt im Jahr 1681 in den Orten Altötting und Burghausen. Gerade die beiden Erzählstränge, welche einerseits in Altötting und andererseits in Burghausen spielen, haben für einen sehr großen Spannungsaufbau beim Lesen gesorgt. Auch die Dramatik, welche sich durch die unterschiedlichen Handlungsorte ergibt, hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil des Autors ist mit historischen Begriffen behaftet, dialogorientiert und sehr gut beschreibend. Die Spannung der Erzählung nimmt im Laufe des Romans immer mehr Fahrt auf und weiß durch einen interessanten Turn im letzten Drittel des Buches den Leser sehr zu fesseln. Auch die politischen Verstrickungen und das damalige gesellschaftliche Denken kommt in diesem Roman wieder sehr gut zu Geltung. Die Entwicklung der einzelnen Charaktere habe ich ebenfalls sehr positiv wahrgenommen. Jakob Kuisl ist immer noch ein Faktor, aber er steht nicht mehr so im Mittelpunkt wie in den früheren Romanen. Dem Autor ist es gelungen verschiedene Charaktere hervorragend weiterzuentwickeln und die Aufmerksamkeit bzw. Aufgabenlast auf verschiedene Schultern zu verteilen. Dies sorgt für zusätzliche Diversität beim Lesen und die Romanhandlung ist noch unvorhersehbarer geworden, was ein zusätzlicher Spannungsfaktor ist. Als Besonderheit sind neben einem Personenregister eine Karte von Altötting im 17. Jahrhundert, sowie ein kleiner Zeitreiseführer über die Bedeutung der Orte im Roman am Ende zu nennen. Das Fazit ist sehr positiv. Spannend, dramatisch und historisch mit sehr gut recherchierten Fakten unterfüttert ist dieser Roman ein großes Leseerlebnis. Ich bin ein großer Fan der Henkerstochter-Saga geworden und ich hoffe noch viele weitere Abenteuer, um die charismatische Kuisl Familie lesen zu dürfen. Wie heißt es nicht nur bei den Musketieren, „Einer für alle und alle für Einen“.

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Veröffentlicht am 11.02.2023

Auch die zweite Schwester findet ihr Glück

Töchter des Glücks
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Ein Roman so bildgewaltig und intensiv mit einer wunderbaren Botschaft. Maria Nikolai hat es mal wieder geschafft dort anzuknüpfen, wo sie bei Band Eins der Bodensee-Saga aufgehört hat. Im Mittelpunkt ...

Ein Roman so bildgewaltig und intensiv mit einer wunderbaren Botschaft. Maria Nikolai hat es mal wieder geschafft dort anzuknüpfen, wo sie bei Band Eins der Bodensee-Saga aufgehört hat. Im Mittelpunkt dieses Romans steht nun Lilly. Im ersten Band der Bodenseesage stand Lillys ältere Schwester Helena im Fokus, in diesem Teil steht nun Lilly im Mittelpunkt. Aus diesem Grund verschlägt es uns auch nach Stuttgart, wo die Seifenfabrik der Familie ihres Mannes ansässig ist. Aber wir kehren Gott sei Dank immer wieder an den schönen Bodensee zurück.

Der erste Weltkrieg hält die Welt immer noch in Atem, Arno, Lillys Mann ist an der Front. Ihre Schwiegereltern sind bei einem Bomben-Angriff ums Leben gekommen. So muss die junge Lilly den Platz ihres Mannes ausfüllen und arbeitet sich an der Seite von Onkel Fritz in das Unternehmen ein.

Sehr detailreich und plastisch schildert die Autorin die Lebensverhältnisse der Menschen zur Zeit des ersten Weltkrieges. Herausragend ist ihr die Entwicklung der Protagonistin gelungen. Lilly hätte ich zu gerne persönlich kennen gelernt. Von der am Anfang schüchternen jungen Frau bleibt am Ende nicht viel mehr übrig. Sie entwickelt sich stetig weiter, muss aber Rückschläge in Kauf nehmen, um am Ende noch weiter kommen zu können. Auch die anderen Figuren sind liebevoll gezeichnet und sie wachsen einem weiter ans Herz. Aber auch Figuren, die wir im ersten Band schon nicht so richtig einordnen konnten, feiern hier ein Comeback, so Elisabeth die Mutter von Lilly und Katharina. Ein Lächeln ins Gesicht zaubert mir aber immer noch Pater Fidelis, der für Lilly zu einem wichtigen Ratgeber wird. Man lernt des Weiteren viel über die Arbeit in einer Seifenmanufaktur.

Der Roman wird chronologisch mit mehreren Zeitsprüngen erzählt. Das historische Wissen, welches die Autorin gekonnt in ihrem Roman verwebt ist enorm. Was mir auch diesmal wieder sehr gut gefallen hat ist die Verschmelzung von historischen und fiktiven Elementen. So treten auch einige historische Persönlichkeiten in dem Roman auf. Der historische Rahmen ist nicht nur Kulisse, sondern hat aktiven Einfluss auf das Leben und Handeln der fiktiven Figuren.

Der Erzählstil der Autorin ist gewohnt opulent, einnehmend und intensiv. Die Seiten fliegen nur so dahin und man möchte am liebsten das Buch gar nicht zur Seite legen. Zudem ist der Roman sehr intensiv und emotional. Für mich ein wunderbarer historischer Wohlfühlroman mit liebevollen Charakteren. Ein Roman für alle die gerne zeitgeschichtliche Romane lesen und dabei in eine ganz eigene Welt abtauchen möchten. Eine unbedingte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 11.02.2023

Mord am Theater

Die Intrigen am King's Theatre
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Die Theaterwelt ist eine sehr eigenwillige Gesellschaft. Darauf spezialisiert Illusionen und Eindrücke beim Publikum zu erwecken haben Angestellte dieser besonderen darstellenden Künste oft sehr narzisstische ...

Die Theaterwelt ist eine sehr eigenwillige Gesellschaft. Darauf spezialisiert Illusionen und Eindrücke beim Publikum zu erwecken haben Angestellte dieser besonderen darstellenden Künste oft sehr narzisstische oder empfindsame Charakterzüge. Dieser im viktorianischen Zeitalter spielende Krimi legt das damalige Gebaren der Schauspieler und ihrer Mitmenschen süffisant und wenig affektiert offen. Ich bin von diesem historischen Krimi gut unterhalten worden. In der Geschichte geht es um die Witwe Laetetia Rodd, welche eine gute gesellschaftliche Stellung in der Londoner Society hat. Dabei hat sie ein Talent Menschen zu begegnen und denen ihre tiefsten Geheimnisse zu entlocken. Diese persönliche Gabe hat sie in der Vergangenheit so manchen Fall lösen lassen. Sie entwickelt sich dabei zu einer guten Gehilfin der Polizei Londons, um in Kriminalfällen diese zu unterstützen. Im Londoner King’s Theatre wird eine Leiche gefunden und schnell geraten die ehemaligen Besitzer, die Familie Transome in Verdacht mit dieser Tat in Verbindung zu stehen. Als die Ermittler um Inspektor Blackbeard erfahren, dass die Familie Transome im Streit mit der mächtigen Theaterdynastie Betterton stand, setzt sich dieses Bild immer mehr zusammen. Doch Laetatia hat Zweifel an dieser These. Wird sie es schaffen die Mörder zu finden?

Laetetia Rodd ist eine charismatische und pragmatische Ermittlerin. Sie besticht durch ihre offene, aber sehr pietätvolle Art gegenüber anderen Menschen und kann diesen sehr gut zuhören. Auch weiß sie gewisse Signale oder Anzeichen in Verhaltensweisen sehr gut zu deuten. Wesentliche weitere erwähnenswerte Figuren sind Inspektor Blackbeard, Fred Rodd, Laetetias Bruder, Tom und Sarah Transome, deren Töchter Miss Olivia, Maria und Cordelia, sowie die Schauspielerin Constance. Sarah Transome kommt eine Schlüsselrolle in diesem Fall zu und ich war hin und hergerissen bezüglich dieses speziellen Charakters. Aber auch die anderen Charaktere überzeugen durch interessante, oft dem Schauspiel sehr eigenwillig angelernte Wesenszüge. Die Handlung spielt in London im Jahr 1853 und ist damit sehr gut einordbar. Es finden marginale Zeitsprünge in der Erzählung statt, welche aber nicht ins Gewicht fallen. Die Erzählung findet aus der Perspektive von Laetetia statt und obwohl ich persönlich Romane aus der „Ich-Perspektive“ nicht unbedingt präferiere, habe ich es hier als sehr angenehm empfunden.

Der Schreibstil der Autorin ist mit historischer und leicht süffisanter Sprache versehen und gut in das Deutsche übersetzt worden. Die Spannung dieses Krimis ist gut und ich bin mit der Auflösung der Geschichte auch sehr d’accord gegangen. Das Flair vom viktorianischen Zeitalter und seiner Denk- und Verhaltensweise kommt sehr gut rüber und ich konnte mich gut in diese Zeit hineinfinden. Als Zielgruppe des Romans kommen Anhänger von historischen Kriminalromanen in Frage.

Ein sehr guter historischer Krimi mit einer interessanten Ermittlerin und guten Nebenfiguren sind die Basis für eine Fortsetzung dieser Reihe. Ich hoffe noch einige Fälle von der Autorin zu lesen zu bekommen.

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Veröffentlicht am 11.02.2023

Der neue Wohlfühlroman aus der Feder von Anne Barns

Ein Apfelbaum am Meer
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Anne Barns hat wieder einen wundervollen Wohlführoman geschrieben, ihre Bücher sind immer ein bisschen wie Urlaub für mich. Ich liebe den Mix zwischen Meer und Backen, der einen sofort an gemütliche Sonntagnachmittage ...

Anne Barns hat wieder einen wundervollen Wohlführoman geschrieben, ihre Bücher sind immer ein bisschen wie Urlaub für mich. Ich liebe den Mix zwischen Meer und Backen, der einen sofort an gemütliche Sonntagnachmittage erinnert.

Hinzu kommt bei diesem Roman ein wunderbarer deutsch-italienischer Mix, welcher diesem eine andere kulinarische Komponente verleiht. Auf der anderen Seite ist das herbe Inselleben auf Juist das wesentliche Handlungsthema. Eine sehr interessante Kombination, die mich überzeugen konnte.

Im Mittelpunkt der Erzählung steht Julie, der Roman wird aus ihrer Sicht erzählt. Eigentlich ist die Ich-Form überhaupt nicht meine Erzählform, aber in diesem Fall hat es mich nicht gestört, was ich einzig und allein der guten Erzählweise der Autorin zuschreibe. Insgesamt dominieren die Protagonistinnen, die Männer bleiben eher blass bis auf Ole und Julies Bruder Max. Gerade Ole hat mir sehr gut gefallen, ich mochte seine direkte und ehrliche Art sehr.

In dem Roman geht es um Liebe, Familie, Freundschaft, Backen und um eine Neuorientierung im Leben. Insgesamt wird der Roman chronologisch erzählt, auch wenn Großmutter Enna manchmal von der Vergangenheit und ihrer Jugend erzählt.

Insgesamt ist der Roman sehr kurz, mit nur gut 250 Seiten ist es eher ein Buch für „Zwischendurch“, als das man lange dafür braucht. Im Anhang befinden sich neben einer Leseprobe neunzehn Rezepte zum Nachbacken, größtenteils italienischer Köstlichkeiten.

Ich hätte gerne mehr etwas thematische Tiefe in dem Roman gehabt und die Figuren etwas länger begleitet, so war das Intermezzo für meinen Geschmack etwas zu kurz.

Insgesamt ist aber das Fazit positiv, ein schöner Roman zum ans Meer Träumen und schwelgen in Köstlichkeiten. Anne Barns ist einfach ein Garant für gute Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 11.02.2023

Menschen mit besonderen Merkmalen als Attraktionen

Zirkus der Wunder
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Was waren das früher für Zeiten gewesen! Wies ein Mensch früher äußerlich etwas außergewöhnliche Merkmale, wie körperliche Einschränkungen, roten Augen oder sehr starken Haarwuchs auf, wurden diese zu ...

Was waren das früher für Zeiten gewesen! Wies ein Mensch früher äußerlich etwas außergewöhnliche Merkmale, wie körperliche Einschränkungen, roten Augen oder sehr starken Haarwuchs auf, wurden diese zu „Attraktionen“ erklärt. Möglichkeiten diese Attraktionen zu präsentieren waren die widerlichen Menschenschauen oder die Darbietung in einem Zirkus. Die Autorin schildert sehr bildgewaltig, aber auch unverblümt das Verhalten der Menschen in dieser Zeit. Der Zirkus der Wunder ist auch ein Zirkus von Trauer und Hoffnung.

In der Romanhandlung geht es um die junge Nell, welche aufgrund sehr vieler Muttermale von ihrem Vater als „Attraktion“ an den dubiosen und brutalen Zirkusinhaber Jasper verkauft wird. Dort soll sie eine der Hauptdarstellerinnen in „Jasper Jupiters Zirkus der Wunder“ werden. Jasper hat große Pläne und hofft nach vielen Stationen auf dem Land endlich in London den Durchbruch zu schaffen. Dabei ist ihm jedes Mittel recht. Wird es Nell gelingen den Spagat zwischen Schicksal und Hoffnung zu schaffen?

Die Hauptdarstellerin ist eine sehr schüchterne ängstliche Person. Ihr Hauptbeziehungspunkt ist ihr Bruder Charlie und sie ist das Opfer ihres Vaters. Doch entwickelt sich Nell im Laufe der Erzählung und erlangt mehr Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung. Neben ihrem Bruder Charlie sind der Zirkusinhaber Jasper, sowie sein Bruder Toby als bedeutsame Nebencharaktere zu nennen. Jasper ist der Antiheld und ich entwickelte einen großen Groll auf seine narzisstische und Lebewesen feindliche Art. Toby ist der schüchterne grobmotorische Bruder, welcher unter Jasper leidet. Doch seine Liebe zu Nell gibt ihm Hoffnung aus dessen Schatten zu treten.

Die Handlung spielt im viktorianischen England im Jahr 1866 und ist somit sehr gut zeitlich einordbar. Lediglich am Ende des Romans erfolgt ein Zeitsprung, welcher aber keine Probleme für das Gesamtverständnis bringt. Der Schreibstil der Autorin ist episch, bildhaft und sehr gut lesbar. Die Übersetzung in das Deutsche ist sehr gut und lesefreundlich gelungen. Das unverblümte Darstellen des damaligen gesellschaftlichen Verständnisses gegenüber Menschen, welche nicht in die Norm gepasst haben, hat mir sehr gut gefallen. Die Grausamkeiten auch gegenüber den Tieren, welche oft nicht artgerecht gehalten wurden, empfand ich als Tierfreund schade, aber sehr real dargestellt. Tierschutz war damals kein großes Thema. Das Fazit ist positiv. Eine schöne, aber auch tragisch untermalte Geschichte über das Verhalten und Denken der Menschen haben mich sehr nachdenklich werden lassen. Ein Zirkus der Wunder welcher manchmal Träume, aber auch hin und wieder Schicksale verbirgt, welche die Zuschauer nicht wahrhaben wollen.

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