Keine Leseempfehlung
The Deathless OneObwohl die Gestaltung eine Traum ist, lässt sich der Inhalt eher mit dem Gegenteil vergleichen.
Das Worldbuilding an sich ist echt grandios. Ich hatte das Gefühl im Mittelalter zu verweilen, im Zeitalter ...
Obwohl die Gestaltung eine Traum ist, lässt sich der Inhalt eher mit dem Gegenteil vergleichen.
Das Worldbuilding an sich ist echt grandios. Ich hatte das Gefühl im Mittelalter zu verweilen, im Zeitalter der Hexenverbrennung und Götteranbetung. Nur wurde darauf sehr wenig eingegangen. Prinzipiell drehte sich alles nur um die Hexen und dem Todlosen. Ein Gott der zwischen Leben und Tod verweilt und den eine gewisse Einsamkeit und Dunkelheit umgibt. Ihn als Charakter fand ich angenehm charmant, humorvoll und charismatisch.
Jessamine hingegen war im Vergleich total charakter- und farblos. Sie wird oft als selbstbewusst und stark beschrieben, ihre Handlungen lassen das aber überhaupt nicht widerspiegeln. Diese sind eher unüberlegt und nicht gerade durchdacht. Auch ihre Charakterentwicklung konnte ich der Autorin nicht abkaufen.
Der Schreibstil war recht gewöhnungsbedürftig. Bei den Bemühungen der Autorin sich literarisch gewieft auszudrücken, widerspricht sie sich stellenweise selber. Ihre bildhafte Art führt zu ausführlichen Monologen der Charaktere, aber keinesfalls zum Fortgang der Handlung.
Die Liebesgeschichte nahm den Hauptteil des Buches ein, spicy Szenen waren völlig unpassend und das eigentliche Ziel von Jessamine drückte immer mehr in den Hintergrund. Viele Szenen wurden unnötig in die Länge gezogen und stellenweise treten Logikfehler auf. Die eigentliche Wendung war überhaupt nicht überraschend, sondern geradewegs erwartbar. Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen und wir haben bei unseren Vermutungen einen tausendfach besseren Plot erstellt, als die Autorin selber. Man merkt, dass es sich hierbei um den Auftakt einer Trilogie handelt. Es wurden bereits am Anfang der Geschichte viele Fragen aufgeworfen, aber fast keine beantwortet.
Generell habe ich mir eine düstere, starke und unnachgiebige Geschichte erhofft – bekommen habe ich eine schwache Liebesromanze, die vielleicht das Ziel hatte düster zu erscheinen, aber es meilenweit verfehlt hat. Die Figuren waren blass, der Plott nicht durchdacht generell war es ein Leseerlebnis, das ich nicht weiterempfehlen möchte. Ich werde den zweiten Band der Trilogie nicht lesen.