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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2025

Zu viel gewollt

Verlorene Provence
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Es ist der zwölfte Krimi rund um den mittlerweile im Ruhestand befindlichen Kommissar Albin Leclerc, der es immer wieder schafft mit seinem Mops an Tatorten aufzuschlagen. Und natürlich als "polizeilicher ...

Es ist der zwölfte Krimi rund um den mittlerweile im Ruhestand befindlichen Kommissar Albin Leclerc, der es immer wieder schafft mit seinem Mops an Tatorten aufzuschlagen. Und natürlich als "polizeilicher Berater" zu ermitteln und wenn die Kollegen noch so sehr mit den Augen rollen. In diesem Fall nimmt mehrerlei überhand. Ein alter, französischer Film wird neu gedreht, mitten in der Provence, in Leclercs Revier. Die Schauspieler sind erste, französische Sahne und es spielt viel Ehrfurcht vor ihnen mit hinein ebenso wie Star-Hudelei. Ebenso weiß man manchmal nicht, ob nun vom alten oder neuen Film die Rede ist. Und als ein Schauspieler am Set erschossen wird, fällt mir spontan Alec Baldwin ein, dem genau so etwas vor einiger Zeit angelastet wurde, weil die Patrone eben doch echt war. Leclerc ging mit das erste Mal wirklich auf die Nerven, seine Kollegen taten mir leid. Und mir war es gerade zu Beginn viel zu unruhig. Der Anfang ging noch, als der Mord passiert, ist Albin vor Ort und kriegt alles mit und dann gehen die Ermittlungen los und es wird arg unübersichtlich. Hier wurde aus meiner Leserinnensicht zu viel gewollt. Das finde ich schade! Vielleicht wird der 13. Band wieder anders?

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Prima!

Raus aus der Hängematte, rein ins fitte Leben
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Das Cover und das etwas größere, sich leicht schwabbelig anfühlende Format sind genauso frisch wie der Inhalt. Letzterer hat es in sich: wissenschaftlich fundiert, im lockeren Plauderton verfasst, versteht ...

Das Cover und das etwas größere, sich leicht schwabbelig anfühlende Format sind genauso frisch wie der Inhalt. Letzterer hat es in sich: wissenschaftlich fundiert, im lockeren Plauderton verfasst, versteht man schnell, warum es sinnvoll ist sich gesunde Routinen anzugewöhnen. Bein manchen weiß man es. Natürlich. Aber die beiden Autorinnen zeigen auf, wie man das besonders easy hinbekommt. Ein vitales Leben ist keine Frage des Alters sondern der passenden Gewohnheiten. Wie und weshalb – darüber informiert dieser Ratgeber, der Lesenden dazu verhilft möglichst langfristige Alltagsroutinen für die eigene Gesundheit in ihr Leben zu integrieren. Super!


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Veröffentlicht am 01.04.2025

Nordsee-Freundschafts-Wohlfühlroman

Das Glücksatelier am Meer
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Als Stellas Mann plötzlich stirbt, steht sie vor dem Nichts. Die Eigentumswohnung ist längst nicht abbezahlt, die Konten sind leer und sie ist alleinerziehend. Ihre Norderneyer Freundin lädt sie zu sich ...

Als Stellas Mann plötzlich stirbt, steht sie vor dem Nichts. Die Eigentumswohnung ist längst nicht abbezahlt, die Konten sind leer und sie ist alleinerziehend. Ihre Norderneyer Freundin lädt sie zu sich auf die Insel ein. Dort begegnet sie Mira.

Alle drei finden zueinander. Stella und Mira finden für sich neue Lebenswege und das Ganze ist nett erzählt. Es ist ein kurzer Roman und das ist gut so. So kann man sich launig auf die drei einlassen, ein bisschen mit träumen, mitfiebern und jeder, der Nordseeinselflair kennt und mag, träumt sich noch ein bisschen Richtung Nordsee, Strand und Dünen. Ein echter, wunderschöner Wohlfühlroman rund um Freundschaft unter Frauen! Ideal für den Strandkorb oder ein verregnetes Wochenende.

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Veröffentlicht am 01.04.2025

gute Bettlektüre

Muschelglück und Meeresrauschen
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Vor einem halben Jahr verließ Samuel seine Frau Christin ohne ein Wort zu sagen. Sie kam damit klar bis ihre Oma an der Nordsee Hilfe bei ihrem Geschäft brauchte. Christin erhält Urlaub und reist nach ...

Vor einem halben Jahr verließ Samuel seine Frau Christin ohne ein Wort zu sagen. Sie kam damit klar bis ihre Oma an der Nordsee Hilfe bei ihrem Geschäft brauchte. Christin erhält Urlaub und reist nach St. Peter-Ording.

Ihre Schwester seufzt als sie hört, dass die „Muschelkiste“ vor dem Aus steht und der Vermieter ihrer Oma kündigen will und sogar einen potentiellen Nachmieter präsentiert. Die Oma ist bekannt wie ein bunter Hund, mittlerweile tüdelig und hat offensichtlich vor, Christin den Laden zu überlassen und ihren Mann wieder an ihre Seite zu bekommen. Geschieden sind sie nämlich noch nicht. Als Christin merkt, dass was gespielt wird, weiß sie nicht, wie sie reagieren soll. Der hübsche Florian spielt auch noch mit…
Es ist ein sehr seichter, übersichtlicher Liebesroman mit Kuppel- und Nordseeflair. Nett zu lesen, gute Bettlektüre! Könnte aber mehr Witz und Esprit vertragen.

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Veröffentlicht am 01.04.2025

Kulinarischer Wohlfühlroman

Sommer auf Sizilianisch
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Helene heißt eigentlich Elena und ihr urdeutscher Nachname ist der von ihrem geschiedenen Mann. Bilingual aufgewachsen in Berlin, Tochter italienischer Eltern, erschien ihr das am Sichersten, um optimal ...

Helene heißt eigentlich Elena und ihr urdeutscher Nachname ist der von ihrem geschiedenen Mann. Bilingual aufgewachsen in Berlin, Tochter italienischer Eltern, erschien ihr das am Sichersten, um optimal Karriere machen zu können.

Aber nun erhält die Reisereporterin den Auftrag auf Sizilien nach dem Besonderen zu forschen. Gemeinsam mit drei Kollegen schwärmen sie auf der Insel aus. Ihre Ecke ist das Hinterland von Céfalu und der Bürgermeister empfiehlt ihr überschwänglich seinen Sohn, einen Konditormeister. Damit beginnt ein wunderbar spritzig-amüsanter Roman rund um Helene, die rasch zu Elena wird und Gaetano vor allerlei Rätsel stellt. Aber auch die Eigenarten der Sizilianer haben es in sich. Ein Teil des Volkes stammt von Normannen, Griechen, Phöniziern und Römern ab – die Mischung wirkt auch heute noch nach. Und Pia Casell versteht es großartig diese hervor- und unterzuheben, wie bei einer gut zubereiteten Torte!
Schmöker, bei dem einem beim Lesen zeitweise das Wasser im Munde zusammenläuft.