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Veröffentlicht am 15.02.2019

Zwischen Krokodilen und Morden

Crimson Lake
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Das Cover passt sehr gut zu der Stimmung, die sich während des Lesens entwickelt. Es vermittelt perfekt die Hitze, die in Crimson Lake während der Ermittlungen. Zudem vermag es durchaus aus der Masse herauszustechen.

Die ...

Das Cover passt sehr gut zu der Stimmung, die sich während des Lesens entwickelt. Es vermittelt perfekt die Hitze, die in Crimson Lake während der Ermittlungen. Zudem vermag es durchaus aus der Masse herauszustechen.

Die Geschichte an sich schafft das ebenfalls auf gewisse Art und Weise: 6 Minuten reichten aus, um das Leben von Ted Conkaffey vollständig zu zerstören. Ihm wird vorgeworfen, die 13-jährige Claire Bingley entführt und brutal vergewaltigt zu haben. EInzig aufgrund der dünnen Beweislage wird sein Prozess vorläufig eingestellt. Da ihm weder seine Frau noch seine Kollegen bei der Polizei glauben und sich die Medien auf die Geschichte stürzen, flüchtet er in das Städtchen Crimson Lake. Dort hat er sich ein heruntergekommenes Haus am Rande eines Creeks gekauft und versinkt in seiner Einsamkeit, bis er zufällig eine Gänsefamilie vor Krokodilen rettet und sein Anwalt ihm empfielt, Amanda Pharell aufzusuchen. Diese ist eine verurteilte Mörderin und hat gerade erst ein Detektivbüro eröffnet. Sie stellt ihn als ihren Partner ein und beide ermitteln im Fall eines verschwunden Schriftstellers, während sie gleichzeitig auch die Fälle des jeweils anderen unter die Lupe nehmen.

Ich habe mir das Hörbuch hauptsächlich angehört, weil ich vor einiger Zeit mal die Leseprobe durchgelesen hatte und das Buch mir aus irgendeinem Grund im Gedächtnis geblieben ist. Jetzt brauchte ich etwas für meinen Weg zu Arbeit und habe mich so für dieses Hörbuch entschieden und es nicht bereut. Die Idee ist super, weil Ted einfach mal eine andere Hauptperson ist. Er hat alles verloren, weil ihm keiner glaubt, dass er Claire Bingley nichts angetan hat und das völlig traumatisierte Mädchen ihn auf einem Foto sogar erkannt hat. Seine völlig Verzweiflung zu Beginn des Buches ist absolut nachvollziehbar und man freut sich richtig für ihn, als er durch Amanda und Woman ein wenig aus seiner Trance gerissen wird. Man hat zusammen mit ihm Angst, dass er als Vergewaltiger enttarnt wird und hofft die ganze Zeit auf eine Auflösung. Auch sein Zusammenspiel mit Amanda ist wunderbar, weil sie so herrlich verschieden sind und sie es immer wieder schafft, ihn aus der Fassung zu bringen. Ich musste zum Teil immer wieder lachen, wenn sie wieder völlig unpassend gegenüber ihren Mitmenschen reagiert. Der Fall hingegen war deutlich weniger interessant, als die Hintergrundgeschichten der Personen.

Alles in allem habe ich das Hörbuch besonders aufgrund der tollen Stimme des Erzählers und der interessanten Personen super gerne gehört, obwohl ich eigentlich lieber lese, als es mir anzuhören, es diese Geschichte geschafft, mich von Anfang bis Ende zu fesseln.

Veröffentlicht am 15.02.2019

Leider nicht ganz der Abschluss, den die Reihe verdient

Der letzte erste Song
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Das Cover passt hervorragend zu den anderen Teilen der Reihe und ich mag auch, dass die gezeigten Personen sehr gut zu Mason und Grace zu passen scheinen, sodass man sie sich gut vorstellen kann.

Die ...

Das Cover passt hervorragend zu den anderen Teilen der Reihe und ich mag auch, dass die gezeigten Personen sehr gut zu Mason und Grace zu passen scheinen, sodass man sie sich gut vorstellen kann.

Die Story passt ebenso zu den anderen Geschichten: Masons Band braucht unbedingt eine neue Sängerin, nachdem Hazel die Uni verlassen hat. Er ist begeistert, als Grace plötzlich in den Proberaum tritt und vorsingt, schließlich weiß er genau, wie gut ihre Stimme zu seiner passt. Doch nicht nur ihre Stimmen passen perfekt zueinander, sondern auch die Chemie zwischen den beiden stimmt perfekt. Doch Grace weiß nicht, ob sie wirklich wieder singen soll, hat sie sich doch geschworen nie wieder aufzutreten. Auch ihre Gefühle für Mason muss sie mit aller Macht unterdrücken, liebt er doch seine Freundin Jenny.

Ich war wirklich gespannt auf die Geschichte rund um Mason und Grace, weil ich Mason aus den ersten Teilen nicht besonders mochte. Schon im ersten Teil hat er Dylan bestochen, damit er Emery aus dem gemeinsamen Zimmer lockt. Das gefiel mir ebenso wenig wie seine Beziehung zu Jenny, die schon von außen seltsam wirkte. In diesem Buch gefiel mit Mason definitiv besser, weil man ihn und seine Geschichte mit Jenny besser verstehen kann. Er hat sein ganzes Leben auf sie ausgerichtet, ist sogar zu Militär gegangen, nur um Jenny genug Freiraum zu geben und dann mit ihr zusammen sein zu können. Masons Hoffnung auf einen Neuanfang tat mir das ganze Buch über Leid, auch wenn ich nicht so ganz verstehen konnte, wie er sich so lange von ihr hinhalten lassen konnte. Dennoch fand ich Mason ziemlich glaubwürdig, er liebt seine Musik und nachdem er sich über seinen Weg klar geworden ist, zieht er ihn auch durch. Bei Grace hingegen bin ich mir nicht so sicher. Sie zweifelt die ganze Zeit an sich und ihren Fähigkeiten, dies ist zwar kein Wunder, wenn man sich ihre Familiengeschichte anschaut, aber es hat mich einfach nicht so richtig überzeugt. Dass sie am Anfang zweifelt, ob sie auftreten soll, kann ich noch verstehen, doch für ihre Zweifel an Mason gibt es einfach keinen Grund: Er lügt sie nicht an und unterstützt sie im allem, doch sie zieht sich immer wieder vor ihm zurück. Das hat mich zum Ende hin immer mehr genervt, weil man natürlich wusste, dass die beiden zueinander finden, der Weg dahin wurde aber immer wieder künstlich in die Länge gezogen.

Alles in allem habe ich das Buch dennoch gerne gelesen, weil man zum letzten Mal alle seine liebgewonnen Charaktere trifft und der Schreibstil von Bianca Iosivoni es einfach schafft, dass die Seiten nur so dahin fliegen.

Veröffentlicht am 09.02.2019

Noch immer eine unglaublich tolle Fantasy-Reihe

Gregor und die graue Prophezeiung
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Die Cover der Gregor-Reihe stechen nicht unbedingt aus der Masse heraus, sie passen aber sehr zusammen und zeigen schon zu Beginn ein paar Details, die man in der Geschichte wiederfinden kann.

Gregor ...

Die Cover der Gregor-Reihe stechen nicht unbedingt aus der Masse heraus, sie passen aber sehr zusammen und zeigen schon zu Beginn ein paar Details, die man in der Geschichte wiederfinden kann.

Gregor ist elf Jahre alt und frustriert darüber, dass er nicht mit ins Ferienlager fahren kann, sondern auf seine kleine Schwester Boots aufpassen muss. Diese fällt jedoch im Wäschekeller in einen Lüftungsschacht und verschwindet. Gregor weiß sich nicht anders zu helfen, als ihr zu folgen. Doch anders als erwartet, stürzten sie nicht in den sicheren Tod, sondern landen in einer Welt, die unterhalb von New York liegt. Dort werden sie von riesigen Kakerlaken empfangen, die die kleine Boots zu verehren scheinen und die Kinder zu den Unterländern bringen; Menschen mit lilafarbenen Augen und fast durchscheinender Haut, die auf Fledermäusen reiten und gegen drei Meter große Ratten kämpfen. Gregor will nur eins: Möglichst schnell wieder zurück nach Hause, ist doch schon sein Vater vor einiger Zeit verschwunden. Die Unterländer allerdings brauchen ihn, ist er doch Teil einer jahrhundertealten Prophezeiung...

Ich habe die Geschichte um Gregor lange vor den Tributen von Panem gelesen und erst recht spät verstanden, dass es sich um die gleiche Autorin handelt. Noch immer kann ich die komplette graue Prophezeiung auswendig und kann sie aus dem Gedächtnis zitieren, was viel darüber aussagt, wie oft ich dieses Buch gelesen habe. Ab der ersten Seite ist man von der Geschichte gefesselt und fiebert mit Gregor, Boots und Luxa mit. Die Welt ist einfach wunderbar gezeichnet. Man kann sich die Personen und besonders die Tiere, die viel mehr als nur Tiere sind, unglaublich gut vorstellen.
Der wundervolle Schreibstil von Suzanne Collins macht das Buch zu etwas Besonderem, das auf den ersten Blick zwar wie ein gewöhnliches Jugendbuch wirkt, aber doch so viel mehr ist. Man liebt die Charaktere des Buches ebenso wie man andere nicht leiden kann. Zudem schafft es das Buch einen immer mal wieder zu überraschen, was die Geschichte spannend macht.

Veröffentlicht am 05.02.2019

Mir fehlte einfach die Spannung

Perfect – Willst du die perfekte Welt?
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Das Cover gefällt mir auch wie das des ersten Teils ausgesprochen gut. Die Kreisform, die für Perfektion steht, bleibt vorhanden, man hat aber das Gefühl, dass sich die Silhouette näher darauf zu bewegt ...

Das Cover gefällt mir auch wie das des ersten Teils ausgesprochen gut. Die Kreisform, die für Perfektion steht, bleibt vorhanden, man hat aber das Gefühl, dass sich die Silhouette näher darauf zu bewegt hat und Celestine so einen weiteren Schritt hin zu Perfektion gemacht hat, trotz ihrer Fehler.

Die Geschichte des zweiten Teils hat es aber nicht geschafft, mich so begeistern wie der erste: Nachdem Celestine als fehlerhaft gebrandmarkt wurde, gehört sie nun zu Menschen zweiter Klasse und ist sich Anfeindungen ausgesetzt. Doch sie fleiht vor den Beschränkungen des Systems und macht sich auf den Weg, Carrick zu finden. Zusammen suchen sie nach einem Weg das System zu stürzen und sich selbst zu rehabilitieren.

Ich habe den ersten Teil gelesen und anschließend als Hörbuch gehört habe, wollte ich diesmal unbedingt wissen, wie die Geschichte von Celestine ausgeht. Die Stimme von Merete Bretschneider passt auch im zweiten Teil hervorragend zur Story und man kann der Geschichte so wunderbar folgen. Leider hat mich die Geschichte zunehmend genervt. Es gibt viel zu viele Wiederholungen der Inhalte des ersten Teils, die man aber noch ziemlich genau weiß, wenn man gerade erst den ersten Teil gelesen bzw. gehört hat. Ich musste manchmal wirklich die Augen verdrehen, weil schon wieder wiederholt wurde, was man schon wusste, hier hätte man den Lesern schon zutrauen können, dass er noch ein wenig Wissen über das zuvor geschehene hat. Zudem fand ich viele Dinge, die Celestine tut nicht nachvollziehbar. Im ersten Teil konnte ich ihre Naivität noch verzeihen, sie hat vor ihrer Brandmarkung nie etwas von der negativen Seite der Gesellschaft erlebt und wusste aus diesem Grund nicht, wie die böse Seite aussieht. Doch im zweiten Teil stellt sie immer wieder fest, dass sie keinem vertrauen kann und tut es dann doch. Wie kann man denn so naiv sein? Das fand ich einfach viel zu unglaubwürdig. Dann hätte sie lieber jedem gegenüber skeptisch sein sollen als so. Zudem konnte ich die Liebesgeschichte zwischen Carrick und Celestine nicht so richtig greifen. Erst sind sie noch zusammen in den Zellen von Highland Castle, wo sie sich nicht unterhalten können und dann schlafen sie schon miteinander. Mir hat einfach das Kennenlernen gefehlt. Dass alles schnell gehen kann, verstehe ich in der Lage durchaus, aber dass sie ihm direkt und trotz aller Widrigkeiten blind vertraut, war mir zu krass. Es wird ein künstliches Auf und Ab erzeugt, das nie dafür sorgt, dass man sich fragt, ob sie am Ende nicht doch zusammen kommen werden. Ich musste die Geschichte beim Hören aus irgendwelchen Gründen immer mit Tribute von Panem vergleichen und dort war die Beziehung von Katniss egal ob zu Peeta oder zu Gale alles andere als perfekt. Bei Celestine und Carrick fiebere ich einfach nicht so mit und man fragt sich auch nicht, für wen sie sich entscheiden soll, Art oder Carrick, weil sie die Frage bis zum Schluss nicht stellt.

Das klingt alles sehr negativ. Ich habe der Geschichte aber wirklich gerne gelauscht, weil ich die Welt der vermeintlichen Perfektion noch immer spannend finde, mir ist aber in diesem Teil vermehrt aufgefallen, dass ich die Charaktere nicht ganz rund (oder vielleicht zu rund) finde. Für mich bleibt einfach die totale Spannung und das Mitfiebern auf der Strecke.

Veröffentlicht am 04.02.2019

Ein Psychopath und sein "Helferlein"

Vicious Love
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Auf das Buch bin ich vor allem wegen dem Hype und dem tatsächlich sehr ansprechendem Cover aufmerksam geworden. Das Cover ist aber leider das einzige, das ich nach den ersten Kapiteln noch gut fand.

Die ...

Auf das Buch bin ich vor allem wegen dem Hype und dem tatsächlich sehr ansprechendem Cover aufmerksam geworden. Das Cover ist aber leider das einzige, das ich nach den ersten Kapiteln noch gut fand.

Die Story klingt erstmal nach einem typischen Young Adult Roman: Vicious ist reich, gut aussehend und ein Arschloch. Das bekommt auch Emilia zu spüren, sie als Tochter der Bediensteten von Vicious' Familie, hat in seiner Welt nichts zu sagen. Das wird noch schlimmer, als er denkt, dass Emilia ein Gespräch belauscht hat, das sie nicht hätte hören dürfen. Von diesem Moment an wird sie in der Schule gemobbt und muss letztlich sogar ihr Elternhaus verlassen, weil Vicious es verlangt. Jahre später versucht Emilia mit mehreren Jobs ihre kranke Schwester und sich über die Runden zu bringen, als sie plötzlich auf ihren Erzfeind trifft. Er ist inzwischen Anwalt und leitet zusammen mit seinen Freunden eine erfolgreiche Firma. Beide stehen sich plötzlich wieder der unglaublichen Anziehung gegenüber.

Den Schreibstil fand ich eigentlich ganz in Ordnung, er war nichts Besonderes, man konnte das Buch aber angenehm lesen, was ich vermutlich auch getan hätte, wäre die Story nicht so furchtbar.

Vicious ist der typische Bad Boy, den man so oder so ähnlich auch aus anderen Büchern kennt. Ihm fehlt allerdings irgendein positiver Charakterzug, durch welchen man Emilias Gefühle verstehen könnte. Er behandelt sie durchweg wie seine Leibeigene, mobbt sie und verlangt dennoch dass sie nett zu ihm ist. Das viel schlimmere ist dabei eigentlich, dass Emilia all dies mit sich machen lässt und sich ihn verleibt. Warum bitte verliebt man sich in seinen Peiniger? Nur weil er gut aussieht? Weil er Geld hat? Er ist ein absoluter Psychopath und will einfach nur die absolute Kontrolle über sie behalten, weswegen er sie auch immer 'Helferlein' nennt. Diese Herabwürdigung Emilias, die sie immer wieder über sich ergehen lässt, obwohl sie doch angeblich eine so starke Person ist, haben mich nach ungefähr der Hälfte des Buches dazu gebracht, das Buch abzubrechen, was ich sonst sehr selten tue.

Alles in allem fand ich die Geschichte furchbar, die Charaktere sind völlig überzeichnet und unsympathisch. Am schlimmsten ist aber wie Vicious Emilia behandelt und dann noch behauptet, sie zu lieben. Ich kann absolut nicht verstehen, was der Hype soll und wie man Vicious gut finden kann.