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Erdbaerchen

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2020

Eine Psychotherapeutin ermittelt

Blauer Montag
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Das Cover finde ich echt toll. Es ist auch super zum Inhalt abgestimmt, da die Handlung in London spielt.

Der junge Matthew verschwindet spurlos.
Frieda ist Psychotherapeutin. Unter anderem therapiert ...

Das Cover finde ich echt toll. Es ist auch super zum Inhalt abgestimmt, da die Handlung in London spielt.

Der junge Matthew verschwindet spurlos.
Frieda ist Psychotherapeutin. Unter anderem therapiert sie Alan, der sich einen Sohn wünscht auf den die Beschreibung des kleinen Matthew passt. Als sie ein Foto von dem 5-jährigen Alan sieht, stockt ihr der Atem. Es gleicht dem Bild des verschwundenen Jungen aufs Haar genau. Hat Alan etwas mit dem Verschwinden zu tun?

So packend der Klappentext auch klingt, das Lesen war für mich leider so zäh wie Tapetenkleister. Die Handlung kommt einfach nie so richtig in Schwung und wird von vielen unnötigen Nebenhandlungen aufgehalten. Klar möchte man auch ein wenig in das Privatleben von der Protagonistin eindringen, dies hätte man jedoch auch anders umsetzen können.
Zudem zieht Frieda manchmal Schlüsse, die ich nicht ganz nachvollziehen konnte. Klar müssen die Ermittlungen irgendwie weiter gehen, allerdings sollten sie nicht allzu sehr an den Haaren herbei gezogen sein.
Das Ende war für mich dann leider auch die vollste Katastrophe. Eine logische Auflösung gab es hier nicht. Generell blieben viel zu viele Fragen offen. Für mich ergab NICHTS einen Sinn. Ob man im zweiten Teil mehr darüber erfährt? Das werde ich wohl nie wissen, denn "Eisiger Dienstag" werde ich mir wohl kaum zu Gemüte führen.

Fazit: Ein langweiliger "Psychothriller", indem man die Logik vergebens sucht.

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Veröffentlicht am 19.11.2020

Wer ist ohne Schuld?

Ohne Schuld
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Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk, wenn man es denn so nennen will, habe ich bereits von Lovelybooks bekommen. Vielen Dank für das Leseexemplar. Ich hab schon so lange nichts mehr von Charlotte Link gelesen, ...

Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk, wenn man es denn so nennen will, habe ich bereits von Lovelybooks bekommen. Vielen Dank für das Leseexemplar. Ich hab schon so lange nichts mehr von Charlotte Link gelesen, wobei ich sie früher echt gern gelesen habe.

Diesmal geht's um ein Ermittlerduo, Kate Linville und ihr Chef Caleb Hale, die beide einem Mann auf der Spur sind, der im Zug von London nach York einen Anschlag auf eine Dame ausüben möchte, der jedoch Dank Kate misslingt.
Später stürzt eine andere Frau beim Radfahren über einen gespannten Draht. Auch auf sie wird geschossen. Die einzige Verbindung bisher ist die Tatwaffe.

Schon den Beginn fand ich sehr spannend. Ich bin total gut in das Buch hinein gerutscht und baute auch gleich Sympathie für die beiden Ermittler auf. Beim Lesen geht es dann Schritt für Schritt voran. Man kann jede Handlung gut nachvollziehen und ihr ohne größerer Anstrengung folgen.
Auch die Kapitel sind super aufgebaut. Hier haben wir größere, nach Datum und kleinere Unterkapitel bei denen wir in die verschiedenen Sichtweisen der Personen eintauchen.
Was mir auch besonders gut gefallen hat ist, dass die Autorin genau weiß wieviel sie wann Preis gibt. Sie hat hier für mich immer den richtigen Zeitpunkt gewählt, um den Leser ein paar der Puzzleteile zukommenzulassen, allerdings wiederum auch nicht allzu viel. So bleibt es weiterhin spannend und wird zugleich nicht langweilig.
Das Ende bleibt dann leider auch eher offen. Normalerweise hasse ich so etwas. Hier finde ich es jedoch sehr passend und toll gewählt, um den Leser dran bleiben zu lassen. Vielleicht gibt es ja noch einen Teil in dieser Serie, in dem wir mehr darüber erfahren?

Fazit: Nicht allzu brutaler, super konstruierter Krimi.

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Veröffentlicht am 14.11.2020

Der neue Fitzek

Der Heimweg
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Der Klappentext klingt schon mal irrsinnig spannend. Jules Tannberg übernimmt eines Nachts den Dienst seines Freundes und sitzt somit am Begleittelefon. Eine Einrichtung für Frauen, die auf ihrem Heimweg ...

Der Klappentext klingt schon mal irrsinnig spannend. Jules Tannberg übernimmt eines Nachts den Dienst seines Freundes und sitzt somit am Begleittelefon. Eine Einrichtung für Frauen, die auf ihrem Heimweg Angst haben und jemanden zum Reden brauchen, der sie beruhigt. In dieser Nacht hat er Klara am Telefon, die ihm erzählt ihr letztes Stündlein habe geschlagen. Denn sie hat nur noch bis Tagesanbruch Zeit. Dann ist sie tot....

Die Thematik fand ich sehr ansprechend: Häusliche Gewalt gegenüber Frauen. Das wird sogleich am Anfang des Buches erwähnt. Generell hatte ich hier somit schon mal eine Grundvorstellung um was es denn tatsächlich gehen könnte.
Allerdings war die Handlung etwas anders als gedacht. Zeitweise sogar sehr zäh. Besonders zu Beginn. Man erfährt erst spät wie alles miteinander zusammen hängt. Trotzdem bleiben mir einige Handlungen nicht ganz schlüssig.
Öfter liest man, dass das Buch ziemlich brutal sein soll. Das ist es meiner Meinung nach nicht. Die richtig brutalen Szenen halten sich in Grenzen. Aber vielleicht bin ich in dieser Hinsicht auch einfach etwas abgehärteter. Fitzek Fans sollten dies ja doch auch schon von ihm gewohnt sein oder nicht?!
Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr flüssig zum Lesen. Auch die Kapitel sind nicht allzu lang und wechseln sich zwischen den beiden Protagonisten ab.
Alles in allem sicher ein solider Thriller, allerdings mit unlogischer Auflösung.

Fazit: Man verpasst sicherlich nichts, wenn man ihn nicht liest.

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Veröffentlicht am 12.11.2020

Zwei verschiedene Frauen, jedoch mit vielen Gemeinsamkeiten

The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.
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"Entschuldigen Sie sich nie für jemanden, den sie lieben. So stehen Sie nämlich da wie ein Idiot."

Unsere Protagonistin Jane zieht um. In ein Haus, das nur an ganz bestimmten Personen vermietet wird. ...

"Entschuldigen Sie sich nie für jemanden, den sie lieben. So stehen Sie nämlich da wie ein Idiot."

Unsere Protagonistin Jane zieht um. In ein Haus, das nur an ganz bestimmten Personen vermietet wird. Bald schon erkennt sie Parallelen zu ihrer verstorbenen, möglicherweise sogar ermordeten Vormieterin Emma. Muss sie etwa auch um ihr eigenes Leben bangen?

Gegen den Schreibstil gibt es nichts einzuwenden. Es lässt sich super locker, flockig lesen. Die Kapitel wechseln sich immer ab zwischen Damals (Emmas Version) und heute (Janes Version).
Allerdings hat dies nicht dazu beigetragen Spannung aufzubauen. Auch die Handlung selbst ist eher träge. Viel passiert hier irgendwie nicht.
Einzig und allein drei Seiten am Ende ließen mich dann etwas mitfiebern, die jedoch genauso abrupt endeten. Leider hab ich auch die Handlungen der Charaktere nicht ganz nachvollziehen können. Hätte mir hier eine bessere Aufklärung gewunschen.
Es ist bereits mein zweites Buch von diesem Autor. Auch "Tot bist du perfekt" hat mich leider nicht vom Hocker gerissen. Ob ich mir noch einmal ein Buch von Delaney gönnen werde? Wohl eher nicht...
Vielleicht aber sehe ich mir die Verfilmung von "The Girl Before" an. Ich denke, dieser könnte etwas mehr Potenzial haben als das Buch.

Fazit: Den Thrill wird man hier vergeblich suchen.

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Veröffentlicht am 10.11.2020

Ein echter Pageturner

Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst.
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Die App von Arno Strobel stand seit der XL-Leseprobe von Lovelybooks auf meiner MUST-READ Liste. Genauso spannend wie die Leseprobe war dann schließlich auch das Buch. Ein wahrer Pageturner.

Um was geht ...

Die App von Arno Strobel stand seit der XL-Leseprobe von Lovelybooks auf meiner MUST-READ Liste. Genauso spannend wie die Leseprobe war dann schließlich auch das Buch. Ein wahrer Pageturner.

Um was geht es denn eigentlich?
Hendrik und Linda sind begeistert von ihrem neuen Haus, das mit einem Smart-Home-System ausgestattet ist. Doch kurz vor ihrer Hochzeit verschwindet Linda spurlos. Alles deutet daraufhin, dass sie sich freiwillig vom Acker gemacht hat. Doch das will Hendrik nicht glauben und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei stellt er fest, dass Smart-Home doch nicht so zuverlässig und sicher ist.

Der Einstieg in das Buch fiel mir total leicht. Die Handlung hat sogleich Fahrt auf- und den Leser vollends in Besitz genommen. Immer wieder lernt man neue Charaktere kennen und mit ihnen steigt auch das Misstrauen. Bald schon habe ich persönlich niemandem mehr vertraut und jedes Mal innerlich geschrien, wenn Hendrik allen von seinen neuesten Erkenntnissen berichtet hat.
Ich gebe dem Buch einen Stern abzug, da ich selbst bald schon eine Vermutung hatte, die sich am Ende dann tatsächlich als richtig erwies. Diese Vorhersehbarkeit fand ich etwas schade.

Arno Strobel sprach in diesem Buch zwei ernste Themen an, für die man sich vielleicht mal einige Minuten Zeit nehmen und etwas genauer darüber nachdenken sollte. Zum Einen wäre das das Thema "Smart-Home". Ich persönlich war davon ja noch nie so wirklich angetan, bin jetzt auch nicht sehr technik-affin. Zudem man heutzutage ja bereits sowieso ein gläserner Mensch ist, Dank Internet und Smartphone. Als ich dann selbst bei einer Schulung miterleben durfte wie leicht es tatsächlich ist, solche Systeme zu hacken, war ich erstmal schockiert und bestätigte nur, davon die Finger zu lassen.
Ganz entkommen kann man dieser Überwachung ja leider ohnehin nicht. Da müsste man sich wohl ein Steinzeittelefon und ein mind. 20 Jahre altes Auto zulegen.
Das zweite Thema möchte ich hier allerdings nicht spoilern. Ihr werdet es selbst am Ende erfahren. Hier möchte ich euch nur noch den Tipp geben: Lest bitte unbedingt die Danksagung.

Fazit: Mitreißender Thriller mit ernsten Hintergedanken.

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