Profilbild von Emmy29_4

Emmy29_4

Lesejury Star
offline

Emmy29_4 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Emmy29_4 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2025

Zwischen Verzweiflung und Dunkelheit

House of the Beast
0

Dieses Buch handelt von Monstern – sowohl physisch als auch psychisch gesehen. Als Außenseiterin und nach dem Tod ihrer Mutter hat Alma immer eine Begleitung bei sich: ihr Monster, eine unsichtbare Bestie, ...

Dieses Buch handelt von Monstern – sowohl physisch als auch psychisch gesehen. Als Außenseiterin und nach dem Tod ihrer Mutter hat Alma immer eine Begleitung bei sich: ihr Monster, eine unsichtbare Bestie, die zusammen mit ihr nach Rache durstet. Zusammen durchstehen die beiden die düstersten und traurigsten Schicksale. Begleitet werden sie dabei immer von einer gewissen bedrückenden, finsteren Atmosphäre, wie es auch schon Ava Reid auf dem Klappentext erwähnt.

Dem kann ich definitiv zustimmen. An sich ist das auch eine gute Erfrischung in der Buchbubble, aber manchmal hatte ich das Gefühl, als würde diese Stimmung fast schon erzwungen. Ständig wird mit ihr schlecht umgegangen, es ist als wären 90% der Menschen böse, hätten schlechte Charaktereigenschaften und generell fehlte einfach die Lebensfreude. Rache, Macht und Angst – das sind die prägnantesten Emotionen. Zudem findet auch häufig ein schwarz-weiß-denken der Charaktere statt und selten eine Entwicklung dieser.

Die Protagonistin Alma ist an sich ein verlorenes Mädchen, das schwere Schicksale erlitten hat und zu dem ich nicht wirklich eine Verbindung knüpfen konnte. Sie bleibt eher oberflächlich. Bei ihrem Biest war es ähnlich. Nur konnte ich bei ihm nicht wirklich seine Handlungen nachvollziehen. Besonders gegen Ende des Buches musste ich öfters den Kopf schütteln. Insbesondere hier habe ich des Öfteren Logikfehler feststellen müssen – oder es lag an dem sprunghaften Schreibstil, der zwar stellenweise sehr detailliert und generell auch flüssig zu lesen ist, aber dafür auch einiges auslässt. Wie beispielsweise das Worldbuidling. An sich ist die Grundidee wirklich fantastisch, aber obwohl mehrfach versucht wurde diese Welt zu erklären, hatte ich nicht das Gefühl, als würde die Wortwahl dies auf den Punkt treffen. Positiv anmerken muss ich auch, dass es zwar eine gewisse Beziehung zwischen Alma und dem Biest gibt, aber diese nicht in einer Romanze ausgeschlachtet wird. Dafür wird mehr Fokus auf die Handlung an sich gelegt.

Die Gestaltung des Buches ist zudem ein richtiger Traum! Wunderbares Cover, Buchschnitt und auch die Illustrationen zwischen den Seiten sind wunderschön! Auch die abwechslungsreiche Story, Stimmung und Charaktere im Vergleich zu anderen Geschichten auf dem Buchmarkt sind erfrischend. Nur hat mir hier eine gewisse Ausarbeitung gefehlt, wodurch ich 3 Sterne vergebe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.10.2025

Grausam, oberflächlich und unverständlich

Das Lied der Tiefe
0

Grausam, Oberflächlich und unverständlich.

So würde ich die Geschichte rund um Imogen beschreiben. Diese wuchs als Schützling von König Nemea in einer furchtbaren Welt auf, in der Sirenen gejagt werden ...

Grausam, Oberflächlich und unverständlich.

So würde ich die Geschichte rund um Imogen beschreiben. Diese wuchs als Schützling von König Nemea in einer furchtbaren Welt auf, in der Sirenen gejagt werden – und sie ist eine Sirene. Obwohl sie dabei unglaublich viel Potenzial hat zu einer starken Persönlichkeit heranzuwachsen, verliert sich Imogen in Gedanken, einer toxischen Beziehung und einer gewissen Oberflächlichkeit. Diese ist generell allen Charakteren zuzuschreiben. Keiner konnte mich berühren, die Handlungen sind oft unverständlich und schlussendlich war es mir quasi egal, was mit ihnen geschieht.

Der Schreibstil ist sehr sprunghaft und die Autorin liebt es grausame Szenen auszuschmücken, sodass ich manchmal fast schon Ekel empfand. Generell ist in diesem Buch viel passiert – aber vieles wurde eher zusammenhangslos erzählt und nicht weiter ausgeführt. Manchmal entdeckte ich Logiklücken und auch wenn die Autorin eine gewisse Romantik fast schon erzwungen hat, fühlte sie sich einfach nicht echt an. Dem geworbenen Spice Level von 3/5 würde ich auch stark widersprechen.

Das Worldbuildung hätte an sich so viel Potenzial gehabt! Aber bis auf ein paar Ausflüge in die geographische Situation, fehlte einiges, um ein gutes Leseerlebnis zu erreichen. Der Anfang und das Ende habe ich schon als recht grausam empfunden und das leider nicht im positiven Sinne. Da es sich hier um den ersten Teil einer Dilogie handelt, werde ich den zweiten Band nicht lesen. Generell hätte ich es besser gefunden, wenn in irgendeiner Art und Weise kommuniziert geworden wäre, dass es sich nicht um einen Einzelband handelt.

Von mir gibt es nur 2 Sterne. Die Grundidee hat Potenzial, aber die Umsetzung war leider ein Griff ins Klo.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.09.2025

Ein absolutes Highlight!

Heart of the Damned – Ihr Versprechen ist sein Untergang
0

Wow, einfach wow! Dieses Buch hat mich unglaublich begeistert.

Anfangen mit diesem wunderbaren Worldbuildung. Eine Welt voller Magie, Dämonen und einer geheimnisvollen Rivalität, über die man zwar immer ...

Wow, einfach wow! Dieses Buch hat mich unglaublich begeistert.

Anfangen mit diesem wunderbaren Worldbuildung. Eine Welt voller Magie, Dämonen und einer geheimnisvollen Rivalität, über die man zwar immer mehr herausfindet, aber trotzdem noch genug Fragen übrig bleiben, um es spannend zu machen. Vermischt wurde dies mit einer Enemies to Lovers Liebesgeschichte, die wunderbar funktioniert und nicht wie jede 0815 Geschichte wirkt.

Scarlett ist eine Gestaltwandlerin, dämonisch infiziert und somit laut Ren, dem König von Lethia ganz klar eine Feindin. Trotzdem ist er durch den Tod seiner Verlobten auf Scarlett angewiesen, dadurch ist eine gewisse Nähe unvermeidlich, aber die Autorin schafft es geschickt trotz der Annäherung auch eine gewisse Distanz zu schaffen, sodass alles sehr realistisch dargestellt wird.

Scarlett ist eine starke Protagonistin, die keinen Blatt vor dem Mund nimmt, sich für keinen Kampf zu schade ist und für ihre Ideale einsteht. Ihr Humor ist zudem genial. Ren hingegen würde ich das ein oder andere Mal wachrütteln, aber grundsätzlich ist auch er ein loyaler und liebenswürdiger Mensch, der die ein oder andere Charakterentwicklung durchlebt.

Zu Beginn des Buches gibt es einen Glossar, um sowohl die Dämonen, als auch Personen besser zu verstehen. Das hat mir ungemein weitergeholfen.

Der Schreibstil ist ein absoluter Knaller. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Die Geschichte trieft nur so vor unerwarteten Wendungen, Spannung und einem grandiosen Ende, welches Lust auf den zweiten und somit finalen Band der Dilogie macht! Ich kann es garnicht erwarten weiterzulesen.

Fazit: Es ist ein fantastisches, humorvolles und spannendes Leseerlebnis, das nicht nur von Worldbuildung, sondern auch von wunderbaren Charakteren und unglaublichen Wendungen lebt. Wer „Throne of Glass“ und die „Blood and Ash“ Serie mag, wird auch hier einen weiteren Schatz finden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.09.2025

Keine Leseempfehlung

The Deathless One
1

Obwohl die Gestaltung eine Traum ist, lässt sich der Inhalt eher mit dem Gegenteil vergleichen.

Das Worldbuilding an sich ist echt grandios. Ich hatte das Gefühl im Mittelalter zu verweilen, im Zeitalter ...

Obwohl die Gestaltung eine Traum ist, lässt sich der Inhalt eher mit dem Gegenteil vergleichen.

Das Worldbuilding an sich ist echt grandios. Ich hatte das Gefühl im Mittelalter zu verweilen, im Zeitalter der Hexenverbrennung und Götteranbetung. Nur wurde darauf sehr wenig eingegangen. Prinzipiell drehte sich alles nur um die Hexen und dem Todlosen. Ein Gott der zwischen Leben und Tod verweilt und den eine gewisse Einsamkeit und Dunkelheit umgibt. Ihn als Charakter fand ich angenehm charmant, humorvoll und charismatisch.

Jessamine hingegen war im Vergleich total charakter- und farblos. Sie wird oft als selbstbewusst und stark beschrieben, ihre Handlungen lassen das aber überhaupt nicht widerspiegeln. Diese sind eher unüberlegt und nicht gerade durchdacht. Auch ihre Charakterentwicklung konnte ich der Autorin nicht abkaufen.

Der Schreibstil war recht gewöhnungsbedürftig. Bei den Bemühungen der Autorin sich literarisch gewieft auszudrücken, widerspricht sie sich stellenweise selber. Ihre bildhafte Art führt zu ausführlichen Monologen der Charaktere, aber keinesfalls zum Fortgang der Handlung.

Die Liebesgeschichte nahm den Hauptteil des Buches ein, spicy Szenen waren völlig unpassend und das eigentliche Ziel von Jessamine drückte immer mehr in den Hintergrund. Viele Szenen wurden unnötig in die Länge gezogen und stellenweise treten Logikfehler auf. Die eigentliche Wendung war überhaupt nicht überraschend, sondern geradewegs erwartbar. Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen und wir haben bei unseren Vermutungen einen tausendfach besseren Plot erstellt, als die Autorin selber. Man merkt, dass es sich hierbei um den Auftakt einer Trilogie handelt. Es wurden bereits am Anfang der Geschichte viele Fragen aufgeworfen, aber fast keine beantwortet.

Generell habe ich mir eine düstere, starke und unnachgiebige Geschichte erhofft – bekommen habe ich eine schwache Liebesromanze, die vielleicht das Ziel hatte düster zu erscheinen, aber es meilenweit verfehlt hat. Die Figuren waren blass, der Plott nicht durchdacht generell war es ein Leseerlebnis, das ich nicht weiterempfehlen möchte. Ich werde den zweiten Band der Trilogie nicht lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2025

Eine neu gedachte, fantasiereiche Welt mit einer farblosen Charakteren und einem vorhersehbaren Plot.

Heart of Night and Fire
0

Das Buch hat mich begeistert, gefesselt und verwirrt. Das Lesen war ein Mischung aller möglichen Gefühle, die ich nicht so ganz einordnen konnte.

Zarya als Protagonistin ist recht stark. Sie hat ihr ganzes ...

Das Buch hat mich begeistert, gefesselt und verwirrt. Das Lesen war ein Mischung aller möglichen Gefühle, die ich nicht so ganz einordnen konnte.

Zarya als Protagonistin ist recht stark. Sie hat ihr ganzes Leben an einem Ort verbracht und verspürt einen großen Freiheitsdrang, der absolut nachvollziehbar ist und empfindet den Menschen, die sie eingesperrt haben, eine Mischung aus Dankbarkeit und Hass. Obwohl ich dieses Verhalten noch verstehe, war das bei manch anderen Situationen nicht der Fall. Sie vertraut vielen Personen viel zu schnell, die Liebesgeschichte ist urplötzlich vorhanden und auch sie selber wird plötzlich mitten in einem Freundeskreis aufgenommen, zu dem es eigentlich keine Begründung gibt. All dies erschien mir gewollt, weil es halt nur Story passen muss, und nicht wirklich natürlich. Zu keinem der Charaktere habe ich wahrhaftig eine Verbindung gespürt.

Das Worldbuilding an sich gefiel mir hingegen schon viel mehr. Die Autorin dreht die Welt der bekannten Fantasiewesen einmal auf den Kopf und bringt etwas Frische in die Literaturwelt. Eine Welt voller magischer Wesen, und Namen, die man sich erst einmal merken musste. Übrigens: am Ende des Buches gibt es einen Glossar, den habe ich leider übersehen. Zusammen mit Zarya hat man Stück für Stück die magische Historie und Intrigen der Welt hinterfragt und geschaut, inwiefern sie selber hineinpasst. Leider habe ich den Plot der Geschichte schon sehr schnell herausgefunden. Es kam mir vor, als würde die Autorin regelrecht mit ihren Andeutungen um sich schmeißen und mich wundert es wahrhaftig, wie Zarya erst nach unglaublich langer Zeit die Bedeutung herausgefunden hat. Andererseits erschien es mir auch nicht so, als würde sie großartige Neugierde packen, ihre Geschichte herauszufinden.

Generell wurden viele Geheimnisse oder Ergebnisse, auf die man als Leser schon seit einigen Seiten vorher hingefiebert hat, recht abrupt erzählt, ohne einen großartigen Spannungsbogen. Der Schreibstil an sich hat mir hingegen sehr gefallen. Gegen Ende der Geschichte kam es noch zu einigen Veränderungen, die mich neugierig auf den zweiten Teil gemacht haben.

Die Stichwörter, die bei der Bewerbung des Buches aufkamen, habe ich in diesem Band nicht wirklich wahrgenommen. Ich denke diese beziehen sich eher auf die Reihe als Ganzes.

Fazit: Wer Wert auf eine fantasiereiche, neu gedachte Welt legt, ist hier richtig. Dennoch sollte man meiner Meinung nach mit Abstrichen bei Charakteren und dem Plot machen, welcher für mich zu vorhersehbar war. Trotzdem sehe ich auch Potenzial in den nachkommenden Bänden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere