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Veröffentlicht am 14.03.2019

Götter und die Probleme mit den Sterblichen

Gold und Schatten
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In das Cover habe ich ab dem ersten Moment verliebt, auch wenn ich nicht genau beschreiben kann, warum. Ich mag vermutlich einfach das Zusammenspiel der Farben von Schwarz und Gold. Zudem passt das Covermodel ...

In das Cover habe ich ab dem ersten Moment verliebt, auch wenn ich nicht genau beschreiben kann, warum. Ich mag vermutlich einfach das Zusammenspiel der Farben von Schwarz und Gold. Zudem passt das Covermodel auch so gut zu meiner Vorstellung von Livia, dass das ganze Cover einfach stimmig ist.

Auch die Geschichte gefällt mir ausgezeichnet: Livia ist mit ihren Eltern gerade erst aus Seoul nach Paris gezogen, als sie bei einer Führung durch die Katakomben auf Maél trifft. Sie ist vom ersten Moment an, von ihm fasziniert, wirkt er doch so ganz anders als alle anderen Jungs. Doch Maél verhält sich seltsam und geht nach Augenblicken der Nähe immer wieder auf Abstand. Außerdem sprechen seit kurzer Zeit Pflanzen mit Livia. Das bildet sie sich doch alles nur ein oder etwas nicht? Als sie mehr und mehr von Maél erfährt, stellt sie fest, dass ihr Treffen alles andere als ein Zufall war und ihre Geschichte gerade erst angefangen hat.

Der Schreibstil hat von Anfang an dafür gesorgt, dass ich dem Buch nur schwer widerstehen konnte. Er ist flüssig und leicht, sodass die Seiten nur so dahin flogen.
Zudem mochte ich auch die Personen ab der ersten Seite. Livia fand ich wunderbar erfrischend, weil man zwar zunächst denkt, dass sie eher ein graues Mäuschen ist, sie beweist einem aber recht schnell das Gegenteil. Ich mag ihren Humor und musste auch ein paar Mal über ihre Gedanken schmunzeln. Auch dass sie Maél nicht alles durchgehen lässt, gefiel mir gut. Sie war nicht die liebeskranke Idiotin, die jedes dämliche Verhalten ihres Freundes blind akzeptiert, sondern sagt ihm mehr als einmal die Meinung. Dabei ist sie manchmal so schlagfertig, dass ich beeindruckt von ihr war. Dennoch verleugnet sie ihre Gefühle Maél gegenüber zu keiner Zeit und ist sich selbst sehr sicher, auch wenn sie an ihm zuweilen zweifelt.
Bei Maél war ich mir von Anfang an nicht sicher, ob ich mich für ihn erwärmen kann, weil er wie der typische Bad Boy wirkte. Aber spätestens als man seine Motive und seine Familiengeschichte erfährt, verliebt man sich mit jeder Seite in ihn. Er tut alles für die Menschen, die er liebt und kann deswegen fast gar nicht anders handeln, als er es eben tut. Ich liebe die Interaktion der beiden, die natürlich wirkt und man versteht die Gefühle für einander mit jeder Zeile besser.

Auch die Geschichte an sich fand ich super. Ich liebe Geschichten über antike Götter und wie deren Leben in der Moderne aussehen würden. Aus diesem Grund fand das Auftauchen jedes neuen Gottes unglaublich spannend und habe die Einzelheiten förmlich aufgesogen. Den einzigen Punkt, der mich gestört hat, war, dass bei der Schilderung der Götter manchmal ein bisschen zu sehr die Klischees bedient wurden, besonders wenn es um Hades geht. Es ist einfach ein bisschen zu typisch, ihn als den Bösewicht darzustellen, weil er der Herr der Unterwelt ist. Aber vielleicht bekommt man im zweiten Teil noch ein paar Hintergründe zu seinen Handlungen.

Alles in allem hätte ich nicht gedacht, dass es das Buch schafft, mich so sehr zu packen, aber ich liebe die Interaktion zwischen den Charakteren und den fesselnden Schreibstil, sodass ich den zweiten Teil kaum erwarten kann.

Veröffentlicht am 04.03.2019

Packender Thriller mit wunderbaren Hauptfiguren

Dark Call - Du wirst mich nicht finden
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Das Cover finde ich, nachdem ich das Buch komplett gelesen habe, sehr viel passender als zuvor, weil es durch kleine Details auf den Inhalt hinweisen ohne ihn direkt zu enthüllen. Es sticht zwar nicht ...

Das Cover finde ich, nachdem ich das Buch komplett gelesen habe, sehr viel passender als zuvor, weil es durch kleine Details auf den Inhalt hinweisen ohne ihn direkt zu enthüllen. Es sticht zwar nicht unbedingt aus der Masse heraus, ist aber dennoch interessant genug, um eines zweiten Blickes würdig zu sein.

Das hat es mit der Geschichte gemeinsam: Holly Wakefield arbeitet als Kriminalpsychologin. Normalerweise unterrichtet sie Studenten über die Geheimnisse von Serienmördern, doch eines Nachts ruft DI Bishop an und bittet sie um Hilfe. Ein Ehepaar wurde brutal ermordet und die eigentlichen Profiler sind nicht verfügbar. Holly springt ein. Bishop erkennt die Verletzungen von einem anderen Mord und die beiden erkennen, dass es sich hier um einen eiskalten Serienmörder handelt, der jederzeit wieder zuschlagen könnte.

Ich habe mir von dem Buch ehrlicherweise nicht unbedingt viel erwartet, vielleicht einen netten Thriller mit ein bisschen Spannung. Das Buch hat mich aber ziemlich überrascht und sogar begeistert. Dazu trägt besonders bei, dass Holly so ein außergewöhnlicher Charakter ist. Sie hat in der Vergangenheit viel Schlimmes erlebt und doch hat sie sich auf Serienmörder spezialisiert, sammelt sogar Andenken an diese. Das klingt markabar, aber passt irgendwie zu dem leicht schrägen Charakter Hollys und macht sie nur noch glaubwürdiger. Sie wirkt die ganze Zeit taff und ist innerlich doch sehr verletzlich. Ebenso wie Bishop, der innerlich und äußerlich verletzbar ist. Die beiden passen so wunderbar zusammen, dass man sich einfach wünscht, dass sie zusammenkommen werden. Doch es wird nichts überstürzt, sondern es entwickelt sich langsam eine Zuneigung zwischen den beiden, die die Geschichte umso glaubwürdiger macht.
Die Geschichte rund um die Morde ist ebenfalls spannend, es dauert aber ein bisschen bis man so richtig gepackt wird. Es ist natürlich klar, dass man erst in das Buch hineinfinden muss, besonders weil es der erste Teil ist. Wenn die Spannung einen dann aber gepackt hat, lässt sie einen auch nicht mehr los und man rätselt zusammen mit dem Team, wer der Täter sein könnte.

Alles in allem schafft Mark Griffin mit seinem Debüt einen Thriller, dessen Geschichte einen verfolgt und nicht mehr loslässt, was besonders an den toll gestalteten Charakteren liegt, die einen dazu bringen, über den etwas schleppenden Beginn hinwegzusehen und sich ganz auf die folgende Spannung einlässt.

Veröffentlicht am 02.03.2019

Sehr durchschnittliche Geschichte mit nerviger Hauptfigur

King of New York
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Das Cover gefällt mir eigentlich ziemlich gut. Es ist nicht zu kitschig, sondern vielmehr klassisch für die Thematik einer Liebesgeschichte an der Wall Street. Es sticht allerdings nicht wirklich aus der ...

Das Cover gefällt mir eigentlich ziemlich gut. Es ist nicht zu kitschig, sondern vielmehr klassisch für die Thematik einer Liebesgeschichte an der Wall Street. Es sticht allerdings nicht wirklich aus der Masse heraus, sondern sieht aus wie viele Bücher im Moment.

Für Harper Jayne erfüllt sich ein Traum, als sie beginnt, für Max King, den König der Wall Street, zu arbeiten. Voll Begeisterung stürzt sie sich in die Arbeit, aber Max lehnt ihre Recherchen immer wieder ab und benimmt sich ihr gegenüber abweisend. Er hat längst ein Auge auf seine hübsche Angestellte geworfen, doch als alleinerziehender Vater einer 14-jährigen Tochter steht sie an erster Stelle und er kann sich keine Ablenkung durch Harper leisten. Doch als sie eines Tages in seinem Apartment steht und sich die beiden küssen, beginnen sich die beiden Welten zu vermischen.

Ich hatte mich auf eine angenehme Liebesgeschichte mit einem angenehmen Schreibstil gefreut, die man gut nebenbei lesen konnte. Leider wurden meine nicht besonders hohen Erwartungen enttäuscht. Dies liegt vor allem an der furchtbaren Art, die Harper an den Tag legt. Dass sie zu Beginn enttäuscht ist, dass ihr Chef ihre Arbeit nicht anerkennt, obwohl sie hart daran gearbeitet hat, kann ich noch nachvollziehen. Aber nachdem die beiden miteinander geschlafen haben, ist sie diejenige, die ihren Chef auffordert, dass sie es nicht mehr ansprechen. Und dann ist sie sauer, dass er es nicht mehr anspricht? Sorry, aber spätestens ab diesem Zeitpunkt, hatte ich keine Lust mehr das Buch weiterzulesen, weil Harper zunehmend zu einer irrationalen Zicke wurde, deren Stimmungen man nicht mehr nachvollziehen konnte. Ich hätte noch akzeptieren können, dass sie verletzt ist, aber sie reagiert immer vollkommen über und macht es schwierig, sie zu mögen. Eine andere Sache, die mich mehr und mehr gestört hat, ist, dass es keine wirklichen Probleme zwischen den beiden gibt. Immer wieder tauchen Dinge auf, die für die Beziehung schwierig werden könnten und werden innerhalb weniger Seiten gelöst, wo bleibt da bitte die Spannung? Dies war für mich vor allem ärgerlich, weil die Probleme an und für sich gut angelegt waren und wirklich zum Prüfstein für die Beziehung hätten werden können, aber sie verschwanden so schnell wieder, dass keine Spannung aufkam.

Alles in allem bin ich wirklich enttäuscht von der Geschichte, weil sie gute Anlagen hatte, die aber leider durch die vorschnelle Problemlösung und die unsympathische Gestaltung von Harper zerstört wurde.

Veröffentlicht am 24.02.2019

Schöne Geschichte, aber nichts Besonderes

Maybe this Time - Und auf einmal ist alles ganz anders
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Das Cover ist mir sofort aufgefallen und hängengeblieben, sodass ich nach einigem Überlegen es dann doch endlich mal gelesen haben.

Abby kehrt nach einer gescheitertem Ehe mit ihrer Jugendliebe und dem ...

Das Cover ist mir sofort aufgefallen und hängengeblieben, sodass ich nach einigem Überlegen es dann doch endlich mal gelesen haben.

Abby kehrt nach einer gescheitertem Ehe mit ihrer Jugendliebe und dem erfolgreichen Eishockeystar Dean Underwood zusammen mit ihrer Tochter Dani wieder in ihre Heimatstadt zurück. Dort trifft sie auf Jackson, den besten Freund ihres Mannes, der sie nie so richtig leiden konnte und der jetzt ausgerechnet der Eishocketrainer ihrer Tochter ist. Die alte Abneigung zwischen den beiden scheint sich in etwas Anderes verwandelt haben, denn plötzlich fliegen zwischen den beiden die Funken...

Ich mochte den Schreibstil von Beginn an, weil er sofort dafür sorgt, dass die Seiten nur so dahin flogen und man sich gut in die Geschichte einfinden konnte. Die Geschichte allerdings vermag mich nicht so zu begeistern. Ich mochte zwar Abby und Jackson von Beginn an sehr gerne, aber die Geschichte war mir zu vorhersehbar. Das macht mir normalerweise wenig aus, aber hier fehlte mir einfach der Wendepunkt, der Punkt, an dem man nicht wusste, ob wirklich alles gut wird, weil die Probleme unüberwindbar zu sein scheinen. Hier war einfach klar, dass sie zueinander finden und miteinander glücklich werden. Mehr noch hat mich das Schwarz-Weiß-Zeichnen der Charaktere gestört. Abby war zwar ein bisschen unsicher, aber ansonsten doch sehr perfekt, ähnlich wie Jackson, der Abby schon seit Jahren liebt, aber wegen seines Freundes immer zurückgesteckt hat. Beide machen einfach keine wirklichen Fehler, während Dean in allen seinen Handlungen ein Idiot ist. Hier wäre es mir lieber gewesen, wenn es auch mal Fehler gibt bzw. Dean als die "böse" Person auch mal eine liebenswerte Seite an sich zeigt.

Alles in allem klingt die Rezension deutlich negativer als mein Eindruck wirklich war, ich hatte mir durch das schöne Cover zwar mehr versprochen, es ist aber ein Buch, das sich angenehm nebenbei lesen lässt, das aber nicht dauerhaft im Gedächtnis bleibt.

Veröffentlicht am 19.02.2019

Spannende Idee mit kleineren Schwächen

Die rote Königin (Die Farben des Blutes 1)
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Das Cover finde ich unglaublich schön, weil es aus der Masse heraussticht und zudem durch die Verwendung von Silber und Rot ebenso gut zum Inhalt des Buches passt.

Mare gehört zu den Roten, den Dienenden ...

Das Cover finde ich unglaublich schön, weil es aus der Masse heraussticht und zudem durch die Verwendung von Silber und Rot ebenso gut zum Inhalt des Buches passt.

Mare gehört zu den Roten, den Dienenden im Land Norta und das nur weil ihr Blut rot ist und nicht silbern wie das der Elite des Landes. Zudem hat sie ständig vor Augen, dass sie mit 18 Jahren in die Armee eingezogen zu werden, wenn sie bis dahin keinen Job hat, ebenso wie ihre drei älteren Brüder. Aus diesem Grund zögert sie keine Minute, als ihr eine Anstellung als Bedienstete im Palast der Königsfamilie angeboten wird. Dort wohnt sie der Königinnenkür bei, bei der die Frau des Prinzen Cal gefunden werden soll. Dabei zeigen die adeligen, silbernen Frauen ihre besonderen Fähigkeiten, wie beispielsweise die Kontrolle über Wasser, Tiere und Pflanzen. Dabei gerät Mare in die Gefahr von einer der Kandidatinnen getötet zu werden, doch, obwohl sie als Rote über keine Fähigkeiten verfügen sollte, schafft sie es, sich mit eben solchen aus der Gefahr zu befreien. Damit die Königsfamilie nicht offenbare kann, dass Mare keine Silberne ist, also geben sie als eine von ihren aus und verloben sie sogar mit ihrem jüngeren Sohn Maven. In Mitten der Silbernen kann Mare endlich etwas für eine Veränderung der Verhältnisse tun, auch wenn diese Menschenleben fordert und vielleicht ihre Beziehung zu den Prinzen aufs Spiel setzt...

Die ersten Seiten habe ich verschlungen, schon alleine weil ich den Schreibstil super angenehm fand, aber auch weil der Einstieg in die Welt Mares interessant war. Die Idee, dass die Menschen allein durch die Farbe ihres Blutes in Herrschende und Dienenden eingeteilt werden, fand ich extrem spannend. Auch dass Mare der Welt mit einer gehörigen Portion Sarkasmus begegnet, hat sie mir sofort sympathisch gemacht. Sie fügt sich den Regeln der Gesellschaft nur sehr wiederwillig und hat sich fast schon damit abgefunden, in wenigen Monaten eingezogen zu werden. Mich haben die Umstände der Roten und die Gleichgültigkeit der Silbernen ebenso wütend gemacht wie Mare und konnte gewisse Handlungen verstehen, andere waren mir aber viel zu extrem. Für mich war es zudem ein wenig schwierig, den Überblick über die verschiedenen Fähigkeiten der Silbernen zu behalten. Es hätte mir besser gefallen, wenn es weniger gäben würde, die dafür aber klarer definiert gewesen wären. Auch die Beziehung zu den beiden Prinzen hat mich nicht so richtig gepackt. Ich hatte von Anfang an eine Präferenz, aber die Gefühle zwischen Mare und den beiden kamen einfach nicht so richtig rüber.

Alles in allem habe ich die Geschichte innerhalb kürzester Zeit verschlungen, weil ich die Idee der Welt wirklich spannend fand, der Schreibstil flüssig und das Setting der Hauptfiguren wirklich spannend ist. Aber das Buch wirkt eher wie die Einleitung zu den anderen Büchern der Reihe und lässt die Gefühle der Figuren zueinander ein bisschen außen vor.