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Veröffentlicht am 19.10.2020

Eine Suche nach Geschwistern auf finnische Art

Die Wurzel alles Guten
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Pekka Kirnuvaara hat starke Zahnschmerzen und sucht nun zum ersten Mal einen privaten Zahnarzt auf, der komischerweise den gleichen Nachnamen wie er trägt. Doch dieser blockt sämtliche Fragen nach seiner ...

Pekka Kirnuvaara hat starke Zahnschmerzen und sucht nun zum ersten Mal einen privaten Zahnarzt auf, der komischerweise den gleichen Nachnamen wie er trägt. Doch dieser blockt sämtliche Fragen nach seiner Familie immer sofort ab und Pekka bekommt von ihm, Esko, einfach keine Antwort. Pekka lässt das nicht los und er fragt auch beim nächsten Besuch wieder nach und irgendwann gibt Esko zu, dass sie wohl den gleichen Vater haben, denn schon allein die äußerlichen Ähnlichkeiten lassen darauf schließen. So nähern sich die beiden Halbbrüder an und gehen miteinander laufen, essen oder ins Kino. Gleichzeitig forschen sie immer weiter nach und stoßen auf Familie in Lieksa, Finnland und beschließen dorthin zu fahren. Langsam kommen sie so auf die Spur ihres Vaters Onni....

Miika Nousiainen hat einen flüssigen Schreibstil. Sie schreibt klar und ohne überflüssige Details. Immer wieder gibt es trotz der ernsten Themen auch humorvolle Stellen, die dem ganzen eine gewissen Lockerheit verpassen. Jeder der Protagonisten hat seine Eigenheiten und unverkennbare Charakterzüge, was jeden von ihnen sympathisch und realistisch macht. Die Sichtwechsel in den Kapiteln sind gut gelungen und verhelfen zu einer Mehrdimensionalität. Auch gut und humorvoll sind die Überschriften der einzelnen Kapitel, wie zum Beispiel: "ÖFFNUNG Aufbohren des Zahns. Der Zahnarzt muss an die entzündete Wurzel gelangen.".

Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich habe es mit viel Vergnügen gelesen. Gerade die Art, wie die Autorin diesen finnischen Roadtrip um die halbe Welt beschrieben hat, ist einzigartig. Obwohl die Zahgesundheit wichtiges Thema dieses Buches ist, ist dieses Buch nicht nur für Zahnärzte, sondern für jedermann geeignet.

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Veröffentlicht am 16.10.2020

Viel Liebe, Erinnerung, Versöhnung und Emotion

Immer wieder im Sommer
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Anna ist seit fünf Jahren alleinerziehend, denn damals hat sie sich von ihrem Ex-Mann Max getrennt, nachdem sie eine unmissverständliche SMS auf dessen Handy entdeckt hat. Nun lebt sie mit ihren beiden ...

Anna ist seit fünf Jahren alleinerziehend, denn damals hat sie sich von ihrem Ex-Mann Max getrennt, nachdem sie eine unmissverständliche SMS auf dessen Handy entdeckt hat. Nun lebt sie mit ihren beiden Töchtern Sophie und Nelly in einer Mitwohnung in München. Das doch relativ eintönige Leben wird nun unterbrochen, als Anna einen Brief ihrer Mutter erhält, wo sie doch seit 20 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihr hat. Außerdem hat sie vor einigen Wochen einen Artikel über ihre Jugendliebe Jan entdeckt, der nun auf Amrum lebt und geschieden ist, nun fragt sie sich ständig, was wohl gewesen wäre, wenn ihre Mutter ihn damals nicht vom Hof vertrieben hätte. An den Wochenenden besuchen ihre Töchter öfter ihren Vater, doch diesmal kommt alles anders als erwartet, denn Max liegt nackt mit einer Blondine in seinem Bett und hat verschlafen. Da beschließt Anna, dass sie ihre Töchter nicht bei ihm lassen wird, denn ein solches verantwortungsloses Verhalten will sie nicht tolerieren. Dass dadurch ihre Pläne zu ihrer Mutter und nach Amrum zu fahren zunichte gemacht werden, kann sie nun nicht mehr ändern...

Katharina Herzog hat einen sehr gut zu lesenden und flüssigen Schreibstil. Ihre Handlungen sind immer sehr emotional und voller ergreifender Momente. Die Protagonisten sind allesamt sympathisch und äußerst realistische Charaktere. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Personen schafft eine gute Abwechslung und bringt noch mehr unterschiedliche Sichtweisen in die Handlung.

Das Buch hat mir gut gefallen, allerdings hatte ich mir noch mehr emotionale Momente gewünscht, die mich zu Tränen rühren, wie ich sie aus "Wo die Sterne tanzen" kannte.

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Veröffentlicht am 14.10.2020

Ein märchenhafter Fall für Kluftinger

Grimmbart
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Kluftinger ist müde und eigentlich schon auf dem Weg ins Bett, da ruft sein nerviger Freund Doktor Langhammer an und bittet ihn, nach seinem Patienten, dem Baron Rothenstein zu Grimmbart zu sehen, denn ...

Kluftinger ist müde und eigentlich schon auf dem Weg ins Bett, da ruft sein nerviger Freund Doktor Langhammer an und bittet ihn, nach seinem Patienten, dem Baron Rothenstein zu Grimmbart zu sehen, denn dieser habe sich sehr seltsam verhalten bei einem Telefonat mit dem Doktor. Kluftinger gibt nach und fährt zum Schloss des Barons. Leider kann er nicht nach kurzer Zeit wieder heimgehen, denn die Baronin wird tot in seltsamer Kostümierung im Märchensaal aufgefunden. Von nun an begeben sich der Kommissar und sein Team ganz in die Welt der Märchen und versuchen mehr über die Familie Grimmbart und deren Vergangenheit herauszufinden. Doch auch diesmal gibt es viele Spuren, die nicht zielführend sind, aber dennoch viele menschliche Abgründe aufdecken.... Zu Hause erwartet den Polizisten aber leider auch keine Ruhe und Entspannung, wie er sie gerne nach seinen Ermittlungen hätte, denn sein Sohn Markus und die Japanerin Yumiko wollen in wenigen Wochen heiraten und bald kommen auch die japanischen Schwiegereltern, was Klufti vor ungeahnte Verständigungsprobleme stellt.

Das Autorenduo Volker Klüpfel und Michael Kobr haben hier einen interessanten und zugleich spannenden Fall inmitten der Märchen- und Adelswelt geschaffen. Kluftinger ist wie auch in den vorherigen Fällen eine amüsante Person, durch seine besondere Art bringt er den Leser immer wieder zum Schmunzeln, gerade sein englisches Kauderwelsch ist in diesem Buch zu lustig.

Dieser achte Teil der Kluftinger-Krimis hat mir gut gefallen, da er unterhaltsam war. Leider hätte er noch etwas spannender sein können. Der Humor kam hier aber nicht zu kurz, denn die traditionelle Person Kluftinger und die Japaner bilden einen zu großen Kontrast, als dass Klufti alles ohne lustige Situationen meistern könnte.

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Veröffentlicht am 10.10.2020

Drei Frauen auf einem Hof, die gemeinsam ein großes Wagnis eingehen...

Café mit Meerblick
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Rachel musste nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters dessen Hof übernehmen. Gemeinsam mit ihrer Mutter Jill und ihrer 4-jährigen Tochter Maisy kämpft sie um das Weiterbestehen des Hofes, denn es sieht leider ...

Rachel musste nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters dessen Hof übernehmen. Gemeinsam mit ihrer Mutter Jill und ihrer 4-jährigen Tochter Maisy kämpft sie um das Weiterbestehen des Hofes, denn es sieht leider nicht gut aus. Die Unterhaltskosten steigen, während die Verkaufspreise sinken. Rachel ist verzweifelt und sucht nach einem zweiten Standbein. Da beginnt ihre Mutter wieder mit dem Backen und ihr kommt die rettende Idee, sie könnten die Kuchen verkaufen. Jill ist anfangs sehr abgeneigt und bezweifelt ihr Können, doch die Sorgen um den Hof stimmen sie schließlich um...

Caroline Roberts hat einen angenehmen Schreibstil, allerdings hatte ich das Gefühl, dass bei der Übersetzung einige Stellen nur sehr holprig übersetzt wurden und so das Lesevergnügen etwas gebremst wird. Die Handlung ist interessant und der Leser kann die emotionale Berg- und Talfahrt der Protagonistinnen sehr gut nachvollziehen. Auch der Beginn und das Ende sind sehr gut, was das Buch gut abrundet. Die Einteilung in viele nicht zu lange Kapitel gefällt mir sehr gut, denn sie gliedern die Geschehnisse und unterstützen den Lesefluss positiv. Zwei Rezepte am Ende des Buches helfen die beim Lesen entstandenen Gelüste zu stillen, denn ständig ist von Gebäck die Sprache. Der Titel des Buches hat mich allerdings etwas irritiert, denn es ist nie von einem Meerblick die Sprache, nur von einem weiten Blick über das Tal und das Meer beziehungsweise der Strand wirken immer etwas weiter entfernt. Wie auch im Text einmal erwähnt wird, dass sich die Nordsee nur als schmaler Streifen am Horizont erahnen lässt, wenn man auf dem Gipfel eines Berges steht.

Das Buch hat mir gut gefallen und es passt perfekt für den Urlaub oder als Buch für zwischendurch, um dem Alltag zu entfliehen. Leider war ich von der Übersetzung an einigen Stellen sehr enttäuscht. Insgesamt aber trotzdem noch 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 08.10.2020

Eine spontane Hochzeit und viele ungeklärte Probleme...

Eine Weihnachtshochzeit im Schnee
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Rosie lebt seit einem halben Jahr in Aspen, Colorado. Dort ist sie Doktorandin und hat im Fitnessstudio ihre große Liebe Dan kennengelernt. Nach 11 Wochen Beziehung steht für Dan fest, dass Rosie seine ...

Rosie lebt seit einem halben Jahr in Aspen, Colorado. Dort ist sie Doktorandin und hat im Fitnessstudio ihre große Liebe Dan kennengelernt. Nach 11 Wochen Beziehung steht für Dan fest, dass Rosie seine Traumfrau ist und er macht ihr einen Heiratsantrag. Rosie ist überglücklich und sagt natürlich ja. Als Heiratstermin legen sie den Heiligen Abend fest, denn romantischer könne es ja nicht werden, meint auch Dans Mutter Catherine, die nebenbei auch noch hauptberuflich Hochzeitsplanerin ist. Die Familie in Oxford ist aber nicht so überzeugt von der erst so kurz andauernden Beziehung, sodass zumindest Katie, Rosies Schwester, ihre Zweifel äußert und sich für ihren Besuch in den USA vornimmt, Dan genauer kennenzulernen und seine tiefsten Abgründe zu finden. Maggie und Nick, die Eltern der beiden Schwestern, haben dagegen ganz andere Probleme, denn sie leben seit Rosies Auszug im Sommer getrennt und wollen sich scheiden lassen. Doch für die Hochzeit ihrer Tochter beschließen sie, ihre Ehe nocheinmal zu aktivieren und den anderen erst nach der Hochzeitsfeier die Wahrheit zu sagen...

Sarah Morgan hat einen tollen Schreibstil. Dieser ist emotional und trotzdem nicht zu verspielt. Ihre Sprache ist einfach, sodass sich der Roman sehr flüssig lesen lässt. Die Handlung hat viel mehr Tiefgang, als der Titel es erahnen lässt.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es hat eine gewisse Weihnachtsstimmung, allerdings kann man es auch gut im Herbst lesen, da Weihnachten nicht das Hauptthema ist. Die Bücher von Sarah Morgan haben mich noch nie enttäuscht, so auch dieses nicht. Deshalb bekommt dieses Buch volle 5 Sterne und ist mein Buchtipp für den Herbst und die Vorweihnachtszeit.

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