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Veröffentlicht am 08.03.2021

Diktatur unter dem Brennglas

Geteilte Träume
1

Ingke ist gerade im Abitur, als sie erfährt, dass sie adoptiert wurde. Weggenommen der leiblichen Mutter wegen versuchter Republikflucht.
Was als deutsche Familiengeschichte untertitelt ist, erweist sich ...

Ingke ist gerade im Abitur, als sie erfährt, dass sie adoptiert wurde. Weggenommen der leiblichen Mutter wegen versuchter Republikflucht.
Was als deutsche Familiengeschichte untertitelt ist, erweist sich als eine Abrechnung mit einem Staat, der auch mein Leben 19 Jahre bestimmt hat und bis heute familiär Einfluss nimmt.
Dieser Roman ist untertitelt mit "Eine Familiengeschichte", aber eine Familie habe ich für mein Verständnis nicht vorgefunden. Unterschiedlichste Protagonisten, die der 18jährigen jeweils ihre Geschichte erzählen, aber ohne das man Sympathie oder Antipathie entwickelt. Die Schilderung der DDR als totalitärer Staat, der ist für mich sehr stimmig. Es gab diese Wochenkrippen, ob dort so mit den Kindern umgegangen wurde, weiß ich nicht, aber ich habe eigene unangenehme Erfahrungen gemacht. Wie also finde ich diesen Roman, mit eigener DDR Vergangenheit? Er ist keine leichte Kost ! Ich werde mit Sicherheit noch öfter an den Roman denken und auch an die eigene Geschichte. Jemand, der nicht diesen Bezug hat, wird dieses Buch nicht verstehen. Es ist dennoch eher eine Art Tatsachenbericht der dunklen Seiten dieser Diktatur.

  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Thema
Veröffentlicht am 07.01.2021

Ritualmord

Dein ist der Schmerz
0

Rezension Leslie Wolfe „Dein ist der Schmerz“

Tess Winett ist eine durch schreckliche Erlebnisse gezeichnete FBI Agentin. Ob sie überhaupt Dienst tun sollte ist eine andere Frage. Sie gibt sich zudem ...

Rezension Leslie Wolfe „Dein ist der Schmerz“

Tess Winett ist eine durch schreckliche Erlebnisse gezeichnete FBI Agentin. Ob sie überhaupt Dienst tun sollte ist eine andere Frage. Sie gibt sich zudem die Schuld am Tod ihres Partners und arbeitet allein, obwohl auch das gegen die Prinzipien des FBI verstösst.

Palm Beach ist der Tatort, an dem eine junge Frau durch einen möglichen Ritualmord gefunden wird. Tess will schnelle Erfolge und macht sich sehr schnell unbeliebt bei den Ermittlern.

Das ist ja ein spannender Plot, so meine Ansicht, als ich mit dem Lesen begann. Leider konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen. Zu viele Ungereimtheiten, Abriss des Spannungsbogens mittendrin. Ein wenig plausible Entwicklung von Tess zum Ende.
Meine Empfehlung fällt daher sehr verhalten aus. Es wird sicherlich viele Leser geben, die dieses Buch als spannend empfinden und begeistert sind. Schade es wurde hier vieles an Potential nicht genutzt und Grundlagen der Psychologie schlicht nicht einbezogen.

  • Cover
  • Spannung
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 23.11.2020

Eingeholte Vergangenheit

So blutig die Nacht
6

So blutig die Nacht Robert Bryndza

Kate Marshall ist entkommen. Einem Serienkiller, welcher sie körperlich und psychisch schwer verletzt hat. Sie stürzt ab und quittiert den Polizeidienst.
Nach einem ...

So blutig die Nacht Robert Bryndza

Kate Marshall ist entkommen. Einem Serienkiller, welcher sie körperlich und psychisch schwer verletzt hat. Sie stürzt ab und quittiert den Polizeidienst.
Nach einem schweren Kampf gegen die Folgen ist sie trockene Alkoholikerin und arbeitet als Dozentin für Kriminologie. Seit 16 Jahren sitzt der Täter im Gefängnis, aber da tritt jemand in seine Fußstapfen. Und es geht nicht nur um sie allein.

Alles beginnt mit dem, was vor 16 Jahren geschah. Man stürzt förmlich nach wenigen Seiten in die Handlung. Dann der Wechsel ins Jetzt. Die Personen sind klar umrissen, man hat Kate fast vor Augen. Sie hat überlebt, aber kämpft um jeden Tag. Der Schreibstil ist sehr bildhaft, aber nicht darauf ausgelegt, die Bilder der zugefügten Verletzungen zu überspitzt darzustellen. Dieses Buch ist von Anfang an sehr spannend, man möchte teilweise die Ermittler ein wenig schütteln, weil die Lösung so greifbar ist. Und dann kommt das Ende, welches für mich leider partiell schwächelt. Schade, das schmälert ein wenig den so guten Gesamteindruck.
Trotzdem eine klare Leseempfehlung und ich würde eine nächstes Buch mit Kate auf jeden Fall lesen.

  • Cover
  • Spannung
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Veröffentlicht am 17.10.2020

Leidenschaft

Uri Buri - meine Küche
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URI BURI Meine Küche

Fisch und ich sind nicht die besten Freunde! Ich liebe es Fisch in allen Variationen zu essen, denn gut zubereitet werden alle Geschmacksnerven angesprochen. Eine frische Auster mit ...

URI BURI Meine Küche

Fisch und ich sind nicht die besten Freunde! Ich liebe es Fisch in allen Variationen zu essen, denn gut zubereitet werden alle Geschmacksnerven angesprochen. Eine frische Auster mit einem Spritzer Limette – mmh.
Aber und da kommen wir zu meinem Hauptproblem mit Fisch, ich hasse Gräten! Sobald eine von mir gefunden wird, bin ich kein Genießer mehr, sondern das Essen ist mir vergällt.
Und dann dieses Buch! Ich habe es genossen. Ich werde Fisch selbst zubereiten. Wenn die Pandemie vorbei ist, dann würde ich unheimlich gern in dieses kleine Restaurant gehen und vor Ort genießen.
Es ist ein Buch, in dem man nicht nur etwas über die optimalen Voraussetzungen von der Zubereitung von Fisch lernt, sondern etwas über das Zusammenleben von Menschen, egal welcher Abstammung. U Der Leser lernt den Koch kennen und seine Lebenseinstellung, seine Philosophie. Und so trifft man in diesem Buch das Beste – einen Mix aus Geschichte, Philosophie, Lebenslust, Erfahrung und Wissen.
Das gefrorene Seafood wartet schon auf mich, ich gehe jetzt kochen.

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Veröffentlicht am 17.10.2020

Tagebuch eines Comedian

Die große Pause
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Bastian Bielendorfer

DIE GROSSE PAUSE

Das „Lehrerkind“ hat dieses Buch da rüber geschrieben, was die meisten Menschen seit März dieses Jahres umtreibt. Er hat, als es begann in Deutschland, als es jeden ...

Bastian Bielendorfer

DIE GROSSE PAUSE

Das „Lehrerkind“ hat dieses Buch da rüber geschrieben, was die meisten Menschen seit März dieses Jahres umtreibt. Er hat, als es begann in Deutschland, als es jeden betraf, angefangen dies als Tagebuch aus seinem privaten Erleben festzuhalten.
Beginnend mit dem14.03. und endend mit dem 20.06.2020 nimmt er uns mit, auf seine Reise, ganz persönlich und besonders persönlich am Ende.
Gelesen habe ich es in einem Rutsch, immer wieder kopfnickend bezüglich ähnlicher Wahrnehmungen oder ähnlichem Erleben.
Ich habe auch mal geschmunzelt, aber Torsten Sträter mit seiner Einbringung Klappentext stimme ich nicht zu. Nein, es ist nicht „genauso lustig, wie die Bücher zuvor, nämlich: sehr!“
Natürlich hat Bastian Bielendorfer versucht, dieser Pandemie auch witzige Aspekte abzugewinnen, aber eigentlich ist dieses Buch eine Reflexion dessen, dass es uns noch nicht s bringt so hart getroffen hat. Und die Beschreibung von Homeschooling bringt mich eher zum Kopfschütteln bei zwei Kindern mit gefühlt 1000 Arbeitsblättern zu Hause und ich bin vom Fach.
Ich empfehle das Buch dennoch mit wenig Abzug, weil es vor Augen führt, in welchen abstrusen Situationen wir geführt werden, weil wir AHA + L nicht umsetzen und weil es uns aufzeigt, wieviel Glück wir bisher hatten.

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